Gesundheitliche Strategien bei (mehreren) chronischen Erkrankungen. Welche Perspektiven hat man nach der Erwerbsminderungsrente?

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  • franzi

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    Bei mir zeichnet sich immer mehr ab, dass mehrere meiner Erkrankungen chronisch und nicht heilbar sind.
    Nach 25 Jahren habe ich jetzt auch sämtliche für mich zuständige Fachärzte konsultiert und bin an einem Punkt angelangt, wo es medizinisch nicht mehr weitergeht.
    Einige Ärzte haben überhaupt kein Interesse mehr, sich mit mir zu befassen. Manche sind der Meinung, man solle froh sein, dass man die EM-Rente hat und sich mit der Gesamtsituation abfinden.

    Die Physiotherapie, die ich jahrelang erhalten habe und die mir auch immer wieder - zumindest vorübergehend - Linderung verschafft hat, wirkt nicht mehr richtig.
    Meine Erkrankungen haben sich im Lauf der Jahre auch verändert, verlagert, weiterentwickelt. Es kamen immer wieder neue hinzu. Das Gesamtbild ergibt nun einen "bunten Strauß".

    Ich hatte bisher immer einen klaren Plan, was den medizinischen Teil betrifft, war immer eigeninitiativ unterwegs. Ich habe Schritt für Schritt alles abgeklappert, wo ich mir Hilfe erhofft hatte.
    Nun habe ich demnächst noch einen Termin bei einer neuen Ärztin. Wenn die auch nicht weiter weiß, bleibt mir nur noch, mich an die Uniklinik in München zu wenden, um mich dort in diversen Fachabteilungen für eventuell tiefergehende Untersuchungen vorzustellen. Ich habe die Vermutung, dass bei mir eventuell eine seltene Erkrankung vorliegt, was aber nur die Spezialisten herausfinden können.
    Mein aktuelles Blutbild, welches sehr ausführlich erstellt wurde, ergibt keine klaren Hinweise, z. B. auf Krankheiten des rheumatischen Formenkreises.

    Sollte auch dabei nichts Konkretes rauskommen, werde ich mich mit der gesundheitlichen Situation als Chroniker abfinden müssen. Was bleiben dann noch für Perspektiven auf der beruflichen Ebene?
    Bewerbungen schreibe ich seit Jahren, nächstes Jahr werde ich 50.
    Irgendwie will es jetzt noch nicht in meinen Kopf hinein, dass ich für die Gesellschaft nur eine Belastung darstelle.
    Ich war auch nie der Typ, der den ganzen Tag in Jogginghosen herumläuft. Ja, das ist ein Klischee, aber ich will damit diesen "Lebensstil" beschreiben, der nie der meine war und mit dem ich mich auch nie werde anfreunden können, selbst wenn ich das Glück hätte, dass mir die Rente verlängert wird.
     
    Zuletzt bearbeitet:

    jolischka

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    Hallo,

    ich bin in einer ähnlichen Situation. Ich werde im März 50, meine EU-Rente (Arbeitsmarktrente) wurde rückwirkend für 3 Jahre gewährt und läuft erst einmal bis Ende Januar 2022.

    Ich bin viel mit dem Hund unterwegs und bemühe mich, meinen Mitmenschen ein guter Zuhörer und ein Vorbild zu sein. Auf die Rente habe ich letztendlich Anspruch. Ich meine - wofür bezahlt man sonst Sozialversicherungsbeiträge?

    Gruß,
    Joli
     

    isso

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    Was bleiben dann noch für Perspektiven auf der beruflichen Ebene?
    Das kommt doch immer auf das individuelle Leidensbild an. Ich bin auch chronisch krank. Mir wurde sogar, als ich wieder arbeiten wollte vom Integrationsfachdienst gesagt, dass Menschen mit meinem Krankheitsbild maximal Minjobs ausüben, ich solle doch da was suchen. Das entsprach aber nicht meinem Leidensempfinden. Jeder Mensch ist anders. Ich habe einen für mich leidensgerechten Arbeitsplatz gesucht und gefunden. Auch wurde schon ein bisschen nachjustiert.

    Nur weil man chronisch krank ist, macht es einen doch nicht zum hoffnungslosen Fall.
     

    franzi

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    Liebe Joli,
    bei mir ist das alles eine ziemliche Kopfsache. Ich bin halt auch eher ein Kopf-Mensch, denke viel nach, analysiere und grüble (das wissen viele hier mittlerweile). Ich bin in meiner Kindheit sehr leistungsorientiert erzogen worden. Mir wurde immer gesagt: Man muss sich nur genug anstrengen, dann kann man alles erreichen.

