GFBI Maßnahme zur beruflichen Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
Hallo liebe Forengemeinde,

ich bin durch einen hier angemeldeten Freund auf euch gestoßen, nachdem ich ihn heute Morgen nach meinem Jobcenter Termin komplett mit den Nerven am Ende angerufen habe. Ich hoffe, ihr könnt mir ebenso helfen, wie ihm. Ebenfalls hoffe ich, dass ich den Thementitel so aussagekräftig wie möglich gewählt habe.

Ich bin seit mindestens zehn Jahren erwerbslos, hatte zwischendurch immer nur kurze Aushilfsjobs, 1-Euro Jobs oder andere nicht nennenswerte Tätigkeiten (plus Pflege von Angehörigen), während dieser Zeit hatte ich immer wieder mal Maßnahmen und die bin ich auch alle brav angetreten. Mir reicht es. Ich will mich wehren. Beim heutigen Termin fragte meine SB wie immer nach meinem gesundheitlichen Befinden, da die Mitarbeiter dort wissen, dass es darum nicht so gut bestellt ist. Beginnende Arthrose, starkes Übergewicht und so weiter. Vergangenes Jahr hat mein Hausarzt auf den Wunsch des Jobcenters eine kurze Beurteilung meines Gesundheitszustands verfasst, auf dem keine Verbesserungen (zu einem ärztlichen Gutachten von vor ein paar Jahren) bescheinigt wurden und er schrieb, dass ich zunächst Gewicht verlieren muss, bevor ich überhaupt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelbar bin. Er hält mich also eher nicht für erwerbsfähig – das Jobcenter und die Sachbearbeiter, die ich seitdem hatte aber schon, weswegen das innerhalb eines Jahres nun die zweite Maßnahme sein wird. Ich habe bereits Dinge in die Wege geleitet, um mein Übergewicht zu reduzieren, habe ein Magenband, Magenballon und eine Reha beantragt, was aber bisher alles noch zu nichts geführt hat.
Jedenfalls hat sie mir dann, ohne große Umschweife die Maßnahme versucht schmackhaft zu machen. Mit anderen Worten: einfach in die Hand gedrückt und ich wüsste ja, was passiert, wenn ich sie nicht antrete. Dabei weiß ich gar nicht genau, wie ich überhaupt pünktlich dort erscheinen soll. Ich fahre mit Bus und Bahn eine Stunde und zwölf Minuten und habe dann einen errechneten Fußweg von zehn Minuten noch vor mir. Klingt nicht viel, aber wenn normale Leute zehn Minuten brauchen, brauche ich leider mindestens fünfzehn, eher länger. Ob ich überhaupt in der Zeit umsteigen kann, drei Minuten Fußweg von Bus zu Bahn, geschweige denn bei dem hohen Bahnsteig überhaupt einsteigen kann, ist ebenfalls fraglich. Hätte sie mich überhaupt dazwischen reden lassen, hätte ich sie das auch gefragt, sie meinte nur: „Machbar“ - ja, für sie, den Hungerhaken ohne Arthrose sicherlich.
Zu der Maßnahme selbst: ich sehe den Sinn darin auch nicht. Ich darf weder im Lager noch im Handel arbeiten. Metall, wenn es mit großer Hitze zu tun hat ebenfalls nicht und was Gastronomie und Hotel betrifft, höchstens am Empfang im Sitzen. Ich verstehe wirklich nicht, wie diese Maßnahme auf mich passt.

Lange Rede, ganz kurzer Sinn. Es wäre furchtbar lieb, wenn ihr euch den Flyer, die Zuweisung und die EGV, die ich heute mitgenommen und nicht unterschrieben habe, mal anschauen würdet, ob da noch etwas machbar oder das Kind in den Brunnen gefallen ist. Die EGV allein ist schon nicht ganz korrekt, denn am 09.05.2018 haben wir keine neue EGV aufgesetzt oder fortgeschrieben, da sie meinte, die von November genüge noch.
Die EGV erwartet sie spätestens am 23.07. zurück, ansonsten will sie mir entweder eine Erinnerung oder einen Verwaltungsakt schicken.

Komisch, nachdem ich mir das von der Seele geschrieben habe, geht es mir zumindest schon ein bisschen besser.

Ich bedanke mich im voraus für eure Mühen.
Liebe Grüße

Candelaria
 

Anhänge

wolf77

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 Oktober 2006
Beiträge
647
Bewertungen
420
AW: GFBI Maßnahme zur berufl. Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

Hallo Candelaria,

die Maßnahme ist meiner Ansicht nach schon allein dadurch unzumutbar, dass du für eine tagliche Anwesenheitszeit von weniger als 6 Stunden eine tägliche Pendelzeit von mehr als 2 Stunden hättest.

https://www.buzer.de/gesetz/6003/a82940.htm

Aus personenbezogenen Gründen ist einer arbeitslosen Person eine Beschäftigung auch nicht zumutbar, wenn die täglichen Pendelzeiten zwischen ihrer Wohnung und der Arbeitsstätte im Vergleich zur Arbeitszeit unverhältnismäßig lang sind. 2Als unverhältnismäßig lang sind im Regelfall Pendelzeiten von insgesamt mehr als zweieinhalb Stunden bei einer Arbeitszeit von mehr als sechs Stunden und Pendelzeiten von mehr als zwei Stunden bei einer Arbeitszeit von sechs Stunden und weniger anzusehen. 3Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab.
 

hartzerkaese

Elo-User*in
Mitglied seit
21 November 2008
Beiträge
362
Bewertungen
184
AW: GFBI Maßnahme zur berufl. Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

Schau bitte auch hier rein - gute Sammlung zur Maßnahmenabwehr findet man bei vielen Threads von @Pixelschieberin vor. Unter anderem hier:
https://www.elo-forum.org/2296124-post20.html



In deiner verlinkten EGV steht unter Punkt 6 da, dass du dem Träger alle Zeugnisse etc. aushändigen musst => Aktive Mitwirkung, du musst das nicht - ist gesetzlich so nicht vorgesehen. Schon alleine deswegen ist die EGV für die Tonne. Im Gegenteil - mit diesen Schreiben zeigst du dem JC und dem Maßnahmeträger Grenzen auf. Und gegen eine EGV per VA - dagegen kann man leichter vorgehen.

Widerspruch Datenfreigabe JobCenter

Widerspruch Datenfreigabe Maßnahmeträger

Und hier eine Liste mit weiterem Material.
[url]https://www.elo-forum.org/antraege-klagen-widersprueche-und-weitere-vorlagen-sortiert-/163847-allgemein.html#post2007880

[/URL]


Den Maßnahmevertrag auch nicht vor Ort/ nicht ungeprüft unterschreiben und hier im Forum anonym reinstellen. Da wird möglicherweise auch einiges faul sein.

Im Angebot steht auch drin, dass die Fahrtkosten übernehmen werden können. Können? Ernsthaft? Die müssen! Im ALG II Regelsatz sind keine Bespaßungsmaßnahmen-Fahrtkosten enthalten. Und Fahrtkosten, die müssen direkt vom JobCenter kommen - einem windigen Träger würde ich auch nicht meine Bankverbindung bekanntgeben. Apropos Fahrtkosten => im Forum nach Fahrtkostentango schauen ;) vielleicht auch ein Agriffspunkt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Doppeloma

Super-Moderation
Mitglied seit
30 November 2009
Beiträge
11.049
Bewertungen
13.052
AW: GFBI Maßnahme zur berufl. Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

Hallo Candelaria, :welcome:

Ich hoffe, ihr könnt mir ebenso helfen, wie ihm. Ebenfalls hoffe ich, dass ich den Thementitel so aussagekräftig wie möglich gewählt habe.
Schon in Ordnung mit dem Titel, leider steht ja in deiner Zuweisung auch nicht wirklich drin worin konkret du nun "weitergebildet" werden sollst ...
Weiterbildung bedeutet ja (aus meiner Sicht) Aufbau und Erweiterung von bereits vorhandemen Wissen, danach klingt das alles aber nicht was ich da in Flyer und EGV so lese ... :icon_evil:

Zunächst mal gleich die Frage nach der EGV, die du aus dem November erwähnt hast, gibt es die immer noch, war die auch "bis auf Weiteres" gültig ???

