Gibt es eine Sperrzeit bei Nichtbewerbung auf Vermittlungsvorschläge und stattdessen sofortige Unterbrechung des Bezugs?

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specht59

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Hallo,
angenommen man möchte kurzfristig den Bezug von ALG1 aus privaten Gründen für einige Wochen unterbrechen, z.B. für eine längere Reise.
Einige Tage vor der geplanten Unterbrechung, von der die AfA noch nichts weiß, erhält man einen Vermittlungsvorschlag (Stelle sei zumutbar und mit RFB).
Was würde passieren, wenn man sich nicht darauf bewirbt, sondern sich umgehend vom Bezug abmeldet?
Würde man gleich oder nach Rückkehr und Wiederbeantragung des ALG1 eine Sperrzeit erhalten?
 

specht59

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Ich nehme an, man müsste sich nach der Wiederaufnahme des ALG1-Bezuges dann vergewissern, ob die Stelle noch frei ist und sich dann ggf. bewerben, oder?
 

specht59

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Dann fasse ich mal zusammen:
Das Abmelden statt Bewerben ist unproblematisch. Falls die Stelle nach Rückkehr noch zu haben ist, müsste man sich drauf bewerben. So hatte ich es eigentlich auch vermutet.
Danke, Kerstin.
 

BerndB

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... und wenn die Stelle bereits vergeben ist und der Arbeitgeber seine Ausfertigung des Vorschlags an die AfA mit dem Vermerk "nicht gemeldet" zurückgeschickt hat?
Ich kenne die Antwort nicht, kann mir aber gut vorstellen, dass nach der erneuten Meldung die Folgen kommen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Ich melde mich nur ab wenn ich "zuviel" Auftragsvolumen meines Nebenjobs habe.
Im Grunde genommen ist der Grund der An-und Abmeldung denen egal.
Während der Zeit der Abmeldung existiert man für die nicht.
Natürlich braucht man sich in dieser Zeit nicht zu bewerben.

Man kann sich aber doch ruhig kurz vor dem Urlaub bewerben wenn ein zumutbarer VV eingeht,
aber dem AG zusätzlich mitteilen das man auf Grund eines länger geplanten Urlaubs erst wieder am ... zu erreichen ist.

Ansonsten habe ich selbst in nun knapp 7 Monaten zwei VV (die im Prinzip auch nicht zumutbar gewesen wären) erhalten.
Mein AfA scheint ja recht lethargisch zu sein im Vergleich.
 

BerndB

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Man kann sich aber doch ruhig kurz vor dem Urlaub bewerben wenn ein zumutbarer VV eingeht, aber dem AG zusätzlich mitteilen das man auf Grund eines länger geplanten Urlaubs erst wieder am ... zu erreichen ist.
... der von der AfA genehmigt werden muss. Specht59 will eine "längere" Reise machen (vermutlich aber nur ein fiktiver Grund).
Ich kann mir nur vorstellen, dass schon viele eine solche Idee hatten.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
@ Bernd
Ich meinte mit "Urlaub" die Zeit die "Specht" seine Arbeitslosigkeit unterbrechen wollte. Hierzu braucht man m.W. keine Genehmigung und ist in der Gestaltung frei.
 

BerndB

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Jetzt hab ich's gefunden, hat aber mit Sperrzeit wegen Arbeitsablehnung nichts zu tun:
  • § 148 (1) Nr. 6 SGB III: Minderung des Alg wegen fehlender Arbeitsbereitschaft
    und
  • Pkt. 148.1.6 Wegfall der Arbeitsbereitschaft (im gleichen Link)
Ob und wie das Verfahren aber angewandt wird?
 

specht59

Elo-User*in
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Hallo, ich hatte gar nicht mitbekommen, dass hier weiterdiskutiert wurde.
Die vorübergehende Abmeldung vom Bezug für längere Zeit habe ich vor einigen Jahren schon mal gemacht.
Mich interessiert speziell, wie sich ein existierender VV dabei auswirkt. Einen konkreten Anlass gibt es nicht, ist also nur ein Gedankenspiel (ich habe halt momentan zuviel Zeit ..).
Es gab sicher schon Fälle, wo jemand tatsächlich eine Abwesenheit geplant hatte (Reise o.a.), aber auch solche, wo jemand einen mißliebigen VV umgehen wollte.
Der Verweis auf §148 ist wohl leider berechtigt. Es kommt vermutlich auf den Einzelfall an, ob es als Manipulationsabsicht ausgelegt wird. Der Vorschlag, sich mit dem Hinweis "Vorstellungsgespräch bitte erst in x Wochen" zu bewerben, verhindert zumindest, dass einem direkt die Nichtbewerbung vorgeworfen werden kann, aber so richtig engagiert wirkt man damit natürlich trotzdem nicht. Ist ungefähr so wie wenn man eine zum nächsten Ersten ausgeschriebenene Stelle akzeptiert unter der Bedingung, erst in 3 Monaten anfangen zu können. Ich fürchte, das würde auch nicht ungeahndet bleiben.
Vielleicht ist es gut, wenn man irgendwie nachweisen kann, dass man das schon länger vorhat (z.b. Flugbuchung, Hotelreservierung etc.).
 
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