    Nun war es aber so, dass ich schon immer etwas kränklich war. Geistig fit, aber der Körper machte oft schlapp.
    Ich habe immer gedacht, ich kann das alles regeln, planen, organisieren, habe mich über viele Themen (z. B. Gesundheit) informiert, wollte Manager in den eigenen Gesundheitsfragen werden.

    In den letzten Jahren wurde es aber immer anstrengender. Erhoffte Durchbrüche blieben aus. Eine Verbesserung der Gesamtsituation konnte ich auch nicht erreichen. Und dann kam der Punkt, wo ich wirklich erschöpft war. Einfach müde von all den jahrelangen Anstrengungen und Bemühungen, von den zahlreichen Arztterminen und Therapiestunden, von der täglichen hohen Motivation, von den Zielen, die ich mir immer wieder gesetzt hatte.

    Ich bin generell kein Freizeit-Typ. Mittlerweile kann ich mich zwar schon etwas besser entspannen und auch ein Burn-out möchte ich nicht mehr bekommen. Nun bleibt einfach die Frage, was man aus diesem angebrochenen Leben noch machen kann.
    Ich sehe es so wie du: die Rente nehme ich an, ohne ein schlechtes Gefühl dabei zu haben. Ist schließlich kein Almosen.
     

    atasteofbunny

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    Mir wurde immer gesagt: Man muss sich nur genug anstrengen, dann kann man alles erreichen.
    Das kenn ich auch. Blöder Spruch, der macht einem nur ein schlechtes Gewissen, wenn man eben einiges nicht schafft.

    Ich leide selber unter körperlichen und psychischen chronischen Krankheiten, das ist seit meiner Kindheit so. Irgendwann hatte ich gemerkt, dass ein "normales" Leben (Karriere, sicheres Einkommen, Familie gründen, schön wohnen) für mich nicht möglich ist, es sei denn, es passiert ein Wunder. Ich habe das - im Laufe der Zeit - für mich akzeptiert.

    Wenn ich mich richtig erinnere, hast du immer mal von Ärzten geschrieben, die sich unmöglich verhalten haben. Es wäre natürlich schön, wenn du da endlich an jemanden gerätst, der/die dich einfach versteht und versucht, dir bestmöglich zu helfen. Das wünsch ich dir!

    @isso: Magst du vielleicht schreiben, wie du deinen leidensgerechten Arbeitsplatz gefunden hast?
     

    isso

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    Ich kann aus gründen der Anonymität nicht ins Detail gehen. Kurz, ich habe mir Gedanken über mein Leistungsbild gemacht, habe erarbeitet was geht, was nicht geht (teils mit Unterstützung), habe dann gezielt Stellen gesucht und bin heute bei der Bundesagentur für Arbeit angestellt und einem Jobcenter zugewiesen. Dort ist man auf meine individuelle Situation eingegangen und tut es auch heute noch wenn Nachbesserung notwendig sind, z.B. Arbeitszeitrahmen oder technische Ausstattung.

    Ps. Ich habe mich bewusst für die Stelle entschieden und nein, es wird schon lange nicht mehr "jeder" eingestellt.
     

    jolischka

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    Ich bin generell kein Freizeit-Typ. Mittlerweile kann ich mich zwar schon etwas besser entspannen und auch ein Burn-out möchte ich nicht mehr bekommen. Nun bleibt einfach die Frage, was man aus diesem angebrochenen Leben noch machen kann.

    Hallo,

    wie gesagt - der Hund hilft mir und inwischen schaffe ich es sogar schon, mich auch mal für ein paar Minuten mit fremden Menschen zu unterhalten.

    Ansonsten - suche Dir 'ne Aufgabe, ein soziales Netz usw. - was mich persönlich weiterbringt, ist z.B. die Freimaurerei (ich bin Bruder in zwei Logen). Ich schreibe gelegentlich für mein Blog, helfe anderen in einer IT-Community weiter, programmiere ein bisschen, bastle etwas mit Elektronik herum und kümmere mich um diverse Dinge im Haushalt.

    Ich habe eine Aussetzung des Bebauungsplans für meinen Stiefsohn beantragt, im Sommer rocke ich wieder unsere 2000qm Garten auseinander (die Töle freut sich schon) usw. usf. - irgend etwas ist immer zu tun.

    Gruß,
    Joelchen
     

    Gretta

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    Was bleiben dann noch für Perspektiven auf der beruflichen Ebene?
    Ein Freund bezieht seit 2 Jahren EM-Rente. Nicht üppig aber das Thema Arbeit interessiert ihn nicht mehr. Er geniesst mittlerweile sein verbliebenes Leben.
    Irgendwie will es jetzt noch nicht in meinen Kopf hinein, dass ich für die Gesellschaft nur eine Belastung darstelle.
    Finde die Gelassenheit über soetwas nicht mehr nachzudenken.
    ch bin generell kein Freizeit-Typ.
    Dann hst Du etwas was Du ändfern kannst. Such Dir etwas was zu Dir passt. Oder Ehrenamt?
     

