Gibt es für Erwerbsminderungsrentner auch die Grundrente? (1 Betrachter)

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Susanne42

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Da ich während meiner Erwerbsminderungsrente weiter auf 450€ eingezahlt hab, hätt ich bald 35 beitragsjahre voll.
Meint ihr, Erwerbminderungsrentner bekämen auch sowas wie eine Grundrente ? Hab nur unter 600€ netto Rente zur zeit
 

Seepferdchen 2010

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@Susanne42

schau bitte mal hier in diesen Faden aus dem Forum Post 2, da findest du den Gesetztesentwurf plus Erklärung und Beispielrechnung-

 

saurbier

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Nun ja, vom reinen Wortlaut aus betrachtet - es heißt ja Grundrente - sollte es eigentlich nur für den Personenkreis gelten.

Die SPD ist ja ständig auf der Anerkennung der Lebensleistung (hier nach 35 Jahren Beitragszahlung) im Alter geritten, da dürften dann eigentlich keine EMR mit einfließen.

Wenn du noch einige Zeit bis dahin hast, wäre das ja für dich eh von Vorteil.

Ob das ganze aber so locker vom Hocker - heißt ohne Verfassungsklage bei einem sich ungerecht behandelten - dann abgehen wird, nun ich hab da meine Zweifel.

So wie ich gestern im Fernsehen (Anne Will bzw. Phönix Presse Runde 12:00Uhr) mitbekommen habe, will man ja angeblich die ansonsten noch begünstigten Leistungen (Rundfunkbeitragsbefreiung, Wohngeld etc.) auch diesem Kreis weiterhin ermöglichen. Schon da dürften nach meinem Verständnis Probleme vorprogrammiert sein, auch wenn ich es allen Betroffenen gönne, denn warum soll jemand der nun 10% oberhalb der Grundsicherung eine leistung erhält noch Wohngeld und z.B. eine Rundfunkgebührenbefreiung erhalten.


Grüße saurbier
 
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hansklein

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So wie ich gestern im Fernsehen (Anne Will bzw. Phönix Presse Runde 12:00Uhr) mitbekommen habe, will man ja angeblich die ansonsten noch begünstigten Leistungen (Rundfunkbeitragsbefreiung, Wohngeld etc.) auch diesem Kreis weiterhin ermöglichen. Schon da dürften nach meinem Verständnis Probleme vorprogrammiert sein, auch wenn ich es allen Betroffenen gönne, denn warum soll jemand der nun 10% oberhalb der Grundsicherung eine leistung erhält noch Wohngeld und z.B. eine Rundfunkgebührenbefreiung erhalten.
Grüße saurbier
Ganz einfach, damit sie Brutto auch 10% mehr haben, sonst wird es ihnen direkt wieder genommen. 10% Oberhalb sind nun mal ein schlechter Scherz.Fragt sich noch, was sie mit Schwerbehinderten mit Buchstaben G machen - denen steht in der Grusi ein Zuschlag von 17% zu, 424 Euro x 17 Prozent = 72,08 Euro. Und sie zahlen keine Beiträge...

Bei der Berechnung der neuen Leistung bleibt auch offen, was man tatsächlich erhällt. Wie im Beispiel die Friseuse
Beispiel: Eine Friseurin, die 40 Jahre auf dem Niveau von 40 % des Durchschnittslohns (= 0,4 EP) voll gearbeitet hat, kommt derzeit auf eine monatliche Rente von 512,48 Euro, mit der Grundrente käme sie künftig auf eine Monatsrente von 960,90 Euro.*
, der von 960,90€ noch Beiträge abgezogen werden, Sehr fraglich, ob sie letztendlich mehr im Portmonai hat als wenn sie die Wohnung bezahlt bekommt + die derzeit 424.-€. Brutto vielleicht, aber nach Abzügen KV+PV, nach den Rechnern die es gibt würden alleine ca. 180.-€ an Beiträgen fällig.das wären dann noch ca. 780€ Netto. Vielleicht schnall ich auch nur die Berechnung nicht, nach meiner Meinung bleibt da nicht viel mehr übrig, wenn nicht sogar weniger, sofern die Beispiels Friseuse nicht gerade in einer Billig Behausung leben darf..
 
