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gewerbe-irrelevante Kreditkartenabrechnung des 6-monatigen Bewilligungszeitraumes gefordert

papalapap

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Hallo,

mein Sachbearbeiter fordert nun bereits zum zweiten mal die Abrechnung meiner Kreditkarte für den Bewilligungszeitraum (bei mir 6 Monate).

Die Kontoauszüge zu fordern ist normal - dort gehen meine Verdienste ein - die Kreditkarte ist bei der gleichen Bank und dem Girokonto angegliedert - heißt, ich überweise Geld das ich abheben will zuerst auf die Kreditkarte...
Das erste Mal habe ich sie eingereicht
(- das JC hatten bei meinem Erstantrag auf sie verzichtet gehabt und ich dachte, das holen die sonst nach, also gebe ich sie ihnen einfach, dann ist Ruhe...
Denn obwohl sie Kreditkarte heißt, könnte ich dort auch Geld bunkern (tue ich nicht).)

Auf der Kreditkarte gehen keinerlei Gewerbe-relevanten Geldflüsse ein.
Eingänge auf der Kreditkarte hatte ich bisher nur überwiesen von meinem Girokonto (das sehen sie von meinem Girokonto aus) - oder Rückerstattungen - ich glaube andere Eingänge sind gar nicht möglich.
Also sehe ich auch nicht den Grund mich noch weiter bloszustellen und mir die weitere Arbeit zuzumuten.

Kann ich dazu gezwungen werden?

(Habe bereits zu dem Thema gesucht, aber nichts vergleichbares gefunden)

PS.
Die Anfrage kam per Email - ich reiche inzwischen alles per Mail ein - das spart mir ca. 100 Seiten Druck pro Halbjahr und ich habe gleich einen Nachweis.

Ist daher seine Email als Antwort überhaupt rechtlich bindend für Forderungen? Bis kurz davor kam alles per Post (auch ca. 100 seiten pro halbjahr ;-) ).
(Er hatte zuvor bereits per Email meine Kontoauszüge nachgefragt, die ich ihm gerne nachreichte - warum er überhaupt nicht beides auf einmal erfragt ist mir nicht nachvollziehbar..)


herzlichen Dank bereits für hilfreichen Rat!
Gruß
papalapap
 
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Couchhartzer

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Kann ich dazu gezwungen werden?
Es kommt drauf an.
Ich kenne das so:
Wenn die "Kreditkarte" (ist ja eigentlich eine sog. Prepaidgeldkarte) nicht an das Girokonto mit der identischen Kontonummer gebunden ist, sondern eine eigenständige Kartenkontonummer (sog. Unterkontennummer) hat, dann hat die Karte einen eigenen Buchungsverlauf und du wirst um den Nachweis nicht drum herum kommen.

Ist es bei der Karte aber dieselbe identische Kontonummer wie das Girokonto, dann läuft in der Regel ja alles sowieso durch die Kontenbindung über die Buchungen auf den Girokonto und sollte dann auch dort in den Kontoauszügen sichtbar sein (Eingänge wie auch Ausgänge).


Die Anfrage kam per Email ...

Ist daher seine Email als Antwort überhaupt rechtlich bindend für Forderungen?
In der Regel ist das nicht verbindlich, aber deswegen die Beantwortung abzulehnen, würde es bestenfalls verzögern, denn dann kommt mit Sicherheit irgendwann die Aufforderung per Briefpost.
 

papalapap

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weißt du, wo ich das nachlesen kann?
muss ich einfach als Selbsständiger einfach alle Konten dauerhaft offenlegen?

Weil bei nicht-Selbsständigen werden nur die Wochen vor dem WBA abgefragt...

Daher erschließst sich mir auch nicht die Logik, als Selbsständiger plötzlich etwas anderes zu müssen, was nichts mit der Selbsständigkeit zu tun hat..

und danke für deine Antwort!!
 

