Gewerkschaft beitreten- Bruttoeinkommen angeben, mit oder ohne Zulagen?

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chromsucht

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Hallo,
ich habe vor der IG-Metall beizutreten. Der Mitgliedsbeitrag ist ja bekanntermaßen 1% vom Bruttolohn. Dafür muß ich diesen in der Beitrittserklärung angeben. Gibt man da nur den Grundlohn an oder Grundlohn incl. aller Zulagen?
 

chromsucht

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Also ich meine das so: Ich bekomme den "Tarifgrundlohn" plus "tarifliche Leistungszulage" plus eine Art "Staubzulage" und jetzt weiß ich nicht ob nur der Grundlohn angegeben werden muß oder alles zusammen. Die IG-Metall mag ich nicht fragen, die wollen ja wohl sowieso den höchstmöglichen Beitrag. Und da die mit meinem AG einen sog. "Haustarif" vereinbart haben, möchte ich keinen Cent mehr zahlen als ich wirklich muß!!
 

echt machtlos

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Ich würde nur den Tarifgrundlohn angeben diese 1,1 Prozent vom Bruttolohn finde ich sowieso ziemlich happig .
Die Berechnung machen die auch selber ziemlich Pie mal Daumen, bei mir jedenfalls und nicht nur bei mir.
 
E

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Gast
mal erlich du willst doch nicht wirklich einer gewerkschaft beitretten ?

die für elos erstens nix macht
und zuweitens mehr für den AG ist statt für den AN

ich würd die entscheidung da beizutretten nochmal überlegen
bei streitigkeiten als elo mit der behörde kommt man auch ganz gut ohne gewerklschaft klar zumal man besser darstelt als wie mit
und anwälte arbeiten auch auf PKH und viel besser als die gewerkschaft

mein tipp an dich
sparr dein geld für was besseres auf
gewerkschaften kannst mittlerweile in die tonne hauen
 

Thomas1711

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Die IG Metall verlangt 1% vom durchschnittlichen Bruttolohn.

Zum Bruttolohn gehört alles was auf der Verdienstbescheinigung als Lohn aufgeführt ist, auch Zuschläge für Nachtarbeit, Sonn und Feiertagszuschläge, Erschwerniszulage und sicherlich auch deine Staubzulage u.s.w.

Hier die Satzung der IG Metall:

https://www.igmetall.de/cps/rde/xbcr/internet/docs_ig_metall_xcms_8781__2.pdf

Auf Seite 12 §5 sind Angaben zur Höhe des Beitrags zu lesen.

@sumse, der Fragesteller hat nicht erwähnt das er erwerbslos ist, er möchte gerne einer Gewerkschaft beitreten und hat eine Frage zum monatlichen Beitrag, mehr nicht.

Ob eine Gewerkschaft nun gut oder schlecht für wen auch immer ist steht hier nicht im Raum.

Ich z.B. bin über 33 Jahre Gewerkschaftsmitglied, in welcher und warum und ob es mir in meinem Berufsleben geholfen hat spielt hier auch keine Rolle.

Gruß

Thomas
 
E

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Gast
ich würd die entscheidung da beizutretten nochmal überlegen

Du solltest auch mal überlegen...

Kein Wunder, daß Gewerkschaften recht wenig Macht haben, für die Interessen der Arbeitnehmer einzutreten, wenn diese AN nur noch zu einem geringen Grad organisiert sind. Das ziemlich einzige Mittel, mit dem Gewerkschaften AG unter Druck setzen können, um Änderungen zu Gunsten der AN durchzusetzen, ist der Streik. Wenn aber nur eine Handvoll der AN organisiert ist (von denen erfahrungsgemäß sich nicht alle an einem Streik beteiligen), dann ist das ein schwaches Instrument und stärkt die AG-Seite.

Ich habe vor einigen Jahren mehrere Wochen Streik hinter mich gebracht. In dieser Zeit bekam ich mein Geld von der Gewerkschaft (Streikgeld). Mit diesem Streik haben wir die Schließung unseres Betriebes nicht verhindern können - dafür hätten weitaus mehr Kollegen sich beteiligen müssen - aber wir haben einen guten Tarifsozialplan ausgehandelt, der mir z. B. einen schönen Batzen Geld eingebracht hat, mit dem ich den Umzug zum neuen Betrieb, neue Möbel, Renovierung usw. locker bezahlen konnte. Mit dem Rest habe ich mir noch zwei tolle Urlaube leisten können.

