Gibt es qualitative Unterschiede zwischen allgemeinen Eingliederungsmaßnahmen und fachgebundenen Themen ?

Buerosklave

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Hallo,
wenn hier über Maßnahmen diskutiert wird, sind ja meist die diversen "Eingliederungsmaßnahmen" gemeint, zu denen jeder verdonnert wird, den das Amt gerade mal für eine Weile loswerden will. Also die Maßnahmen, die man gemeinhin als "Sinnlosmaßnahmen" betitelt, weil Maßnahmeinhalte und Teilnehmerstruktur kein erkennbares Ziel haben und man die Zeit einfach nur absitzt.

Ich beziehe seit 1,5 Monaten wieder ALG1 und meine Vermittlerin hat mir angeboten, dass ich mir aus Kursnet eine Maßnahme heraussuchen könne. Davon bin ich zwar nicht sonderlich begeistert, zumindest hab ich auf die Art zumindest ein kleines Mitspracherecht, was es sein soll. Und da kommen für mich als gelernter IT´ler entweder nur irgendeine Weiterbildung im Beruf infrage (auch wenn ich diese Fähigkeiten eigentlich schon habe). Oder wegen meiner privaten Zukunftsplanung ein Sprachkurs, was ich auch bevorzugen würde.

Nun, solche Sprachkurse gibts ja in rauen Mengen, meist auch mit einem Bildungsgutschein finanzierbar. Allerdings irritieren mich die Inhalte in Zusammenhang mit den Zugangsvoraussetzungen und der Dauer solcher Kurse schon sehr. Wenn ich lese, dass als Zugangsvoraussetzungen das Sprachniveau A1 vorausgesetzt ist (das ist bestenfalls Urlauberniveau) und man nach 41 Unterrichtstagen angeblich auf B2 sein soll und bereits eigene Präsentationen in der fremden Sprache halten soll, dann finde ich das doch sehr optimistisch (und halte es eigentlich für ausgeschlossen).
Daher meine Frage: Hat hier schonmal jemand einen Sprachkurs bei einem Anbieter wie "WBS Training" gemacht und kann mir sagen, ob man da tatsächlich was lernt oder ob das auch so eine "Beschäftigungstherapie" ist wie bei den diversen Sinnlosmaßnahmen ?
 

Kerstin_K

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Ich stehe den Angeboten im Kursnet sehr kritisch gegenüber. Aus meiner Sicht ist das allerhöchstens 2. Wahl, wenn nicht gar Schrott.
 

erwerbsuchend

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@Kerstin_K, welchen Anbieter für das Erlernen von Fremdsprachen kannst du empfehlen, der auch vom JC finanziert wird?
 

Kerstin_K

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Sorry, da muss ich passen. Ich setze bei Sprachen nur noch auf Unterricht durch Muttersprache, zum Beispiel bei Berit.

Das wird das JC wohl nicht zahlen.
 

Ottokar

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Ich beziehe seit 1,5 Monaten wieder ALG1 und meine Vermittlerin hat mir angeboten, dass ich mir aus Kursnet eine Maßnahme heraussuchen könne.
Hatte mir meine Inga-SB auch angeboten. Aber es gibt nicht wirklich ein passendes Angebot für mich.
Sprachen lernt man mit Muttersprachlern und oder in dem entsprechenden Land.
 

Buerosklave

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Sprachen lernt man mit Muttersprachlern und oder in dem entsprechenden Land.
Weiß ich. Da meine Frau im Ausland lebt,bin ich bislang auch regelmäßig dort gewesen und merke, dass ich dort weit bessere Fortschritte mache, als es jeder Sprachkurs jemals könnte.

Allerdings merke ich auch, dass ich arge Probleme habe, mit jemandem z.B. Englisch zu sprechen, der selbst Deutscher ist. Mit meiner Frau englisch zu sprechen, da sagt der Kopf einfach "Nö,lass mal!"), während ich kein Problem hab, mit jemandem zu reden, der Muttersprachler ist (selbst wenn diese Person auch Deutsch kann). Leider entpuppten sich irgendwelche Versuche, via Teamspeak, Skype o.ä. Gesprächspartner zu finden, eher als Fehlschlag. Selbst irgendwelche Software-Sprachkurse sind eine sehr zwiespältige Sache. Denn die pendeln zwischen "Ist für absolute Anfänger gedacht!" und "Wer da mitkommt, braucht keinen Kurs mehr!" hin und her. Insofern sind meine Ansprüche an einen Sprachkurs (egal ob Online/Software oder Reallife) also recht hoch.
 
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