    Susanne42

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    Ich hab auch eine Weile gebraucht, mich in der Erwerbsminderungsrente zurecht zu finden, mittlerweile ich sie unbefristet und ich bin auch erst 50. Ich bin jetzt 6 Jahre zu Hause und am Anfang war ich auch verzweifelt wegen der ganzen Zeit. Jedoch dann hab ich mich nach und nach um Hobbys bemüht, ich habe auch Hund und Garten und zusätzlich habe ich einen 450€ Job, der mich 3 mal die Woche für je 2h an eine gewisse Tagesstruktur erinnert. Und ich mache 2 mal in der Woche Rehasport, zur Zeit ist es online, aber das ist auch ok.
    So habe ich mehrere feste Termine am Tag und unter der Woche.
    Das ist wichtig, aber es ist ja auch ein Prozess der 2 Jahre so gedauert hat. Und neulich bekam ich dann völlig unerwartet die Dauerrente bewilligt, das war noch mal ein neuer Schreck, da ich noch so jung bin.
    Aber ich kann nur nur raten, dein Leben um Termine herum aufzubauen, nach und nach, so dass du dich genug ausruhen kannst, aber das du eben auch was zu tun hast
     

    saurbier

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    Da kannst du dich eher glücklich schätzen, wenn du jetzt eine unbefristete volle EMR beziehen kannst.

    Nur leider sieht die Sache bei denen, die eine Arbeitsmarktrente beziehen leider eben nicht ganz so rosig aus, erst recht nicht bei denen die dann auch noch weiterhin vom JC abhängig sind. Hier hat man dann als so betroffener gleich zwei Knüppel zwischen den Beinen. Zum einen steht die ständige Prüfung der ja dauerhaft befristeten EMR immer im Raum, zum anderen so manches JC mit seiner internen Weisung zu § 8 SGB II. Da gibt es leider SB's die so manchem Betroffen das Leben echt schwer machen wollen und auch können.

    Auch hier gilt dann wieder, besser dran sind dann eher diejenigen, welche eine Arbeitsmarktrente in einer Höhe beziehen, welche sie vom JC unabhängig macht (ggf. mit Wohngeld). Ja das könnte man sicherlich auch mit einem kleinen Nebenjob (450,-€ Basis) erreichen, wenn dann die Gesundheit es erlaubt bzw. man eine passende Stelle findet.

    Arbeit mag es vor Corona sicherlich auch zu hauf im Bereich der Minijobs gegeben haben, nur fraglich, ob diese für jeden EMR aber in Frage käme. Wer allerdings lediglich eine sinnhafte Beschäftigung sucht/suchte, der kann sich auch Ehrenamtlich betätigen, denn da kenne ich so manche Pflegeheime die solche Menschen zur Unterstützung suchen und sei es nur um mit den Heimbewohnern mal einen Spaziergang zu unternehmen oder ein paar Spiele zu spielen. Aber auch hier muß man dann sagen, sowas muß einem dann auch liegen.
     

    franzi

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    Ich hab auch eine Weile gebraucht, mich in der Erwerbsminderungsrente zurecht zu finden, mittlerweile ich sie unbefristet und ich bin auch erst 50. Ich bin jetzt 6 Jahre zu Hause und am Anfang war ich auch verzweifelt wegen der ganzen Zeit. Jedoch dann hab ich mich nach und nach um Hobbys bemüht, ich habe auch Hund und Garten und zusätzlich habe ich einen 450€ Job, der mich 3 mal die Woche für je 2h an eine gewisse Tagesstruktur erinnert. Und ich mache 2 mal in der Woche Rehasport, zur Zeit ist es online, aber das ist auch ok.
    So habe ich mehrere feste Termine am Tag und unter der Woche.
    Das ist wichtig, aber es ist ja auch ein Prozess der 2 Jahre so gedauert hat. Und neulich bekam ich dann völlig unerwartet die Dauerrente bewilligt, das war noch mal ein neuer Schreck, da ich noch so jung bin.
    Aber ich kann nur nur raten, dein Leben um Termine herum aufzubauen, nach und nach, so dass du dich genug ausruhen kannst, aber das du eben auch was zu tun hast
    Danke für deine Ausführungen. In dieser Orientierungsphase bin ich noch. Es ist ja nicht so, dass ich keine Tagesstruktur hätte. Da ich nicht weiß, ob meine Rente verlängert werden wird, möchte ich aber auch nicht in einen Gemütlichkeits-Modus verfallen, weil es ja doch sein kann, dass ich irgendwann wieder ran muss und das bedeutet: morgens um 6 Uhr aufstehen, 8 Uhr in der Arbeit sein und Leistung erbringen.
    Dies habe ich mir all die Jahre immer vor Augen geführt und mich auch immer bereit gehalten für den Tag X (der leider nie kam). Diese Haltung war auf die Dauer aber auch anstrengend.

