Gibt es einen Unterschied im Rehaabschlussbericht private Klinik oder DRV Klinik? (1 Betrachter)

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FrauRossi

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Ich frage hier mal für eine Bekannte. Diese ist psychosomatisch Erkrankt und da sie einen Hund hat, machte sie von ihren Wunsch- und Wahlrecht gebrauch, um sich eine Klinik zu suchen, in der Hunde erlaubt sind. So weit so gut. Wurde auch bewilligt. Nun schießt ihr jedoch durch den Kopf, dass hier die Rehaabschlussberichte nicht so sorgfältig sein könnten. Also, ist nur eine vage Vermutung. Denn ihr Plan ist, nach der Reha Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Die Reha war Pflicht von der Krankenkasse aus. Und sie wollte auch den Punkt „Reha vor Rente“ erfüllen. Jedoch ist die Frage, ob hier jemand Erfahrungen hat mit Rehabilitation in privaten Kliniken, finanziert durch DRV. Kann man die gleiche, professionelle Berichterstattung erwarten wie in von der DRV beUftragten Klinik?
 

Bitas

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Alle DRV Reha Kliniken sind auch von der DRV abhängig.
Diese Kliniken arbeiten in aller Regel FÜR die DRV und nicht für den Patienten.
Egal ob mit oder ohne Hund.
Mir wurde vergangenen März beim ersten Arztgespräch bereits gesagt, da ich Arbeitsfähig entlassen werde, da kannten die mich und meine Krankheit noch gar nicht.
Deine bekannte sollte sich nicht zu viel Hoffnung machen das in ihrem sinne ein Gutachten erstellt wird....die Hoffnung stirbt zuletzt und ausnahmen bestätigen die Regel.
So meine Erfahrung
 

Bitas

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Wenn die DRV Patienten da hin schickt, das das doch das gleiche.
Spielen die das Spiel der DRV nicht mit, werden keine Patienten mehr geschickt.....so mein Verständnis, kann auch falsch sein.
 

FrauRossi

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Die DRV würde nie Patienten in diese Rehakliniken schicken. Da es ja aber den Grunde nach einen Anspruch auf ein „ Wunsch- und Wahlrecht“ gibt, muss das einfach ab und an in Kauf genommen werden. Es kommt wohl relativ selten vor, dass ein Patient sich eine bestimmte Reha wünscht. Aber wenn das so ist, muss die DRV das machen
 

Doppeloma

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Hallo FrauRossi,

Ich frage hier mal für eine Bekannte. Diese ist psychosomatisch Erkrankt und da sie einen Hund hat, machte sie von ihren Wunsch- und Wahlrecht gebrauch, um sich eine Klinik zu suchen, in der Hunde erlaubt sind. So weit so gut. Wurde auch bewilligt.
Deine Infos dazu sind etwas "dürftig", wenn die DRV diese Klinik "bewilligt" hat übernimmt sie garantiert NICHT alle Kosten aber ich habe mich mal umgesehen, es gibt tatsächlich inzwischen diese Möglichkeiten.

Reha mit Hund – Ich darf mit rein

Das sind dann aber KEINE Privat-Kliniken, also warum sollte dort die Gesundheit der Leute von den Ärzten anders eingeschätzt werden, als in anderen DRV-Kliniken ?

Nun schießt ihr jedoch durch den Kopf, dass hier die Rehaabschlussberichte nicht so sorgfältig sein könnten.
Dein "Glaube" an sorgfältige (korrekte) Reha-Berichte in (besonders psychosomatischen) DRV-Kliniken scheint ja "unerschütterlich" zu sein, liest du auch manchmal die Berichte der User hier, wo das ganz sicher NICHT der Fall war ...

Ich kann dir da auch nicht folgen, denn mein Reha-Bericht z.B. war ALLES aber nicht "sorgfältig oder gar korrekt", leider wurde das erst fast 3 Jahre später von den Gerichts-Gutachtern erkannt.

