Gesund nach Psychotherapie entlassen - was nun? (1 Betrachter)

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Sentina

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Hallo liebe Mitglieder,

ich bin 22 Jahre (aus Dresden ) und habe eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau gemacht. Diese Arbeit, nur in Form eines Callcenters, habe ich bis Juli letzten Jahres ausgeführt (1700,- € brutto).

Leider wurde ich psychisch krank (Zwangsstörung, Mittelschwere Depression, histrionische und abhängige Persönlichkeitsstörung). Ich habe im letzten halben Jahr eine tagesklinische Psychotherpie begonnen und beende diese in 2 Wochen. Zu der Therapie gehörte letzte Woche ein Arbeitsversuch innerhalb meiner aktuellen Firma, in der ich mich in ungekündigter Stellung weiter befinde. Nach dem Arbeitsversuch und versch. Gesprächen bin ich zu dem Entschluss gekommen, dass ich diesen enormen Stress nicht mehr standhalten kann. (10h - Dienste an 6 Tagen die Woche und gleichzeitige Bearbeitung von Vorgängen und Abwicklung von Telefonaten schaffe ich einfach nicht mehr ).

Ich habe heute ein Einzelgespräch mit meiner behandelnden Therapeutin und Ärztin geführt und bat sie, dass sie mich nach fehlgeschlagenem Arbeitsversuch für die jetztige Arbeit als arbeitsunfähig schreibt. Sie verneinte dies und empfahl mir, mich vom jetzigen AG kündigen zu lassen.
Eine berufliche Reha lehnte sie ab, weil ich da angeblich wenig Entscheidungsfreiheiten hätte, was neuen Beruf angeht - hab ich auch nicht verstanden.

Im Dezember 2011 werde ich von der Krankenkasse ausgesteuert werden.
Soll ich meinen AG um Kündigung bitten oder zu meinem ambulanten Psychater gehen (um AU für jetzigen Job bitten), die Therapie abbrechen und mich weiter krankschreiben lassen bis ich etwas Neues habe?

Nach der Therapie werden 100 % der Patienten als arbeitsfähig entlassen, Begründung: Ziel der Therapie ist eine Arbeitsfähigkeit zu erreichen - bekommen die evt Geld von den KK?

Wer kennt sich aus? Wieviel ALG 1 bekomme ich? Was ist, wenn das zu wenig ist? Wer ist mein Ansprechpartner bei ARGE oder ist es der Rentenversicherungsträger?

Ich bitte um eine schnelle Antwort, da ich ganz schnell eine Entscheidung treffen muss.

Danke für Euer Interesse. GLG, Sentina
 

Paolo_Pinkel

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Ich habe heute ein Einzelgespräch mit meiner behandelnden Therapeutin und Ärztin geführt und bat sie, dass sie mich nach fehlgeschlagenem Arbeitsversuch für die jetztige Arbeit als arbeitsunfähig schreibt.Sie verneinte dies und empfahl mir, mich vom jetzigen AG kündigen zu lassen.
Dringend einen neuen Therapeuten suchen!!! Dieser kann keine Arbeitsrechtlichen Ratschläge geben! Solche Pfeifen sollte man nach Sibiriern schicken, um Schneeflocken zu zählen!
Eine berufliche Reha lehnte sie ab, weil ich da angeblich wenig Entscheidungsfreiheiten hätte, was neuen Beruf angeht - hab ich auch nicht verstanden.
Dieses Dummerle ist nicht in der Position, um dir etwas abzulehnen. Wenn du auf Grund einer Erkrankung in deinem Beruf nicht mehr arbeiten kannst, ist es naheliegend, dass du einen "Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben" stellst.

