Gibt es eine Grenze für Vermittlungsvorschläge? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Peeta83

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Hallo zusammen. Bitte nicht gleich hauen und Komentre geben wie "da hast du aber Glück, wäre schön wenn ich mal so viel bekommen würde" ... mir gehts einzig ums Prinzip mit folgender Situation:

Meine EVG bemisst aktuell monatlich 5 Bewerbungen mindestens zu verschicken, was bei mir sowieso meist im Schnitt, dass dreifache ist. Das ist nicht das Problem.

Es geht um die Vermittlungsvorschläge vom Sachbearbeiter. Hier heißt es ja immer, spätestens am dritten Tage bewerben, und unbedingt jene wo die REchtsbehelrung mit beisteht.

So nun ist aber folgende Situation. Jeden Monat (meist 4-6 Wochen) wenn ich ne Vorladung hab, gibt mein SB mir im Schnitt schon mal ca. 20 neue Vorschläge mit. Nun war ich im Januar durch eine OP krankgechrieben, hatte aber dennoch einen dortigen Termin wahrgenommen. Er gibt mir wieder ca 23 Vorschläge mit. Dann kam der Herr SB nun auf die Idee und fand heraus, man kann Vorschläge ja auch per Post schicken. Somit kam binnen zwei drei Wochen weitere 10 Vorschläge, paar Tage darauf nochmal 15. Im Endeffekt hatte ich von Ende Januar bis um 20. Februar rum ca 50 Vermittlungsvorschläge erhalten. Wie soll man sich da denn bewerben, wenn für eigene Stellensuche gar nichts mehr übrig bleibt, sondern nur das, was der HErr einem gibt? Hinzu kommt, dass ich letzte Februarwoche und erste März Woche nochmals krank war, durch hohes Fieber und schwer Magendarm-Virus. Während dieser AU kam dann mal nichts von meinem SB. Nun hab ich Morgen wieder einen Termin, den ich auch wahrnehme, aber eben in der Jobbörse gesehen hab, dass er berits heute wieder 23 neue Vorschläge rausgeschickt hat an mich.

Unabhängig ob nun generell immer was bei ist und der Rechtsbelehrung, aber ist es normal, in so kurzer Zeit immer so viele Vorschläge zu bekommen? Das ist nen undig sich überall zu bewerben, auch weil es ja die Bewerbungskostenerstattung nur begrenzt gibt im Jahr.

Wie gesagt bitte keine Antworten wie oben genannt, sondern nur ob es typisch ist so extrem bombadiert zu werden?!
 

Sorata

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Niemand wird hier wird dich um so viele VV beneiden. Die Leute hier im Forum sind froh, wenn sie keine bekommen.

Eine Obergrenze für VV gibt es nicht. Wenn dir aber Kosten durch diese Bewerbungen entstehen und du nur einen bestimmten Betrag im Jahr an Kosten erstattet bekommst, ist es dir finanziell nicht möglich, über diesen Erstattungsbetrag hinaus kostenpflichtige Bewerbungen zu versenden.

Hast du schon Kostenübernahme für die alten VV-Bewerbungen beantragt? Wenn nicht, sofort nachholen. Wenn durch die VV plötzlich Kosten dem JC entstehen, welche bei so vielen VV schnell sehr teuer werden kann, wird dein SB vielleicht etwas zurückhaltender.
 

Frank71

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Sind die Vermittlungsvorschlaege denn alle mit RFB oder auch welche dabei die ohne RFB sind?

Auf besagte Stelleninformation brauchst du dich nämlich zu bewerben.
 

Dark Vampire

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Das ist schon echt heftig :icon_eek::icon_eek::icon_eek: .....kannst du die Jobs überhaupt alle ausführen???
Denke da an den Zumutbarkeitsparagraphen.....Dass es soviel Stellen gibt die auf dich passen kann ich mir kaum vorstellen.......
 

