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Gewaltausbrüche bei Demonstration in Rostock

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#2
na also, es geht doch!

Ich stelle mir gerade vor, es würden 80000 Menschen auf die Strasse gehen, um gegen Hartz4 zu demonstrieren!
Das wird wohl nach den Erfahrungen, die ich hier im Forum gemacht habe, ein Traum bleiben! Es liegt nicht an den Betreibern der Seite, die fordern immer und immer wieder zu Aktivitäten auf!
Es liegt an denen, die erst alles zerreden und ausdiskutieren müssen!
Hoffentlich diskutiert ihr nicht in ein paar Jahren im Arbeitslager weiter, was man denn nun machen soll!

Von Gewaltaktionen möchte ich mich distanzieren! Ich halte aber nicht die andere Backe hin, wenn man mich bereits auf die eine geschlagen hat!
 

Dopamin

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#3
Ich stelle mir gerade vor, es würden 80000 Menschen auf die Strasse gehen, um gegen Hartz4 zu demonstrieren!
Diese Anzahl müsste ALLEINE aus Berlin kommen, oder Hamburg oder München, oder... Nein, ich zeige nicht mit dem Finger woanders hin, aber wenn ALLE aus Kiel sich zusammenfänden, kämen wohl keine 30 tsd zusammen...
Das wird wohl nach den Erfahrungen, die ich hier im Forum gemacht habe, ein Traum bleiben! Es liegt nicht an den Betreibern der Seite, die fordern immer und immer wieder zu Aktivitäten auf!
Wie die Waschen & Rasieren Aktion in Mainz? Leider konnte ich mir die vorab entstandenen Diskussionen nicht mehr durchlesen, allerdings die Diskussion, die im Nachhinein entstand... Wo war die Ankündigung in diesem Forum eigentlich, anlässlich der Demo zur Karlspreisverleihung an Solana in Aachen? Vielleicht wären da mehr als 70 Leute zusammengekommen, wenn genügend davon gewusst hätten und schliesslich hat Martin da auch ein Rede gehalten...
Es liegt an denen, die erst alles zerreden und ausdiskutieren müssen!
Hoffentlich diskutiert ihr nicht in ein paar Jahren im Arbeitslager weiter, was man denn nun machen soll!
Ich diskutiere die Nutzen/Risiken, die Aktionen haben können, z.B. WIE überzeuge ich einen Menschen, der denkt, alle Erwerbslosen seien faul, vom Gegenteil?... Es gibt viele Wege die nach Rom führen, und leider keinen Königsweg... Arbeitslager, na ich hoffe doch mal das genügend Menschen aus der Geschichte gelernt haben, aber aufgemerkt, ich teile deine Zweifel manchmal, dass dem so ist...

Von Gewaltaktionen möchte ich mich distanzieren! Ich halte aber nicht die andere Backe hin, wenn man mich bereits auf die eine geschlagen hat!
Das unterschreibe ich sofort - Gewalt ist KEINE Lösung!!!

Dopamin
 
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#4
Gewalt ist keine Lösung; wird womögl. von Medien gern gesehen.

Diese Anzahl müsste ALLEINE aus Berlin kommen, oder Hamburg oder München, oder... Nein, ich zeige nicht mit dem Finger woanders hin, aber wenn ALLE aus Kiel sich zusammenfänden, kämen wohl keine 30 tsd zusammen...
Wie die Waschen & Rasieren Aktion in Mainz? Leider konnte ich mir die vorab entstandenen Diskussionen nicht mehr durchlesen, allerdings die Diskussion, die im Nachhinein entstand... Wo war die Ankündigung in diesem Forum eigentlich, anlässlich der Demo zur Karlspreisverleihung an Solana in Aachen? Vielleicht wären da mehr als 70 Leute zusammengekommen, wenn genügend davon gewusst hätten und schliesslich hat Martin da auch ein Rede gehalten...
Ich diskutiere die Nutzen/Risiken, die Aktionen haben können, z.B. WIE überzeuge ich einen Menschen, der denkt, alle Erwerbslosen seien faul, vom Gegenteil?... Es gibt viele Wege die nach Rom führen, und leider keinen Königsweg... Arbeitslager, na ich hoffe doch mal das genügend Menschen aus der Geschichte gelernt haben, aber aufgemerkt, ich teile deine Zweifel manchmal, dass dem so ist...

Das unterschreibe ich sofort - Gewalt ist KEINE Lösung!!!

Dopamin
Aw.:
Gewalt ist keine Lösung. Gewaltszenen werden womöglich auch nur von Medien gern aufgezeichnet, um den Regierenden Skandalverwaltern :)unsere Regierungen in Ländern und Bund) eine Bestätigung für ihre Polizeianforderungen zu liefern... ausserdem um auf Putins Russland eine Antwort zu haben, dahs die Aufrüstung des Gipfels und die Polizeiformationen hier NOTWENDIG SEIEN, da es sich bei den Deutschen, wenn sie denn mal demonstrieren, um Verbrecher (Kriminalisierte also) handelt. Angela Merkel ist sowieso schon in Erklärungsnot gefallen. ... ...
Alles erinnert ein wenig an Brokdorf und Kalkar etc.-
Was wir aber wohl tun sollten, ist die eigene Bewusstseinsbildung zu verbessern, damit die Front der G8-Gegner, also die Bewegung gegen die Globalisierung - letztere nützt nur den Grohskonzernen der G8 Staaten, aber auch nur so lange, wie die Übersättigung der weltweiten (neokolonialen) Märkte noch nicht erreicht ist - entsprechend verbreitert wird.
DIE EIGENEN ARBEITS-INTERESSEN WAHRNEHMEN!