Ohne Gewerkschaft hätte ich vermutlich beim Umzug noch zuzahlen müssen.


Eine Gewerkschaft ist die Summe ihrer Mitglieder. Wenig Mitglieder, wenig Macht. Wenig Engagierte unter den Mitgliedern, noch weniger Macht.

Und frag' mal die Leute bei der S-Direkt in Halle, wo sie heute ohne Gewerkschaft wären. Nur dank der Gewerkschaft konnten sie in einem monatelangen Streik einen Tarifsozialplan deutliche Gehaltserhöhungen und verbesserte Arbeitsbedingungen durchsetzen. Und dieselbe Gewerkschaft wird sie mit ihrem Rechtsschutz auch dabei unterstützen, daß der AG sich an die Vereinbarungen im TSP hält (was er momentan zu verweigern scheint). Da hat sich die Gewerkschaft für Menschen im Niedriglohnbereich eingesetzt und tut es noch.
 

chromsucht

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Also Elo bin ich nicht. Ich arbeite in einem Metallbetrieb und bekomme auch Tariflohn, aber eben nicht nach dem Manteltarifvertrag sondern "Haustarif", was etwas weniger ist. Die Gewerkschaftsbeiträge bekomme ich vom Lohnsteuerjahresausgleich so gut wie komplett erstattet, weil ich eh schon viele Werbungskosten habe und absetzen kann. Trotzdem möchte ich so wenig wie möglich an die IG-Metall abdrücken, weil auch ich nicht viel von denen halte.
Jedoch ist es gerade in meinem Betrieb besser in der Gewerkschaft zu sein, allein schon wg. dem Rechtsschutz...
Nein, ist keine Leihsklavenfirma. Aber auch "normale" AG sind in Deutschland zunehmend Verbrecher!!:icon_kotz:
 
E

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Gast
will das keinen absprechen nur die leuts solten mal genau drüber nachdenken ob sie wirklich der gewerkschaft beitretten wollen

sie helfen nicht
im gegenteil sie schaden den arbeitnehmer nur
wie man sieht z.b zeitarbeit tarif
oder überhaubt in der IGM der tarif und diverse klauseln zu gunsten der AGs

naja jedem da seine nur ich sag nur man solte sich das gut überlegen ob das geld was man an beitrag an die gewerkschaft zahlt gut angelegt ist
 
E

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Gast
Also Elo bin ich nicht. Ich arbeite in einem Metallbetrieb und bekomme auch Tariflohn, aber eben nicht nach dem Manteltarifvertrag sondern "Haustarif", was etwas weniger ist. Die Gewerkschaftsbeiträge bekomme ich vom Lohnsteuerjahresausgleich so gut wie komplett erstattet, weil ich eh schon viele Werbungskosten habe und absetzen kann. Trotzdem möchte ich so wenig wie möglich an die IG-Metall abdrücken, weil auch ich nicht viel von denen halte.
Jedoch ist es gerade in meinem Betrieb besser in der Gewerkschaft zu sein, allein schon wg. dem Rechtsschutz...
Nein, ist keine Leihsklavenfirma. Aber auch "normale" AG sind in Deutschland zunehmend Verbrecher!!:icon_kotz:


hauttarif ist nix ist bullshit wo die AGs gerne mit rumwerfen
und vergiss den rechtsschutz
du kannst dir besser eine private abschliessen und im streitfall hast du eine bessere leistung mit einen RA deiner wahl vorm arbeitsgericht als wie mit der gewerkschaft

informiere dich wie die gewerkschaften ihre mitglieder vertretten
mehr als schlecht und dafür zahlen die noch geld
 

Thomas1711

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ja sumse, du hast zum Teil recht mit deinen Argumenten.

Mir blieb damals zum Beginn meiner Ausbildung gar nichts anderes übrig als der Gewerkschaft in meinem Betrieb beizutreten. Ich wurde regelrecht bedrängt die Beitrittserklärung zu unterschreiben und als 15 jähriger am 1. Tag der Ausbildung was machst du da? Du passt dich an und unterschreibst alles was dir untergeschoben wird, nur um nicht als Sonderling oder Quertreiber da zustehen. Meine Gewerkschaft hat dann die 100% groß gefeiert. Die Konsequenzen wenn wir nicht eingetreten wären in die Gewerkschaft wurden uns auch gleich klar gemacht.

