Gibt es eigentlich wirklich schwarze Listen?

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ExitUser

Gast
Ich meine eine schwarze Liste, die Zeitarbeitsfirman untereinander vor unbequemen Bewerbern warnt.

Hat von Euch schon mal jemand was in dieser Richtung gemerkt?
Z.B, hat er erfolgreich gegen eine Zeitarbeitsfirma geklagt, und wird auf einmal von anderen Zeitarbeitsfirmen direkt beim Bewerbungsgespräch abgelehnt?
 

Jürgen3

Elo-User*in
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Wieso sollte es so etwas geben?
Es gibt in Deutschland rund 8.000 Zeitarbeitsfirmen, die könnten sich wohl schlecht alle absprechen.
Die ZAFs konkurrieren doch untereinander um die Mietsklaven.
Es wäre völlig kontraproduktiv, einen direkten Konkurrenten zu warnen oder zu informieren.
 

KARLderWEHRER

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Und selbst wenn es das geben würde, wäre es doch eigentlich nur von Vorteil. Es sei denn man möchte unbedingt eine Karriere als Leiharbeitnehmer machen.

Sehr interessant wäre hier aber mal wieder der Verstoß gegen den Datenschutz!
 
E

ExitUser

Gast
Wieso sollte es so etwas geben?
Es gibt in Deutschland rund 8.000 Zeitarbeitsfirmen, die könnten sich wohl schlecht alle absprechen.
Die ZAFs konkurrieren doch untereinander um die Mietsklaven.
Es wäre völlig kontraproduktiv, einen direkten Konkurrenten zu warnen oder zu informieren.

Warum?
Das kann ich Dir sagen.
In einem anderen Forum (nicht dieses, woran die meisten jetzt hier denken), bin ich mit einem Disponenten aneinander geraten.
Unter anderem habe ich angedeutet, dass ich mit allen Mitteln für meine Rechte bei Zeitarbeitsfirmen kämpfe, und schon einmal erfolgreich meine Fahrtkosten mit Hilfe von einem Anwalt geltend gemacht habe.

Darauf schrieb mir dieser Disponent, dass ich mit meinem Verhalten keinen Fuss mehr in einer Zeitarbeitsfirma bekäme.
Nun, traurig wäre ich darüber nicht:biggrin:

Aber da ich vor einigen Jahren mal von so einer angeblichen Liste gehört habe, macht es mich doch nachdenklich.

Denn sollte sie es wirklich geben, dann könnte man der ganzen Branche einen reinwürgen.

Gut, im Moment bleibe ich wegen Krankheit sowieso von VV in Sachen Zeitarbeit verschont.
 

warpcorebreach

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also zumindest bei einem vorstellungsgespräch würde ich auf jeden fall erwähnen das ich schon gegen zeitarbeitsbuden geklagt habe wenn es halt so ist. es ist ja immer ne gratwanderung vonwegen negatives bewerbungsverhalten aber ich könnte vermutlich nichtmal meine fresse halten und würde ungefragt meine allgemeine einstellung zu zeitbuden kundtun. im grunde müsste sowas unter freier meinungsäusserung laufen.
zumindest kann ich mir vorstellen das man bei der jeweiligen zeitbude auf ne liste kommt wenn man jemals negativ aufgefallen ist.
private arbeitsvermitler jedenfalls haben sich bei erneuten bewerbungen nicht erneut gemeldet. kann natürlich auch an der nun doch fehlenden telenummer liegen :D
 

ZynHH

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Die firmen haben doch alle immer so tolle logos auf ihren Briefbögen, warum druckt ihr nicht einfach das Logo des Elo-Forums unten rechts in die Ecke? Oder dürfen wir kein Logo haben?
 

Lilastern

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Ja, aber hat man dann im Vorstellungsgespräch nicht das Recht zu sagen, dass die Sache mit dem Zeitkonto nicht legal ist.

Der Lohn muss auch bei Nichteinsätzen von der Zeitfirma bezahlt werden. Und nicht einfach vom Zeitkonto nehmen.

Fällt man da negativ auf?

