Gewerkschafter, handelt!

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wolliohne

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Über die Rolle der deutschen Gewerkschaften vom 17.04.2009 02:47
Worauf soll denn noch gewartet werden?

Von Eckart Spoo

Die Krise, die in der viel zu langen Arbeitszeit der einen und der Arbeitslosigkeit der anderen eine ihrer Hauptursachen hat, bewirkt nun, dass der Ruf nach Arbeitszeitverkürzung aufgenommen und mehrstimmig verbreitet wird. Bleibt der dringend notwendige Kampf um die Verteilung der Erwerbsarbeit aus, dann drohen gerade jetzt in der Krise massenhafte Kurzarbeit, noch mehr Arbeitslosigkeit, Verarmung breiterer Schichten, Rezession mangels Nachfrage, noch mehr Pleiten, noch mehr Unsicherheit und Angst, noch mehr Krise.
Quelle: NRhZ-online
 

galadriel

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Bei der Demo am 28.3.09 in Berlin, gab es einen Redebeitrag, in dem gesagt wurde, dass bei Einführung von ALGII, zwischen Schröder und DGB ein Stillhalteabkommen geschlossen wurde.

Seit dem weiss ich, was ich von den Gewerkschaften zu halten habe.
....
Nichts mehr.:icon_kotz:
 

Hotti

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Bei der Demo am 28.3.09 in Berlin, gab es einen Redebeitrag, in dem gesagt wurde, dass bei Einführung von ALGII, zwischen Schröder und DGB ein Stillhalteabkommen geschlossen wurde.

Seit dem weiss ich, was ich von den Gewerkschaften zu halten habe.
....
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Genau richtig, aber ich gestehe, immer noch Mitglied in der IG-Metall zu sein. Ich (bzw. meine Frau)benötige das Sterbegeld, dass die zahlen, wenn ich den Löffel abgebe. Im Übrigen ist die Gewerkschaft auch nur ein grosses Unternehmen, das auf Profit aus ist. Auch dort werden die Angestellten geknechtet. Aber ganz ohne Gewerkschaft wäre es glaube ich noch schlimmer.
 
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...bei Einführung von ALGII, zwischen Schröder und DGB ein Stillhalteabkommen geschlossen wurde...


01.07.2004
Gewerkschaften besorgt über soziale Schieflage
SPD und DGB rauchen die Friedenspfeife


Trotz neuer Vorwürfe und Schuldzuweisungen wollen SPD und Gewerkschaften ihre zunehmend gespannten Beziehungen wieder normalisieren. Bei einem eineinhalbstündigen „Friedensgespräch“ zwischen Parteichef Franz Müntefering und dem DGB-Vorsitzenden Michael Sommer in der Berliner SPD-Zentrale wurde vereinbart, den öffentlichen Streit wegen der Reformen zu entschärfen. Über konkrete Ergebnisse wurde aber Stillschweigen vereinbart.

HB BERLIN. Von der Sitzung des SPD-Gewerkschaftrats am kommenden Montag mit Bundeskanzler Gerhard Schröder sowie der gesamten Partei- und DGB-Spitze erhoffen sich beide Seiten nun eine vorläufige Beilegung der wieder aufgeflammten Auseinandersetzung.

Sommer machte jedoch kurz vor dem vertraulichen Vier-Augen- Gespräch mit Müntefering klar, dass die Gewerkschaften an ihrem Widerstand gegen Schröders „Agenda 2010“ auf jeden Fall festhalten wollen. „Wir werden niemals unseren Frieden mit dieser Art von Sozialreformen machen“, sagte er im Fernsehsender N-TV. Durch das neue Arbeitslosengeld II drohe die Gesellschaft „auseinander zu brechen“. Es dürfe jedoch trotz aller Differenzen keine „Sprachlosigkeit“ zwischen SPD und Gewerkschaften geben.

Auch in der SPD werden die Chancen für eine endgültige Beendigung des Konflikts zurückhaltend beurteilt, nachdem die IG-Metall-Führung den Streit unmittelbar vor dem Spitzentreffen neu anheizte. Der DGB- Vorsitzende sei nur „Spielball der großen Einzelgewerkschaften“ und deshalb nie sehr mächtig, sagte der frühere SPD-Bundesgeschäftsführer Peter Glotz in der ARD. Er glaube nicht, dass Sommer etwa den Verdi- Vorsitzenden Frank Bsirske „stoppen“ könne.