Kannst du die bitte auch noch einstellen, wenn sie aktuell noch gültig ist, geht was "Neues" ohne deine Unterschrift sowieso NICHT ... ???
Damit könnte man wirklich sehr gut was anfangen, ein VA für das neue "Angebot" einer EGV wäre dann nämlich klar rechtswidrig ... :idea:
Mehr zum ansonsten auch fragwürdigen Inhalt (der aktuell vorgeschlagenen EGV) dann etwas später noch ...

Ich bin seit mindestens zehn Jahren erwerbslos, hatte zwischendurch immer nur kurze Aushilfsjobs, 1-Euro Jobs oder andere nicht nennenswerte Tätigkeiten (plus Pflege von Angehörigen), während dieser Zeit hatte ich immer wieder mal Maßnahmen und die bin ich auch alle brav angetreten.
Pflegst du aktuell immer noch Angehörige, wenn ja mit welchen Pflegegrad und ist das deiner SB bekannt ?
Wieso musstest du 1-€-Jobs machen wenn man aktuell 8 Bewerbungen von dir am regulären Arbeitsmarkt verlangen will ?

Mir reicht es. Ich will mich wehren.
Besser spät als nie, aber du kennst die Risiken, Niemand hier kann dir garantieren, dass die Gegenwehr immer problemlos laufen wird, bist du bei einem BA-JC oder bei einer Options-Kommune im Bezug ???

Das könnte mal wichtig werden wenn du dich über die Vorgehensweisen bei deinem JC mal an höherer Stelle beschweren möchtest / solltest.

Beim heutigen Termin fragte meine SB wie immer nach meinem gesundheitlichen Befinden, da die Mitarbeiter dort wissen, dass es darum nicht so gut bestellt ist.
Deine Gesundheit geht die SB überhaupt NICHTS an, Übergewicht dürfte ja kaum zu "übersehen" sein und dass es dann Einschränkungen gibt bei der Belastbarkeit / Beweglichkeit in vielen Tätigkeitsbereichen dürfte ihr auch nicht so NEU sein.

Den genauen Rest und die konkreten Einschränkungen bei deiner Vermittlung hat dann der ärztliche Dienst vom JC festzustellen und NICHT deine SB (und auch NICHT dein Hausarzt :icon_evil:), diese Zumutbarkeit (nach § 10 SGB II auch gesundheitlich) ist zu klären BEVOR sie dich vermitteln oder in Maßnahmen stecken kann.

Auch Maßnahmen haben zumutbar zu sein gesundheitlich und natürlich auch von den sonstigen Bedingungen her (Pendelzeit / finanzieller Aufwand / Notwendigkeit und Sinnhaftigkeit FÜR DICH), es wird ja in dem Flyer nicht mal genauer beschrieben welche Tätigkeiten dort überhaupt ausgeübt werden sollen.

Der MT (Maßnahmeträger) ist NICHT verpflichtet (und nicht zuständig) die Zumutbarkeit der Maßnahme-Inhalte zu prüfen, das hat deine SB VOR einer Zuweisung zu machen.

Vergangenes Jahr hat mein Hausarzt auf den Wunsch des Jobcenters eine kurze Beurteilung meines Gesundheitszustands verfasst, auf dem keine Verbesserungen (zu einem ärztlichen Gutachten von vor ein paar Jahren) bescheinigt wurden und er schrieb, dass ich zunächst Gewicht verlieren muss, bevor ich überhaupt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelbar bin.
Dazu war er weder verpflichtet noch wirklich berechtigt, da hat man dich schon ausgenutzt (und ihn auch), um den JC-ÄD und die Schweigepflicht-Entbindungen zu umgehen.
Stört es dich denn selber gar nicht wenn ein "Arbeitsvermittler" es wagt deinen Arzt (mit deiner Hilfe), um medizinische Auskünfte und Einschätzungen deiner Erwerbsfähigkeit zu "ersuchen" und das als medizinischer Laie dann beurteilt. :doh:

Dein Arzt kann gar nicht verbindlich beurteilen (müssen), ob du für den "allgemeinen Arbeitsmarkt" noch zu "gebrauchen" bist oder nicht, das hätte letztlich (rechtlich verbindlich) NUR die Rentenkasse (DRV) festzustellen und vorbereitend noch der ÄD vom JC ... aber niemals eine SB der Arbeitsvermittlung.

Er hält mich also eher nicht für erwerbsfähig – das Jobcenter und die Sachbearbeiter, die ich seitdem hatte aber schon, weswegen das innerhalb eines Jahres nun die zweite Maßnahme sein wird.
Wenn dein Arzt dich NICHT für Erwerbsfähig hält (was dir gefährlich werden kann im Bezug auf den Anspruch vom JC Geld zu bekommen), warum schreibt der dich dann nicht wenigstens Arbeits-UNFÄHIG, mit einer AU-Bescheinigung brauchst du auch keine Maßnahmen antreten und besuchen. :icon_evil:

Dort sollst du ja auch (wie ich das bisher verstehe) verschiedenen Tätigkeiten durchführen, die dir offenbar gesundheitlich gar nicht zumutbar sind ...

Ich habe bereits Dinge in die Wege geleitet, um mein Übergewicht zu reduzieren, habe ein Magenband, Magenballon und eine Reha beantragt, was aber bisher alles noch zu nichts geführt hat.
Wo genau hast du die Reha beantragt, das läuft (meist) über die DRV, hast du dort direkt schon mal einen schriftlichen Antrag gestellt ?
Solche OP bewilligt die KK meist erst wenn man eine gewisse Abnahme erreichen konnte durch andere Maßnahmen, sozusagen "bewiesen" hat, dass man sich bemüht aber ohne eine solche OP nicht schaffen wird.
Es ist wirklich nicht leicht das durchzusetzen und das JC wird dir dabei sicher keine Hilfe sein. :icon_evil:

Jedenfalls hat sie mir dann, ohne große Umschweife die Maßnahme versucht schmackhaft zu machen. Mit anderen Worten: einfach in die Hand gedrückt und ich wüsste ja, was passiert, wenn ich sie nicht antrete.
Das genügt aber nicht als "Information" und Gespräch darüber welchen konkreten SINN das genau FÜR DICH haben soll, du bist ja nicht nur dafür da leere Stühle beim MT zu belegen, damit der weiter sein Geld verdienen kann. :icon_evil:

Dabei weiß ich gar nicht genau, wie ich überhaupt pünktlich dort erscheinen soll. Ich fahre mit Bus und Bahn eine Stunde und zwölf Minuten und habe dann einen errechneten Fußweg von zehn Minuten noch vor mir.
Wenn das EINE Strecke ist wäre das schon von der reinen Fahrzeit her NICHT zumutbar (auch NICHT für Gesunde LE), von zu Hause aus wird gerechnet, ich nehme an der Bus hält nicht vor deiner Wohnungstüre ???