Den Arbeitern - einschliesslich Angestellten und Bauern wird vorgeworfen, was Arbeitgeber und Geldhalter als heilig verbrämen, nämlich AUF IHREN VORTEIL ZU SEHEN.

Die Arbeitgeber und Geldhalter als die zur Zeit herrschenden Kräfte haben aus dem Profitstreben eine heilige Kuh gemacht.
Kommen aber Werktätige und stellen ihre Forderungen, nämlich auf Anteile an dem, was sie erarbeiten, dann spricht man von einem anscheinend als "bösartig" dargestellten "Verteilungskampfdenken".
Also wenn alles, einschliesslich der so genannten Erdnüsse der Deutschen Bank, in die Taschen der Arbeitgeber und der Geldhalter fliesst, dann ist das ein sakrosankter Profit, ist Lebensborn, Segen und vergöttlichtes Abendland, zu dessen Apotheose sich die Priester des Goldenen Kalbs auf dem Boden in Verzückungsorgien bespritzen.

Wenn aber, wehe wenn aber der Bauer, der Arbeiter und der Angestellte höhere Forderungen stellen, einen besseren Preis also für ihre Arbeit erzielen wollen, ja überhaupt erst einmal auf gesicherten prozentualen Anteil an den Erlösen der Erarbeitung und damit in Zusammenhang auf Beendigung der Arbeitslosigkeit für so viele der ihren drängen, dann ist das verbrecherisch, ist "kommunistisch", ist verwerflich, ist mies, ist ausgestorben, so Originalton zB. ZDF, ARD, RTL, Pro7, SAT1 usw. (denn wir haben ja keinen eigenen, UNSERE Interessen vertretenden Sender, nur verfassungsschutz-bespitzelte und von Jauchewerbung zerfressene Ausbeutersender).

Dieser ständige Tenor der Arbeitsmittelbesitzer und Geldhalter-Magnaten, der in den letzten Jahren im Fernsehen und in der Presse Purzelbäume des Schwachsinns geschlagen hat, bei denen auch immer irgendwelche Vertreter der Jiurnallie herumgeistern, die als abendländisch hochstilisierte offizielle Vertreter des gestelzten Grohskapitals da herumwabern und vorgeben, das Volk bilden zu wollen, ja es selbst zu sein, ohne dahs auch nur eine einzige dieser Zeitungen auch nur entfernt in der Hand des Volkes ist, dieser Abschaum der Menschheit, dieser Geifer einer ausbeuterischen Schlangenbrut kann uns nicht länger täuschen! --
Diese ehrlosen Vertreter des dekadenten Schrumpf-Raubrittertums, die sich als perverse Papiertiger aufbauschen, haben nur eines vor, ihnen geht es darum -- wie sie auch schön selbst tönen -- auszuloten, wie weit man die Wähler hinters Licht führen könne, ohne dahs dieselben es merken.

Der Wähler soll nicht merken, dahs seine Stimme gar keinen Wert hat, da schon vorher alles GESCHOBEN wird, zwischen den Parteilenkern und zwischen den Parteibonzen hin und her ((Diese Bemerkung war schon einmal zutreffenderweise Okt. 1997 gemacht worden, und das Ergebnis haben wir ja: Immer noch die gleiche Massenarbeitslosigkeit und Herabstufung der menschlichen Arbeit, immer noch die gleiche Bodenspekulation sowie Zins- und Mietwucherdiktatur und das in Trilliarden-Dollar-Höhe herumschwappende Börsenspekulationskapital weltweit sowie nicht die entfernteste Waffenfabrikationskontrolle und immer noch keine Rüstungsagenten-Beobachtung, Auch die Atomkraftwerke lümmeln sich weiter in der Landschaft, etc. pp. Alles wie gehabt.))

Dahs man mit dieser bereits vor den jeweiligen Wahlen getätigten Schieberei einen faschistoíden Weg eingeschlagen hat, man sich also in Wahrheit durch solche leider allüblichen, heimlichen Kungeleien über die Demokratie lustig macht, ist den Herren "Abendländern" schnurz und piepe, sie haben sowieso noch nie etwas von Demokratie gehalten: DER MENSCH HAT STRAMM ZU STEHN UND STRAMM ZU LIEGEN, BIS INS GRAB. So will es alter Väter Brauch und Sitte (behaupten sie).
Und die vor ihnen auf dem Bauch rutschenden, deren heruntergefallene Brosamen pickenden Jiurnalisten hätten es zusammen mit ihren "Arbeitgeber"- und Geldhalter-Auftraggebern wohl am liebsten, wenn die menschlichen Arbeiter und Angestellten alle durch Bildrechner und Maschinen-Selbststeuergeräte ersetzt würden, damit die Arbeitsmittelbesitzer und Geldhalter-Magnaten global überhaupt nichts mehr an Löhnen und an Lohnnebenkosten sowie Sozialabgaben auszulegen hätten. Die Steuern würden sie auch nicht mehr zu bezahlen brauchen -- abgesehen von Zahlungen für eine gewisse Truppe zur periodischen Zerstörung (etwa alle 20 - 30 Jahre, in letzter Zeit auch in immer kürzeren Abständen!) von Kulturlandschaften und Gebäuden -- im jeweiligen Feindesland, versteht sich -- damit ein neuer Aufbaubuhm kommt. Kriege anzuzetteln ist ja ihre besondere Stärke. Und sie finden ja auch immer bereitwillige Monsterkopf-Idioten, die bei der Verhetzung der Völker hurraschreiend mitmachen und die entsprechenden Kriegsgründe gleich mitliefern.