Couchhartzer

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weißt du, wo ich das nachlesen kann?
Die jeweils zugehörigen Kontonummern kannst du auf Kontoauszug und auf Karte nachlesen und dort stellst du dann fest ob sie voneinander abweichend und damit auf getrennte Kontenführungen hinweisend, oder zusammengehörend gleich zu nur einem Konto sind.

als Selbsständiger plötzlich etwas anderes zu müssen, was nichts mit der Selbsständigkeit zu tun hat..
Und wie sollte ein Sachbearbeiter am JC erkennen können, dass nicht noch eventuell andere Einkommen zufliessen, wenn man ihm einen Teil dazu nicht vorlegt / nicht vorlegen will?
Da du vom JC etwas willst, wirst du wohl um entsprechende notwendige Nachweise nicht herumkommen, oder wirst bei Verweigerung der Vorlage damit rechnen müssen, dass dir beatragte Leistungen ganz / teilweise abgelehnt werden.
 

TazD

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Auf der Kreditkarte gehen keinerlei Gewerbe-relevanten Geldflüsse ein.
Genau diese Prüfung ist Sinn & Zweck der Forderung. Du weißt, dass dort keine relevanten Geldeingänge vorhanden sind, der SB aber nicht und der sieht nur, dass da eine Kreditkarte vorhanden ist. Also fordert er die Auszüge an.
 

papalapap

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ok

danke - das hilft mir weiter!!

denn es ist so:
ES KÖNNEN REIN THEORETISCH DORT KEINE EINFLÜSSE VON AUSSEN ZUGEHEN - DAS MACHT DIE BANK NICHT!!

Erkennen kann SB es anhand eines Bestätigungsschreiben der Bank, dass dies so ist, welches er von mir bekommt...

ist so viel weniger Aufwand

...auch weniger Aufwand für den SB!
 

TazD

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Ich würde mich als SB fragen, warum der LE da so ein Aufhebens drum macht, dass die Kontoauszüge nicht vorgelegt werden müssen und sich so vehement dagegen wehrt. Ein solches Schreiben der Bank würde mich erst recht misstrauisch machen.
Du gehst also lieber zur Bank und wirst dort vorstellig, mit der Gefahr, dass sich die Bearbeitungszeiten weiter hinauszögern anstatt einfach die Kontoauszüge vorzulegen?
 

papalapap

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Anruf - Email --> 5 minuten

alle 6 Monate Kreditkarten abrechnungen finden, herunterladen und an JC schicken deutlich mehr!


Es geht ja nicht um eine einmalige Geschichte - hatte sie bereits einmalig eingereicht woraufhin dann ein Anfrageschreiben kam, warum auf meinem Konto nur unverständliche Buchungen seien, deren Bezug zu meiner Selbsständigkeit nicht hergestellt werden könne......
 

Couchhartzer

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Es geht ja nicht um eine einmalige Geschichte
Stimmt.
Wenn man es sich selber sehenden Auges mit Geheimniskrämereien durch Nichtvorlage der gewünschten Belege so schwer macht, geht es im ungünstigsten Fall aller Wahrscheinlichkeit nach irgendwann um dauerhafte Schwierigkeiten mit eventuellen Leistungskürzungen / Leistungseinstellungen / Leistungsrückforderungen.
Aber es darf sich ja gottseidank jeder selber sein eigenes kleines Abenteuer aussuchen und ausleben, wenn man glaubt alles besser zu wissen und zu können. ;)
 

papalapap

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Ist das dein/euer Ernst??

Es geht doch nicht um Geheimniskrämerei?

Warum soll ein SB halbjährlich seitenweise Abrechnungen diverser Kleidungs-, Bücher-,Supermarkt-,......................................................-Einkäufe durchsehen wollen, ob sich irgendwo darin ein Rechnungseingang befindet, wenn er es auf einer Seite lesen kann, dass dies technisch unmöglich ist???????????????

Oder meint ihr wirklich, ihm liege so viel daran, meine Kondom-Großbestellungen, Sextoy-, Pornoflatrates und co. nachzuvollziehen ;-P
 

Couchhartzer

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wenn er es auf einer Seite lesen kann, dass dies technisch unmöglich ist
Was aber nicht technisch unmöglich ist, ist die aufladende Bareinzahlung auf der Karte, mittels Einzahlungsautomat bei den Banken.
Und zumindest um diese eventuellen Bareinzahlungen mit den Abhebungen auf den Girokonto abzugleichen und ggf. Unregelmäßigkeiten in den Beträgen zu entdecken, die nicht miteinander in der Höhe der Abhebungen auf dem Girokonto korrespondieren können, muss der Kartenverlauf gesichtet und geprüft werden.
Ob dir das nun in den Kram passt oder nicht ist dabei völlig belanglos, bzw. wenn du es verweigerst ist eben Ende Gelände mit Leistung.
Ist aber deine Entscheidung, genauso wie es deine Konsequenz ist, was daraus entstehen kann.
So einfach ist das.
 

papalapap

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Diese Angaben dürftest du schwärzen.
Ist das nicht das gleiche: Geheimniskrämerei??