Für eine Maßnahme - Zeit von rund 5 Stunden täglich ist das unzumutbar ... wenn du dafür täglich ca. 3 Stunden pendeln musst.
Das wäre knapp für eine Vollzeitstelle zulässig, da nimmt man auch mal mehr in Kauf wenn es sich lohnen würde aber NICHT für eine Maßnahme.

Klingt nicht viel, aber wenn normale Leute zehn Minuten brauchen, brauche ich leider mindestens fünfzehn, eher länger. Ob ich überhaupt in der Zeit umsteigen kann, drei Minuten Fußweg von Bus zu Bahn, geschweige denn bei dem hohen Bahnsteig überhaupt einsteigen kann, ist ebenfalls fraglich.
Da deiner SB die gesundheitlichen Einschränkungen mindestens schon aus der eigenmächtigen Stellungnahme deines Arztes bekannt sein sollten hat sie auch deinen (gesundheitlich bedingten) zusätzlichen Zeitbedarf mit einzuplanen.

Du schreibst oben, dass es mal ein ÄD-Gutachten gegeben hat, das wäre (für JEDEN SB) weiterhin zu beachten, solange es kein anderes vom ÄD des JC gibt ... ist dir der Inhalt bekannt ???

Zu der Maßnahme selbst: ich sehe den Sinn darin auch nicht.
Ich auch NICHT, denn ein "SINN" wird weder im Flyer noch in der EGV wirklich beschrieben ... vermutlich ist der Sinn nur deine Teilnahme, damit du aus der Statistik bist und der MT was zu tun hat ...

Hat das damit was zu tun ???

https://s376149527.website-start.de/

Dann ist das FREIWILLIG, denn der ESF will keine gezwungenen Teilnehmer haben und so ist eine Zuweisung OHNE deine Unterschrift auf die neue EGV gar nicht erlaubt ... :icon_evil:

Und ich lese mal wieder von "jungen Erwachsenen" (denen man dort auf den rechten Weg helfen will), darf ist fragen wie alt du bist ?

Ich darf weder im Lager noch im Handel arbeiten. Metall, wenn es mit großer Hitze zu tun hat ebenfalls nicht und was Gastronomie und Hotel betrifft, höchstens am Empfang im Sitzen. Ich verstehe wirklich nicht, wie diese Maßnahme auf mich passt.
Das muss dir ja auch deine SB erklären wie das "auf dich passen soll" ... und nicht nur drohen, dass du sonst schon wissen würdest "was passiert" ...

Es wäre furchtbar lieb, wenn ihr euch den Flyer, die Zuweisung und die EGV, die ich heute mitgenommen und nicht unterschrieben habe, mal anschauen würdet, ob da noch etwas machbar oder das Kind in den Brunnen gefallen ist.
Du darfst auf KEINEN Fall diese EGV unterschreiben, damit würdest du dich verpflichten dieses "Angebot" (die Maßnahme) auch anzunehmen und anzutreten, ein Flyer mit so wenig Angaben zu dem was da konkret passieren soll ist NICHTS wert.

Dein SB hat zu wissen was da abgeht und warum das für dich nützlich sein soll ...

Die EGV allein ist schon nicht ganz korrekt, denn am 09.05.2018 haben wir keine neue EGV aufgesetzt oder fortgeschrieben, da sie meinte, die von November genüge noch.
Dann suche bitte die EGV vom November raus und stelle die ein wenn sie noch gültig wäre hast du eine "Versicherung" gegen einen VA zu der neuen EGV, der wäre nämlich unwirksam.

Die EGV erwartet sie spätestens am 23.07. zurück, ansonsten will sie mir entweder eine Erinnerung oder einen Verwaltungsakt schicken.
Wenn sie noch ein wenig "Verstand" besitzt und daran denkt, dass ESF-Maßnahmen NUR (als angeblich dann freiwillig) über eine (aktuelle) EGV möglich sind, dann wird sie dir nur eine "Erinnerung" schreiben ...

Mit einem ersetzenden VA würde sie sich selber ein Bein stellen und erst recht, wenn die EGV vom November immer noch verbindlich (für BEIDE Seiten) gültig ist ...
Wenn ihr dazu im Mai gesprochen habt muss es ja auch eine Gesprächsnotiz zu diesem Termin geben wo das erwähnt sein sollte, dass sie diese EGV (vom November) noch weiter für "ausreichend" hält.

Es ist also SEHR wichtig, dass du diese EGV mal kontrollierst und hier einstellst, dann kannst DU ihr nämlich bis zum gewünschten Tag gerne eine freundliche "Erinnerung " schicken ...

Du kannst dir das aber auch aufheben bis sie in die "VA-Falle" (für den aktuellen EGV-Vorschlag) getappt ist ...

Komisch, nachdem ich mir das von der Seele geschrieben habe, geht es mir zumindest schon ein bisschen besser.
Das ist gut, ich denke mal mehr zum EGV-Vorschlag ist im Moment noch nicht nötig, achte mal in der anderen EGV darauf ob du da auch die "CallMy-Funktion" freigegeben hast, das sollte geändert werden auch wenn dich bisher (wahrscheinlich) noch kein AG mit einem Arbeitsangebot zu Hause angerufen hat.

8 Bewerbungen monatlich zu fordern, wo sie dich doch erst mal "weiterbilden" lassen will (bis zum Dezember), wie Arbeiten überhaupt funktioniert ist schon ganz schön heftig ..., wie viele sinnvolle Stellen-Angebote hast DU denn bisher (in den letzten 10 Jahren) vom JC bekommen ???

Mehr dazu gerne später wenn es dich interessiert ... diese EGV hat es auch ganz schön "in sich" und du solltest das auf gar keinen Fall unterschreiben ... dann bekommt man dich da NICHT mehr heraus. :icon_evil:

Damit würdest du die vom November selber (freiwillig) ungültig machen wenn die aktuell noch verbindlich gültig ist - "bis auf Weiteres" - wäre die nämlich noch immer NICHT abgelaufen ... :idea:

MfG Doppeloma
 

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
AW: GFBI Maßnahme zur berufl. Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

Hallo Candelaria,

die Maßnahme ist meiner Ansicht nach schon allein dadurch unzumutbar, dass du für eine tagliche Anwesenheitszeit von weniger als 6 Stunden eine tägliche Pendelzeit von mehr als 2 Stunden hättest.
Hallo wolf77,

vielen Dank für deine Antwort, den Link und den Auszug daraus. Mich verunsichert in dem Punkt allerdings folgendes: „Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab.“ - ich bin nicht sicher, ob in meiner ländlichen Region längere Pendelzeiten üblich sind. Kann man das, ohne selbst zu pendeln, irgendwie herausfinden? Ich kenne leider auch niemanden der mit den Öffentlichen pendelt.


Schau bitte auch hier rein - gute Sammlung zur Maßnahmenabwehr findet man bei vielen Threads von @Pixelschieberin vor. Unter anderem hier:
Guten Morgen hartzerkaese,

die wertvollen Beiträge von Pixelschieberin habe ich mir gestern schon angeschaut und ein paar Notizen dazu gemacht. Vielen Dank für den Link!

Zu den Zeugnissen und dem Lebenslauf, das fällt wahrscheinlich unter das selbe Prinzip wie beim Personalausweis: nur gucken, nicht anfassen, oder?

Kann ich die beiden Widerspruchsschreiben bereits jetzt abschicken oder sollte ich damit noch warten? An das Jobcenter bestimmt, da die ja gerne fröhlich Daten verteilen. Aber auch an den Maßnahmealien?

Die Mustertexte und Vorlagen habe ich mir auch sofort gespeichert. Auch dafür noch einmal ein dickes Danke!

