Gesundheitlich unzumutbaren Vermittlungsvorschläge für Zeitarbeit und Firmen

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Lizard King

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Hallo bekomme seit längerem immer wieder gesundheitlich unzumutbaren Vermittlungsvorschläge beziehe ALG 1.

Habe körperlichen Beeinträchtigungen einen Grad der Behinderung wurde auch vom Ärztlichendienst der AfA untersucht.

In dem Gutachten steht das ich meine alten Beruf nicht mehr ausüben kann ist nicht mehr leidesgerecht.

Bekommen aber immer Vermittlungsvorschläge für meinen alten Beruf und ähnliche Angebote die ich aus gesundheitlichen gründen nicht mehr machen kann.

Die Angebotte auf die ich mich dann bewerben muß sind fast nur von Zeitarbeitsfirmen.

Bekommen dan natürliche oft einladungen von denn Firmen und muß denen dann immer erklären das ich durch meine Behinderung und die körperlichen Beeinträchtigungen die stelle nicht antretten kann!

Was kann ich dagegen tun?
 

Lizard King

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Meines wissens nach darf die AfA mir doch nur zumutbare Beschäftigungen anbieten!

Warum bekomm ich dann solche Angebote? Wie kann Ich dagegen vorgehen?

Kennt sich einer aus oder hat Erfahrung bei dem Tema?

Würde mich über ein paar Antworten freuen.
 
G

Gast1

Gast
Wenn Du der Agentur für Arbeit gegenüber Deine gesundheitlichen Einschränkungen nachgewiesen hast (durch Atteste, Gutachten), dann sich

1. nicht auf die Vermittlungsvorschläge bewerben, sondern

2. auf dem Rückmeldebogen der Vermittlungsvorschläge auf Deine gesundheitlichen Einschränkungen/Atteste/Gutachten verweisen und somit die Vermittlungsvorschläge ablehnen.

Die Atteste und Gutachten müssen aber eindeutig die Ausübung der Dir vorgeschlagenen Arbeit ausschließen.
 

Lizard King

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Ja die Gutachten belegen das!

Die Afa weiß das auch aber warum nötigen die mich dann immer mit solchen Stellenangeboten?
 

franky0815

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Ja die Gutachten belegen das!

Die Afa weiß das auch aber warum nötigen die mich dann immer mit solchen Stellenangeboten?

weil der arbeitgeberservice nur nach deinen qualifikationen schaut und nicht nach deinen einschränkungen, die sind einfach zu blöd ihre arbeit ordentlich zu machen.

mach es so wie schlaraffenland sagt, aus gesundheitlichen gründen erst garnicht bewerben.
 

Kone

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Wieviel % GdB hast du denn? Mindestens 40% und Gleichgestellt durch die BA oder weniger/mehr?

Der effektivere Weg um der ZAF dauerhaft zu entkommen, wäre den GdB direkt in die Bewerbung zu schreiben und im Anschreiben kurz schildern was du nicht mehr machen darfst.

Die ZAF sortieren dich zu 100% aus und diese Absage leitest du 1:1 an die AfA weiter und hebst das gut auf.:wink:
 
G

Gast1

Gast
Kone, ich würde den GdB nicht im Anschreiben erwähnen, auch nicht die gesundheitlichen Einschränkungen. Das könnte als Negativbewerbung ausgelegt werden und eine Sanktion/Sperre nach sich ziehen.

Ich musste mich bisher ein Mal bei einer ZAF bewerben. Damals habe ich meinen GdB im Lebenslauf unter "Sonstiges" angegeben. Im Anschreiben habe ich auf meinen GdB und meine gesundheitlichen Einschränkungen nicht hingewiesen. Die ZAF hat mir daraufhin eine Absage geschickt.

Wenn aber der Job grundsätzlich aus gesundheitlichen Gründen unzumutbar ist, braucht man auch keine Bewerbung an den Arbeitgeber schicken.
 

Kone

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Da bin ich anderer Meinung und mache das auch bei ZAF so ohne Konsequenzen bisher.

Denn mein GdB und Krankheitsbild ist mehrfach (Medizinischer Dienst, Ärztlicher Dienst AfA/JC) detailliert festgehalten und klar definiert was ich machen darf und was nicht. Allein die Schmerztherapie mit der starken Medikation schränkt mich stark ein.

Selbst einfach im Büro sitzen ist bei mir nicht!

ELO mit entsprechendem GdB müssen keine Angst haben den GdB in der Bewerbung anzugeben.