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swavolt

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Es zählen nur Voll- oder Teilzeiteinkommen, keine Minijobs.
Und da muss man 35 oder mehr Jahre haben.
Und bei den 35 Jahren werden nur die Entgeltpunkte jeden Jahres verdoppelt bis maximal 0,8 Entgeltpunkte.
 

Heidschnucke

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Dieser „Rentenkompromiss“ ist mal wieder so ein faules Ei wie es zu erwarten war, den helfen wird es den wenigsten, der größte Teil wird hinten runter fallen.
Was sind denn die Voraussetzungen, die eigentliche Hürde werden wohl die 35 Jahre Beitragszeit sein, aber was sind mit den Zeiten in den man unfreiwillig nicht einzahlen konnte oder durfte, ich erinnere da gern an unsere „guten“ Unternehmen deren Personalpolitik in „heuern und feuern“ besteht, und wie sagt unsere Politik so schön „gebrochene Arbeitsbiografien“ entstehen. In der ersten Zeit wurden ja von den Lohnersatzleistungen noch Rentenbeiträge gezahlt, aber mit der Einführung der HARZ Gesetze wurde das ja bekanntlich abgeschafft.

Und was ist mit denen die irgendwann vor den 35 Jahren aus gesundheitlichen Gründen das arbeiten aufgeben mussten, und nun mit einer kleinen mini Rente dahin vegetieren müssen.

Dabei wäre es so einfach gewesen jetzt zumindest hier bei der Rente einen Weg zu schaffen mit den alle Leben können, und auch der Gesellschaftlichen Verantwortung gegenüber jeden in der Gesellschaft gerecht zu werden, aber dazu muss man seine neoliberale Weltanschauung über Bord werfen, und mal dem Nachzukommen für das man als Volksvertreter gewählt ist, nämlich das Volk zu vertreten.

Für mich ist das mal wieder Halbherziger Murks!
 

saurbier

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Hallo Heidschnucke,

also ich sehe das mit dieser Grundrente auch nicht viel anders.

Beispiel: Eine Friseurin, die 40 Jahre auf dem Niveau von 40 % des Durchschnittslohns (= 0,4 EP) voll gearbeitet hat, kommt derzeit auf eine monatliche Rente von 512,48 Euro, mit der Grundrente käme sie künftig auf eine Monatsrente von 960,90 Euro.*
Genau dieses Beispiel mit der Friseurin zeigt doch , wie populistisch hier an der Realität vorbei argumentiert wird.

Wenn Herr Heil wirklich den Rentnern helfen wollte, dann wäre es jetzt an der Zeit gewesen einen Grundsockel (Mindestrente) einzuführen, was ja bei den Linken und den Grünen seit langem im Gespräch ist. Nur da kommt eben dann der erbitterliche Kampf mit der Arbeitgeberseite der Christdemokraten welche es nicht wollen das sie auf Gewinne verzichten müssen.

Die Friseurin mag ggf. ja nur eine eigene Rente in Höhe von 512,48 € erwirtschaftet haben, bekommen wird sie aber vom Staat in der Grundsicherung weit mehr - nämlich zuerst den Regelsatz von 424,-€ und dazu dann auch noch die KdU. Sollte sie dann auch noch ggf. SchwerB und im Besitz von Merkzeichen sein, nun dann gäbe es sogar noch den "Bonus" von 17% oben drauf (72,08 € mtl.), dazu ist sie von diversen Kosten befreit.

Ein regulärer Altersrentner hingegen welcher auch nur einen Cent oberhalb der Grundsicherung erhält, nun ja was hat er denn davon - doch nichts -. Bestenfalls kann er sich über das Wohnungsamt noch ein paar Euro Wohngeld holen. Geht es ihm denn besser und noch interessanter hat er keinen Anspruch das man seine Lebensarbeitszeit würdigt.