Ich unterschreibe bei Maßnahmealiens nie wieder etwas ungeprüft, den Fehler habe ich in der Vergangenheit zu oft gemacht. Und was die Fahrtkosten angeht, da sollte ich eine Abtretung an den Maßnahmealien unterschreiben, was ich leider getan habe, weil sie mich sonst nicht hätte gehen lassen. Ich wollte auch diese Abtretung mitnehmen und hier einstellen, aber ich musste ihn sofort unterschreiben, sonst säße ich heute noch da, überspitzt ausgedrückt.


Weiterbildung bedeutet ja (aus meiner Sicht) Aufbau und Erweiterung von bereits vorhandemen Wissen, danach klingt das alles aber nicht was ich da in Flyer und EGV so lese ...
Hallo Doppeloma,

manchmal glaube ich, dass Weiterbildung beim Jobcenter eher das ausgiebige Studieren der Bildzeitung bedeutet als tatsächliche Weiterbildung. ;)

Zunächst mal gleich die Frage nach der EGV, die du aus dem November erwähnt hast, gibt es die immer noch, war die auch "bis auf Weiteres" gültig ???
Ja, die gibt es noch und die war auch bis auf Weiteres gültig. Die ist auch von mir unterschrieben, weil ich die als „schlimm“ empfand. Ich habe die eben in meinem Profil der Jobbörse herunter geladen, weil ich gerade nicht an meine Unterlagen heran komme. Aber der Inhalt ist ja identisch.
Ich habe dabei auch gesehen, dass meine SB eine Fortschreibung der EGV vom November angelegt hat, obwohl sie eigentlich nur sagte, dass die noch genügt und dass wir keine neue machen brauchen. Ich hab auch nie diese ominöse Fortschreibung gesehen, geschweige denn unterschrieben. Ist das richtig so? Geht das einfach so? Ich habe auch diese unten angefügt.

Pflegst du aktuell immer noch Angehörige, wenn ja mit welchen Pflegegrad und ist das deiner SB bekannt ?
Wieso musstest du 1-€-Jobs machen wenn man aktuell 8 Bewerbungen von dir am regulären Arbeitsmarkt verlangen will ?
Nein, ich pflege niemanden mehr. Die Person ist leider mittlerweile verstorben und ja, das war bekannt.
8 Bewerbungen war da noch gar nichts, als ich den 1 Euro Job gemacht habe, waren es 10 Bewerbungen, die ich schreiben musste – nicht falsch verstehen, ich finde die Höhe der Bewerbungen selbst nicht so schlimm, ich bewerbe mich meist ohnehin bei mehr Firmen, weil ich von dieser Jobcenter Mafia so schnell wie möglich weg kommen möchte. Und die 1 Euro Jobs waren an sich auch in Ordnung, da habe ich sogar (hätte ich vorher aus nicht gedacht) etwas gelernt.

Besser spät als nie, aber du kennst die Risiken, Niemand hier kann dir garantieren, dass die Gegenwehr immer problemlos laufen wird, bist du bei einem BA-JC oder bei einer Options-Kommune im Bezug ???
Das weiß ich leider nicht so genau. Woran kann ich das erkennen? (Ich komme mir gerade so herrlich dumm vor, weil ich so etwas nicht weiß.) Auf den Kontoauszügen steht Bundesagentur für Arbeit, ich nehme an, wenn es eine Options-Kommune wäre, stünde da die Stadt?

Deine Gesundheit geht die SB überhaupt*NICHTS*an, Übergewicht dürfte ja kaum zu "übersehen" sein und dass es dann Einschränkungen gibt bei der Belastbarkeit / Beweglichkeit in vielen Tätigkeitsbereichen dürfte ihr auch nicht so*NEU*sein.
Die SB ist relativ neu, die kenne ich erst seit Mai. Aber mein Übergewicht ist tatsächlich nicht zu übersehen, meine Arthrose ebenfalls nicht (erkennt man am Gang). Vor ein paar Jahren war ich bei einem Gutachter, der vom JC bestellt wurde. Der bescheinigte damals, dass ich zwar vollschichtig arbeiteten kann, aber ständig leicht und überwiegend sitzend. Es steht noch einiges mehr darauf, aber das ist so der grobe Ist-Zustand. Das Gutachten ist von 2014.
Ich habe sogar schon selbst vorgeschlagen (bei dem voran gegangenen SB), dass es vielleicht gut wäre, wenn das Gutachten erneuert wird, aber das hielt er für unnötig. Im Übrigen habe ich auch nicht vor, meinen genauen Gesundheitszustand mit dem MT zu besprechen. Jeder der Augen hat sieht es ja sowieso.

Dazu war er weder verpflichtet noch wirklich berechtigt, da hat man dich schon ausgenutzt (und ihn auch), um den JC-ÄD und die Schweigepflicht-Entbindungen zu umgehen.
[...]
Na prima, so hab ich das gar nicht gesehen. Ich könnte mir in den Hintern beißen, dass ich wirklich so dumm war und bin. Aber das ändert sich jetzt. Bei einem Gutachter der Rentenkasse bin ich auch gewesen (wegen einer Reha, die ich beantragt habe), der glaubt auch nicht, dass ich so wie ich jetzt bin, vollständig einsetzbar bin. Er hat gesagt, dass er sogar bezweifelt, dass „vollschichtig“ stimmt.

Wenn dein Arzt dich*NICHT*für Erwerbsfähig hält (was dir gefährlich werden kann im Bezug auf den Anspruch vom JC Geld zu bekommen), warum schreibt der dich dann nicht wenigstens*Arbeits-UNFÄHIG, mit einer AU-Bescheinigung brauchst du auch keine Maßnahmen antreten und besuchen.*

Dort sollst du ja auch (wie ich das bisher verstehe) verschiedenen Tätigkeiten durchführen, die dir offenbar gesundheitlich gar nicht zumutbar sind ...
Dieser Arzt war noch nie schnell mit Krankschreibungen. Aber vielleicht sollte ich, als letztes Mittel der Wahl, nochmal bei ihm aufkreuzen und mit ihm darüber reden.
Ich verstehe das auch so wie du, deswegen macht mich das ja auch so fertig (heute nicht mehr so wie gestern).

Wo genau hast du die Reha beantragt, [...]
Solche OP bewilligt die KK [...]
Es ist wirklich nicht leicht das durchzusetzen und das JC wird dir dabei sicher keine Hilfe sein.
Über die DRV. Ich hab den Antrag schriftlich gestellt, wurde abgelehnt. Dann habe ich einen Widerspruch eingereicht und wurde zu dem oben schon mal angesprochenen Gutachter geschickt und seitdem warte ich.
Das JC ist noch nie eine Hilfe gewesen. Wenn die irgendwem auch nur ansatzweise helfen könnten, wären sie alle arbeitslos... diese OP habe ich auch noch nicht beantragt, ich will erst warten, was bei dem Widerspruch raus kommt. Ich habe mich nur schon erkundigt, was der ganze „Spaß“ kostet, wenn die Kosten dafür nicht übernommen werden.

Das genügt aber nicht als "Information" und Gespräch darüber welchen konkreten*SINN*das genau*FÜR DICH*haben soll, du bist ja nicht nur dafür da leere Stühle beim MT zu belegen, damit der weiter sein Geld verdienen kann.*
Ich denke, sie hat sich darauf versteift, dass bei dieser Maßnahme auch über gesundheitliche, soziale und ähnliche Hemmnisse gesprochen werden soll. So jedenfalls würde ich das überhaupt interpretieren.

Wenn das*EINE*Strecke ist wäre das schon von der reinen Fahrzeit her*NICHT*zumutbar (auch*NICHT*für Gesunde LE), von zu Hause aus wird gerechnet, ich nehme an der Bus hält nicht vor deiner Wohnungstüre ???