Entweder bei der Bundesagentur ohne Arbeit
Rehabilitanden - www.arbeitsagentur.de

Oder direkt bei Rententräger
Deutsche Rentenversicherung - Teilhabe am Arbeitsleben

Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben (DRV)
Deutsche Rentenversicherung - Formulare - Antragspaket Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben

Nachdem du den Antrag gestellt hast wird die Maschinerie in Gang gesetzt. Davor passiert nichts. Einfluss hat dein Therapeutenhansel darauf nicht. Der wird lediglich im Antrag als behandelnder Arzt aufgeführt, bei dem sich die DRV alle Akten beschafft, um deinen Fall zu bewerten. Du bist erst 22 Jahre jung. Da ist noch Perspektive mit einem anderen Beruf wieder in die Arbeitswelt zurück zu kehren.
Im Dezember 2011 werde ich von der Krankenkasse ausgesteuert werden.
Also hast du noch genügend Zeit, um das alles in Gang zu setzen. So eine Antragstellung dauert ja auch bekanntlich mehrere Wochen. Rechne mal mit mind. 2 Monaten. Wenn du dann rechtzeitig die Umschulung durch hast bekommst du Übergangsgeld und hast mit der BA oder dem JC nichts am Hut, sofern die DRV der Kostenträger sein sollte.
(um AU für jetzigen Job bitten), die Therapie abbrechen und mich weiter krankschreiben lassen bis ich etwas Neues habe?
Falls du es nicht bis Ende 2011 hinbekommen solltest (eher unwahrscheinlich, weil 9 Monate!) solltest du zumindest schon einen neuen Therapeuten an Land gezogen haben, der seine Arbeit nicht dem neoliberalen Geist verschrieben hat, dich also weiterhin AU schreibt.
Nach der Therapie werden 100 % der Patienten als arbeitsfähig entlassen, Begründung: Ziel der Therapie ist eine Arbeitsfähigkeit zu erreichen - bekommen die evt Geld von den KK?
Normal, sonst würde die KK ernste Zweifel an den Therapieeinrichtungen hegen. Damit verbunden den Geldhahn zudrehen. Es dürfte aber möglich sein, so einen wirtschaftsfreundlichen Entlassungsbericht anzufechten. Dazu solltest du dich mit deinem Hausarzt beraten. Ich hoffe, der ist besser, als dein Therapeut, der wahrscheinlich selber die ein oder andere Sitzung auf der Couch gut brauchen könnte!

Also:

1. Neuen Therapeuten suchen (Zeit nutzen bis Ende 2011)
2. Antrag auf Teilhabe an Arbeitsleben stellen (Zeit nutzen bis Ende 2011)
3. Mit deinem Hausarzt den Entlassungsbericht besprechen und notfalls anfechten.
4. Gas geben, damit du vor Ende 2011 alles geschafft hast. Also! Bring den Stein ins Rollen. Die Anträge findest du auf der Webseite der DRV. Ausfüllen und abgeben.

Edit:
5. Antrag auf einen Schwerbehindertenausweis stellen, sofern noch nicht geschehen.
 

Sentina

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Hallo lieber Paolo,

ich danke dir von ganzem Herzen für Deine Ratschläge.
Ich habe halt Angst, dass die KK meine erneute AU anfechtet, wenn ich diese einen Tag nach der Entlassung mit 'Arbeitsfähig' via meinem ambulanten Psychater einreiche.

Daher überlege ich ensthaft die Therapie abzubrechen und direkt meinen Psychater aufzusuchen. Leider kann ich den während der Therapie nicht besuchen, da dies lt. KK in einer teilstationären Behandlung nicht möglich ist (wegen doppelter Kosten).

Ich bin eben unsicher, ob ich in dem Beruf noch arbeiten kann.
Im Callcenter ist es eben eine echt hohe Belastung und man muss alles möglichst schnell und gleichzeitig machen. In einem Reisebüro ist dies anders und man kann alles der Reihe nach machen, dass das auch stressig ist steht außer Frage. Jedoch wäre ich dafür bereit.
Leider gibt es in Dresden aktuell keine Stellenangebote, da die Branche den Bach runtergeht. Ein Grund mehr für eine Umschulung.

Bei wem kann ich denn so einen Schwerbehindertenausweis beantragen?
Ich weiß, dass Zwangspatienten mind. 30% zustehen, da behandelbar, aber nicht heilbar.

