Gewährleistungsanspruch bei minderwertigen Zahnerstz

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Paolo_Pinkel

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Hi,

es geht um folgendes:

Ein bekannter, welcher Erwerbsunfähigkeitsrente bezieht, hat sich bei seinem Zahnarzt eine Prothese anfertigen lassen. Die Bezahlung lief bei der Krankenkasse als Härtefallregelung. Sprich. Die Krankenkasse hat die Kosten dafür übernommen.

Allerdings stellte sich früh heraus, das diese Prothese minderwertig ist, weil sie unter simpler Belastung - Biss in ein Brot - gebrochen ist. Diese Protese wurde dann auch vom Zahnarzt bzw. dessen Labor, welches wohl Kooperationsparter ist - repariert.

Allerdings hat diese Reparatur nicht lange gehalten und die Prothese ist erneut gebrochen. eventuell ist durch den Bruch und das Kleben eine sog. Sollbruchstelle entstanden.

Die Prothese wurde darauf hin angeblich unterfüttert was wieder von der Krankenkasse übernommen worden ist und auch angeblich verstärkt. Aber auch das hat nix gebracht.

Mittlerweile ist es so, dass die Prothese 5 mal gebrochen bzw. 4 mal repariert worden ist. Meine Frage ist nun. Hat der Geschädigte ein Anspruch, dass diese Prothese komplett neu erstellt wird?

Da die Krankenkasse ja Kostenträge ist liegt ja ein Werks- und Lieferungsvertrag vor welcher noch in der 2 jährigen Gewährleistungspflicht liegt. Eine Nachbesserung hat bereits 4 mal statt gefunden.

Kann mir bitte jemand sagen wie man am besten vorgeht? Der Arzt macht mir nämlich nicht den Eindruck als wolle er diese Prothese erneuern lassen.

Bin für jeden Ratschlag dankbar.

Gruss

Paolo
 

Arania

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Natürlich muss die Prothese neu gemacht werden, wenn sie nicht hält, auch dort gibt es Gewährleistung
 

Paolo_Pinkel

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Hi,

und danke für die schnellen Antworten. Beim letzten Besuch war ich als Zeuge mit dabei. Die Problematik wurde dem Zahnarzt auch so geschildert. Auch die Gewährleistungspflicht kam dort nochmals zur Sprache.

Allerdings war der O-Ton des Arztes, dass das in seiner ganzen Karriere noch nie passiert sei, dass eine Prothese so oft gebrochen wäre. Naja. Wer´s glaubt. Normale Schutzfunktion des Arztes natürlich. Fakt ist, dass ich den Eindruck habe, dass der Arzt keine Neuanfertigung möchte und versucht auf Zeit zu spielen.

Nun stellt sich mir die Frage, ob es auch nicht ratsam wäre, der Krankenkassen - die ja nun mal Kostenträger ist - über die Missstand zu informieren und zu bitten dort mal "anzuklopfen".

Immerhin kommen die ja für unnötige Folgekosten auf. Was meint ihr?

Gruss

Paolo
 

Arania

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Ja sicher, die Kasse ist Ansprechpartner, wenn der Zahnarzt es nicht kann oder nicht machen will, muss es eventuell ein anderer machen, war bei mir auch schon mal so
 

ofra

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Ich hatte auch so eine Standard-Härtefall-Prothese. Innerhalb des ersten Jahres ist bereits dreimal ein Teil abgebrochen. Zweimal hätte ich die Metallteile fast verschluckt.
Repariert wurde das nur teilweise. Die scharfen Bruchstellen wurden abgeschliffen. Dann stellte der Arzt fest, dass die abgebrochenen Teile keine tragend notwendigen Teile waren und daher nicht wieder angelötet werden müssten.
Ich habe dem Arzt auch gesagt, dass die Prothese nicht wirklich alltagstauglich ist. Wenn man mal auf etwas Härteres beißt, merkt man das schnell, wie wenig so ein Teil aushält.
Von Seiten der Arztpraxis hieß es lapidar: das ist halt die Grundversorgung. Mehr übernimmt die Kasse nicht. :icon_pause:
 

Arania

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Das ist Quatsch, meine Brücke hat Jahre gehalten und war auch nur Grundversorgung, nun wurde sie wieder ersetzt und neue Kronen dazu, hält auch seit einem halben Jahr und ich kann auf alles beissen
 
E

ExitUser

Gast
Hallo und guten Morgen,
ich würde das persönliche Gespräch (mit Zeuge,wenn es geht)bei der KK suchen.
 
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