Ich darf also alle Ausgaben schwärzen - oder was konkret darf ich schwärzen?

Letztendlich habe ich damit ja dann Extra-arbeit und hier könnte ich den Verdacht der Geheimniskrämerei noch mehr nachvollziehen, als bei der Aktion, die das ganze ganz schlicht vereinfacht..

Und was haben Geldeinzahlungen über Bankautomaten damit zu tun?
Das könnte auch nur ich machen und niemand, der mir eine Rechnung begleicht..??
Es geht ja nicht um die Vermögensprüfung, sondern um meine Gewerbe-Bilanz..!
 

TazD

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Ist das nicht das gleiche: Geheimniskrämerei??
Nein. Es ist ein Unterschied, ob du kraft eigener Wassersuppe irgendwelche Geheimniskrämerei betreibst oder ob du kraft Gesetzes den Schutz deiner personenbezogenen Daten in Anspruch nimmst.

Ich darf also alle Ausgaben schwärzen - oder was konkret darf ich schwärzen?
Was du konkret schwärzen darfst, ergibt sich aus dem § 67 SGB X. Zumindest war das in der bis 24.05.2018 gültigen Fassung wortwörtlich geregelt. Ungeachtet dessen, kann diese Norm immer noch als Grundlage herangezogen werden, weil eine Änderung nur aufgrund des Inkrafttretens der DSGVO erfolgte. Der Schutzgehalt und Schutzzweck ist identisch geblieben.

§ 67 Abs 12 SGB X a.F.
Besondere Arten personenbezogener Daten sind Angaben über die rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiö¶se oder philosophische Überzeugungen, Gewerkschaftszugehörigkeit, Gesundheit oder Sexualleben.
 

papalapap

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Was aber nicht technisch unmöglich ist, ist die aufladende Bareinzahlung auf der Karte, mittels Einzahlungsautomat bei den Banken.
Falsch!
genau das ist auch technisch unmöglich!

Was geht ist, Geld am Automaten auf das Girokonto und von dort auf die KK.

Geld auf die KK geht außschließlich über das Girokonto.....

Ich hoffe SB ist in dieser Hinsicht etwas pragmatischer...
 
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Couchhartzer

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Geld auf die KK geht außschließlich über das Girokonto.....
Das wird dein SB sicherlich nicht einmal ansatzweise glauben, denn es ist bekannt, dass man auch Aufladung der Prepaid-Kreditkarte durch Bareinzahlung <~ (und das ist nur eines der auffindbaren Beispiele) tätigen kann und damit an den Umsatzübersichten des Girokontos vorbei Gelder auf diese Karte transferieren kann.
Da nun alles gesagt ist, mach einfach wie du es besser zu wissen glaubst und willst und lebe dann einfach mit dem Ergebnis, welches dabei ggf. herauskommt (du hattest ja nun alle notwendigen und warnenden Ratschläge bekommen!), denn dein hartnäckiges Gegenanreden wird wohl auch deinen SB stutzig machen und dann neugieriger werden lassen. ;)
 

Ångström

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Das wird dein SB sicherlich nicht einmal ansatzweise glauben, denn es ist bekannt, dass man auch Aufladung der Prepaid-Kreditkarte durch Bareinzahlung <~ (und das ist nur eines der auffindbaren Beispiele) tätigen kann
Der geneigte TE hat es zwar nicht erwähnt, aber ich erahne, daß er Kunde der DKB Bank ist. Dort sind Girokonto und Kreditkarte quasi eins. Es handelt sich - sowie ich das verstehe - nicht um einen Prepaid-Kreditkarte. Insofern kann er auch keine Bargeldbeträge direkt auf die Karte buchen.
 
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