So, ich werde mich jetzt mal an den Antrag zur Teilhabe etc. setzen.

Einen schönen Abend dir! GLG
 
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Moin,

Den Ausweis gibts erst ab 50%, wirst wahrscheinlich eh nur 30% bekommen.Dann kannste dich aber bei der Arge gleichstellen lassen, dann haste bei denen die "50%" damit Betriebe dich auf einen Schwerbehindertenarbeitsplatz anrechnen können.Aber nur dort, und nicht zu allen "Vorteilen" die dir echte 50% bringen würden.

Wenn du aus der Klinik draussen bist dann gleich am nächsten Tag weiter AU schreiben lassen(also rechtzeitig Termin machen), im Normalfall sollte da nix passieren, außer die übertreibens im Entlassungsbericht.....

Mit dem Arbeitsamt wirst dich wahrscheinlich doch rumschlagen müssen egal wer die Umschulung jetzt zahlt, in deinem Falle eher das Arbeitsamt weil du noch so jung bist, wirste aber dann sehen.Dann heißts entweder Stelle suchen, dann werden dem AG Zuschü0e bezahlt und Kurse wenn welche notwendig sind und du bekommst dann gleich das normale Gehalt, oder Schule suchen die dein Wunschberuf ausbildet und dann mit dem mickrigen Übergangsgeld leben.


Die Behinderung beantragst du beim Versorgungsamt, einfach mal im Netz suchen.
 

Muzel

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Ich halte von einem Therapieabbruch gar nichts. Das sieht immer sehr mitwirkungsfeindlich aus. Ich würde diesen ulkigen Therapeuten vielmehr in die Pflicht nehmen. Bitte ihn doch, dir bei der Stellung des Schwerbehindertenausweises zu helfen. Wenn Therapeuten und Ärzte bei Behördenangelegenheiten helfen sollen, kneifen sie sehr schnell und sind verdammt froh, wenn du dir einen neuen Therapeuten suchst. Dabei helfen sie dir dann aber nur ganz wenig. Sie tun nur das, was sie müssen. Denke immer an den Leitspruch: Du hast jetzt einen Vertrag mit dem Therapeuten, den dieser erfüllen muss und einen neuen hast du nicht und schwierige Klienten werden äußerst ungern gesehen. Dieser Hansel kann dich nicht zur Unzeit kündigen und dies mitten in der Therapie der Fall. Was man hat, das hat man und was man bekommt, weiß der Geier. Das solltest du dir zu nutze machen.
 

nordlicht22

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Ich würde nur kurz gerne einen Punkt einwerfen - Du bist 22 Jahre alt und hast anscheinend gute Chancen wieder voll arbeiten zu können. Zumindest in einem nicht so stressigen Beruf.
Du hast das Thema Geld ja bereits angesprochen. Daher solltest Du Dich gut beraten lassen und vor allem sehr genau informieren, um die für Dich beste Entscheidung treffen zu können.

Ein Schwerbehindertenausweis kann gerade in Deinem Alter sehr viele Nachteile haben. Auch hier sehr genau informieren, ob Du mit einer Gleichstellung Dir nicht selbst Steine in den Weg legst.

Für mich klingt es ein wenig so, dass die Thera Dir weitaus mehr zutraut als Du Dir. Da wäre zu prüfen wer richtig liegt. Dafür kannst Du reflektieren ggf. mit Freunden drüber reden. Der Nachteil bei einer langen Therapie und einer langen AU ist der sinkende Selbstwert und auch die beginnende Bequemlichkeit. Die Krankheit wird dann als Entschuldigung vorgeschoben. Schau das Du da nicht rein kommst. Dafür bist Du einfach zu jung.

Wegen dem kündigen der noch bestehender Anstellung. So etwas macht man natürlich nicht :icon_evil: frag mich was das für ein toller Ratschlag war. Die hat wohl keine Ahnung davon. Also - nie selbst kündigen! Auch keine Auflösungsverträge unterschreiben.