Wie dann verhalten?
 

warpcorebreach

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Ja, aber hat man dann im Vorstellungsgespräch nicht das Recht zu sagen, dass die Sache mit dem Zeitkonto nicht legal ist.

Der Lohn muss auch bei Nichteinsätzen von der Zeitfirma bezahlt werden. Und nicht einfach vom Zeitkonto nehmen.

Fällt man da negativ auf?

Wie dann verhalten?

ist es nicht so das es eine fehlinformation ist mit dem illegal? ich meine es ist schon legal aber man muss es nicht akzeptieren.
 
E

ExitUser

Gast
Ja, aber hat man dann im Vorstellungsgespräch nicht das Recht zu sagen, dass die Sache mit dem Zeitkonto nicht legal ist.

Der Lohn muss auch bei Nichteinsätzen von der Zeitfirma bezahlt werden. Und nicht einfach vom Zeitkonto nehmen.

Fällt man da negativ auf?

Wie dann verhalten?

Man fällt negativ bei der Zeitarbeitsfirma auf, und man wird sie sehr wütend machen.
Und wütende poltern dann gerne mal in Richtung JC und AfA los, und behaupten dann Dinge wie, der will nicht arbeiten.
Das könnte dann in der Tat Probleme geben.

Das Thema Zeitkonto am besten nicht erwähnen.
Und sollte es doch zur Einstellung kommen, dann muss man eben den Mut aufbringen, und um seine Rechte kämpfen, wenn die Stunden illegal vom Zeitkonto genommen werden.
 

Jürgen3

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Das Arbeitszeitkonto steht in den Tarifverträgen (u.a. iGZ, bei dem der DGB Vetragspartner ist) und ist auch legal.
Es wird von Zeitarbeitsfirmen jedoch gerne missbraucht, wenn es für den Leiharbeitnehmer gerade keine Arbeit gibt und er gedrängt wird, Stunden von seinem Zeitkonto für diese beschäftigungsfreie Zeit zu nutzen.
Das unternehmerische Risiko der ZAF wird also praktisch auf den Leiharbeitnehmer abgewälzt.

Die ZAFs sind jedoch gesetzlich verpflichtet, auch beschäftigungsfreie Zeiten zu bezahlen. Der Leiharbeitnehmer muss dafür keine Stunden von seinem Arbeitszeitkonto oder Urlaub nehmen.

Arbeitnehmerüberlassungsgesetz § 11 (4)
"Das Recht des Leiharbeitnehmers auf Vergütung bei Annahmeverzug des Verleihers615 Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs) kann nicht durch Vertrag aufgehoben oder beschränkt werden; § 615 Satz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs bleibt unberührt."

Man muss während dieser beschäftigungsfreien Zeit natürlich auch weiterhin seine Arbeitskraft anbieten (also z.B. jeden Morgen anrufen, ob es Arbeit gibt).
 

Chosyma

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im grunde affig dort jeden tag anzurufen. da muss es ne andere lösung geben.

ja du kannst auch jeden Morgen persönlich ins Büro der ZAF-Klitsche latschen:biggrin:

sorry konnt ich mir gerade nicht verbeissen, bitte nicht hauen, bin sensibel...

back to topic: du mußt ja deine Arbeitskraft nachweislich anbieten, wie willst du das machen, wenn nicht anrufen und fragen. Mir fällt da nix anderes ein...
 

Erolena

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Zum Beispiel könnte die Zeitarbeitsfirma die Angestellten anrufen, wenn sie zu einem Einsatz kommen sollen. Kostet allerdings die Zeit und Telefongebühren der ZA-Firma.

Stell dir vor, manche Arbeitsuchende müssen ganz ohne Zeitarbeitsfirma auskommen. Aber wer weiß, bis zur Rente sind es noch ein paar Jahre, vielleicht komm ich noch in den Genuss.
 
E

ExitUser

Gast
Wieso sollte es so etwas geben?
Es gibt in Deutschland rund 8.000 Zeitarbeitsfirmen, die könnten sich wohl schlecht alle absprechen.
Die ZAFs konkurrieren doch untereinander um die Mietsklaven.
Es wäre völlig kontraproduktiv, einen direkten Konkurrenten zu warnen oder zu informieren.