    Termine habe ich derzeit ca. 2-mal pro Woche. Meistens Arzttermine.
    Ich habe mir vorgenommen, jetzt im Frühjahr alle Ärzte abzuklappern, und dann im Herbst, spätestens im September, nochmals so eine Runde durchzuführen, damit ich dann genug Material zusammen habe für den Verlängerungsantrag der Rente.

    Ich erzähle übrigens niemandem, dass ich in Rente bin (außer den Ärzten, aber die können meist damit nicht viel anfangen).
    Auch meine lange Zeit der ungewollten Arbeitslosigkeit habe ich niemandem in meinem Wohnumfeld erzählt und es hat bis heute auch niemand erfahren. Darüber bin ich froh. Ansonsten wäre ich schon längst abgestempelt.

    Wenn man sich als Rentner outet, reagieren die meisten Leute ja eher neidisch. Wenn man Erkrankungen hat, die äußerlich nicht sichtbar sind, kommen gleich Vorwürfe, man sei ein Simulant oder sehe doch "so gesund" aus ...
    Auf solche Gespräche habe ich keinen Bock.
     

    saurbier

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    Wenn man sich als Rentner outet, reagieren die meisten Leute ja eher neidisch. Wenn man Erkrankungen hat, die äußerlich nicht sichtbar sind, kommen gleich Vorwürfe, man sei ein Simulant oder sehe doch "so gesund" aus ...
    Nun ja, da kommt es leider immer auf das spezielle Umfeld an.

    Nicht jeder sitzt zum Glück im Rollstuhl oder braucht einen Rollator bzw. Krücken zur Fortbewegung. Also mir hat in den letzten Jahren in meinem Minijob allerdings auch niemand mein EMR geneidet, warum auch. Es dürfte heutzutage wohl eher umgekehrt sein, daß neidisch auf die geschaut wird, welche das Glück haben eine ungekündigte Stelle über Jahre zu haben, denn sowas hat inzwischen echt Seltenheitswert. Meine Schwägerin z.B. hat ihr ganzes Berufsleben (50 Jahre) bei einem Arbeitgeber verbracht - für die heutigen Einsteiger wohl ein Traum.

    Selbst wenn mir einer mit dummen Sprüchen käme, würde ich ihm direkt einen Tausch anbieten, er bekommt meine gesundheitlichen Probleme (incl. der pers. Einschränkungen durch die Krankheiten) und dazu meine kleine EMR und ich gehe dann gesund für ihn arbeiten.

    Auch meine lange Zeit der ungewollten Arbeitslosigkeit habe ich niemandem in meinem Wohnumfeld erzählt und es hat bis heute auch niemand erfahren. Darüber bin ich froh. Ansonsten wäre ich schon längst abgestempelt.
    Dass man da schnell abgestempelt wird, mag doch vielleicht auch vermehrt daran liegen das gewisse Fernsehsender ach so tolle Beiträge bringen, wo sich manch dummer Elo auch noch dreist brüstet er das System ausnutzt, oder einige Politiker um ihre eigene Unfähigkeit und zum Teil auch unseriösen Geschäfte zu verschleiern dann lieber mit den ach so faulen Elo's abzulenken versuchen. Es dürfte doch heutzutage kaum noch eine Familie geben, wo nicht in deren Umfeld bereits mal jemand in die Situation gekommen ist, arbeitslos zu werden oder Elo zu sein. Und unter uns, je älter man ja wird, je öfter trifft man dann auch mal auf EMR's.

    Ich habe mir vorgenommen, jetzt im Frühjahr alle Ärzte abzuklappern, und dann im Herbst, spätestens im September, nochmals so eine Runde durchzuführen, damit ich dann genug Material zusammen habe für den Verlängerungsantrag der Rente.
    Das dürfte sicherlich die richtige Strategie sein, um am Tag X dann für die DRV auch ausreichend neue Befunde vorliegen zu haben, um den aktuellen Gesundheitszustand ausreichend nachzuweisen. Ob das dann für eine weitere Verlängerung auch reicht, nun das steht leider immer in den Sternen, eben weil man nie weis, wie der eine oder andere SB die vorliegenden medizinischen Befunde bewertet, was ich leidlich im Frühjahr 2019 erleben mußte.

    Das Leben wird für unsereins eh noch genügend Überraschungen parat halten, so wie es ja im letzten Sommer mit meinem Unfall leidlich erfahren durfte.