Fraglich ist bei dem ganzen dann erst recht, wie man die Sonderleistungen (Befreiung von den Runfunkgebühren, Zuzahlung bei KK etc.) Verfassungsrechtlich fest machen will, denn dem einen sowas zu gewähren, was der andere nicht bekommt soll, das ist schon einmal mächtig schief gelaufen - ich erinnere nur an den Staatsanwalt der sich gegen die Besteuerung bei den Renten zur wehr setzte, weshalb heute auch Arbeitnehmer ihre Rente versteuern dürfen.

Mir zeigt sowas einmal mehr, mit welchen Mitteln die SPD um ihre Wählergunst kämpft - linke Tasche rechte Tasche.

Und die nächste Welle Altersarmut rollt mit den ca. 1,8 Mio. Erwerbsminderungsrentner schnur stracks dort hinein, denn uns zieht man ja auch 10,8% unserer Altersrente ab - nur weil wir gesundheitliche Frührentner sind. Wo bitte bleibt denn da die Würdigung unserer Lebensarbeitszeit.


Grüße saurbier
 

Heidschnucke

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@sauerbier

Ich kann und möchte deinen Ausführungen nichts hinzufügen!

Aber ich möchte da mal einen kleinen Vorschlag machen, wie Du oben schon geschrieben hast wird man um eine Grundrente nicht herum kommen, wenn wir den heutigen Satz nehmen wie Du auch schon oben geschrieben hast müsste der bei ca. 900,00 € liegen.

Und natürlich muss die Zeit die in die Rentenversicherung eingezahlt wird sich wieder Spiegel, und so schlage ich vor, das für Jeden eingezahlten Monat ein Betrag von 2,00 € auf dem Rentenkonto gutgeschrieben wird. Gehen wir jetzt mal von einen Optimalen Fall, ich habe mit 16 Jahren angefangen zu arbeiten, und wenn es nach einigen Wirtschaft nahen Politiken ging müsste ich bis ich 70 bin arbeiten, also 54 Jahre oder eben 648 Monate und für Jeden Monat bekomme ich 2€ das sind dann 1296,00 € plus die ca. 900,00 Grundrente macht unter den Strich ca. 2196,00 € Rente im Monat ich denke damit kann man Auskommen, und wenn ich bedenke was ich für Beiträge in die Rentenkasse eingezahlt habe werde ich die nie raus bekommen. Und wenn die knapp 2200,00 € nicht genug sind der kann ja immer noch Privat vorsorgen. Das ist für mich eine ganz einfache Rechnung, dazu brauch ich keine große Rentenformel, die sowieso keiner versteht.

Aber dazu muss man die ganze Gesellschaft auf die Füße stellen, von der Schulzeit angefangen bis zu Ausbildungen Studien (Regelstudienzeiten) bis zum Heranziehen von allen Einknüpften, auch von z.B. Diäten; Zinseinkünften; Pachten und Mieten usw. usw. Und man müsste die Einkommensschäre schließen, es kann z.B. nicht sein das ich in der Lebensmittelherstellung als Geselle Mindestlohn bekomme (9,19 €/h), z.B. eine Pflegefachkraft schon hier 17,50 €/h und ein Arbeiter in der Metall/Elektro oder Chemie schon bei einen Stundenlohn von bis zu 28,00 €/h liegen.

Aber das wird und ist eine Gesellschaftliche Mamut Aufgabe und ich traue es keine unseren Politischen verantwortlichen zu, das auch nur ansatzweise in Angriff zu nehmen, und schon gar nicht zumindest einen Grundstein zu legen.
 

