Gibt es einen Unterschied zwischen "Beendigung" und "Abbruch" ?

  • Starter*in Gelöschtes Mitglied 26
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Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Die Überschrift sagt es bereits, gibt es eine sprachliche Differenz in der Nutzung bzw Aussage dieser beiden Begriffe? Vor allem im amtlichen Millieu.

"Beendigung" klingt für mich mehr nach einem beidseitigen Einverständnis oder einer Notwendigkeit, also "legal".
"Abbruch" mehr nach etwas einseitig Beschlossenem oder durch "Fehler" entstandenem.

Ihr wißt bestimmt was ich meine.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Gute Erklärung, aber was ist dann "Vorzeitig beendet" oder "vorzeitige Beendigung" das ist ja quasi in dem Sinne dann ein Abbruch, aber eben wohl auch nicht ...
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Es geht sich um eine Maßnahme (ich glaube es war eine Umschulung oder Reha), welche eben "vorzeitig beendet" wurde.

Sie wurde also nicht komplett durchlaufen, sondern mittendrin halt "aufgelöst", hätte aber um erfolgreich zu sein komplett durchlaufen werden müssen.
Es erfolgte jedoch auch keine Sanktion oder Sperrzeit, somit ist es ja kein "Abbruch" aufgrund eines schuldhaften Verhaltens des Teilnehmers.

Im vorliegenden Fall war - laut Meinung des Teilnehmers - der Maßnahmeträger schuld, weil er wahrscheinlich seine Pflichten verletzt hat um die Maßnahme sicherzustellen, aber offiziell ist halt auch kein Grund bekannt.
 

erwerbsuchend

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Wann erfolgte diese Beendigung? Das JC hat bis zu 6 Monate nach einem negativem Ereignis Zeit, dieses Ereignis zu sanktionieren. Daher sollte sich dein Bekannter noch nicht in Sicherheit wiegen.

Nachtrag:

Gehören dieses und dieses Thema zusammen? Warum machst du dafür getrennte Themen auf?
 
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Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Januar dieses Jahres, aber es war halt eine andere Behörde (AfA), somit ist fraglich was das nun mit der Antragsstellung nach SGB II bei der Kommune zu tun hat, das ALG I wurde ja zwischenzeitlich von der AfA weitergezahlt.

Müsste der Grund dann nicht auch in dem Aufhebungsbescheid enthalten sein, oder es einen Hinweis auf ein Fehlverhalten des Teilnehmers geben? Die Maßnahme wurde laut Aussage in beidseitigem Einverständnis beendet, ich glaube nicht das da ein Fehlverhalten vorlag. Man kann aber doch auch nicht plötzlich 6 Monate später nun kommen und behaupten dass da ein Fehlverhalten vorgelegen hat.
 
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Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
"Beendigung" klingt für mich mehr nach einem beidseitigen Einverständnis oder einer Notwendigkeit, also "legal".
"Abbruch" mehr nach etwas einseitig Beschlossenem oder durch "Fehler" entstandenem.

Eine Beendigung kann genauso „illegal“ sein, wie ein Abbruch durchaus in beiderseitigem Einvernehmen erfolgen kann.

Man kann, je nachdem wie man den Satz drum herum aufbaut, durchaus mit beiden Worten das gleiche aussagen.

Es ist auch keines von beiden Worten „milder“ oder „beschönigender“.
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Ich finds dennoch "tricky".

Eine Anhörung hat es nie gegeben und wie gesagt, ist nicht einmal ein Grund bekannt, zumindest offiziell und dem Teilnehmer schriftlich oder mündlich mitgeteilt.
Somit sehe ich da niorgendwoe eine Grundlage sanktionieren zu können. Deshalb geht es mir umso mehr um die Wortwahl an sich und was sie Aussagen oder Andeuten.

Bei Verträgen oder Arbeitsverhältnissen spricht man immer vom Beenden, nie von Abbrüchen, soweit noch nachvollziehbar.
Man "bricht" z.B. ja auch ein Haus ab, man beendet das Haus ja nicht, von daher suggeriere ich persönlich das Wort "abbrechen" eher mit etwas negativem, deshalb stelle ich das hier zur Diskussion.
Oftmals sind es Kleinigkeiten die eine Bedeutung haben können, vor allem im Rechtswesen.

Für mich klingt eine "vorzeitige Beendigung" einer Maßnahme eben nicht negativ, ein "Abbruch" einer Maßnahme jedoch schon, auch wenn beides natürlich den selber Effekt hat, klar.
Wie gesagt, kann persönliches Empfinden sein, deshalb wende ich mich an Profis.
 