Der IG-Metall-Vorsitzende Jürgen Peters forderte erneut Korrekturen bei Renten, Arbeitsmarkt und Gesundheit, um die „soziale Schieflage“ zu beseitigen. Er werde nicht zulassen, dass die SPD im Glauben, es gebe für die Gewerkschaften keine Alternative, „immer weiter nach rechts rückt und die Politik der CDU/CSU übernimmt“, sagte er in der ARD. Laut Peters geht es den Gewerkschaften nicht um ein vorzeitiges Ende von Rot-Grün. Man sei aber nicht der Transmissionsriemen der SPD: „Wir sind unabhängig.“

Nach Ansicht des Sprechers der SPD-Fraktionslinken im Bundestag, Michael Müller, setzen die Gewerkschaften auf falsche Rezepte. Viele ihrer Antworten pasten nicht mehr in die Zeit, sagte der Fraktions- Vize der „Schwäbischen Zeitung“. Der Juso-Vorsitzenden Björn Böhning sagte im SWR, SPD und Gewerkschaften sollten „persönliche Eitelkeiten“ beiseite lassen uns sich auf Sachfragen konzentrieren.
Quelle:
SPD und DGB rauchen die Friedenspfeife - Politik - Deutschland - Handelsblatt.com
 
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Genau richtig, aber ich gestehe, immer noch Mitglied in der IG-Metall zu sein. Ich (bzw. meine Frau)benötige das Sterbegeld, dass die zahlen, wenn ich den Löffel abgebe. Im Übrigen ist die Gewerkschaft auch nur ein grosses Unternehmen, das auf Profit aus ist. Auch dort werden die Angestellten geknechtet. Aber ganz ohne Gewerkschaft wäre es glaube ich noch schlimmer.


Was zahlt man als ALG II-Abhängiger p.M Beitrag? 1,50. Ein Witz, was da an Unterstützung im Todesfall hinten rauskommt!

s. Anhang
 

Hotti

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Ich bin schon 40 Jahre lang Mitglied der IG-Metall, und habe einige Zeit richtig Beiträge gezahlt. Und wenn ich nun austrete bekomme ich nix(oder meine Frau, ich brauch es nicht mehr bei meinen Ableben), oder irre ich? Ich wäre schön dumm wenn ich nun austreten würde. Ich bin da nicht mehr Mitgleid, weil ich den DGB so gut leiden kann, sondern aus lauter Eigennutz. Und 120 Euro, die sie ja mindestens zahlen, ist immerhin etwas. Für mich sind 120 Euro viel Geld.

PS. Der Rechtsbeistand von der Gewerkschaft bei Arbeitsgerichtlichen Problemen ist auch was für den Ar..., eben 08/15. Habe ich selber mit bekommen. Ich hatte einen privaten Rechtsanwalt,(bin auch im Rechtschutz) Kollegen einen von der IG-Metall. Ich hatte ne Ecke besser ausgesehen.
 
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Ich bin schon 40 Jahre lang Mitglied der IG-Metall, und habe einige Zeit richtig Beiträge gezahlt. Und wenn ich nun austrete bekomme ich nix(oder meine Frau, ich brauch es nicht mehr bei meinen Ableben), oder irre ich? Ich wäre schön dumm wenn ich nun austreten würde. Ich bin da nicht mehr Mitgleid, weil ich den DGB so gut leiden kann, sondern aus lauter Eigennutz. Und 120 Euro, die sie ja mindestens zahlen, ist immerhin etwas. Für mich sind 120 Euro viel Geld.

Meine Berechnung:

1,50 x 12 = 18,00 €

18,00 x 31,5 (länger als 240 Monate Mi(e)tglied) = 567,00 €

Aber: es ist eine Kann-Leistung.

Satzung IGM § 31 Abs. 2 meinte:
Alle in dieser Satzung festgelegten Unterstützungen sind freiwillige Leistungen. Deshalb steht Mitgliedern, ... ein gesetzlicher Anspruch oder ein Klagerecht auf Gewährung einer Unterstützung nicht zu.

Hoffen wir also, dass auch in der Krise die Beiträge aller Mi(e)tglieder für eine Unterstützung ausreichen. (Betrifft mich auch:icon_wink:)
 
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