GEWALTAUSBRUCH Kollegen zeigen Prügel-Polizisten an (steigende Mieten ) (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

berliner58

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
9 März 2009
Beiträge
117
Bewertungen
4
Bei einer Demo in Kreuzberg rastete der Beamte aus und griff zwei Frauen und einen Mann an.

Eine Demonstration in Kreuzberg. Motto des Protestzuges: „Gegen steigende Mieten!“. Auch viele Mütter laufen mit ihren Kindern mit. Plötzlich tritt ein Polizist auf eine Frau ein, schlägt eine weitere Demonstrantin gegen die Brust, jagt einem jungen Mann hinterher. Für diesen Gewaltausbruch hatten auch seine Kollegen kein Verständnis: Sie zeigten den Prügelpolizisten an.





Gewaltausbruch: Kollegen zeigen Prügel-Polizisten an - B.Z. Berlin - Polizei, Anzeige, Gewalt, Demonstration
 
E

ExitUser

Gast
Eher eine Flucht nach vorne, da auf dem Video die Zugzugehörigkeit zu sehen war (siehe die lustigen Zeichen auf dem Rücken des Beamten). Bevor man da einen Eintrag auf der eigenen Personalakte hat, den man selbst nicht mit viel Persil wieder weg bekommt, zeigt man eben den Kollegen an....zu Recht.
Aus solchen Übergriffen wurden in Frankreich und USA schon mehrfach gewaltige Unruhen...das will und kann sich der Berliner Senat momentan nicht leisten.
 

roterhusar

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
4 Juli 2006
Beiträge
3.336
Bewertungen
35
Demos gegen Schufafahndung bei Fatzebuck werden mit Samthandschuhen angefasst und wenn sich die armen Leute melden gibt es Knüppel aus dem Sack.
 
E

ExitUser

Gast
so langsam wird die Vision von Orwell Wirklichkeit....
ich würde am liebsten auswandern in die Wüste Namibias....bloss keine Menschen und keine Zivilisation...
 

ethos07

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.679
Bewertungen
920
Wo sollen sich Leute, die solchen Angriffen der Ordnungsmacht während Demos oder in Zusammenhang damit ausgesetzt sind, melden?

NEIN - gewiss nicht bei den Mainstream-Medien.
(Wenn sich jemand bei der TAZ oder den Medien links davon meldet, werden die vermutlich wissen, wohin sowas sinnvollerweise weiterzuleiten ist - und ihr hier ab jetzt bitte auch, nämlich so ::biggrin:=>

WIR MELDEN solche Übergriffe an die

Demonstrations-Leitung


Zu finden ist die während Demos meist an der Spitze des Zuges oder über die Demo-Ordner. Und danach über die meistens im Web zu findende Website oder email der Demo-Organisasierenden. Für die Sache vom Sa z.B. unter "kotti & Co": Kotti & Co

Oder andere Möglichkeit - in Städten, wo so etwas existiert - an den [COLOR="DarkRed"[/COLOR] der sozialen Bewegung. In BERLIN ist das
[url=https://ea-berlin.net/hinweise]Hinweise | EA Berlin[/url]
und unter der Telefon-Nummer während größerer Demos DIREKT zu erreichen:[SIZE="3"] Tel. 030-692 22 22[/SIZE]

Dort wird in Zusammenarbeit mit vertrauenswürdigen Rechtsanwälten mit dem Schwerpunkt Strafrecht gute Rechts- und weitere Hilfe gegen Polizeiwillkür bei Demos etc. organisiert: sehr hilfreich, sehr solidarisch, sehr gut.

Sinn macht auch, sich selbst einen solchen vertrauenswürdigen Rechtsanwalt (Adressen über Inis teilweise erhältich) herauszusuchen und die Telefonnummer bei Demoteilnahme einzustecken , sodass wir für uns selbst und die Umstehenden gleich ersten rechtlichen Beistand leisten können, wenn es zu solchen - sorry - wildgewordenen 'Jungbullen'-Übergriffen oder ähnlichem wie am letzten Sa in Berlin kommt. Darin sind wir doch hier aus dem Forum bereits bestens geübt: solche Hilfen zu geben :icon_kinn:.

Nach der Demo am Sa waren Leute aus dem Orga-Team der Demo natürlich auch bei den Gefangenensammelstellen der Polizei und haben versucht, die Verhafteten gleich wieder frei zu bekommen und für sie Rechtshilfe zu sichern.

Denn: Niemand, der an einer Demo teilnimmt, lässt andere Teilnehmende, während oder nach einer Demo allein mit Repressalien!
 

ethos07

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.679
Bewertungen
920
Pressemitteilung von Kotti & Co zur Kochtopf-Demonstration am 9.6.2012

Fotos u.a. auf unserem flickr account
——————————————————————————————————
Lautstarke Demo gegen hohe Mieten

Am Samstag um 16.00 Uhr startete die zweite „Lärmdemo“ vom seit zwei Wochen bestehenden Protestcamp gegen die hohen Mieten am Kottbusser Tor.

Mit ca. 400 hat sich die Zahl der Teilnehmenden (stellenweise bis zu 500 Teilnehmer) gegenüber der letzten Demo am 1.6.2012 mehr als verdoppelt. Viele Anwohner und Anwohnerinnen, viele Kinder und viele ältere Anwohner kamen mit Kochtöpfen und Trillerpfeifen auf die Strasse.

