Gibt es bei Freiberuflern keinen Freibetrag?

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Maggie1978

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Hallo an alle zusammen,

ich habe mich Anfang des Jahres bei einer Webseite angemeldet bei der ich von Febr. - Juni mir ein bisschen was monatlich dazu verdient habe. Mehr als knapp 60 € waren es nicht und ich dachte ich liege in dem Freibetrag.

Natürlich habe ich das ordnungsgemäß angegeben. Bin auch freiberuflich beim Finanzamt angegeben. Seit Juni hatte ich größtenteils aus persönlichen Gründen kaum noch und am Schluss gar nicht mehr für die Webseite gearbeitet. In der Anlage EKS für den Zeitraum vom 01.05.2013 - 31.10.2013 hatte ich als Einnahmen ca. 50 - 80 € angegeben, um auf der sicheren Seite zu sein wegen dem Freibetrag. Zeitlich und weil es teilweise auch etwas anstrengend ist, war es mir sowieso nicht möglich mehr als das zu erwirtschaften.

Der SB hat im Bewilligungsbescheid 100 € eingetragen und ich war auch nicht besonders entsetzt darüber, weil ich dachte die 100 € habe ich frei. Mein Mann erhielt von Januar bis August diesen Jahres auch noch ALG 1 und ging zusätzlich im Juni und dann ab August diesen Jahres einem Minijob nach. Er verdiente im Juni abzüglich Spesen 202 € und wir hatten ausgerechnet, dass wir dann ca. 80 € zurückzahlen müssten für den Juli. Pustekuchen, gestern kam der Bescheid und die wollen doch tatsächlich 160 € zurück haben, weil sie bei mir immer noch von einem Einkommen von 100 € ausgehen. Ich habe dann auf dem Service-Center angerufen und die Dame am Telefon meinte ich sollte eine abschließende EKS abgeben damit das Einkommen korrigiert werden kann.

Ich bin nachdem ich mich durch das Internet gewühlt habe, total verwirrt. Haben Freiberufler/Selbständige diesen Freibetrag nicht?

Habe mir den Bescheid nochmal angesehen und ich vermute mal, dass es nicht an meinem Einkommen liegt sondern an dem ALG 1.

Trotzdem bleibt die Frage ob ich diesen Grundfreibetrag habe oder nicht.

Liebe Grüße

Maggie
 

Maggie1978

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Alles noch während ALG I?

Da ist die Zuverdienstgrenze bei 165 Euro.
15 Wochenstunden als "Einsatz" nicht überschreiten - sonst gilt man
nicht mehr als arbeitslos.

§ 155 SGB III Anrechnung von Nebeneinkommen - dejure.org


ALG 1 ist am 06. August ausgelaufen. Der Verdienst war im Juni. Der Monat, wo das JC jetzt 160 € zurück will, ist der Juli. Und sie ziehen im folgenden Monat direkt 103,50 € von der Leistung ab. Das ist ganz schön viel. Zumal der AG von meinem Mann auch in Rückstand mit der Lohnzahlung ist. Irgendwie gibts nur Probleme, wenn man arbeitet. :icon_dampf:
 

gila

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Das kam nicht klar rüber ...

bei ALG II kommt es auch auf das Ergebnis der EKS an.
Als Selbstständiger kann man ja einige Kosten absetzen.

https://www.arbeitsagentur.de/zentr...istung/Publikation/Hinweise-Selbstaendige.pdf

hier sind die Hinweise dazu.

"Bei Selbständigen ist es häufig so, dass die Betriebseinnahmen und -ausgaben über den Bewilligungszeitraum hinweg Schwankungen unterliegen. Bei der Berechnung des Einkom-mens aus selbständiger Tätigkeit werden deshalb die monatlichen Beträge für den gesamten Bewilligungszeitraum – in der Regel 6 Monate – addiert und der daraus ermittelte Gewinn durch die Anzahl der betrachteten Monate geteilt. Das Ergebnis ist Ihr „monatliches Brutto-einkommen”, das im ersten Schritt der Berechnung der Leistungen nach dem SGB II berück-sichtigt wird, und von dem im zweiten Schritt die Absetzbeträge (§ 11b Abs. 1 SGB II) sowie der Freibetrag bei Erwerbstätigkeit (§ 11b Abs. 3 SGB II) abgezogen werden. Wenn Sie die selbständige Tätigkeit nicht im ganzen Bewilligungszeitraum ausüben werden (z. B. nur in 4 von 6 Monaten), wird auch nach dem eben genannten Prinzip berechnet, der Gewinn wird aber nur auf die Monate des Bewilligungszeitraumes aufgeteilt, in denen Sie die selbständige Tätigkeit auch ausüben werden. Das ist der Fall, wenn Sie die Tätigkeit im bereits laufenden Bewilligungszeitraum neu aufnehmen oder aber beenden werden."

§ 11b SGB II Absetzbeträge - dejure.org

Bei 60 Euro musste dir wohl keine Gedanken machen :wink:
 

Maggie1978

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So, jetzt habe ich mir nochmal die ganzen Bescheide angesehen und das zu berücksichtigende Gesamteinkommen ist 280 € aus 450 € von meinem Mann und 100 € von meiner "Freiberuflichkeit". Dann habe ich doch den Grundfreibetrag und mein Einkommen wird gar nicht angerechnet. Manchmal sollte man doch besser lesen.

Ärgert mich trotzdem, dass wir jetzt nächsten Monat einfach mal 103,50 € abgezogen kriegen. Das hat zwar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun. Aber wir leben grade von unseren geringen Ersparnissen, weil der AG meines Mannes das mit der Lohnzahlung auch nicht auf die Reihe kriegt.:mad:
 
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ExitUser

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Ärgert mich trotzdem, dass wir jetzt nächsten Monat einfach mal 103,50 € abgezogen kriegen. Das hat zwar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun. Aber wir leben grade von unseren geringen Ersparnissen, weil der AG meines Mannes das mit der Lohnzahlung auch nicht auf die Reihe kriegt.:mad:

Gegen die Abrechnung Widerspruch einlegen. Als Begründung dem Amt mitteilen, daß die Lohnabrechnungen nur heiße Luft waren und wieviel Euch tatsächlich wann zugeflossen ist.
 

Maggie1978

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Gegen die Abrechnung Widerspruch einlegen. Als Begründung dem Amt mitteilen, daß die Lohnabrechnungen nur heiße Luft waren und wieviel Euch tatsächlich wann zugeflossen ist.

Danke, ich denke wir kriegen im Oktober noch Lohn für den September. Die Verdienstabrechnung wurde dem Amt auch schon vorgelegt. Leider ist die zuständige Dame (Geschäftsführerin) noch bis Donnerstag im Urlaub. Und sie hat einfach "vergessen" letzte Woche den Lohn zu überweisen.
 
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