Gewerkschaftsstudie Mindestlohn könnte Konjunktur anschieben

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wolliohne

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Hartzeola

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Forscher: Mindestlohn könnte bis zu 3,5 Milliarden Euro bringen

24.07.13 17:48
dpa-AFX


NÜRNBERG (dpa-AFX) - Ein flächendeckender Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde könnte den öffentlichen Kassen nach Berechnungen des Instituts für Berufs- und Arbeitsmarktforschung (IAB) bis zu 3,5 Milliarden Euro bringen.

Kurzfristig könnten bei den Ausgaben für Hartz IV zwischen 400 Millionen und 1 Milliarde Euro eingespart werden, schrieben die Nürnberger Forscher in einem am Mittwoch veröffentlichten Kurzbericht. Noch größer sei der Effekt auf der Einnahmeseite: Bei der Einkommensteuer dürfte es ein Plus von 800 Millionen Euro geben. Darüber hinaus würden knapp 1,7 Milliarden Euro zusätzlich in die Sozialversicherung fließen.
Forscher: Mindestlohn knnte bis zu 3,5 Milliarden Euro bringen () | aktiencheck.de
 

hartaber4

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Den öffentlichen Kassen....

ja und die armen Arbeitgeber? An die hat mal wieder keiner gedacht...schnüff (ach ne...Frau Merkel denkt immer an die..muss ich mir keine Sorgen machen)
 

utafu

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Die Erkenntnis dieses Jahrhunderts "Mehr verdient, mehr ausgegeben"
:danke::rolleyes:
 

XxMikexX

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ja und die armen Arbeitgeber? An die hat mal wieder keiner gedacht...schnüff
Eben!

So eine Maßnahme wäre absolut kontraproduktiv.
Wofür haben sich die Regierungen die letzten 30 Jahre angestrengt?

Um das Rad wieder zurückzudrehen?

3,5 Milliarden, sind doch Peanuts, lieber den Armen, die es ja gar nicht gibt, die heißen jetzt "Armutsgefährdete", noch 50 €/Monat aus den Taschen ziehen.

Oder besser noch mehr, daß bringts!:icon_cool:

Geübt wird dieses Szenario gerade in Griechenland, Irland, Portugal und Spanien.

Da kann man wertvolle Erfahrungen sammeln, wie weit man gehen kann. Bald kommen neue Probanten hinzu.

Wir sind auch dabei, zum Schluß.
 

hemmi

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Mal wieder alles im Konjunktiv.:icon_lol:
 

Nimschö

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Ach, haben die Jungs doch nach langer Recherche rausgefunden, dass ein Mensch mit mehr Geld auch mehr umsetzen kann und vor allem auch möchte? Na, Gratulation zu dieser enormen Meisterleistung, lieber Sachkundeunterricht der 2a... -.-

Mal ganz abgesehen davon: 8,50/h für einen auch nur ansatzweise qualifizierten Job in Deutschland ist immer noch ein Hohn an Mickrigkeit.
 
R

Rounddancer

Gast
Klar. Ein Mindestlohn von 8,50 würde denen etwas bringen, die noch heute teilweise viel weniger bekommen. Von "verdienen" rede ich hier nicht, denn verdienen würden die, die als Brotverkäuferinnen, Auffüllerinnen, Näherinnen, Lkw-Fahrer, Köchinnen, Spülhilfen, etc. noch heute nicht nur im Osten der Republik ja gute Arbeit machen, deutlich mehr, sie kriegen es bloß nicht.

Zumal die meisten dieser Positionen kein oder selten mal Trinkgeld bekommen.

Und er brächte auch denen was, die qualifizierter sind, denn die würden dann eher den Hintern hochbekommen, um dem Arbeitgeber zu bedeuten, daß, wenn nun die Hilfskräfte mehr Geld bekommen, sie selbst auch einen kräftigen Schluck bräuchten,- und den natürlichen Abstand zwischen Fach- und Hilfskraft wiederherzustellen.

Das bedeutet: Unterm Strich würden alle mehr Geld bekommen.
Und die Unternehmen? Die, die vom Binnenmarkt leben und Waren, wie Dienstleistungen fürs normale Volk anbieten, würden endlich wieder Auftrieb haben, die Umsätze steigern und den eigenen Mitarbeitern mehr bezahlen können.

Die aber, die die ganzen Steuererleichterungen und Kostenentlastungen der letzten Regierungen nicht wie von diesen erhofft, dazu nutzten, ihre Leute fairer zu bezahlen, sondern dazu, sich, ihren Managern und ihren Aktionären die Taschen vollzustopfen und Anwesen z.B. in Dubai zu kaufen. Die aber sie werden das hinnehmen müssen.

Nicht zu vergessen, und das ist nachweisbar in allen Staaten passiert, in denen irgendwann endlich ein Staatsweiter Mindestlohn durchgesetzt wurde: Ist der Mindestlohn erstmal installiert, dann steigt er auch regelmäßig.
 

Roter Bock

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Völliger Blödsinn - die 8,50 Euro sind schon längst veraltet und schieben hier gar nichts an, auch keine Konjunktur. Da muss ne kräftige Schippe drauf bei der Preissteigerung.

...und solange überhaupt Gewerkschaften und Zeitarbeit verhandeln, Arbeitgeber über "Aufstocken" quer subventioniert werden (auch das muss jemand bezahlen) ist kein Land in Sicht.

Roter Bock
 

Gartenfreund

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Ein Mindestlohn von 7,50 € würde schon vielen Geringverdienern helfen aus H4 herauszukommen.

Anzustreben sind 10 €!

Ein Kindergrundeinkommen von 300 € verhindert weitestgehend, dass Eltern zusätzliche Anträge stellen müssen.


Was nützt aber ein Mindestlohn, wenn er vom AG umgangen wird, z.B durch unbezahlte Überstunden?


Nur ein bedingungsloses Grundeinkommen würde den AN in die Lage versetzen, Nein zu sagen!
 

Ziviler Ungehorsam

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Was nützt aber ein Mindestlohn, wenn er vom AG umgangen wird, z.B durch unbezahlte Überstunden?

Nur ein bedingungsloses Grundeinkommen würde den AN in die Lage versetzen, Nein zu sagen!

Was nützt aber ein bedingungsloses Grundeinkommen innerhalb einer kapitalistischen Marktwirtschaft, in der Verluste an Profitmaximierung stets auf den Konsumenten abgewälzt wird, und die Kaufkraft bis zum letzten Cent gemolken? Die alten Herrschafts- und Besitzstrukturen blieben zudem unangetastet.

Nur ein Systemwechsel und die Aufhebung der Lohnarbeit würde ein Grundeinkommen in die Lage versetzen bedingungslos zu sein.

Für den libertären Kommunismus!
 
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