Muss ja nicht bedeuten, dass sich alle 8000 Namen zuschustern.
Die Listen könnten ja auch regional begrenzt sein.
 

paulegon05

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Man muss während dieser beschäftigungsfreien Zeit natürlich auch weiterhin seine Arbeitskraft anbieten (also z.B. jeden Morgen anrufen, ob es Arbeit gibt).

ich sehe das mit anrufn kritisch das man im zweifelsfall keinen nachweis hat das man "wirklich" angerufen hat, besser ist es eine email zuschreiben (am besten an den disponenten) UND eine kopie/blindkopie an einen (eigenen) zweiten Account für den nachweis das die email korrekt versendet wurde.
 

Roter Bock

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Mit Sicherheit gibt es solche Listen. Ich kann mich an einen Auftritt vor Jahren bei einer Zeitarbeit erinnern. Meine Frau hatte Termin. Im Regal stand ein Ordner "Schwarze Liste".

Die ZAF's arbeiten sowieso zusammen, schon die Adressenschleuder JC hilft dabei. Sie wollen keine Leute die am System "Zeitarbeit" kratzen. Ich denke Sie verleihen sich auch untereinander Leute (Tust du mir einen Gefallen - tue ich dir einen)

Sklavenmarkt halt!

Roter Bock
 
C

Catwizel

Gast
Naja, es sind doch sehr viele die schlechte Erfahrungen mit
Zeitarbeitsunternehmen gesammelt haben und anschließend
am System Zeitarbeit kratzen. Irgendwann wäre dann keiner
mehr im Bewerberpool drin.

Es ist wie bei anderen Unternehmen auch. Ist der Mitarbeiter
schlecht aufgefallen kriegt er kein Bein mehr in´s Unternehmen.
Eine andere Möglichkeit besteht sich anhand des Lebenslaufes
bei anderen Unternehmen zu informieren.
 

Lilastern

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@lilastern.
wieso ist die Sache mit dem Zeitkonto nicht legal?
Welche Sache meinst du genau?

Ich meine damit, wenn die Zeitfirma keinen Einsatz hat, dann muss sie doch ihren Leiharbeiter den Lohn weiterzahlen. Und zwar aus der Kasse der Zeitfirma. Und nicht die Stunden von dem Zeitkonto einfach vom Arbeiter abziehen.

Damit meine ich, die Zeitarbeit muss das Risiko tragen, wenn kein Auftrag da ist, und nicht das Risiko auf den Zeitarbeiter abwälzen.
 
C

Catwizel

Gast
@dagobert1
Kommt auf die Stelle drauf an. Bei nulll-acht-fünfzig Stellen
machen die sich normal keine Mühe.
Man muss ja nicht das Zeitarbeitsunternehmen als Arbeitgeber
im Lebenslauf angeben, sondern den letzten Einsatzbetrieb.
Sieht dann auch besser aus anstatt persona service, randstadt
oder so. :wink:
 

BlackForest

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Eine bundesweite schwarze Liste gibt es mit Sicherheit nicht, das wäre zu groß. Aber regional kennt man sich gut und es reicht schon eine kurze Email oder ein Datenaustausch beim nächsten Treff. Gibst du mir deine schwarzen Schafe geb ich dir meine. Win-Win Situation, beide Firmen haben was davon.
 

paulegon05

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Hmm, so hab ich das noch gar nicht gesehen. Da muss ich doch gleich mal meinen Lebenslauf umbauen. :icon_smile:

sehe ich sehr kritisch, du hast ja einen Arbeitsvertrag mit der ZAF und NICHT mit dem einsatzbetrieb!! (angabe von falschen tatsachen im Lebenslauf, dass kann wenn es rauskommt zur FRISTLOSEN Kündigung führen!!!) - du kannst aber im Lebenslauf schreiben angestellt bei ZAF xyz und dann den Einsatzbetrieb nennen (das ist rechlich ok)
 
C

Catwizel

Gast
Warum das denn?
Wenn es zu einem Vorstellungsgespräch kommt legt man
dann offen, dass man über ein Zeitarbeitsunternehmen bei
dem Entleihbetrieb beschäftigt war.
 
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