Dann noch mit der AU. Nimm bereits vor dem Entlassungstermin Kontakt zu Deinem Arzt auf. Kläre ab, ob er/sie Dich überhaupt weiter AU schreiben würden. Dann musst Du sehr genau darauf achten, dass die AU lückenlos ist. Da darf kein Tag zwischen fehlen.
 

penelope

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Ich habe heute ein Einzelgespräch mit meiner behandelnden Therapeutin und Ärztin geführt und bat sie, dass sie mich nach fehlgeschlagenem Arbeitsversuch für die jetztige Arbeit als arbeitsunfähig schreibt. Sie verneinte dies und empfahl mir, mich vom jetzigen AG kündigen zu lassen.
Eine berufliche Reha lehnte sie ab, weil ich da angeblich wenig Entscheidungsfreiheiten hätte, was neuen Beruf angeht - hab ich auch nicht verstanden.:icon_kinn:


Die Erkrankung ist (körperlicher), geistiger und seelischer Art sein. Leistungen der beruflichen Rehabilitation sollen die Arbeitsfähigkeit erhalten, verbessern oder wiederherstellen.


Möchtest du das entscheiden bei Zwangsstörung, Mittelschwere Depression, histrionische und abhängige Persönlichkeitsstörung) ?


Ich zitiere:
Für mich klingt es ein wenig so, dass die Thera Dir weitaus mehr zutraut als Du Dir. Da wäre zu prüfen wer richtig liegt.
Du bist 22 Jahre alt und hast anscheinend gute Chancen wieder voll arbeiten zu können




Wohl die Therapeutin!


Bitte noch einmal Beitrag 6 lesen, und Danke Muzel


ich zitiere:
Dann noch mit der AU. Nimm bereits vor dem Entlassungstermin Kontakt zu Deinem Arzt auf. Kläre ab, ob er/sie Dich überhaupt weiter AU schreiben würden. Dann musst Du sehr genau darauf achten, dass die AU lückenlos ist. Da darf kein Tag zwischen fehlen.


Woher kommst du zu dieser Meinung lieber nordlich22
 

Doppeloma

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Hallo Sentina,

Ich bin eben unsicher, ob ich in dem Beruf noch arbeiten kann.
Im Callcenter ist es eben eine echt hohe Belastung und man muss alles möglichst schnell und gleichzeitig machen. In einem Reisebüro ist dies anders und man kann alles der Reihe nach machen, dass das auch stressig ist steht außer Frage. Jedoch wäre ich dafür bereit.
Leider gibt es in Dresden aktuell keine Stellenangebote, da die Branche den Bach runtergeht. Ein Grund mehr für eine Umschulung.
Ich sehe das Problem ein wenig anders und werde dir auch erklären warum.

Wie du schon selber feststellst ist es (im Regelfall) eher NICHT üblich als Reiseverkehrskauffrau in einem Call-Center zu arbeiten, zu den Belastungen brauchst du mir NIX weiter schreiben, dazu weiß ich SEHR gut Bescheid.

Vor gut 10 Jahren wurde ich (aus einem körperlich belastenden Beruf) durch die DRV zur Reiseverkehrskauffrau umgeschult, so sollte ich es in der Zukunft beruflich "leichter" haben :icon_daumen:

Die DRV/AfA wird also in deinem Falle eher KEINEN Grund sehen, dich in was Anderes umzuschulen, weil DAS was du gelernt hast, aus ihrer Sicht bereits ein "guter (Büro-) Beruf für gesundheitlich eingeschränkte Leute" IST :icon_neutral:

Dass du bisher im Call-Center warst wird dafür kein Argument sein, man wird dir empfehlen, deinen Beruf eben in Zukunft möglichst außerhalb eines Call-Centers auszuüben, wo die Arbeitsbedingungen insgesamt etwas "enspannter" wären!

Es bringt also NIX wenn du versuchst von irgendeinem Arzt bescheinigt zu bekommen, dass du als Reiseverkehrskauffrau nicht mehr arbeiten kannst, du brauchst es schriftlich, dass du IN EINEM CALL-CENTER NICHT mehr arbeiten kannst.