HermineL

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Aber ich möchte da mal einen kleinen Vorschlag machen, wie Du oben schon geschrieben hast wird man um eine Grundrente nicht herum kommen, wenn wir den heutigen Satz nehmen wie Du auch schon oben geschrieben hast müsste der bei ca. 900,00 € liegen.
900 Euro Grundrente sind viel zu wenig. Hier muss man sich schon eher an unseren Nachbarn aus Österreich und Holland orientieren. Dort liegt die Grundrente über 1200 Euro. Selbst das ist angesichts der Mieten hier noch zu wenig.

Nehmen wir mal Berlin. Da liegt der Durchschnitts Quadratmeterpreis bei 10,00 Euro Kalt. Nun schaut man nach Wien, die Hauptstadt unserer Nachbarn die eben nicht die Sozialwohnungen verkauft haben. 62 % aller Wiener Einwohner wohnen in Wohnungen mit gedeckelten Mieten die der Stadt gehören und die Stadt schreibt damit schwarze Zahlen. Der Mietpreis pro Quadratmeter liegt bei 7 Euro warm, auch für brandneue Wohnungen. Wenn man das mit Deutschland vergleicht müssten wir eher 1400-1500 Euro Grundrente haben um auf dem gleichen Niveau zu sein.
 

Sowhat

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Also ich als Frau und Mutter möchte mal wieder klar machen, dass" wir" wieder mal den schwarzen Peter haben. Als meine Kinder geboren wurden,
gab es noch lange nicht an jeder Ecke eine Kita, womöglich auch noch umsonst wo die Kinder den ganzen Tag betreut und ernährt werden. Eine Oma hatte ich auch nicht in der Nähe, bin der Berufstätigkeit meines Mannes wegen weggezogen.
Bei uns gab es also den Kindergarten ab 3 Jahre, der kostete pro Kind übrigens 120,-- bis mittags um 12h (Oberbayern Landkreis) als der zweite auch im Kindergarten war also 240,--DM (damals). Arbeiten war in diesen ersten drei Jahren für mich gar nicht möglich, weil es erst später Plätze bis 14.00h gab und Ganztags nur für Alleinerziehende (ich war ja damals noch "glücklich" verheiratet). Ausserdem war mein jüngster ein recht kränkliches Kind. Als der erste zur Schule kam, war da oft schon um 12.00h Schulschluss.Der andere musste um 12.00h vom Kindergarten geholt werden.

So arbeitete ich im Minijob bei meinem inzwischen selbständigen Mann. Leider als sder studierte Vermögensberater nicht für mich in die Rentenkasse einbezahlt. Ich habe 10 Jahre bei ihm im Minijob gearbeitet (Büro, mein Beruf) und nebenbei jeden Tag gekocht und sonst den Haushalt geführt.
Als ich dann mit 44 Jahren den Schlaganfall erlitt, lies mein Mann sich scheiden und musste als Selbstständiger für mich nichts bezahlen. Ich war damals ja nicht erwerbsfähig, ging am Rollator und mein rechter Arm ist behindert. Tja die Kriterien 3/6 für EMR Rente erfülle ich nicht, weil Minijob ja nichts zählt und so dümple ich jetzt auf H4 herum. Arbeit habe ich niemehr gefunden mit GdB50 und meine gesetzliche Rente wird mal um die500€ sein und das nach 15 Jahren Vollzeitjob mit Ausbildungszeit, zwei Kindern (die im Alter ja zusammengerechnet werden und somit die -rentenanwartschaft geschmälert wird) und 10 Jahren Minijob.
So geht es mir und vielen 60er Jahrgängen, die die 35 Jahre gar nicht zusammenbringen konnten. Ich werde bis ins Grab am Staatssäckel hängen.
Wir haben uns in den letzten 70 Jahren nicht wirklich geändert, es heisst zwischen den Zeilen immer noch "Alte und Kranke zuerst".
 

saurbier

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Hallo Sowhat,

nun ja, deine Geschichte ist ja inzwischen nicht selten und das inzwischen gestiegende Anspruchdenken in den letzten 30 Jahren führt leider dazu, daß sich der egoismus immer brutaler verbreitet.