    Hoffen wir einfach mal das Beste für dich, genauso wie dich deine JC SB auch weiterhin in Ruhe läßt.
     

    Nutälla

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    Hallo,

    m.M.n. ist es für jeden wichtig, den individuellen Weg zu finden, mit gesundheitlichen Einschränkungen und der Situation als EM-Rentner klarzukommen. Dafür natürlich 1 c ins Phrasenschwein, aber ich fand es immer sehr inspirierend, hier und in anderen Internetseiten zu lesen, wie Andere mit den veränderten Lebensumständen sich arrangieren.
    Ich persönlich finde Gesundheit als das wichtigste, was man als EM-Rentner noch versuchen kann, im Rahmen der krankheitsbedingten Einschränkungen, zu erhalten und zu verbessern. Die Zeit dafür ist einem als Rentner immerhin gegeben, ohne Gängelung durch Jobcenter, Berufstätigkeit und ähnlichem.
    Ich bin inzwischen EM-Rentner, kann aber die viele Freizeit leider aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht wirklich genießen.
    Wie oben bereits erwähnt, werde ich versuchen, fitter zu werden, um mehr machen zu können, als nur den Alltag zu bewältigen. Beruflich erwarte ich nichts mehr, falls nicht noch eine Wunderheilung eintritt, außerdem halte ich mich alters- und qualifikationsbedingt sowieso nicht mehr konkurrenzfähig.
     

    franzi

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    Wenn meine EM-Rente ausläuft, bin ich bereits Ü50.
    Ich bemühe mich derzeit auch, mit Krankengymnastik eine Stabilisierung sowie eine kleine Verbesserung zu erreichen.
    "Fit" bin ich dadurch aber noch lange nicht. Schon gar nicht für ein normales Berufsleben.
    Darüber hinaus achte ich auf ausreichend Schlaf, damit ich mich endlich mal etwas erholen kann. Durch den jahrelangen JC-Terror hatte ich schwere Schlafstörungen und Alpträume. Dies hat sich mittlerweile etwas gebessert.

    Ich absolviere meine Arzttermine, lasse alles durchchecken, damit ich in dem Bereich wieder auf dem neuesten Stand bin.
    Für meine chronischen Erkrankungen gibt es schulmedizinisch keine Heilung.
    Ich werde mich in nächster Zeit auch mit alternativen Heilmethoden, Naturmedizin, beschäftigen.

    Beruflich erwarte ich mir - schon allein wegen Corona - auch keine Perspektiven mehr. Wunderheilung ist bei mir ebenfalls unwahrscheinlich.
    Warte derzeit auch auf einen Psychotherapie-Platz, wo ich meine Therapie fortsetzen kann.
    Hatte gestern ein Erstgespräch mit einer Therapeutin, die ist sich aber nicht sicher, ob sie mich annehmen wird.
    Wir haben daher ein weiteres Gespräch vereinbart.
     

    saurbier

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    Na ja das Thema Gesundheit ist eh immer so eine Sache.

    Wie ich ja selbst letzten Sommer erleben durfte, spielt da das Schicksal einem auch so manches Mal übel mit. Kommt man dann mit seinen bisherigen gesundheitlichen Einschränkungen so einigermaßen klar, trifft es einem ggf. woanders erneut und es geht auf's neue los. Aus den letzten Sommer lt. KH-Arzt - na in so gut 3 Monaten sollte alles vorbei sein - sind inzwischen 7 Monate geworden und wie der behandelnde Unfallchirurg jetzt andeutet können noch weitere Monate hinzukommen (zuerst mal bis 01.04.), um dann über eine KH-Einweisung ggf. eine neuerliche komplizierte OP in Angriff zu nehmen in dessen Folge wiederum wohl möglich 3 bis 6 Monate Heilungsphase im Raum stehen - oder wie. Bei der Prognose tendiere ich dann selbst doch eher zu der Meinung meiner Hausärztin (die nebenbei als Not-Ärztin tätig ist) das ganze doch gleich weiter auszusitzen und lieber wegen Corona ein KH zu meiden.