Bis dahin wurde noch fleißig von den DRV-"Gutachtern" immer wieder aus diesem Reha-Bericht abgeschrieben, wie "gut" ich mich "zu fühlen hatte" und wie "erfolgreich" diese Reha verlaufen war ... :icon_dampf:

Übrigens nicht, um mir die dringend erforderliche EM-Rente zu bewilligen sondern um sie ablehnen zu können, weil ich lt. diesem Bericht Voll Erwerbsfähig war (6 und mehr Stunden) für den "allgemeinen Arbeitsmarkt".

Also, ist nur eine vage Vermutung. Denn ihr Plan ist, nach der Reha Erwerbsminderungsrente zu beantragen. Die Reha war Pflicht von der Krankenkasse aus.
Deiner "Begeisterung" solchen psychosomatischen Rehas (in DRV-Kliniken) gegenüber, vermag ich da irgendwie nicht zu folgen und viele andere User hier wohl auch nicht, gerade wenn sie zur Antragstellung von der KK aufgefordert wurden.

Die KK hat sie auch nur dazu aufgefordert, um mal ein wenig Krankengeld sparen zu können, jedenfalls gehe ich davon aus, dass deine Bekannte aktuell im Krankengeld-Bezug ist.

Sonst ist die KK ja nicht berechtigt (nach § 51 SGB V) zur Reha-Antragstellung aufzufordern, davon erhofft sich die KK aber eine Entlassung als "Arbeits-FÄHIG", damit anschließend auch nicht weiter gezahlt werden muss.

Und sie wollte auch den Punkt „Reha vor Rente“ erfüllen.
Das ist ja nicht nötig, das "freiwillig" abarbeiten zu wollen, wenn die DRV nach Antragstellung auf EM-Rente erst noch eine Reha haben will, dann fordert die das schon selber ein.

Mit einer Reha "aus Pflichtgefühl" kann man sich das aber auch erschweren überhaupt vorerst Aussichten auf eine EM-Rente zu haben, dort wird man eher Richtung LTA "tendieren", damit sie (wenigstens bald) wieder arbeiten gehen kann.

Denn eine Reha soll ja generell erst mal die Erwerbsfähigkeit wieder herstellen oder wenigstens verbessern, die soll ja KEINE Vorbereitung für anschließende EM-Rente darstellen und mit rein psychosomatischen Beschwerden wird sie auch kaum eine EM-Rente bekommen. :icon_evil:

Jedoch ist die Frage, ob hier jemand Erfahrungen hat mit Rehabilitation in privaten Kliniken, finanziert durch DRV.
Kann ich mir nur schwer vorstellen, in der Regel braucht (und bekommt) man keine Reha mit "Haustier", den Informationen oben folgend sind das ansonsten ganz "normale" DRV-Kliniken (also NIX "privat"), nur die "Hunde-Kosten" muss man natürlich selber tragen.

Die haben sich einfach darauf eingestellt, dass manche Leute ohne ihren Hund / Haustier keine Reha machen wollen, die Behandlung der Menschen dort dürfte sich wohl kaum von anderen DRV-Reha-Kliniken unterscheiden, es gibt eben "Sone und Solche" ...

Vermutlich also auch unter denen wo man Hunde mitbringen darf, die DRV bezahlt und erwartet die entsprechenden Berichte, die möglichst NICHT zur EM-Berentung führen werden ... :icon_evil:

Kann man die gleiche, professionelle Berichterstattung erwarten wie in von der DRV beUftragten Klinik?
Kommt ganz darauf an was du dir darunter vorstellen möchtest, in JEDER Klinik sollte (theoretisch / professionell) danach berichtet werden, wie es dem Patienten (rein medizinisch gesehen) wirklich geht und nicht danach was sich der Patient oder auch eine Behörde (KK / DRV) davon erhofft oder erhoffen "könnte". :icon_evil:

Diese Klinik wird ja jetzt "von der DRV beauftragt", was möchtest du denn sonst darunter verstehen, wenn die alle Kosten (außer für den Hund) übernehmen werden, dann erwarten die auch, dass ihre "Richtlinien" eingehalten werden, im Reha-Bericht.

Was die DRV darunter verstehen möchte weiß sie spätestens wenn sie anschließend eine EM-Rente beantragt hat und die sehr bald abgelehnt wird.