(Fotos)

Leider hatte die Berliner Polizei mit ihrer überzogenen Präsenz den friedlichen Charakter der Demonstration von vorneherein konterkariert. In voller Kampfmontur mit mehreren Einsatztrupps wurde die Demonstration von Anfang an begleitet. Kurz nach Beginn provozierte die Polizei eine Eskalation, als sie versuchte, zwei Demonstranten festzunehmen. Die Demonstration wartete darauf, dass die Polizei die beiden wieder frei lässt, während die Anmelder versuchten mit der Einsatzleitung der Polizei zu kommunizieren. Die Polizei setzte gleichzeitig Pfefferspray ein und prügelte auf Demonstranten ein. Eine ältere Frau im Rollstuhl wurde von einem Polizeibeamten rassistisch beleidigt. Der einsatzleitende Beamte erklärte sich für nicht zuständig, so dass alle Versuche der Demonstrationsleitung, sowie des Bundestagsabgeordneten Christian Ströbele und der Berliner mietenpolitischen Sprecherin der Grünen, Katrin Schmidberger, zu vermitteln, von rabiat auftretenden Einsatzpolizisten beiseite geschoben wurden. Eine der Mütter vom Kottbusser Tor, welche die Demonstration anführten, sagte: „Die wollen unseren Protest kaputt machen, aber wir lassen uns nicht provozieren. Es ist toll, dass so viele Nachbarn mitgekommen sind.“

Die Berliner Polizei hat eine friedliche Mieter-Demonstration massiv behindert und provoziert und sich darüber hinaus nicht an Absprachen im Vorfeld der Demo gehalten. Dieser unprofessionelle Polizeieinsatz versucht, die Aufmerksamkeit weg von unserem Anliegen, von unserem Kampf gegen Verdrängung zu lenken.

Trotz dieser Provokationen ging die Demonstration mit Entschlossenheit weiter die geplante Route durch Kreuzberg. Trotz der Eskalation durch die Polizei gelang es, das Anliegen der Demonstration, den Skandal der Mietentwicklung in Berlin, an die Öffentlichkeit zu tragen. Sie erhielt sehr viel Zuspruch von den Anwohner/innen und Gewerbetreibenden. Eine Sprecherin der Initiative sagte dazu: „Ungeachtet der Polizeigewalt und der noch ausbleibenden Antworten seitens der Politik, setzen wir als Mietergemeinschaft Kotti & Co unseren Protest am Kottbusser Tor fort.

Wir werden nicht eher gehen, bis die Mieten gesenkt werden. Bis dahin organisieren wir weiter rund um die Uhr unser Protest-Gecekondu“*. Die Mieterinitiative ruft für den kommenden Samstag wieder zu einer Demonstration gegen hohe Mieten in Berlin auf.


kotti & co
Die Mietergemeinschaft am Kottbusser Tor
* Gecekondu, türk.: über Nacht erbautes Haus.
.
 

Der Ratlose

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
30 September 2009
Beiträge
2.067
Bewertungen
349
Aber ihr wist schon das in so einem falle die Menge das Recht hat den Beamten festzunehmen. Oder?

Das wäre mal ein Donnerschlag.

Ihr wisst auch das die Menge das Recht hat die Festnahme mit Gewalt durchzusetzen.

Also mal einen ***** in der hose haben und nicht rumschreien "Ver**** dich" sondern laut und deutlich ausrufen "hiermit nehme ich sie fest".
"Sie haben eine Straftat begangen"

Das nennt man "sich gerade machen" in einer Demokratie. Aber wem erzähle ich das.
 

ethos07

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 April 2007
Beiträge
5.679
Bewertungen
920
Aber ihr wist schon das in so einem falle die Menge das Recht hat den Beamten festzunehmen. Oder?

Das wäre mal ein Donnerschlag.

Ihr wisst auch das die Menge das Recht hat die Festnahme mit Gewalt durchzusetzen.

Also mal einen ***** in der hose haben und nicht rumschreien "Ver**** dich" sondern laut und deutlich ausrufen "hiermit nehme ich sie fest".
"Sie haben eine Straftat begangen"

Das nennt man "sich gerade machen" in einer Demokratie. Aber wem erzähle ich das.
Geht's dir noch gut? Normalerweise nennt man Leute, die solchen Unsinn verzapfen, Provokateure.

Nein, solch ein Harakiri sollte sich niemand zutrauen. Die Berliner Polizei ist bei Demos bis über die Zähne bewaffnet. Und wenn sie sich bedroht fühlt, tötet sie. Und wie unvermutet schnell das passieren kann, das wissen WIR doch spätestens seit Christy Schwundecks Tod...

Die eigene Unversehrtheit nicht sinnlos auf's Spiel zu setzen, ist die erste Pflicht bei Demos - so sehr einem bei Gegengewalt machmal die Nerven durchgehen und mensch einfach zurückhauen möchte.

VON UNSERER SEITE GEHT NULL GEWALT GEGEN MENSCHEN AUS.

Uns geht es um unsere politischen Forderungen - in diesem Fall schlicht. um Mieten in allen Kiezen, die wir noch bezahlen können.

Und dieses Menschenrecht setzen wir nicht mit kindischer Gegengewalt gegen eine ausser Rand und Band agierende Polizei um. Sondern die Demos mit möglichst vielen Mieter_innen sollen die politischen und wirtschaftlichen Eliten zwingen, die Wohnungspoltik den Bedürfnissen der STadtbewohner anzupassen, statt den Renditen und Touristen.

Dafür organisieren wir Demos - nicht wegen den von oben gewollt provozierten Straßenschlachten. Diese Polizeiprovokationen haben das durchsichtige Ziel , uns, die "braven Bürger" abzuschrecken, sich den Mieterprotesten anzuschließen.
 
Oben Unten