Heute würde ich auch nicht mehr in eine Gewerkschaft eintreten, aber wenn es der Job und eine berufliche Perspektive erforderlich machen, dann muß man halt mitziehen wenn man nicht im neuen Job gleich zum Außenseiter abgestempelt werden will.
 

chromsucht

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Klar hat sumse recht. Aber hätte ich ohne Tarifvertrag `ne 35h Woche, ausbezahlte Überstunden incl.25% und andere Zulagen, 30 Urlaubstage, ab dieses Jahr wieder Weihnachtsgeld?
Ich kenne das auch anders: hab den gleichen Job in einem anderen Betrieb vor 2 Jahren gemacht: 5(!) EUR weniger Stundenlohn,40h Woche und darüber hinaus gab`s garnix!!!
Da kann ich heute noch froh sein. Und ich kann ja jederzeit wieder austreten, wenn die mir zuviele Arbeitgeberwünsche erfüllen.:icon_party:
 

Thomas1711

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Klar hat sumse recht. Aber hätte ich ohne Tarifvertrag `ne 35h Woche, ausbezahlte Überstunden incl.25% und andere Zulagen, 30 Urlaubstage, ab dieses Jahr wieder Weihnachtsgeld?
Ich kenne das auch anders: hab den gleichen Job in einem anderen Betrieb vor 2 Jahren gemacht: 5(!) EUR weniger Stundenlohn,40h Woche und darüber hinaus gab`s garnix!!!
Da kann ich heute noch froh sein. Und ich kann ja jederzeit wieder austreten, wenn die mir zuviele Arbeitgeberwünsche erfüllen.:icon_party:


Genau das meine ich. Wenn du in einer größeren Firma arbeitest mit vielen Beschäftigten ist es sinnvoller auch der Gewerkschaft anzugehören. Du genießt die Vorteile die die Gewerkschaft erkämpft hat. Trittst du nicht ein dann wirst du gemobbt für jede Kleinigkeit und du kannst dich nicht wehren weil alle Ansprechpartner auch in der Gewerkschaft sind und sie dich abweisen. Das ist unbestritten.

Aber das war ja auch nicht deine Ausgangsfrage.

Wenn du in die Gewerkschaft eintrittst dann kriegen die sowieso raus was dein Bruttolohn ist und ich würde von vornherein alles angeben was zu deinem Brutto gehört, also alles was unten auf deiner Abrechnung steht.

Bei meiner Firma wurden die Gewerkschaftsbeiträge immer gleich vom Lohn einbehalten, das ging automatisch und ich konnte gar nicht sagen ich bekomme so oder soviel und davon könnt ihr die Beiträge einbehalten.

Gruß

Thomas
 
E

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Gast
Ich mach' mal eine kleine Rechnung auf.

Wenn die Gewerkschaft Dich zum Streik aufruft, z. B. um eine Tariferhöhung durchzusetzen, dann bekommst Du Streikgeld. Bei ver.di ist das pro Streiktag das 2,5-fache des Monatsbeitrages (wer gerade erst Mitglied geworden ist, bekommt nur das 2,2-fache). Ich nehme an, das ist bei allen Gewerkschaften so.

Ich persönlich habe in einem Jahr 44 Streiktage gehabt und das 2,2-fache eines Monatsbeitrags pro Tag, also insgesamt 96,8 Monatsbeiträge an Streikgeld zurückbekommen. Das entspricht einer Mitgliedschaft von 8 Jahren.

Nun sind 44 Streiktage im Jahr zugegebenermaßen eher selten.

Aber: mit 5 Streiktagen im Jahr hast Du Deine Beiträge des Jahres schon zurück. Und das kommt zumindest in manchen Branchen durchaus schon mal vor.

Und die jährlichenTariferhöhungen, die die Gewerkschaften erkämpfen? Meinst Du, die bekämst Du auch ohne Gewerkschaft? Oder meinst Du, die Arbeitskämpfe, die dafür oft genug nötig sind, könnte die Gewerkschaft bezahlen, wenn sie keine Beiträge bekäme?
 
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