Für eine Maßnahme - Zeit von rund 5 Stunden täglich ist das unzumutbar ... wenn du dafür täglich ca. 3 Stunden pendeln musst.
Ja, das ist für eine Strecke. Ich laufe ca. 5 Minuten von der Wohnung zur Haltestelle, dann 1 Std und 12 Min Fahrt und dann nochmal laufen, laut Google Maps 10 Minuten, aber ich kann mittlerweile einschätzen, dass das bei mir mindestens 15 sein werden. Selbstverständlich der gleiche Weg wieder retour. Will ich pünktlich da sein, müsste ich sogar eine Stunde früher los und bin dann dementsprechend früh auch vor verschlossenen Türen.

Da deiner SB die gesundheitlichen Einschränkungen mindestens schon aus der eigenmächtigen Stellungnahme deines Arztes bekannt sein sollten hat sie auch deinen (gesundheitlich bedingten) zusätzlichen Zeitbedarf mit einzuplanen.

Du schreibst oben, dass es mal ein ÄD-Gutachten gegeben hat, das wäre (für*JEDEN SB) weiterhin zu beachten, solange es kein anderes vom ÄD des JC gibt ... ist dir der Inhalt bekannt ???
Wie oben kurz schon angedeutet, der Inhalt ist mir bekannt, ja. Soll ich den Inhalt mal abtippen? Da überall mein Name drauf steht und ich nicht den halben Text schwärzen will, wäre abtippen die bessere Wahl ;)

Ich auch*NICHT, denn ein "SINN" wird weder im Flyer noch in der EGV wirklich beschrieben ... vermutlich ist der Sinn nur deine Teilnahme, damit du aus der Statistik bist und der MT was zu tun hat ...

Hat das damit was zu tun ???
Ich schätze auch, dass das der einzige Sinn daran ist...

Die Webseite habe ich mir gerade angesehen und ja, das sind die. Ich finde auf der Seite zwar nicht die konkrete Maßnahme, aber prinzipiell sind die das, ja. Die sitzen in Koblenz, der Maßnahmeort ist aber Bad Ems. Macht das einen Unterschied, wenn der Hauptsitz ein anderer ist als der Maßnahmeort oder gilt diese ESF* Geschichte für alle von denen angebotenen Leistungen?

Ich bin 33, so gut wie 34.

Du darfst auf*KEINEN*Fall diese EGV unterschreiben, damit würdest du dich verpflichten dieses "Angebot" (die Maßnahme) auch anzunehmen und anzutreten, ein Flyer mit so wenig Angaben zu dem was da konkret passieren soll ist*NICHTS*wert.
Gut, gut. Wird definitiv also nicht unterschrieben.

Wenn ihr dazu im Mai gesprochen habt muss es ja auch eine Gesprächsnotiz zu diesem Termin geben wo das erwähnt sein sollte, dass sie diese EGV (vom November) noch weiter für "ausreichend" hält.
Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, es existiert, für mich plötzlich, eine Fortschreibung. Das war für mich neu, weil ich die nie ausgedruckt gesehen habe und auch keine Unterschrift geleistet habe. Finde ich sehr merkwürdig, habe ich auch unten angefügt. Das verunsichert mich jetzt doch wieder ein wenig.
Ich habe jetzt beide EGV unten angefügt, ob ich sie in die Falle tappen lasse oder meine Erinnerung schicke, überlege ich dann.

Das ist gut, ich denke mal mehr zum EGV-Vorschlag ist im Moment noch nicht nötig, achte mal in der anderen EGV darauf ob du da auch die "CallMy-Funktion" freigegeben hast, das sollte geändert werden auch wenn dich bisher (wahrscheinlich) noch kein AG mit einem Arbeitsangebot zu Hause angerufen hat.
Ich hab meine Telefonnummer und Email löschen lassen. Es könnte mich gar keiner anrufen, selbst wenn er es wollte :D ich schätze, dieses CallMe-Dingens ist ein nicht gelöschter Textbaustein.

8 Bewerbungen monatlich zu fordern, wo sie dich doch erst mal "weiterbilden" lassen will (bis zum Dezember), wie Arbeiten überhaupt funktioniert ist schon ganz schön heftig ..., wie viele sinnvolle Stellen-Angebote hast*DU*denn bisher (in den letzten 10 Jahren) vom JC bekommen ???
Ganz ehrlich? Vielleicht drei? Und das wäre schon viel.

Mehr dazu gerne später wenn es dich interessiert ... diese EGV hat es auch ganz schön "in sich" und du solltest das auf gar keinen Fall unterschreiben ... dann bekommt man dich da*NICHT*mehr heraus.*

Damit würdest du die vom November selber (freiwillig) ungültig machen wenn die aktuell noch verbindlich gültig ist - "bis auf Weiteres" - wäre die nämlich noch immer*NICHT*abgelaufen ...*
Mich interessiert das sogar sehr. Ich will ja unbedingt lernen und wenn ich mehr dazu gelernt habe, vielleicht auch irgendwann mal Menschen in meiner Situation helfen. Aber erstmal wichtig: definitiv nicht unterschreiben. Das muss ich zu meinem Mantra machen.

Ich danke dir, wolff77 und hartzerkaese bis hierhin schon mal für die ausführliche Hilfe!!

Sonnige Grüße
Candelaria
 

Anhänge

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.582
Bewertungen
2.555
AW: GFBI Maßnahme zur berufl. Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

Mich verunsichert in dem Punkt allerdings folgendes: „Sind in einer Region unter vergleichbaren Beschäftigten längere Pendelzeiten üblich, bilden diese den Maßstab.“ - ich bin nicht sicher, ob in meiner ländlichen Region längere Pendelzeiten üblich sind. Kann man das, ohne selbst zu pendeln, irgendwie herausfinden?
Wenn das JC längere Pendelzeiten als üblich ansetzen will, dann muss es auch darlegen, auf welcher Grundlage das JC zu dieser Annahme kommt.
 

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
AW: GFBI Maßnahme zur berufl. Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

Wenn das JC längere Pendelzeiten als üblich ansetzen will, dann muss es auch darlegen, auf welcher Grundlage das JC zu dieser Annahme kommt.
Oh, das wusste ich auch nicht. Das notiere ich mir direkt ebenfalls. Vielen Dank für die Information, erwerbsuchend!


Mal eine generelle Frage. Ich habe mich gestern mit einer Freundin über diese Sache unterhalten und wir kamen dann auf diesen ESF-Abschnitt zu sprechen. Sie fragte mich, ob es vielleicht sinnvoll wäre, die GFBI Menschen einfach mal anzuschreiben und zu fragen, ob diese spezielle Maßnahme freiwillig ist oder nicht. Ich wusste nicht, was ich darauf antworten soll, weil mir nicht wohl dabei ist. Ich würde keine schlafenden Hunde wecken wollen. Was ist eure Meinung dazu?
 

Regensburg

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2009
Beiträge
2.720
Bewertungen
2.266
AW: GFBI Maßnahme zur berufl. Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

Moin :)
die GFBI Menschen einfach mal anzuschreiben und zu fragen, ob diese spezielle Maßnahme freiwillig ist oder nicht.
Das ist dem MT recht herzlich egal.
Das musst Du mit JC klären.

Die andere Frage ist, ob sich bei dieser konkreten Maßnahme um ESF handelt.
 

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
AW: GFBI Maßnahme zur berufl. Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

Moin :)

Das ist dem MT recht herzlich egal.
Das musst Du mit JC klären.