Wer bitte hat meinen Eltern denn all diese finanziellen Mittel zur verfügung gestellt, die heute inzwischen so gezahlt werden - keiner -.

Und sorry, wieso haben den so viele Ehepartner im Betrieb des Mannes der frau auf Minijob mitgearbeitet und nicht als regulär angestellte. Das haben diese Leute doch aus finanziellen Gründen gemacht, um so in den Genuß der Beitragszahlungen für die KV zu gelangen, ein Geschäftsrenner bei meinem Bruder war die PKV Umstellung bei kleinen Unternehmern/Handwerkern. Sowas bezeichne ich als Lebensrisiko, wenn man nur kurzfristig schaut und nicht die möglichen Konsequenzen betrachtet, sorry.

Das du jetzt ein derartiges Lebensrisiko hattest (gesundheitlich) nun ja das habe ich auch mit Anfang 40 erleben dürfen, wie viele andere eben auch, immerhin inzwischen 1,8 Mio. Menschen hierzulande und uns alle läßt man mehr oder weniger im Regen stehen. Hier zählt eben wieder der Egoismus derer die nicht bereit sind von ihrem Geld etwas abzugeben.

----------------------------------

allgemein

es ist wie HermineL schon ausführte, hierzulande müßte eine wirkliche Grundrente (so man sie denn auch so bezeichnen will) je nach Bundesland
zwischen 1.300 - 1.500,-€ betragen um nicht auf andere Hilfe angewiesen zu sein. Nur leider existierte hier ja ein Existenz sicherndes System dessen höhe von unserem Verfassungsgericht abgesegnet wurde. Damit betrachten unsere Politiker dies dann gleich mal als ausreichendes Minium auch bei der Altersrente, womit man keinen wirklichen Grund sieht sie zu erhöhen.

Wie erzählen die Politiker doch immer wieder aufs neue, die arme jüngere Generation muß die Lasten ja noch tragen können. Tja leider bedienen sich die Plitiker durch alle Parteien hier dem billigem Populismus die eine Generation gegen die andere auszuspielen ohne die wahren Gründe zu bennen. Es sind die Arbeitgeber und die Reichen welche einfach nicht bereit sind etwas von ihrem Vermögen/Einkommen abzugeben. Auch ist es ein schönes Märchen von der immer geringer werdenden nachfolgenden Generation zu sprechen, welche die Renten tragen muß, denn es ist nicht die jüngere Generation sondern es sind die folgenden "Erwerbstätigen" und nur diese welche in die Rentenkasse einzahlen. Da verschweigt dann dann gerne das im Augenblick so viele wie noch nie einer Erwerbstätigkeit nachgehen - ist doch komisch oder. Diese Zahl kann man sogar noch steigern, wenn dann die Politik Deutschland zu einem Einwanderungsland ausgestalten würde, wo Arbeitskräfte aus dem Ausland auch eine Arbeit bekämen - siehe z.B. Amerika oder Kanada -.

Geld für eine auskömmliche Rente ist genug da, es fehlt halt nur an den Politikern die für eine auskömmliche Rente bei der arbeitenden Bevölkerung sind.

Das wird sich auch für die kommende Gerneration noch zeigen, wo noch mehr Menschen von Maschinen ersetzt werden. Komisch habe ich noch in meiner Jugend als frischer Facharbeiter mit der IGM dafür gestreikt das man die Roboter welche ja rund um die Uhr Gewinne einspielen mit einer angemessenen Steuer belastet. Heute wo es aktueller denn je ist, sucht man immer noch auf Unternehmerseite nach auswegen um dies erfolgreich zu vermeiden.