Zitat:

Der Bewerber muss sich nicht vorteilhafter darstellen, als er tatsächlich ist (s.a. LSG HH 7.2.2002 - L 5 AL 53/00 - info also 2003, 149, er darf von sich aus auf gesundheitliche Einschränkungen seines Leistungsvermögens, familiäre Betreuungspflichten oder ein gewerkschaftliches Engagement hinweisen, sein Lebensalter und die Dauer der Arbeitslosigkeit bezeichnen (BSG 9.12.2003 - B 7 AL 106/02 R - SozR 4-4100 § 119 Nr.§), soweit er nicht seine angebliche Nichteignung für die angebotene Arbeit unmissverständlich im Bewerbungsschreiben zum Ausdruck bringt.

Das ist nur eine Sache der Formulierung.
:wink:

https://www.elo-forum.org/zeitarbeit-firmen/89069-gdb-zaf-lebenslauf-schreiben.html
 
G

Gast1

Gast
Kone, okay, verstehe :wink:

Mein Weg verhindert aber einen möglichen Rechstreit vorm Gericht, wegen einer verhängten Sanktion. Ist stressloser.
 

Kone

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Als anerkannter Schwerbehinderter mit einer Gleichstellung durch die AfA/BA ab 40% wird es eine Sanktion nicht geben wenn man auf seinen GdB hinweist.

Im Gegenteil, ein AG hat die Möglichkeit Förderung zu erhalten und ab einer gewissen Firmengröße müssen ja Schwerbehinderte eingestellt werden oder eine Ausgleichszahlung geleistet werden.

Jedes SG zerfetzt eine Sanktion aus diesem Grund sofort.

Nicht das ich deine Bedenken bzgl. Sanktionen nicht verstehen würde, aber ich stehe zu meinem GdB der mir ja durch dritte zugefügt worden ist.

Und der SB vom JC der mir eine negative Bewerbung aus obiger Sachlage unterstellt kann sich Warm anziehen.
 

Kone

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Überdies hat man ja als Gleichgestellter bzw. ab GdB 50% mit Ausweis vom Versorgungsamt, von Anfang an einen entsprechenden Sachbearbeiter bei der AfA/JC.

Normalerweise werden die sich hüten einen ELO mit GdB zu schikanieren, dass was @schlaraffenland zu bedenken gibt, kann ich aber aus eigener, früherer Erfahrung bestätigen.

Es gibt solche SB, bei mir gab es eine ALG1 Sperre durch so einen Wichtel vor vielen Jahren. Das Fass was ich mit meinem Anwalt aufgemacht habe, hat der SB und sein Vorgesetzter bitter bereut.

Der Richter damals hat ganz klare Worte gefunden und die 3 Vertreter vom Amt vor Gericht zur Schnecke gemacht das mir das schon fast wieder peinlich war.

Ich bin mir sicher das dies bis heute nachwirkt. :wink:
 

karuso

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Kone, ich würde den GdB nicht im Anschreiben erwähnen, auch nicht die gesundheitlichen Einschränkungen. Das könnte als Negativbewerbung ausgelegt werden und eine Sanktion/Sperre nach sich ziehen.

Wenn die gesundheitlichen Einschränkungen in Verbindung mit den zu ausführenden Tätigkeit stehen ist man verpflichtet das anzugeben bei einer Bewerbung.Kommt es zu einem Arbeitsvertrag und der Arbeitgeber erfährt dann davon kann er den Vertrag wegen arglistiger Täuschung fristlos kündigen.Hier würde ich vorsichtig sein.:wink:
 

Kone

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Und das geht schneller als man denkt.

Ich habe das oft genug erlebt das man plötzlich, obwohl als Sachbearbeiter eingestellt, der AG "entdeckt" das man z.B. den alten 3er hat und entsprechende Fahrzeuge bewegen darf die jüngere nicht bewegen dürfen mit den neuen Führerscheinen. Ganz Toll mit Btm Medikation.

Oder der LAN bekommt uralte Büromöbel, besonders die alten Stühle und stellt fest das er nicht den ganzen Tag darauf sitzen kann und es meist auch nicht darf. Stichwort Bandscheiben und Wirbelschäden.

Deshalb immer ehrlich die Einschränkung angeben. Eine Sanktion durch einen SB wegen angeblicher Negativbewerbung im Zusammenhang mit der Offenlegung einer körperlichen Einschränkung in der Bewerbung ist Diskriminierung und oftmals auch Nötigung.

Und nebenbei, O-Ton Richter SG Darmstadt: "meine Damen und Herren ihre Sanktion erfüllt den Straftatbestand der vorsätzlichen Nötigung...." So weit ging noch nicht mal mein Advokat, die Gesichter der Gegenseite hättet ihr sehen sollen. :wink:
 
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