Könnte es sein, dahs die Moderatoren und Jiurnalisten, also die ganze Jiurnallie, falls nicht sowieso der besseren Vertretung der Ausbeuterinteressen wegen vorher in entsprechenden Schulungskursen wohlweislich völlig enthirnt, total vergessen haben,
dahs es bei Abschaffung der Arbeitsmöglichkeiten und bei Endsäuberung der Landschaften von Menschen dann auch kein Volk mehr gibt, da ausgestorben worden, also KEINE KÄUFER für all die superschönen Dinge mehr da sind, die die Auftraggeber der Jiurnallie, nämlich die Arbeitsmittelbesitzer und Geldherren herstellen lassen, da sie nur noch mechanische und automatische Sklaven (Roboter und Automationsgeräte) beschäftigen?!

Diese Fatalität können dieselben auch nicht dadurch wettmachen, dahs sie von Zeit zu Zeit ein menschliches Päärchen auf dem Mars oder Mond unter einer Glasglocke aussetzen. Denn das sind zwar teure, aber zu wenige Abnehmer für die Waren, die ihrem System zufolge ja gegen Geld profitabel und en masse VERKAUFT werden müssen! --
Also eine Rest-"Gesellschaft" eugenischer Art mit hohen Ansprüchen funktioniert nicht bei Fehlen eines kaufbereiten Volkes, bzw. bei Fehlen von dessen Kaufkraft, die das Volk dann nämlich nicht mehr haben kann (sofern überhaupt noch existent), wenn es ohne Arbeit ist, nicht nur hier, auch weltweit ohne Arbeit!

Also! War wohl nichts mit der PROFITgesellschaft, hein??-??--!!
-
Wir haben es satt, uns von Börsensturz zu Börsenkrach bis hin zu allfälligen Wirtschaftszusammenbrüchen herumzuschlagen, bis es für alle zu spät ist. --

Wir sind für Konkretes und Pragmatisches, solange es auch getan wird und nicht nur zur Gehirnverkleisterung und Verdummteufelung der Bürger in endlosen Palavern totgeredet bzw. bis zur Unkenntlichkeit zermatscht wird. ---
Schalom! Salaam! Saluton! ---hdito
 

Martin Behrsing

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#5
... Wo war die Ankündigung in diesem Forum eigentlich, anlässlich der Demo zur Karlspreisverleihung an Solana in Aachen? Vielleicht wären da mehr als 70 Leute zusammengekommen, wenn genügend davon gewusst hätten und schliesslich hat Martin da auch ein Rede gehalten...

Dopamin
Diese Aktion wurde sogar als Newsletter an alle versendet und wurde hier auch angekündigt. allerdings war es schon klar, dass Aachen nicht gerade der Nabel der Welt ist und deshalb auch nicht so viele kommen konnten.
 

redwitch

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#6
Es ist schon denkwürdig, dass genau zum 2. Juni, dem vierzigsten Jahrestag, an dem am Rande einer Demonstration in Berlin Benno Ohnesorg durch den Schuss eines Polizisten getötet wurde, wieder eine Stimmung angestachelt wird, die den Demonstranten eine Kollektivschuld an den Gewaltausschreitungen zuzuweisen versucht. Damals hetzten vor allem die Springerzeitungen auf. Man muss aus der Berichterstattung der Leitmedien über das zurückliegende Wochenende leider den Eindruck gewinnen, dass die Schwarz-Weiß-Malerei in den meisten Medien wieder das (damalige) Springer-Niveau erreicht hat.
Da wird ein Zitat aus einer Rede des Soziologieprofessors Walden Bello, den Irak-Krieg „right into this meeting“ zu bringen, zur Nachrichtenagentur-Schlagzeile “Wir müssen den Krieg in diese Demo tragen”, und in vielen Medien wird das ungeprüft zitiert.
(Bei aller Kritik an der Berichterstattung von Spiegel Online soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Redaktion bedauert, die fehlerhafte Übersetzung von dpa übernommen zu haben. Attac zitiert Bello folgendermaßen: “Today, we do not marginalize the issue of war […], but make it central to our demands. We say, the US and Britain must withdraw from Iraq immediately.”)
Da werden Bilderserien verbreitet, die Rostock im Bürgerkrieg zeigen, aber kaum eine Zeile wird über die Inhalte der Reden auf den verschiedenen Veranstaltungen oder über die Ziele der vielfältigen Gruppen von Demonstrationsteilnehmern verloren.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=2386#more-2386
 