Wie man es durchaus machen kann, zeigt eben Österreich oder auch Holland. Bei Österreich hat sogar die EU eine Prüfung vorgenommen, ob das Rentensystem stabil ist und man kam zum Ergebnis das dies so sei. Nun dann sollte man hier mal seine Politiker fragen wieso in Österreich die Unternehmer mit über 12% an der Rentenzahlung beteiligt sind und hierzulande eben nur mit dagegen kläglichen 9,3% und wieso hierzulande der Arbeitnehmer hierzulande zusätzlich 4% aus eigener Tasche privat vorsorgen soll wenn die politischen zusagen dazu nur eine halbwertszeit einer Banane habe (siehe nur KV-Abzug der jetzigen Betriebsrente).

Es ist alles Politisch gewollt, was 2005 mit Schröders Hartz IV eingeführt wurde und heute fast 15 Jahre später zum Erwachen mancher Politiker führt, als das man merkt das die Wähler sich abwenden.

Warum wohl hat die liebe Frau Merkel die Rentenkommision berufen, die erst kurz vor ihrem politischen Ende mit einem Vorschlag kommen soll - vielleicht damit ihr das nicht auf die Füsse fällt -, vielleicht ganz dem Motto - nach mir die Sinnflut -.

Es ist immer noch das Volk, das seine Politiker alle 4 Jahre wählt.


Grüße saurbier
 

swavolt

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Dazu hab ich gestern was gutes gelesen.

Und solange die Politiker weiter die Lobbyisten der Reichen zuhören, wirds immer brisanter.
Deshalb immer wieder meine Forderung - Besteuert doch einfach mal alle EINKOMMEN ab 1 oder auch 2 oder 5 Millionen(mir egal) mit mindestens 90% ab diesem Einkommen, um zu sehen was das bringt.
Weil die kleinen und mittleren Einkommen kann man nicht noch mehr besteuern.
Dann kommen sie wieder - aber alle sollen doch bezahlen.
Deshalb - bezahlt alle schön weiter oder wählt endlich mal DieLinke.
 

Sowhat

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Mein Vorschlag wäre ja, dass alle Beamten auch teilweise( wenigstens) in die Rentenversicherung einzahlen sollten und auch in die Krankenversicherung. Aber da würden die Politiker ja an dem Ast sägen auf dem sie sitzen.
In anderen Ländern wie Österreich (ja ist viel kleiner als BRD) und einige nordische Länder und ich meine auch Niederlande, da klappt das mit den Renten doch auch viel besser als bei uns. Sind die die Politiker wohl keine Beamten oder ist da das Beamtentum anders aufgebaut?
 

swavolt

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Es fehlt das Geld!

Deshalb sind ja auch einige wenige besser gestellt als alle.
 

AsbachUralt

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Mein Vorschlag wäre ja, dass alle Beamten auch teilweise( wenigstens) in die Rentenversicherung einzahlen sollten und auch in die Krankenversicherung. Aber da würden die Politiker ja an dem Ast sägen auf dem sie sitzen.
Und was soll das konkret bringen? Denn mit den Beitragszahlungen erwirbt dieser Personenkreis ja auch die gleichen Ansprüche. Wäre ein Null-Summen Spiel.
Und Politiker sitzen auf einem ganz anderen Ast als Beamte.
 

swavolt

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Für Dutzende Bundesabgeordnete (MdB), die nach einer Wahlperiode ausscheiden, hat sich das Mandat trotzdem gelohnt. Sie haben durch 4 MdB-Jahre schon 825 Euro Pensionsanspruch!

Für 825 Euro Rente müsste ein Durchschnittsverdiener 29 Jahre arbeiten.

Wählt nicht immer dieselben Deppen.
Wählt Deppen die nix haben.
Danke.
 

Sowhat

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Wen soll man denn noch wählen?
Ich meine, ich kann nicht die CDU/CSU, Spd, Grünen oder FDP wählen, nur weil wieder Rentenerhöhung und die tolle Grundrente kommt. Für mich bleibt alles beim Alten.
Die Linken werden nicht mal ignoriert und den Rest kann man sowieso vergessen.
Habe da momentan keine Idee mehr. Aber ist ja noch Zeit bis zu den Wahlen und die Grundrente kommt übrigens auch erst dann, 2021.
 
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