    Ansonsten hab ich mich mit meiner Krankheit (ist ja auch chronisch und zudem nicht heilbar - Osteochondrose) auch arrangiert und in den letzten Jahren immer noch mit Teilzeitarbeit bzw. Minijob noch den einen oder anderen Euro hinzuverdient, auch weil ich damit eine sinnvolle Beschäftigung hatte und vor allem unter Menschen war. Mir scheint - nichts ist wichtiger als unter Menschen zu sein - eben weil sich das doch positiv auf die Psyche auswirkt, denn freiwillig als Rentner einer Arbeit nachzugehen ist schon etwas ganz anderes, als unter dem heutigen Arbeitsdruck als Arbeitnehmer seinen Lebensunterhalt zu sichern. Und sobald mein Bein wieder Fit ist, werde ich mir so oder so wieder einen neuen passenden Minijob suchen, der mir auch Spaß macht.
     

    franzi

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    Ich habe festgestellt, dass der Umgang mit anderen Menschen für mich körperlich sehr anstrengend ist. Daher bin ich ganz froh, dass ich nicht mehr so häufig unter Menschen sein muss wie bisher.
    Natürlich arrangiert man sich mit den Gegebenheiten, soweit es eben geht. Man hat ja auch keine andere Wahl.
    Ja, das Schicksal kann dann manchmal unerwartet die eigenen Pläne durchkreuzen.
    Bei mir bahnen sich derzeit familiäre Probleme an ... Das wird meine Gesundheit zusätzlich belasten.
     

    franzi

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    Kürzlich war ich bei einem Schmerztherapeuten, der mir empfohlen worden war. Leider entpuppte er sich als Niete.
    Meinte, wenn ich Krankengymnastik mache, dann würden die Schmerzen (die ich seit 25 Jahren habe) rasch verschwinden.
    Der stufte mich wohl auch als Hypochonder ein. Dafür brauche ich so einen "Fachmann" nicht ...

    Habe mir nun tatsächlich ein Rezept für KG ausstellen lassen (allerdings von einem anderen Arzt). Die Schmerzen werden dabei noch schlimmer. Je mehr ich mich bewege, desto qualvoller wird es. Ich müsste quasi vorher schon ein Schmerzmittel einwerfen, damit ich das überhaupt aushalte. Und hinterher wieder eines nehmen, da die Schmerzen dann stundenlang andauern und kaum erträglich sind.
     

    Gollum1964

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    nabend franzi,

    so ganz verstehe ich dich nicht. Noch letztes Jahr hast du vor deiner EMR-Bewilligung gejammert, dass aufgrund deines Alters und deiner gesundheitlichen Einschränkungen nicht mehr viel geht und du sogar froh wärst, wenn man dich ins SGB12 abschiebt, nur damit das JC nicht mehr nervt. Jetzt hast du die EMR und bist unglücklich, da du lieber einen normalen Job haben möchtest.
    Ich an deiner Stelle wäre hingegen froh und würde das beste daraus machen. Minijobs oder kleinere freiberufliche Sachen sind immer noch möglich und da solltest du jetzt nach Ausschau halten. Viele Vereine und ehrenamtliche Tätigkeiten gibt es ja auch noch, um etwas Abwechslung ins Leben zu bringen. Allerdings besteht dann immer das Problem, dass man dich irgendwann wieder erwerbsfähig einstuft und du dann mit 50+ wieder beim Jobcenter landest.

    Ich persönlich wäre mit einer EMR glücklich, da bei mir mit Ende 50 auch alle Lichter am Arbeitsmarkt erlöschen. Trotz mehrerer Bandscheibenvorfälle und einer chronischen Hautkrankheit reicht es bei mir für eine EMR leider nicht und ich bin nach wie vor Gefahren durch das Jobcenter ausgesetzt, obwohl seit ca. 1 Jahr Corona-Pause besteht.
     

    atasteofbunny

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    @franzi: Antidepressiva können Schmerzen lindern, die "eigentlich" nicht "da sein sollten." Na, ich vermute mal, du hast das schon ausprobiert. Aber falls nicht, vielleicht wäre das was.

    Mit alternativen Heilmethoden ist es so eine Sache. Ich habe mehrere hundert Euro bei Heilpraktikern & Co. gelassen - gebracht hat es letztendlich nichts.
     

    saurbier

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    Habe mir nun tatsächlich ein Rezept für KG ausstellen lassen (allerdings von einem anderen Arzt). Die Schmerzen werden dabei noch schlimmer. Je mehr ich mich bewege, desto qualvoller wird es. Ich müsste quasi vorher schon ein Schmerzmittel einwerfen, damit ich das überhaupt aushalte. Und hinterher wieder eines nehmen, da die Schmerzen dann stundenlang andauern und kaum erträglich sind.
    Sorry, aber was daran ist denn jetzt so schlimm.

    Ich kenne aus meiner Schmerztherapie seit 2007 beim jetzigen Schmerztherapeuten inzwischen so einige Leute, bei denen die anfängliche Therapie auch mit Schmerzen (ja sogar erheblichen) begleitet war. Ja zum Teil erfolgte, das ganze sogar unter Erhöhung der laufenden Medikation damit man sich anfänglich überhaupt entsprechend bewegen konnte, um an der Therapie teil nehmen zu können.