Plochinger

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Das ist schon echt heftig :icon_eek::icon_eek::icon_eek: .....kannst du die Jobs überhaupt alle ausführen???
Denke da an den Zumutbarkeitsparagraphen.....Dass es soviel Stellen gibt die auf dich passen kann ich mir kaum vorstellen.......
Im ALG 2 Bezug gillt die Zumutbarkeit nicht mehr so wie bei ALG 1 heißt wenn du als z.B. Dr.med. im ALG 2 bist und du eine Stelle als Helfer in der Produktion angeboten bekommst musst du diese annehmen..
 

Couchhartzer

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Wie gesagt bitte keine Antworten wie oben genannt
Wenn du nur Wunschantworten willst, die dir in den Kram passen, bist du hier falsch. :icon_wink:

Ob es "normal" oder "typisch" sein kann, kann sicherlich niemand zu 100% sagen, da es keine tatsächlichen rechtlichen Vorgaben dazu gibt, die eine Obergrenze definiert.

Für den SB (evtl.: Strebertyp mit Hang zum Obrigkeitszäpfchen) scheint es also ganz offensichtlich "typisch" oder "normal" zu sein, denn der will dadurch seine Fleißbienchen sammeln, die in seine Personalbewertung einfliessen.

Damit richtig umzugehen obliegt also dir und das machst du am Besten, indem du herausfilterst welche Bewerbungen auf diese VV notwendig sind (= die eine RFB enthalten) und welche der Vorschläge auch die Zumutbarkeit erfüllen (= z.B. die auf die dein Gesundheits- und Qualifikationsprofil hinreichend passt und nicht durch Unzumutbarkeit überlanger Pendelzeiten auszuschliessen sind, pp).
 
Zuletzt bearbeitet:

arbeitsloskr

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Hallo Peeta83,

was sagt deine EGV zum Thema Erstattung von Bewerbungskosten, welches Kostenbudget steht dir pro Jahr zur Verfügung?

Rechne bitte einmal selbst aus, wieviele Bewerbungen du aus diesem Budget erstellen kannst.
Sollte diese Anzahl niedriger sein als die Anzahl an VV, die dir bisher in diesenm Jahr zugestellt wurden, dann setze dich schriftlich mit SB dazu in Verbindung.

Sinngemäß könnte das Schreiben so aussehen:

"Sehr geehrte/r SB,

ich erhalte seit Anfang des Jahres 2017 Anzahl X an Vermittlungsvorschlägen, auf die ich mich bewerben muss. In meiner EGV wird mir bisher ein Bewerbungskostenbudget in Höhe von X EUR/Kalenderjahr zugesagt. Ich habe nun festgestellt, dass ich mit diesem Budget nur maximal X Bewerbungen/Kalenderjahr erstellen kann. Diese Zahl ist nun erreicht, vorallem durch die erhaltenen Vermittlungsvorschläge (Alternativ: Diese Zahl wird, basierend auf der bisherigen Anzahl an VV/Monat, zum Zeitpunkt X erreicht sein.).

Ich fordere Sie daher zu Klärung und Erläuterung auf, wie ich zukünftig in diesem Kalenderjahr meinen Bewerbungspflichten nachkommen kann, wenn das Bewerbungskostenbudget erschöpft ist. Ich weise vorsorglich daraufhin, dass im Regelsatz keine Beträge für Bewerbungen vorgesehen sind und der Regelsatz mir ausschließlich zur Sicherung des Lebensunterhaltes zur Verfügung steht.

Damit ich mich rechtzeitig und zeitnah darauf einstellen kann, fordere ich Sie auf, mir bis zum (Datum in 14 Tagen) schriftlich eine Antwort, bzw. Lösung für diese Sachlage mitzuteilen.

MfG

Peeta83"

Dann müsstest du sehen, wie SB antwortet.