annette

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#7
Da werden Bilderserien verbreitet, die Rostock im Bürgerkrieg zeigen, aber kaum eine Zeile wird über die Inhalte der Reden auf den verschiedenen Veranstaltungen oder über die Ziele der vielfältigen Gruppen von Demonstrationsteilnehmern verloren.
Und Kritik an ihrer eigenen Berichterstattung lässt SPON kaum zu. Ich hatte gestern versucht einen kritischen Beitrag zum diesem dämlichen Rundumschlag von Rainhard Mohr, s. http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,486343,00.html ins Spiegel-Forum zu posten. Mein Beitrag mit einer wirklich harmlosen Kritik, nämlich, dass Tobias Pflüger dort nicht als Sprecher von Attac aufgetreten ist und er zudem die folgenden Eskalationen zum Zeitpunkt der Auftaktkundgebung noch nicht vorausahnen konnte, wurde sofort einkassiert. Wozu betreibt SPON denn dann überhaupt ein Leserforum, wenn kritische Anmerkungen und Richtigstellungen zu ihrer Berichterstattung sofort zensiert werden? :icon_dampf: :icon_tonne:
Ach ja, dass die Polizei auch selbst öfters provoziert, habe ich auch noch geschrieben, vielleicht war das der Stein des Anstoßes.

Interessanter und aufschlussreicher, als sich weiter an Spiegel und Spiegel-Online abzuarbeiten, sind allerdings diese beiden Video-Beiträge von g8-tv:

titel des videoclips: Black Block in Rostock
--: -
beschreibung: Auf der Anti-G8-Demonstration am 2. Juni gab es einen Schwarzen Block mit 2000-3000 TeilnehmerInnen, der vermummt gelaufen ist. Waehrend der Demo gab es mehrere kleine Konfrontationen mit der Polizei und die Fenster einer Bank wurden eingeschmissen. An dem Platz, wo die Abschlusskundgebung stattfinden sollte, parkte eine einzelne Polizeiwanne. Der Plan ging auf und ein paar Leute haben den Bus demoliert und damit der Polizei eine Legitimation fuer ihre massive Praesenz gegeben und die Abschlusskundgebung anzugreifen.
Aber warum vermummen sich die Leute eigentlich auf einer Demonstration?
---: -
kategorie: kurzdoku
----: -
clipinfo: http://g8-tv.org/clip.php?clipId=1685
und

titel des videoclips: Polizei attakiert Abschlusskundgebung
--: -
beschreibung: Rostock, 2.6.2007 - Grossdemo --- Ein Anwohner kommentiert - Format 16:9 im download
---: -
kategorie: kurzdoku
----: -
clipinfo: http://g8-tv.org/clip.php?clipId=1692
 
E

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#8
Aber warum vermummen sich die Leute eigentlich auf einer Demonstration?
Junge Polizeianwärter? Wohl nicht alle, aber einige "agents provokateurs" werden wohl schon dabei gewesen sein.
 

redwitch

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#9
ein m.E. treffender Kommentar auf eine Kritik von M. Bartels

Aber auch die Veranstalter der Demonstration müssen sich die Frage gefallen lassen, wie es sein kann, dass die Demonstration von Gewalttätern unterwandert und missbraucht werden konnte. Wie konnte es sein, dass die Veranstalter der Demonstration sich nicht des schwarzen Blocks entledigen konnten? Wenn es die Veranstalter geschafft haben, sich von Gewalttätern im Nazi-Outfit zu distanzieren, wieso haben es die Veranstalter dann nicht geschafft, sich von Gewalttätern des “Schwarzen Blocks” ähnlich entschieden zu distanzieren?
Zunächst: ich bin gegen Gewalt. Aber muss ich das immer betonen? Muss ich, bevor ich eine Kritik vorbringe erklären, dass ich die Verfassung und geltendes Recht respektiere, niemanden töten oder verletzen will, das Rotlicht im Strassenverkehr beachten werden und mich nicht dope? Muss ich, bevor ich mich äußere erklären, dass ich meine Kinder nicht schlage? Nein, das muss ich nicht. Das muss niemand, der etwas sagen oder kritisieren will. Ich distanziere mich ja auch nicht von der Politik neoliberaler Parteien, obwohl ich daran, und vor allem an den Folgen, einiges auszusetzen habe. Eine Demonstration ist völlig legitimer Ausdruck von Kritik, einer Position zu bestimmten Sachverhalten. Da muss sich keiner von Leuten distanzieren, die im Schutze von Demonstrationen Bambule wollen. Das kann ja nun aber nicht bedeuten, dass jeder, der das Recht auf Demonstration in Anspruch nehmen will, davon abläßt, weil sich das seitens der Veranstalter nicht verhindern läßt. Die Aufforderung sich zu distanzieren betrachte ich als Versuch mich in eine Reihe mit Gewalttätern zu stelle. Das ist ziemlich infam. Zumal ich deutlich weniger auf dem Kerbholz habe, nämlich gar nichts, als der durchschnittliche Politiker. Habe ich je von einem dieser Politiker verlangt, sich von bestechlichen Betrügern und Verfassungsfeinden in den eigenen Reihen zu distanzieren?
Vielleicht hast Du ja einen Vorschlag zu machen, wie das “Entledigen” funktionieren soll. Sollen friedliche Demonstranten etwa anfangen auf jeden einzuschlagen, der eine schwarze Jacke trägt? - Zwei meiner Lederjacken sind übrigens auch schwarz. - Mehr als verbal deutlich zu machen, dass man friedlich demonstrieren will, ist schlicht nicht drin. Und solange Politiker und Polizei Demonstrationen schon im Vorfeld kriminalisieren und Bürger, die die herrschende Politik für untragbar halten, schikanieren, anstatt sie bei der Ausübung ihrer Bürgerechte vor gewaltätigen Störern zu schützen, solange werden Gewalttäter von Demonstrationen magisch angezogen werden. Das kann aber wohl nicht bedeuten, dass man auf das Recht verzichtet, seine Meinung auch denen zu sagen, die abgehoben eine Politik machen, die man für schädlich und falsch hält.
http://www.mein-parteibuch.com/blog...des-g8-protests-verantwortlich/#comment-32113