Sonst wirst du bei der AfA immer wieder in irgendwelche Call-Center verwiesen, weil du ja "sowas" schon gemacht hast, dein (erlernter) Beruf an sich, spielt dabei bald KEINE Rolle mehr :icon_evil:

Und dein Einkommen (bzw. das ALG daraus ca. 60%) ist nicht so üppig, dass du das dann ablehnen kannst, ohne eine Sperre zu riskieren.

Du solltest auf jeden Fall mit deinem Psychiater darüber sprechen, ob er dir da im Fall des Falles ein entsprechendes Attest ausstellen würde, dass du im Call-Center nicht mehr arbeiten kannst, weil das zu stressig ist.

Ich habe fast 10 Jahre (in einem anderen Bereich /Mobilfunk-Kundenbetreuung) im Call-Center gearbeitet und jetzt bin ich reif für die EM-Rente, leider will die DRV das noch nicht begreifen.

Wenigstens wurde in meiner Reha eindeutig bescheinigt, dass ich NIE WIEDER in einem Call-Center (oder ähnlichen Tätigkeiten) arbeiten darf und auch mein Psychiater würde mir das jederzeit schriftlich bestätigen, wenn notwendig :icon_daumen:


MfG Doppeloma
 

knuddi80

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Hallo Sentina,

ich komme auch aus Dresden, zewcks den schwerbehindertenausweiss muss Du auf die Junghansstr. (Nähe Polandplatz, Techn. Sammmlungen) in Dresden gehen...


Du bekommst aber nur 30 % drauf...

Welche Krankenkasse bist Du?


mfg Kunddi
 

nordlicht22

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Ich habe heute ein Einzelgespräch mit meiner behandelnden Therapeutin und Ärztin geführt und bat sie, dass sie mich nach fehlgeschlagenem Arbeitsversuch für die jetztige Arbeit als arbeitsunfähig schreibt. Sie verneinte dies und empfahl mir, mich vom jetzigen AG kündigen zu lassen.
Eine berufliche Reha lehnte sie ab, weil ich da angeblich wenig Entscheidungsfreiheiten hätte, was neuen Beruf angeht - hab ich auch nicht verstanden.:icon_kinn:


Die Erkrankung ist (körperlicher), geistiger und seelischer Art sein. Leistungen der beruflichen Rehabilitation sollen die Arbeitsfähigkeit erhalten, verbessern oder wiederherstellen.


Möchtest du das entscheiden bei Zwangsstörung, Mittelschwere Depression, histrionische und abhängige Persönlichkeitsstörung) ?


Ich zitiere:
Für mich klingt es ein wenig so, dass die Thera Dir weitaus mehr zutraut als Du Dir. Da wäre zu prüfen wer richtig liegt.
Du bist 22 Jahre alt und hast anscheinend gute Chancen wieder voll arbeiten zu können




Wohl die Therapeutin!


Bitte noch einmal Beitrag 6 lesen, und Danke Muzel


ich zitiere:
Dann noch mit der AU. Nimm bereits vor dem Entlassungstermin Kontakt zu Deinem Arzt auf. Kläre ab, ob er/sie Dich überhaupt weiter AU schreiben würden. Dann musst Du sehr genau darauf achten, dass die AU lückenlos ist. Da darf kein Tag zwischen fehlen.


Woher kommst du zu dieser Meinung lieber nordlich22
kannst Du nicht mal etwas übersichtlicher schreiben?
Auf was bezieht sich Deine Frage?¿
Aus dem was Du scheibst, muss ich davon ausgehen, dass Du keine oder nur wenig Kontakt zu PS hast.
 

penelope

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kannst Du nicht mal etwas übersichtlicher schreiben?
Auf was bezieht sich Deine Frage?¿

nun auf das genau was hier geschrieben wird:icon_smile:
Aus dem was Du scheibst, muss ich davon ausgehen, dass Du keine oder nur wenig Kontakt zu PS hast.
was ist gottes Namen meinst du mit PS:icon_kinn:

aber wenn ich richtig liege, bedarf es zu dem wahrlich nicht:icon_smile:
 

knuddi80

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hallo Reiner Zufall,

weil ich die selben Krankheiten habe bzw. noch etwas schlimmer das seit schon seit 2006, und auch nur 30 % bekommen habe...:icon_dampf:

Bekannte von mir haben auch nur 30 % bekommen...