Die andere Frage ist, ob sich bei dieser konkreten Maßnahme um ESF handelt.
Ein herzliches Moin zurück :)

Ich dachte mir schon, dass dem MT das egal ist. Hauptsache, er bekommt irgendwie Geld für die Seelen, die ihre Zeit dort verplempern.

Nun, ich hab jetzt nochmal recherchiert und versucht herauszufinden, ob es sich bei der Maßnahme um ESF handelt, man ist ja auch neugierig. Unter der Adresse, die ich als Maßnahmeort bekommen habe, gibt es wohl nur etwas, was sich Projekt Juwel nennt.

Das Projekt wird gefördert durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und aus arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz.
Wenn es tatsächlich dieses Projekt Juwel ist, an dem ich teilnehmen soll, dann verstehe ich noch weniger, wieso ich an dem Ort teilnehmen soll, denn dieses Projekt gibt es auch knapp 20 Minuten von mir entfernt. :doh: Macht die Maßnahme selbst aber natürlich nicht sinnvoller :wink:
 

Pixelschieberin

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 Juli 2011
Beiträge
4.811
Bewertungen
11.093
AW: GFBI Maßnahme zur berufl. Weiterbildung - ist das noch irgendwie abzuwenden?

[...] Und was die Fahrtkosten angeht, da sollte ich eine Abtretung an den Maßnahmealien unterschreiben, was ich leider getan habe, weil sie mich sonst nicht hätte gehen lassen. [...]
Ach was...
Was wurde dir denn in Aussicht gestellt, wenn du "ohne Erlaubnis" von selbsternannten Kindergartentanten deiner Wege gehst?
Wenn sich die Aufregung gelegt hat, frage dich in einer ruhigen Minute, WIE sie dich am Gehen hätte hindern sollen?
[...] Ich wollte auch diese Abtretung mitnehmen und hier einstellen, aber ich musste ihn sofort unterschreiben, sonst säße ich heute noch da, überspitzt ausgedrückt. [...]
Wenn ich "muß" höre, stellen sich meine Nackenhaare und Ohren automatisch hoch - und - alle Ampeln schalten auf rot.
Der Zustand hält so lange an, bis ich (m)ein Einsehen in die Unabänderlichkeit vermittelt bekommen habe.

Geboten fremder Leute gegen den eigenen Willen zu folgen, liegt meist an der Erziehung im Kindesalter.
Das läßt sich besonders schwer abstreifen.
Also mach dir keine allzu großen Vorwürfe, daß du trotz gutem Vorsatz einen Vertrag mit dem Maßnahmeträger eingegangen bist.

Falls das Kind wegen einer genervt abgeleisteten Unterschrift in den Brunnen gefallen sein sollte, verbuche es als Lehrgeld und merke dir für künftige Scharmützel, das deine Unterschrift IMMER unter einer Willensbekundung zu steht, die - wenn es kein Liebesbrief ist - letztendlich immer eine Vereinbarung = einen Vertrag darstellt.

Wer sich zu Handlungen drängen läßt, die ihm wiederstreben, dem wurde wahrscheinlich stets weis gemacht, daß alle anderen ihm was zu sagen hätten, was derjenige zu befolgen hätte.

Mach dir bitte klar:
Dem ist nicht nicht so.

Du kannst immer DEIN Ding durchziehen.
Dir kann's auch völlig hinten vorbei gehen, wenn fremde Leute - besonders die, mit denen du eh nichts zu tun haben wolltest - dich für "kompliziert" oder UNliebenswert halten.
Selbstverständlich sollten dir stets die Konsequenzen deines Tuns bewußt sein.

Dort mit dem un-unterschriebenen Wisch weg zu gehen, ohne die Abtretungserklärung zu unterzeichnen - hätte nach reiflicher Überlegung WAS genau zu Folge gehabt?
Das war eine rhetorische Frage.
Ich kanns mir denken - ich will es auch gar nicht wissen.


Wer sich Drückerbanden in den Weg stellen möchte, sollte Zeit zu aufgezwungenen "Besprechungen" mitbringen und sich ein Gemüt wie ein Schaukelpferd zulegen.
Insbesondere wenn es um deren Drohgebärden geht.

Ich habe gelernt, nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird.
Wenn die krakelen, legt sich das auch wieder wenn sie merken, das Gegenüber reagiert gelassen-interessiert, vorzugsweise ohne Anzeichen von Furcht.
Die müssen jetzt erst Bleistifte spitzen, formulieren und ihre Lügen in nachvollziehbare Worte pressen.
Das macht Arbeit.
Das macht keinen Spaß.
Das kann sogar bumerangmäßig nach hinten los gehen.


Eine von mir erschlichene Abtretungserklärung würde ich unverzüglich widerrufen und den Antrag auf Kostenerstattung beim JC stellen.
Im Widerruf würde ich auch klar stellen, daß ich die Unterschrift allein auf Grund von Behauptungen von Frau Besoffen-Gequatschte-Matrosen-Schanghaier geleistet hatte.
Behauptungen, die sich erst hinterher als falsch heraus gestellt hatten.
IMMER schön Roß und Reiter - die Namen der Mitspieler - nennen.

Das JC bekäme von mir diesen Widerruf als Anhang zum Fahrtkostenerstattungsantrag mitgeliefert.

mir meinte:
Die Nachweisbarkeit des Eingangs meiner Schreiben stelle ich mit der Methode "doppelt gemoppelt" auf niedrigem Kostenniveau sicher.
Die als zu häufig empfundene Erwähnung der Vorgehensweise geht einer Mit-Forentin zwar voll auf den Docht - aber - da ich nicht davon ausgehen kann, daß Noobs sie sogleich finden werden, werde ich mir trotzdem weiterhin erlauben, diese Verlinkung zur Verfügung zu stellen.
Wer den Vertrag unangefochten laufen läßt, wird schnell erfahren, weshalb ihn die Rekrutierungs-Kraft nicht vom Haken lassen wollte.
Stich- und Suchworte für die Netzrecherche sind "Vertragsrecht", "Schlüssiges Handeln".
Letzteres wird auch "konkludentes Handeln" genannt.
[...] Zu den Zeugnissen und dem Lebenslauf, das fällt wahrscheinlich unter das selbe Prinzip wie beim Personalausweis: nur gucken, nicht anfassen, oder? [...]
Weder noch.
Das sind private, personenbezogene Daten, die du - wenn überhaupt - FREIWILLIG zur Einsichtnahme übergibst.
Du KANNST sie offenbaren - mußt es jedoch nicht.
Lies dazu das Leipziger Urteil.

Hier eine auf die Schnelle zusammengetragene Linksammlung:
- hartaber4 - Urteilssammlung, was den Träger alles einen feuchten angeht -Datenschutz
- Hartz IV - Kein Lebenslauf beim Maßnahmeträger - Urteil Leipzig
- Ozymandias - Lebenslauf- Maßnahmeträger bekommt nur Kontaktdaten - Urteil Leipzig

Viel Erfolg.
 

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
Ach was...
Was wurde dir denn in Aussicht gestellt, wenn du "ohne Erlaubnis" von selbsternannten Kindergartentanten deiner Wege gehst?
Wenn sich die Aufregung gelegt hat, frage dich in einer ruhigen Minute, WIE sie dich am Gehen hätte hindern sollen?
[...]
Hallo Pixelschieberin,

seit Freitag, also seitdem ich etwas klarer denken kann, frage ich mich das immer wieder. Und ich frage mich auch, wieso ich so blöd war, den Wisch wieder aus der Hand zu geben. Ich hatte ihn ja in der Hand, ich hätte ihn nehmen und gehen sollen. Aber gut, hätte, wäre, könnte bringt mich nicht weiter. Ist abgehakt, jetzt muss ich eben sehen was zu retten ist.