Das Schreiben ist nur ein Entwurf von mir und soll als Gedankengang dienen. Wer Verbesserung dafür hat, immer nur her damit ;)
 

Gollum1964

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Hallo Peeta83,

genau das gleiche Problem habe ich auch. Ich bin ca. 1 Jahr bei ALG2 und habe nun schon meinen 3. SB bekommen. Jedes mal, wenn ein neuer kommt, werde ich ebenfalls mit VV bombardiert (ca. 15-20 mtl., also nicht ganz so extrem wie bei dir:bigsmile:), leider aber meistens nicht passend oder erwünscht (i.d.R. ZAF). Ich habe meine SB immer darauf hingewiesen, daß für eine vernünftige Bewerbung 1-2 Tage veranschlagt werden muß. Laut einem Urteil sind auch nicht mehr als 10 Bewerbungen pro Monat zumutbar, was wohl mit den erstattungsfähigen Bewerbungskosten zusammenhängt.

Ich gehe daher immer folgendermaßen vor, daß ich zu Beginn des Monats immer schon eifrig Stellen suche, die zu mir passen könnten, so daß ich relativ früh schon mein Soll erreicht habe. Von den angebotenen Stellen seitens Jobcenter suche ich nur die raus, die noch halbwegs passen. Der Rest wird ohne Kommentar abgeheftet. Bisher ist bei mir alles gut gegangen, d.h. keine Sanktion.:first:

Gruß Thomas
 

Kerstin_K

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Niemand kann 23 Bewerbungen innerhalb von drei Tagen schreiben, wenn diese Bewerbungen eine ernsthafte Cahnce haben sollen. Bei der Menge geht nur Massenverarbeitung per Serienbrief. Das muss auch ein JC SB begreifen.
 

Zeitkind

Super-Moderation
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Meine EVG bemisst aktuell monatlich 5 Bewerbungen ...
Du meinst sicherlich EGV = Eingliederungsvereinbarung. :wink:
Weil diese hier nicht einsehbar ist, kann die Hilfestellung nur allgemein erfolgen.

Da Du einem so vermittlungsfreudigen SB zugeteilt bist, fallen mir zwei Ratschläge ein.
Zum ersten würde ich die Nutzung der sogenannten Jobbörse einstellen. Diese wird gerne von windigen AG und sog. Personalvermittlern mißbraucht.
Du bist zur Nutzung der Jobbörse nicht verpflichtet und kannst den Account einfach auslaufen lassen, indem Du Dich dort nicht mehr einloggst.
Nach sechswöchiger Nichtnutzung der Jobbörse wird der Account automatisch gelöscht.
Zum zweiten darfst Du Deinen SB durchaus darauf hinweisen, daß auch das JC angehalten ist, mit den Fördermitteln sparsam umzugehen.
Die Quantität des zehnfachen der Vereinbarung rechtfertigt noch lange keine Erhöhung der Erfolgsaussicht.

PS: Was mir noch auffällt
Dir wurde (auch in anderen Deiner Themen) schon von sehr vielen Usern geholfen.
Es wäre schön, wenn Du Dich bei diesen auch mal bedankst. :wink:
Dafür gibt es am Beitragsende auf der rechten Seite einen Dankebutton.
Die User investieren neben ihrem Wissen auch viel Zeit und die Option des Bedankens
ist oft nicht nur Rückmeldung, sondern trägt auch zur Motivation für Hilfeleistung bei.
 

ela1953

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Viele Nutzer, auch ich, nutzen das Handy.
Da gibt es keinen Danke- Button
 

Buerosklave

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Im ALG 2 Bezug gillt die Zumutbarkeit nicht mehr so wie bei ALG 1 heißt wenn du als z.B. Dr.med. im ALG 2 bist und du eine Stelle als Helfer in der Produktion angeboten bekommst musst du diese annehmen..
Wobei der "Ersatzjob" aber nicht die Verwendbarkeit im Hauptberuf gefährden darf. Das Arzt-Beispiel ist da schon ganz gut: Ein arbeitsloser Neurochirurg dürfte in einem Beruf,wo die Feinmotorik flöten geht, kaum gut aufgehoben sein. Oder ein arbeitsloser Klavierstimmer auf ´ner Baustelle. Derartige Beispiele dürfte es viele geben.Die Frage ist nur,ob man diese Unsinnigkeit als Betroffener immer rüberbringen kann.
 
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