G

Gelöschtes Mitglied 66109

Gast
Für mich klingt eine "vorzeitige Beendigung" einer Maßnahme eben nicht negativ, ein "Abbruch" einer Maßnahme jedoch schon, auch wenn beides natürlich den selber Effekt hat, klar.
Wie gesagt, kann persönliches Empfinden sein, deshalb wende ich mich an Profis.

Naja, es kommt halt auf die Umstände an.......

a. ) Laura hat ihre Ausbildung, die eigentlich 3 Jahre dauern sollte, nach 2,5 Jahren mit dem Bestehen einer vorgezogenen Abschlußprüfung vorzeitig beendet.
b.) Laura hat ihren Ausbildungsvertrag nach 12 Monaten gekündigt. Sie hat die Ausbildung abgebrochen, da ihr die Inhalte nicht zugesagt haben.

a. dürfte die Mehrzahl der Leser da wohl eher positiv, b. negativ sehen.

a.) Laura hat die Maßnahme vorzeitig beendet weil sie einen Arbeitsplatz gefunden hat.
b.) Laura hat die Maßnahme abgebrochen weil sie einen Arbeitsplatz gefunden hat.

a. und b. dürften sich wohl neutral zueinander verhalten.

Ich hoffe du kannst trotzdem gut schlafen, 😂
 
G

Gelöschtes Mitglied 26

Gast
Bei den Themen kann ich nicht schlafen, und ich habe frühschicht morgen :cry: Hätt ich das mal nicht auf mich genommen. ;) Versuche mich halt so gut es geht vorzubereiten, habe ich ja auch versprochen.
Verträge kann man aber auch auflösen, wird bei Vertragsbrüchen ja häufig gemacht.

Etwas "abbrechen" bedeutet das es noch nicht fertig war, etwas "beenden" bedeutet das es nicht weitergehen konnte, daher auch das wort "ende"
Hmm ...
Somit wäre ein "beenden" ja nicht sanktionierbar, weil es eh nicht weitergehen konnte, das kann man den TN nicht zur Last legen, hier käme es dann aber wohl drauf an wodurch es nicht weitergehen konnte, dies könnte auch durch den TN geschehen sein.
Ein "abbrechen" schon, weil das Ziel noch erreichbar gewesen wäre, hier würde ich definitiv Sanktionsmöglichkeiten sehen.

Das würde sich mit den Gegebenheiten schon in etwa decken. Wenn man ein Zwischenergebnis z.B. im Sport nicht erreicht, ist die Teilnahme vorzeitig beendet, das könnte man halbweg sinngemäß übertragen. Ein Abbruch fände dann durch den Sportler selber statt (oder dem Veranstalter).

Ich sehe da somit schon einen Unterschied wenn ich das so betrachte ... Ein Abbruch ist quasi immer schlecht, eine Beendigung nur bedingt, würde somit schon sagen das die Wortwahl bedeutend ist.
Eine Ausbildung welche vorzeitig beendet wäre hieße dann ja, dass man (oder Frau, oder Divers) ;) die Zwischenprüfung nicht geschafft hat.
Aber es ist schon spät heute ...
 

Nena

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Eine Ausbildung welche vorzeitig beendet wäre hieße dann ja, dass man (oder Frau, oder Divers) ;) die Zwischenprüfung nicht geschafft hat.
Ich habe meine Ausbildung auch vorzeitig beendet. Das war nichts Schlechtes. Das muss nicht erfolglos bedeuten.

Jeder Abbruch ist auch eine Beendigung. Aber umgekehrt nicht unbedingt.

Es ist aber eh Wortklauberei. Es geht dabei nicht um das Wort, sondern um die Hintergründe. Es ist ganz wurscht, welche Vokabel da benutzt wird. Es geht um den "Tatbestand".
 

Stauer

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aber was ist dann "Vorzeitig beendet" oder "vorzeitige Beendigung"
Hallo,
für eine Sache durch zuziehen kann es einen Zeitrahmen geben. Wird dieser unterschritten=vorzeitige Beendigung.
In manchen Ausbildungen, kann man sich zur Prüfung anmelden, wenn genügend Wissen bereits erlangt wurde. Beispiel: 3 Jahre Ausbildung. Es kann aber auch 2 Jahre sein, weil Prüfung schon 1 Jahr früher erfolgreich abgelegt wurde. Die Ausbildung ist dann vorzeitig beendet.
 
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