als Fazit ist wieder Mal leider festzuhalten, dass die Massenmedien ihre Funktion erfolgreich ausgeführt haben, nämlich als 'Nachrichtenmacher' (das muss man buchstäblich nehmen) und 'Bilderzeuger' den Millionen ins Haus die 'Wirklichkeit' geliefert zu haben, die den Interessen der Mächtigen entspricht.

Es ist davon auszugehen, dass diese von den Medien erzeugte 'Wirklichkeit' schon vorher feststand, ehe sie tatsächlich statt gefunden hat. Das ist nicht 'verschörungstheoretisch' gemeint - obwohl es Quellen gibt, die von gezielten Provokationen oder Infiltrationen schreiben. Dafür habe ich keine Belege. Aber Belege gibt es wohl im Überfluß für die verkürzte, einseitige und verfälschende Darstellungen in Wort und Bild durch die Massenmedien, die den Protest an sich zum Ausdruck von 'Chaotengewalt' reduzieren und seine Inhalte verschweigen.

So sieht in unserer simulierten Demokratie 'Pressefreiheit' aus: Die Freiheit der Vemögende mit Hilfe ihrer massenmedialen Lakaien die Welt, die ihren Interessen entspricht, in Wort, Schrift und Bild zu jedem Augenblick millionenfach ins Bewußtsein der Menschen einzutrichtern.
 

redwitch

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#10
eine Rede von Tobias Pflüger

Innenminister Wolfgang Schäuble und Teile der Polizei werden alles tun, damit sie die Bilder bekommen, die sie wollen. Sie wollen Bilder von gewalttätigen Demonstrant/inn/en, damit sie uns diskreditieren können.

Doch von wem geht die Gewalt denn wirklich aus? Wir kennen es aus München von den Demonstrationen gegen die Sicherheitskonferenz: Die Gewalt geht von staatlichen Behörden aus, direkt und strukturell. Gewalt geht aus, direkt von staatlichen Behörden durch Panikmache und durch schlägernde Polizei (nicht alle Polizisten sind so, aber es gibt viel zu viele, auch dazu abgerichtete Polizisten, die eben von sich aus auf Demonstrant/inn/en einschlagen.)

Das Szenario, das Innenminister Herr Schäuble, die Bundesanwaltschaft und die G 8 Sonderpolizei Kavala vor den Gegenaktivitäten gegen den G 8 Gipfel verbreitet haben, ist einer wirklichen Demokratie nicht würdig. Das sind Zustände eines Polizeistaates. Und, das sage ich ganz klar: Einen Polizeistaat wollen wir hier nicht! Wir werden alles tun, dass diese polizeistaatlichen Methoden nicht noch mehr um sich greifen!

Um es deutlich zu sagen: Die meiste Gewalt geht bei doch bei denen, die einen solchen Polizeistaat aufbauen, im eigenen Kopf ab. An Herr Schäuble, Frau Harms und alle die anderen: Stoppen sie endlich ihre Gewaltphantasien und gehen sie in psychiatrische Behandlung, aber lassen sie uns und vor allem die Demokratie in Ruhe!

Die wirklichen Gewalttäter treffen sich hinter dem Zaun in Heiligendamm. Die 8 Staats- und Regierungschefs der G 8 Staaten, die sich in Heiligendamm auf Einladung von Angela Merkel treffen, sind diejenigen, die für die meisten Kriege dieser Welt verantwortlich sind. Die weltweiten Ausgaben für Rüstung betrugen allein im Jahr 2005 über 1 Billion Dollar. Die Regierungen der so genannten G 8 Staaten sind verantwortlich für 90 % dieser Rüstungsausgaben. Und Rüstung wird eingesetzt für Krieg. Beendet endlich diese immensen Ausgaben für Rüstung!

Somit ist es richtig vom G 8 Treffen als dem Treffen der Kriegsherren und -damen dieser Welt zu sprechen. Diese Kriegsherren und - damen stecken hier in Heiligendamm ihre Claims untereinander ab.

....
http://www.imi-online.de/2007.php3?id=1573
 

annette

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#11
ein m.E. treffender Kommentar auf eine Kritik von M. Bartels
Der Kommentar ist sehr gut. Im Moment ist gewissen Medien ja jedes Mittel recht, um die Organisatoren der Demo in Misskredit zu bringen, entweder waren sie zu naiv, weil sie Lage im Vorfeld anders eingeschätzt hatten oder sie haben den Medien einfach nicht genügend Hilfspolizei gespielt, um den Schwarzen Block von der Demo fernzuhalten. Abgesehen davon, dass das ein völlig unrealistisches Unterfangen ist.