Meine nächsten Schritte, bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege oder einen Denkfehler irgendwo habe:

1. EGV nicht unterschreiben, warten bis Erinnerung oder VA eintrifft
2. Fahrtkostenabtrittserklärung nachweisbar widerrufen, inkl. Antrag auf Kostenerstattung der Fahrtkosten beim JC
3. Widerspruch bzw Verbot der Datenfreigabe nachweisbar an JC und vorsorglich MT

Grundsätzlich würde ich gerne auch einen Widerspruch was die Maßnahme selbst betrifft fertigen. Einmal mit der Begründung der Pendelzeit sowie Bedenken zum Sinn und Zweck der Maßnahme, dabei würde ich gerne anführen, dass die im Flyer angesprochenen Themenbereiche (Metallbearbeitung, Hotel/Gastgewerbe, Lager/Handel) sich nicht mit meinen Beschwerden und vor allem den vom JC beauftragten ärztlichen Dienst festgestellten Einschränkungen decken. Könnte in den Widerspruch noch etwas rein?

Ich lese mich allerdings auch schon in den Bereich Verhalten beim Maßnahmeträger ein, sicher ist sicher.
 

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
Guten Morgen :icon_pause:

Verzeiht mir bitte den Doppelpost, ich habe einen kurzen Entwurf zum Widerruf meiner Unterschrift getippt und wollte mal fragen, ob das so reicht oder ob zwingend noch etwas hinein gehört. Ich bin mir auch nicht sicher wegen der Formulierung, für jeden noch so kleinen Tipp bin ich mehr als dankbar :icon_smile:

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerrufe ich meine am 12.07.2018 geleistete Unterschrift auf der Abtretungserklärung der Fahrtkosten zum Maßnahmeträger GFBI […] in Bad Ems.

Diese Unterschrift wurde von mir geleistet, ohne mir im Vorfeld die Möglichkeit zur genauen Prüfung einzuräumen. Frau XY verlangte die Unterschrift ausdrücklich vor Ort, eine Mitnahme zur Prüfung durch eine juristische Fachperson untersagte sie strikt.
Mir ist klar, dass dieses Forum keine Rechtsberatung ist, aber ich dachte, juristische Fachperson klingt besser als "kluge, nette Menschen im Elo Forum" :wink:
 

Regensburg

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
2 September 2009
Beiträge
2.720
Bewertungen
2.266
Moin :)
Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit widerrufe ich meine am 12.07.2018 geleistete Unterschrift auf der Abtretungserklärung der Fahrtkosten zum Maßnahmeträger GFBI […] in Bad Ems
Das reicht mMn.
Der Rest interessiert keinen und Du musst dein Widerruf nicht begründen.
Wenn es wirklich blöd laufen würde, müsstest Du z.B.
Frau XY verlangte die Unterschrift ausdrücklich vor Ort, eine Mitnahme zur Prüfung durch eine juristische Fachperson untersagte sie strikt.
nachweisen können / müssen. Weniger ist manchmal mehr.....

Noch was, ich würde den gesamten Formular Widerrufen, nicht nur die Fahrtkostenabtretung.
 

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
Ah, okay. Das wäre natürlich tatsächlich blöd und falls ich es beweisen müsste, was ich allein durch Aussagen nicht kann, kann ich mir vorstellen für wen das Pendel schlägt. Vielen Dank!
 

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
Hallo ihr Lieben,

da es bisher nichts Neues gab, kann ich mich erst heute wieder zu der Sache melden. Ich habe heute dafür gleich zwei Liebesbriefe in der Post gehabt. Einen großen von meiner üblichen Verehrerin und einen kleinen, von einem Neuen, die ich euch beide anhänge. Bei der neuen EGV habe ich zusätzlich einen neuen Wisch „Erklärung über Kosten bei Teilnahme an einer Weiterbildung“ bekommen. Den schriftlich gestellten Antrag hat die SB ignoriert. Soll ich den von der SB mitgeschickten Erklärungsbogen auch scannen und hochladen?

Ich hatte ja ein Schreiben abgeschickt, sowohl an den MT als auch ans JC, um der Datenweitergabe zu widersprechen und um herauszufinden, welche Daten bereits übermittelt wurden. Dabei habe ich gesehen, dass ich schon mal bei denen war. Aber nicht in Bad Ems. Hatte ich tatsächlich vergessen. Jedenfalls habe ich auch die Antwort vom Datenschutzbeauftragten angehängt. Der MT stellt sich hingegen stumm und taub, ich schätze, dass wir das am 01.08. klären werden.

Auf dem vor der EGV angehängten Schreiben, bezieht sie sich auf die „unbequemen Fragen“, die ich hingeschickt habe. Teilweise finde ich die Antworten immer noch nichtssagend, weil ich immer noch keine genaue Auskunft darüber habe WAS da jetzt genau geschieht und wieso ich überhaupt für die Maßnahme geeignet sein soll. Außerdem hatte ich die Pendelzeiten angesprochen, wie soll es auch anders sein, man hält sie für okay. Ich werde allerdings trotzdem jeden Tag unpünktlich sein, weil ich definitiv nicht eine Stunde eher fahren werde. Die Antwort findet ihr auch in dem Schreiben.

Ich sehe gerade, die Scans sind ohne sie zu vergrößern, schlecht lesbar. Falls das ein Problem ist, scanne ich sie gerne neu und lade sie auch nochmal hoch :icon_pause:

Vielen Dank noch einmal, dass ihr euch die Zeit für mich nehmt!
 

Anhänge

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
Einen wunderschönen, guten Tag wünsche ich euch,

ich weiß, das ist mein dritter Beitrag hintereinander, aber da ich nicht editieren kann, muss das leider so sein.

Heute war mein erster Tag in der Maßnahme und tja, wie soll ich es anders sagen? Zeitverschwendung. Das, was so großspurig im „Flyer“ angeboten wird, gibt es nur mal als Schnuppertag, alles andere ist theoretisches BlaBla. Anfangs hieß es noch, dass die Maßnahme sich so sehr von anderen abhebt, weil es kein Bewerbungstraining ist. Dann, am Schluss, schlug der Mann doch in die Kerbe und machte deutlich, dass es wichtiger Bestandteil ist.

Jedenfalls bin ich heute Morgen dort aufgeschlagen, der Tag sah in etwa wie folgt aus:

Zw. 8 und 9 Uhr Vorstellungsrunde und Anwesenheitsliste abhaken, Teilnehmerdatenblatt ausfüllen
Zw. 9 und 9:15 Uhr Pause
Zw. 9:15 und 10:10 Besprechung des Teilnehmerdatenblatt, was bei mir in etwa so aussah:

Sie: „Frau X, bei Ihnen ist mir das zu wenig.“
Ich: „Hab ich mir gedacht.“
Sie: „Ich brauche die Telefonnummer. Und die Email.“
Ich: „Ich weiß.“
Sie: „Wie sollen wir Sie denn kontaktieren.“
Ich: „Schriftlich.“
Sie: „Aber das ist langwierig.“
Ich: „Ich weiß, aber alle weiteren relevanten Daten bekommen Sie vom Jobcenter.“

Dann war Ruhe und der Nächste dran.

Zw. 10:10 und 10:40 Pause
Zw. 10:40 und 11:30 Die MT Madame wollte wissen, was wir von unseren SB über die Maßnahme erzählt bekommen haben, sie wolle unsere Bewerbungsmappen „auf zack“ bringen, uns beibringen, wie man Stellen sucht und uns in ein Praktikum bringen (guter Witz! Ich hätte fast herzlich gelacht.).
Sie meinte auch, sie würden den Datenschutz groß schreiben. Ja, deswegen brauchen sie auch die Telefonnummer und den Lebenslauf...