    Viele Schmerzen werden erst durch Fehlhaltungen infolge der lange aufbauenden und dann ständig begleitenden Schmerzen hervorgerufen. Was macht denn der von schmerzen geplagte Mensch als erstes, doch alles um die Schmerzen bestmöglich zu vermeiden bzw. so gering wie möglich zu halten.

    Bei mir z.B. bedarf es einer erheblich stärkeren Rückenmuskulatur, damit meine Wirbelsäule/Bandscheiben entlastet wird und das geht nur durch gezielten Muskelaufbau (sozusagen der inneren tief sitzenden Muskulatur). Die von den Krankenkassen angebotenen Gymnastikgruppen sind bei mir sinnlos, da sie nie zum gewünschten Ziel führen können, denn in meinem Fall geht es nicht um steife Gelenke, sondern um den Stützapparat welcher nicht nur aus den Knochen, sondern auch aus den Muskelsträngen besteht. Um hier das Defizit (unter anderem kaputte Wirbelsäule) zu kompensieren muß die Muskulatur schlicht weit mehr dazu beitragen und das ist anfänglich immer mit erheblichen Schmerzen verbunden, schon weil man dort aus der Schonhaltung (Schmerzvermeidungshaltung) herausgeholt werden muß. Ähnlich verhält es sich mit meinen verschlissenen Hüftgelenken, wo man auch über entsprechende Therapien die tragende Muskulatur weit mehr aufbauen kann, was dann die Gelenke etwas entlastet, womit man dann aber eine OP ggf. noch hinauszögern kann.

    Frag dich mal, warum seinerzeit z.B. Michael Schuhmacher als Rennfahrer trotz sportlicher Fitness seinen speziellen Nackentrainer (Sitzgestell mit fixiertem Helm an Federn mit Gewichten) mit seinem Physiotherapeuten entwickelt hat. Eine heute übliche Prozedur um den extrem hohen Fliehkräften während der vielen Kurvenfahrten bei einem Rennen entgegenzuwirken.

    Ja all das dauert und braucht dann auch seine Zeit und ja der Anfang ist sehr schmerzhaft. Nicht umsonst sollte man sowas dann auch nur unter Begleitung von speziell geschultem Personal machen.

    Wie gesagt, dass sowas durchaus hilft, habe ich nicht nur bei mir nach den Rehas für gut 6 Monate erleben dürfen, sondern auch bei vielen anderen Leuten sehen können, als auch bei meinem Bekannten selbst der vor 20 Jahren noch tägl. 4x 300mg Oxycodon benötigte, heute sind es nur noch 3x tägl. 20mg MST. Das aber hat jetzt 20 Jahre Schmerztherapie bedurft.

    Nur leider war bei mir dann die KK als solche nicht bereit mir den Rehasport nach Abschluss der Rehamaßnahme weiter zu finanzieren (gleichwohl ich damit ja zeigte, was mir helfen würde, um wieder dauerhaft wenn auch eingeschränkt erwerbsfähig zu werden) und bot dann immer nur die Gruppengymnastik an.
     

    mucel

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    Also ich bin jetzt seit Februar 2014 daheim. Die volle EMR wurde mir im Oktober 2016 rückwirkend (Umwandlung Reha-Antrag) zum 01. November 2014 bewilligt. Aktuell läuft die Bewilligung bis zum 31. Oktober 2022. Dann kommt es halt drauf an, ob die Rente dauerhaft unbefristet bewilligt wird oder ob die DRV, was sie bis jetzt nicht mal Ansatzweise gemacht hat, anfängt rumzuzicken.

    Naja, 2022 bin ich dann 53 Jahre alt.

    Wenn ich so die letzten 7 Jahre zurück schaue, weiss ich ehrlich gesagt noch nicht so wirklich, wie ich dann noch 20, 25 oder noch mehr Jahre die Tage gefüllt bekommen soll.

    Mich hat die Arbeit zwar irgendwie in den „Wahnsinn“ getrieben, dennoch fehlt mir irgendwie etwas.
     

    franzi

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    Ich wäre froh, wenn ich mal eine solide Schmerztherapie bekommen würde. Aber bis heute habe ich keine Medikamente erhalten, die mir wirklich helfen, sodass ich mal wenigstens zeitweise schmerzfrei wäre.
    Ich mache jetzt seit mehr als 20 Jahren krankengymnastische Übungen. Trotz starker Schmerzen. Wirklich gebessert hat sich dadurch nichts. Vielleicht wäre es ohne diese Bemühungen noch schlechter, das kann durchaus sein.
    Aber trotzdem ist es immer sehr anstrengend, mit Schmerzen zu trainieren.