Es ist davon auszugehen, dass diese von den Medien erzeugte 'Wirklichkeit' schon vorher feststand, ehe sie tatsächlich statt gefunden hat. Das ist nicht 'verschörungstheoretisch' gemeint - obwohl es Quellen gibt, die von gezielten Provokationen oder Infiltrationen schreiben. Dafür habe ich keine Belege.
Belege dafür zu finden, ist natürlich schwierig, außer man war selbst Augenzeuge des Geschehens, aber es gibt sehr wohl einige Indizien, die darauf hindeuten, wie in den verlinkten Videoclips einige Beiträge vorher,
dargestellt.
 

redwitch

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#15
Ein Gespräch mit Tim Laumeyer
Im Internet kursiert ein Video, das eine wie inszeniert wirkende »Prügelei« zwischen einem Vermummten und einem Zivilisten zeigt. Außerdem sollen die »ersten Steinewerfer« am Vorabend mit Polizeieinsatzleitern in einem Lokal gesehen worden sein. Waren in Rostock sogenannte Agents provocateurs im Einsatz?

Ich habe dazu keine Kenntnisse. Ohnehin rate ich bei dieser Thematik zur Vorsicht, solange es keine handfesten Beweise gibt. Denn auf der anderen Seite sollte nicht vergessen werden, daß es in der linksradikalen Szene in der Tat auch Protagonisten gibt, die Straßenschlachten, »Entglasungen« und ähnliches als politische Ausdrucksform für richtig halten.

Für diese war dann also die Attacke der Berliner Einsatzhundertschaft ein willkommener Vorwand, selbst loszuschlagen?

In diesem Falle würde ich eher von Zurückschlagen sprechen. Die Brutalität der Beamten war durch nichts zu rechtfertigen. Gleichwohl existierte auch bei dieser Demo ein Potential an Menschen, denen Bündnisarbeit ab einem gewissen Punkt weniger wichtig ist als die eigenen Ausdrucksformen.
ich halte das für gefährlich, da das unbedingte Feshalten an solchen 'Ausdrucksformen' letzten Endes nur den politischen und massenmedialen Scharfmachern nützt
 

redwitch

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#16
Mit umfassenden Grenzkontrollen riegelt Deutschland den freien Zugang zu Protesten gegen den morgen beginnenden G8-Gipfel ab. Nach Informationen dieser Redaktion wurden bis Mitternacht etwa 800.000 Reisende erfasst. Eine unbekannte Anzahl ausländischer Besucher ist verhaftet worden, anderen bleibt der Aufenthalt in der Bundesrepublik untersagt. Am G8-Tagungsort wurde ein faktisches Demonstrationsverbot verhängt. Oppositionelle sollen 24 Stunden vor Erscheinen an beabsichtigten Demonstrationsplätzen ihre Personalien der Polizei übergeben. Gruppierungen von mehr als 15 Personen werden am Sperrzaun vor dem Tagungsgelände nicht geduldet. In eigens eingerichteten Auffanglagern warten polizeiliche Spezialkräfte auf die Festsetzung großer Menschenmengen. Die Unterdrückung von Grundrechten führt zu Gewaltexzessen. Wie Presseaufnahmen zeigen, gehen staatliche Greiftrupps im Sturmschritt gegen passive Demonstrantengruppen vor und treten auf hilflose Personen ein. Teile der deutschen Regierung verlangen eine Verschärfung des Repressionskurses, der ein Schlaglicht auf den inneren Zustand der Bundesrepublik wirft.

Ungeschnittene Videobänder vom Montag zeigen polizeiliche Greiftrupps in martialischer Uniform, die gegen passive Demonstranten vorgehen. Die im Laufschritt vorstürmenden Uniformierten dringen in Ansammlungen ein und versuchen Festnahmen durchzusetzen. Trotz erhobener Hände oder deutlicher Distanzgebärden werden Personen zu Boden geworfen und geschlagen. Soweit auf den Videobändern erkennbar, handelt es sich um Einsatzgruppen und Sonderkommandos der Berliner Polizei mit den Kennzahlen 24.

...

Zur Eskalation trägt auch die Pressepolitik der Berliner Regierung bei. Nachdem Berichterstatter von den deutschen Geheimdiensten sogenannten Sicherheitsüberprüfungen unterzogen wurden und anschließend ihre Akkreditierung verloren, werden die zugelassenen Pressevertreter jetzt mit teils einseitigen, teils dramatisierenden Informationen versorgt. Über die Anzahl der Demonstrationsteilnehmer bringen die Verantwortlichen Ziffern in Umlauf, die einer objektiven Nachprüfung nicht standhalten und das Protestpotential zu minimieren suchen. Umgekehrt nennen die behördlichen Pressestäbe hohe Zahlen, sobald von verletzten Polizisten die Rede ist. Verlautbarungen über nicht-staatliche Opfer werden den Demonstranten überlassen. Diese konfrontative Pressepolitik mit deutlichem Gegnerprofil zielt nicht nur auf die deutsche Öffentlichkeit; gleichzeitig wird das eigene Repressionspersonal angesprochen. Nachrichten über angebliche Opfer unter den Beamten sind geeignet, staatliche Gewalttäter stärker zu motivieren und ihre Hemmschwellen zu senken. Diese Eskalationsmethode wurde von der deutschen Polizei in der Vergangenheit mehrfach eingesetzt und begünstigte Prügelorgien und Schusswaffengebrauch gegen friedliche Demonstranten.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56870?PHPSESSID=kd3i4j5rot1v19bp3qk9s9vl54
 

wolliohne

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#17
GSG 9 nach Rostock

gerade in den WDR Nachrichten.