Weil sie lt.Reha-Klinik keine EM-Rente braucht ("Sie war sehr aktiv und regelmäßig mit ihrem Hund in der Umgebung unterwegs, hat ihn ständig verantwortungsvoll und pünktlich versorgt" :idea:), so etwa könnte es durchaus auch im Reha-Bericht erwähnt werden ...

MfG Doppeloma
 

AsbachUralt

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Ich hatte bei 3 Reha-Aufenthalten (2 orthopädisch, 1 psychosomatisch) nie den Eindruck, dass die Kliniken ihre Anschlussberichte pro DRV abfassen, sondern einfach neutral und ich wurde jedes mal als AU entlassen.
 

Doppeloma

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Hallo AsbachUralt,

Ich hatte bei 3 Reha-Aufenthalten (2 orthopädisch, 1 psychosomatisch) nie den Eindruck, dass die Kliniken ihre Anschlussberichte pro DRV abfassen, sondern einfach neutral und ich wurde jedes mal als AU entlassen.
In dern orthopädischen Rehas von Männe kann ich das soweit auch bestätigen und im Übrigen habe ich ja angemerkt, dass es in JEDER Reha - Klinik (eigentlich) nur (neutral) um den Zustand des Betroffenen gehen sollte.

AU entlassen wurde ich auch, aber NUR weil ich die bisherige Tätigkeit nicht wieder aufnehmen sollte, am "allgemeinen Arbeitsmarkt" sollte ich trotzdem noch Vollzeit arbeiten können.

Wie lautete denn da die Einschätzung in deinen (so neutralen) Reha-Berichten, warst du dafür auch als Voll EM entlassen worden und bekommst du inzwischen EM-Rente ?

Eine AU-Entlassung bedeutet nicht mehr, als zum Zeitpunkt (am Tag) der Entlassung war man (noch) AU aus Sicht der Klinik-Ärzte, zur Erwerbsfähigkeit (aus Sicht der Reha-Ärzte) macht das aber KEINE Aussagen. :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

AsbachUralt

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warst du dafür auch als Voll EM entlassen worden und bekommst du inzwischen EM-Rente ?

Nach Ende der psychosomatischen Reha im Jahr 2007 bekam ich anschließend de EM-Rente zugesprochen, konnte aber gleich 2008 in die Altersrente wechseln, die ich auf Grund der damaligen Bestimmungen mit 60 noch Abschlagsfrei bekam.

Natürlich kann ich dabei nur aus eigener Erfahrung berichten, bei anderen mag das anders verlaufen.
 

Dark Vampire

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Also ich war auch schon auf zahlreichen Rehas und viele wurden als AU entlassen und die Berichte waren meist so wie sie sein sollten.
Nur weils bei einem nicht so positiv verläuft heisst das nicht dass es bei den anderen auch so laufen muß.

Ich weiss dass es bei dir Doppeloma nicht so schön gelaufen ist...aber wie gesagt muss es nicht so bei anderen laufen.Das gegen DRV Gebashe muss hier nicht sein.Man darf es auch mal ruhig neutraler betrachten das Ganze
 

HermineL

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Ich bin ja nun vor etwas mehr als 2 Wochen aus einer 6wöchigen Reha entlassen worden und auch ich kann für meinen Fall nur bestätigen das es fair ablief. Ganz im Gegenteil der Entlassungsbericht der Klinik wurde sogar noch nach meiner Vorstellung umgeändert und ich selber habe die Formulierung für die DRV diktiert die auch von dem Arzt übernommen wurde.

Was das DRV Bashing betrifft so bin ich auch nicht gerade positiv zur DRV eingestellt. Die DRV will zweifelsohne Geld sparen und versucht meist die Leute abzuwimmeln. Alleine bei 3 aus meiner Reha-Gruppet fehlt bis zum heutigen Tag das Übergangsgeld. Auch bei mir aber ich habe wenigstens seit 2 Tagen einen Bescheid auch wenn der in der Summe falsch ist. Man bedenke das ich seit 2 Monaten kein Geld mehr bekommen habe und das vor Weihnachten.

Also in meinem Einzelfall war die Klinik top und die Bearbeitung durch die DRV für den Eimer.
 
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