Wie dem auch sei, das war der erste Tag. Es gab bis auf das Teilnehmerdatenblatt noch keine Unterlagen zum Einstecken. Ich schätze, das kommt morgen, weil sie morgen mit allen alleine sprechen wollen.

Was mich erschreckt hat war, dass jeder einzelne Teilnehmer, außer mir, alles Fragen so bereitwillig beantwortet hat. Ich weiß jetzt mehr über die Vergangenheit mancher der Teilnehmer, als ich je wissen wollte. Von mir dürfen die das nicht erwarten.

Ich habe mittlerweile auch in Erfahrung bringen können, dass diese Maßnahme nicht vom ESF gefördert wird. Leider. Dafür weiß ich jetzt ganz genau, dass ich diese Pendelei nicht lange aushalten kann, denn von den ursprünglich veranschlagten ca 15 Minuten vom Bahnhof zum Maßnahmeort ist nicht mehr zu reden. Ich brauche etwas mehr als 20 Minuten. Und die unendlichen Treppen am Maßnahmeort kommen auch noch dazu. Ganz genau gerechnet, komme ich, mit Wartezeit am Bahnhof nach Maßnahmeende, auf 190 Minuten reiner Weg. Ich kann immer noch nicht nachvollziehen, dass das tatsächlich so stimmen soll, trotz der ländlichen Gegend.

Nun, wie dem auch sei, das war der erste Tag und ich hab mich direkt beliebt gemacht ;)

Liebe Grüße
Candelaria
 

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.582
Bewertungen
2.555
Dafür weiß ich jetzt ganz genau, dass ich diese Pendelei nicht lange aushalten kann, denn von den ursprünglich veranschlagten ca 15 Minuten vom Bahnhof zum Maßnahmeort ist nicht mehr zu reden. Ich brauche etwas mehr als 20 Minuten. Und die unendlichen Treppen am Maßnahmeort kommen auch noch dazu. Ganz genau gerechnet, komme ich, mit Wartezeit am Bahnhof nach Maßnahmeende, auf 190 Minuten reiner Weg. Ich kann immer noch nicht nachvollziehen, dass das tatsächlich so stimmen soll, trotz der ländlichen Gegend.
Hast du dies dem JC bereits mitgeteilt, bzw. hast du beim JC erfragt, wie lang die Pendelzeiten im Bereich dieses JC auf welcher Grundlage sind? Wenn nein, dann mach das doch einfach, natürlich nachweisbar :wink:
 

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
Leider noch nicht, aber das Fax und die dazugehörige Schneckenpost gehen heute noch raus.
Meine ursprüngliche Anfrage nach dieser Grundlage wurde ja mit den Worten "Laut vorliegender Urteile der Sozialgerichte kann die zumutbare Pendelzeit insbesondere in ländlichen, infrastrukturell schwachen Regionen auch mehr als 160 Minuten täglich betragen." eher abgetan. Ich bin gespannt, ob und wann sie sich auf die neue Mitteilung hin dann meldet. Bis dahin mach ich mich einfach noch etwas unbeliebt :icon_hihi:
 

Candelaria

Elo-User*in
Thematiker*in
Mitglied seit
12 Juli 2018
Beiträge
14
Bewertungen
9
Tag 2 ist nun auch zuende... ich bleibe bei Zeitverschwendung. Hallo ihr Lieben!

Der Tag war heute ähnlich aufschlussreich wie der gestrige. Nämlich gar nicht.

Zw. 08:00 und 09:55 Uhr: Vorlesen von unten angefügten Blättern. Man erklärte, dass die Metall-Leute für ihre Erprobung an einen anderen (noch weiter entfernten) Maßnahmeort müssen, hätten gerne Schweigepflichtsentbindung bei Ärzten, für den Fall, man müsse mal da etwas besprechen. Man erklärte auch, dass Bewerbungen schreiben während der Zeit dort verboten ist, das solle man NACH dem Unterricht machen, in den Räumen der Maßnahme, damit die „Trainer“ drüber schauen können.

Zw 09:55 und 10:30 Uhr: Pause, in der mir ein Mitteilnehmer erklären wollte, dass Pendelzeit nur die Zeit ist, in der man tatsächlich in der Bahn sitzt, alles andere wäre Freizeit und dass man doch gefälligst alles zu unterschreiben hat. Jaaa... kein Ding, wenn ihr alles einfach unterschreibt.

Zw 10:30 und 11:30 Uhr: Berufsgruppeneinteilung, jeder musste sich eine Sache aussuchen aus den drei Kategorien Handel/Lager/"Verwaltung", Gastronomie (das ist lustig, wer nicht Wäsche waschen kann, kriegt es da beigebracht - und Wäsche sortieren. Toll!), Metall. Dann wurden die unterschriebenen Zettel eingesammelt. Ich glaube, ich habe sie sehr damit überrumpelt, dass ich die Zettel einfach eingesteckt habe und auch nicht mehr herausgerückt habe, denn sie war zwar verdutzt, hat aber ohne Murren mir Zeit bis nächste Woche gegeben. Mal sehen, ob ich bis dahin fertig bin ;) Ach, ich hätte es fast vergessen, ich bekam noch den obligatorischen Vortrag, dass man ohne diese Unterschriften nicht mit mir arbeiten könnte. Meine Reaktion war ein kurzes „Ah“.

Zw 11:30 und 12:00 Uhr: Rundgang, dann Ende


Das war es für Tag 2 auch schon. Die Nachricht an meine SB ist raus, sowohl per Fax, als auch per Post. Ich bin allerdings am überlegen, ob ich nicht noch andere Stellen einschalten soll. Wir sind 15 Teilnehmer (derzeit) und passen definitiv nicht alle in den Seminarraum. Wir stapeln uns fast. Ich will nicht wissen, was da gestern los gewesen wäre, wenn alle erschienen wären, die vorgeladen waren. Ohne Klimaanlage, ohne Ventilator in einem Mini-Zimmer... aber das überlege ich mir noch genau.

Ich musste die PDF etwas verkleinern, ich hoffe man kann alles noch gut lesen :)

Ich hoffe, ihr habt einen schönen Donnerstag,
Candelaria
 

Anhänge

Surfing

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Juli 2013
Beiträge
2.336
Bewertungen
1.632
Sehr gut dass du die Teilnehmerverträge bekommen und hier reingestellt hast.

Meine Empfehlung: Nichts ausfüllen, nichts unterschreiben und die Unterlagen nicht mehr aushändigen an den Maßnahmeträger.

Es ist zwar eine Seite wegen Arbeitssicherheit dabei, ich habe aber nichts von Arbeitsstättenverordnung gesehen und von sanitären Anlagen auch nichts. Bei den jetzigen klimatischen Bedingungen könnte das ein Problem werden, in dem Seminarraum den Du beschrieben hast.

Ergänzung:

Die Bildschirmarbeitsverordnung (BildscharbV) war eine Verordnung über Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit an Bildschirmgeräten nach Artikel 3 der Verordnung zur Umsetzung von EG-Einzelrichtlinien zur EG-Rahmenrichtlinie Arbeitsschutz. Die Bildschirmarbeitsverordnung war geltendes Recht in Deutschland vom 4. Dezember 1996 bis zum 3. Dezember 2016. Die Anforderungen an Bildschirmarbeitsplätze werden heute durch den Anhang der Arbeitsstättenverordnung, Abschnitt 6 Maßnahmen zur Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen, geregelt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Bildschirmarbeitsverordnung
 
Zuletzt bearbeitet:
Oben Unten