Vielleicht Schäuble vorneweg ?
 

redwitch

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#18
apropos Gewalt:

Für mehr als 6 Mrd. Euro haben deutsche Unternehmen 2004 Rüstungsgüter exportiert oder Ausfuhrgenehmigungen erhalten. Damit ist Deutschland einer der größten Waffenexporteur der Welt.
http://www.ftd.de/politik/deutschland/40603.html

diese Gesellschaft unterscheidet zwischen 'guter Gewalt', nämlich solcher, an der einige sehr viel verdienen und die notwendig ist, damit es auch so bleibt, und 'böser Gewalt', die der ersten im Wege steht.
 

a f a

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#22
Ja, die sind wirklich brandgefährlich! :biggrin:
Aber Hallo,

die haben schon einige Cops umgepustet:icon_klarsch:

Gruss
Norbert

Her mit dem schönen Leben
 

redwitch

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#23
Die Debatte über die Anti-G-8-Proteste dreht sich derzeit vor allem um die Gewalt autonomer Gruppen bei der Großdemonstration am Sonnabend in Rostock. Inwiefern gerät dadurch die Polizeigewalt gegenüber Demonstranten in den Hintergrund?

Nach unserer Beobachtung haben sich am Samstag die Demonstranten gegen einen stundenlangen, unverhältnismäßigen Polizeieinsatz gewehrt, bei dem mit unglaublicher Brutalität gegen eine bis dahin weitgehend friedliche Kundgebung vorgegangen wurde. Wir sind im Moment damit konfrontiert, daß im Bewußtsein der deutschen Leserschaft die großformatigen Schlagzeilen der Bild-Zeitung und anderer bürgerlicher Postillen dominieren. Leider ist das Bewußtsein in unserer Gesellschaft noch nicht so weit entwickelt, einzusehen, daß auch Polizisten Straftaten im Amt begehen können.
http://www.jungewelt.de/2007/06-06/033.php
 

kohlhaas

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#24
ein lesenswerter Artikel ...

...

Unnötig auch zu sagen, dass eine an politischer Aufklärung interessierte globalisierungs-
kritische und Friedensbewegung jegliche Gewalt bei Demonstrationen strikt ablehnen
muss. Sie ist darauf nicht angewiesen, weil sie die besseren Argumente hat. Wir wollen a-
ber darüber nicht den Maßstab aus den Augen verlieren, der etwa so lauten könnte: Was
sind ein paar Dutzend Steinewerfer gegen die militärische Gewalt, die täglich in Irak oder
Afghanistan, in Palästina oder in Somalia, in Kolumbien oder in Sri Lanka, in Tschetsche-
nien oder in Pakistan angewandt wird? Was ist die ohnmächtige und hilflose Gewalt der
Pflastersteine gegen die strukturelle Ungerechtigkeit und Gewalt, an der täglich Tausende
Menschen in der Dritten Welt krepieren? Diese bittere Wahrheit des täglichen Massen-
mordes an unschuldigen Kindern, Jugendlichen, Frauen, Kranken, Arbeitslosen und ande-
ren Opfern der neoliberalen Globalisierung sollten die Proteste zum G8-Gipfel zum Aus-
druck bringen.
...
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/themen/Globalisierung/g8-2007/gewalt.html
 

annette

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#27
Gerade läuft bei Christiansen eine Diskussion über den Polizeieinsatz in Rostock, eine Anwältin vom anwaltlichen Notdienst ist dabei, die einige klare Worte zu dem Einsatz gesagt hat. Die anderen Gäste: Baum, Roth, Beckstein, ein Polizeigewerkschafter und ein Polizeiwissenschaftler.

Neben Beckstein tritt vor allem der Polizeigewerkschafter als Scharfmacher auf, so findet er die Polizeikäfige, in denen Leute bis zu zwei Tagen auf engsten Raum gefesselt festgehalten wurden vollkommen okay. :icon_kotz2:
 

redwitch

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#28
Mit Brandanschlägen und empörten Protesten wird im europäischen Ausland auf die Polizeimaßnahmen während des G8-Gipfels reagiert. In Athen und Thessaloniki kam es zu Explosionen vor den Vertriebsstellen deutscher Autohäuser. Auch Einrichtungen der Supermarktkette Lidl und des deutschen Haushaltsgeräteproduzenten Miele gingen in Flammen auf. Die Behandlung der festgesetzten G8-Demonstranten sei "unmenschlich" gewesen, sagt Martin Dolzer vom Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV). Hunderte Demonstranten wurden teilweise tagelang in Käfigen aus Stahldraht interniert, die an entsprechende Einrichtungen des US-Militärs im Vietnam-Krieg und in amerikanischen Sonderlagern erinnern. Hasserfüllte und zynische Kommentare führender deutscher Medien machen gegen die Demonstranten und ihre Unterstützer aus der Popbranche Stimmung. "Personen und Gruppen, die gegen die organisierte Entmenschlichung von Menschen aufstehen (...), werden als Feinde des Systems mit polizeilichen Mitteln der Gewalt bekämpft", sagt Elisabeth Wöckel im Gespräch mit german-foreign-policy.com. Frau Wöckel war theologische Beraterin des brasilianischen Erzbischofs Dom Helder Camara, der gegen die brasilianische Militärdiktatur kämpfte. Der G8-Gipfel endete in einem rechtsstaatlichen Fiasko und mit unverbindlichen Erklärungen der konkurrierenden Industriestaaten: Minimale Klimaschutzziele werden nicht festgeschrieben, sondern lediglich "in Betracht gezogen", Milliardenprogramme für westliche Pharmakonzerne als "Afrika-Hilfe" ausgegeben, die berüchtigten Hedgefonds keinerlei Einschränkungen unterworfen.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/56878
 