    Heute war ich beim Hausarzt zur Lagebesprechung. Habe ihm berichtet, was ich seit Januar alles erledigt habe und was ich demnächst noch geplant habe. Er ist froh, dass ich mein Gesundheits-Management selbst in die Hand nehme. Dann muss er sich darüber nicht den Kopf zerbrechen ... Da ich dzt. in EM-Rente bin, hat er ohnehin kaum Interesse an mir ...

    Wegen der Corona-Impfung habe ich ihn auch gefragt. Angeblich sollen wir bis Ende März ein Impfangebot bekommen, wenn wir dies möchten. Es soll ab April auch die Impfung beim Hausarzt möglich werden, allerdings weiß er noch nicht, welcher Impfstoff geliefert wird.
     

    saurbier

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    Ich wäre froh, wenn ich mal eine solide Schmerztherapie bekommen würde. Aber bis heute habe ich keine Medikamente erhalten, die mir wirklich helfen, sodass ich mal wenigstens zeitweise schmerzfrei wäre.
    Das dürfte dann doch eher an dir und den von dir aufgesuchten Fachärzten liegen, oder.

    Was hier deine Ärzte bezogen auf deine gesundheitlichen Beschwerden für Medikamente als notwendig erachten, liegt halt in deren Ermessen.

    Als meine gesundheitlichen Beschwerden anfingen, hat schon mein Hausarzt es seinerzeit mit diversen unterschiedlichen Medikamenten versucht, die dann logischerweise im Laufe der Zeit immer stärker wurden. Das ging anfänglich mal über Diclofenac zu Froben (wovon ich Magenbluten bekam) zu Tramadol/Valoron und Tilidin häufiger begleitet von örtlichen Betäubungsspritzen mittels Procain hin zum heutigen BTM-Medikament. Nicht zu vergessen so manches zusätzliches Medikament. Als mein Hausarzt dann bei Valoron/Tilidin angekommen war, bestand er auf eine fachärztliche Begleitung (Schmerztherapeut), da er als Hausarzt alleine nicht mehr weiter entsprechendes Verordnen wollte. Also habe ich mich auf den Weg gemacht und mich nach einem Schmerztherapeuten umgesehen. Angelangt war ich dann in einer Schmerzambulanz im hiesigen KH, wo mir die Ärzte dann wieder Tramadol verordneten, jedoch in einer Dosishöhe das selbst meinem Orthopäden schlecht wurde. Erst da habe ich dann mitbekommen, dass ich mich ganz schnell nach einem anderen Schmerztherapeuten umschauen muss, womit ich dann über die Empfehlung meines Bekannten den Weg zu meinem jetzigen gefunden habe.

    Wie gesagt, einen wirklich guten Schmerztherapeuten zu finden, ist leider nicht ganz einfach, da in den letzten Jahren viele Fachärzte für Anästhesie über Weiterbildungen den Weg hin zum Schmerztherapeuten eingeschlagen haben.
    Ich mache jetzt seit mehr als 20 Jahren krankengymnastische Übungen.
    Ob hier Gymnastik bis hin zur Krankengymnastik tatsächlich der richtige Weg ist, wer weis.

    Ich z.B. kann damit recht wenig anfangen, denn alleine selbst durch eine Krankengymnastik bekomme ich meine stützende Muskulatur nicht ausreichend aufgebaut. Bei mir hat sich durch die Reha gleich mehrmals bestätigt, was mir mein Schmerztherapeut empfohlen hat, Muskelaufbau. Das geht aber leider nur mit entsprechenden Geräten bzw. Hilfsmitteln. Und ja, jeder Anfang ist dabei schmerzhaft.

    In entsprechenden Kliniken erfolgt dort der erste Einstieg wohl nicht umsonst unter Einsatz entsprechender medikamentöser Mitwirkung.

    Krankengymnastik mag durchaus seine Berechtigung haben, aktuell erfolgt diese ja auch jetzt bei mir nach meinem Unfall, um auf diese Weise eine Versteifung z.B. des Fußgelenks bzw. des Knies zu vermeiden u.s.w..

    Dir wird dann wohl leider nichts anderes übrig bleiben, als dich nach einem anderen geeigneten Schmerztherapeuten umzuschauen, der sich deiner speziellen Situation auch anzunehmen bereit ist.

    Zumindest kannst du dich ja jetzt dank deiner EMR in aller Ruhe ausgiebig um deine gesundheitlichen Belange kümmern, solange dich das JC in Ruhe läßt.
     

    Luna007

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    Sinnvoll ist eine Ernährungsberatung. Seitdem ich fast ohne Fleisch mich ernähre, ist die Schmerzsituation besser geworden.
    Auch Wassergymnastik im warmen Wasser hilft bei mir oder ganz allgemein eine heiße Badewanne.
     
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