annette

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#29
Form von Folter
Nach Auskunft mehrer Rechtsanwälte unterhielt die deutsche Polizei sogenannte Gefangenensammelstellen ("GeSa"), um größere Menschengruppen in mobilen Behelfsunterkünften festzusetzen und schubweise dem Schnellrichter zuzuführen. Fotos, die verdeckt aufgenommen wurden, lassen erkennen, dass es sich um Käfige handelt, die nach Container-Bauweise koppelbar sind und auf einer Einzelfläche von 25 Quadratmetern bis zu 20 Personen beherbergten. "Den Menschen wurde zum Teil regelmäßiges Essen, Trinken und Toilettengang verwehrt", berichtet Martin Dolzer vom Republikanischen Anwältinnen- und Anwälteverein dieser Redaktion.[2] Die Gefangenen waren ohne Unterbrechung greller Beleuchtung ausgesetzt und wurden mit Kameras überwacht - eine "minder schwere Form von Folter", urteilt Dolzer.
Genau dieses hatte auch die Anwältin vom anwaltlichen Notdienst bei Sabine Christiansen berichtet, bevor sie wütend von Beckstein unterbrochen wurde, bzw. von Christiansen abgewürgt wurde. Dennoch dürften es einige Zuschauer mitbekommen haben.
 

Rote Socke

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#30
Die Antwort darauf kann nur noch mehr Gewalt sein... aber richtig!

Das ist meine pers. Meinung.
 

redwitch

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#31
Die Antwort darauf kann nur noch mehr Gewalt sein... aber richtig!
um damit Beckmann & Co tatkräftige Hilfe beim Ausbau der Diktatur, die sie im Sinne haben

warum glaubst du denn wohl, ist es denn diesen Leuten so wichtig, dass es zu Gewalt kommt, so sehr, dass sie sie mit allen Mitteln provozieren?
 
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ExitUser

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#32
Die Antwort darauf kann nur noch mehr Gewalt sein... aber richtig!

Das ist meine pers. Meinung.
dazu erstmal nur soviel:
es ist deine, aber nicht meine meinung

ich hätte da gerne mal von dir gewusst, wie du deine meinung fundiert begründest, denn du wirst damit ja ein ziel erreichen wollen.

das hätte ich von dir nun sehr gerne mal erklärt bekommen!
 

Rote Socke

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#33
Ich meinte natürlich, so gewaltig, das JEDER aber auch JEDER ohne Ausnahme auf die Straße geht.

§20 GG A4
 

redwitch

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#34
Daß demokratische Strukturen von vielen Politikern eher als Handlungshemmnis denn als Grundlage ihres Handelns begriffen werden, ist keine neue Erkenntnis. Hier sei nur an die Anstrengungen erinnert, die immer wieder unternommen werden, um Volksentscheide zu verhindern - oder diese sogar im Nachhinein zu ignorieren, wie beispielsweise vor nicht allzu langer Zeit in Hamburg. Daher konnte es auch nicht verwundern, als alles darangesetzt wurde, daß die Teilnehmer des G8-Gipfels die Demonstranten weder zu sehen noch zu hören brauchten - schon dies ein klarer Widerspruch zum Geiste des Artikels 8 des deutschen Grundgesetzes.
Dies ist aber offenbar nur der Beginn der Maßnahmen gewesen. Bei genauerer Beobachtung der Medien ergibt sich mittlerweile ein Bild, das dazu führt, daß man nur noch von gezielter Eskalation und gewollter Gewalt seitens der Behörden sprechen kann
http://www.freace.de/artikel/200706/080607a.html
 

a f a

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#35
"Mir ist ein Fall bekannt, da haben Beamte Leuten auf der Straße Bargeld abgenommen. Dann sind sie einfach weitergefahren. In einem anderen Fall ist nach der Durchsuchung eine Kamera "verschwunden". Eine Mandantin, die am Freitagabend in die Gesa kam, musste sich unter Androhung von Gewalt ausziehen.
Die "Prügelknaben der Nation", der vermummte und gewaltbereite grüne Block schreckt nun auch vor dem "Räuber und Gendarmspiel" nicht zurück, au weia :

http://www.stern.de/politik/deutschland/590898.html?nv=sb


Gruss
Norbert

alles für alle
 

MissMarple

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#36
ui
was ist denn plötzlich mit dem Stern los ??? solch kritische Berichterstattung in einem großen Magazin .... woher die Sinneswandlung ??

Gab es auf der Demo irgendwelche Vorfälle zwischen Polizei und Sternpresse oder so ??
Man sollte sich halt nie die Presse zum Feind machen :icon_twisted:
 
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