Bin aber in widerspruch gegangen heut...

gruss knuddi
 

auweia

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Eine Bescheinigung zur Arbeitsunfähigkeit an der jeweiligen Arbeitsstelle kann nicht nur deine derzeitige Psychotherapeutin ausstellen sondern auch zum Beispiel ein Hausarzt.

Du hattest ja irgendwie gesundheitlich gelitten um die Therapie überhaupt zu bekommen. Neben den seelischen hat man ja auch oft körperliche Symptome. Gehe zum Hausarzt, schildere Deine Symptome und Erfahrungen bei der Probearbeit und sag ihm was du uns gesagt hast, daß du das nicht schaffst. Wenn der Arzt zu dem Ergebnis kommt daß Du an dieser speziellen Stelle besser nicht mehr arbeiten solltest kann er das auch rechtswirksam bescheinigen. Und viele Ärzte werden das tun. Es ist in medizinischen Kreisen bekannt daß Stress handfeste körperliche Symptome verursacht unter denen die Leute ernsthaft leiden. Leider gibt es aber auch heutzutage Therapieeinrichtungen die nur auf das eine Ziel geeicht sind die Leute wieder in ihre alten Arbeitsstellen zu bringen und sie dann als "geheilt" zu deklarieren. Da ist Geld dahinter. Diese Therapieeinrichtungen sind zweckgebunden und werden nur weiter finanziert wenn sie die richtigen "Erfolgszahlen" vorweisen können am Jahresende. Da wird nicht immer drauf geachtet was für Dich persönlich am besten ist.
Ein Hausarzt oder unabhängiger Therapeut ist nicht in dieser Weise zweckgebunden. Die sehen ihre Erfolgsstatistiken und Finanzierung nicht gefährdet wenn sie dir so ein Attest schreiben.

Viel Erfolg! :icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
weil ich die selben Krankheiten habe bzw. noch etwas schlimmer das seit schon seit 2006, und auch nur 30 % bekommen habe...:icon_dampf:

Bekannte von mir haben auch nur 30 % bekommen...
Versorgungsämter usw. sind in ihren Entscheidungen oft undurchsichtig bis zum geht-nicht-mehr.

Aber klasse, daß Du in Widerspruch bist. Man muß sich wehren.

Hatte auch mal mit GdB 40 angefangen, also keinen Ausweis. Wußte aber von anderen mit denselben Problemen, daß die 'nen Ausweis bekamen.

Ergo habe ich auch auf Gleichbehandlung gepocht.
 

Sentina

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Hallo und besten Dank Euch allen , habe mir jetzt erstmal den Antrag von der RV ausgedruckt.

@ knuddi: bin bei der Bkk TUI.

L. G. Sentina. Melde mich wieder!
 

nordlicht22

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Sentina, da Du über eine sehr lange Zeit in einer Tagesklinik warst und diese Ärztin Dich ja für 100% arbeitsfähig hält - suche Dir dringend Fachärzte oder eine andere Möglichkeit ein Gutachten zu bekommen, dass das von der Tagesklinik aushebelt. Du hast sonst 0 Chance. Anerkannt wirst Du wahrscheinlich die PS und evt. die Zwangsstörung bekommen, wobei die sich nicht addieren.

Hier wird das große Problem eben das Gutachten der Tagesklinik sein. Laut der Ärztin sind Deine Einschränkungen dürch die Erkrankungen minimal - also auch keine Anerkennung.

Noch einmal: lasse Dich SEHR GUT und umfassend beraten. In Deinem Alter einen Schwerbehindertenausweis zu beantragen und mit der anscheinend doch eher kleinen Einschränkung, kann Dir viel Probleme bereiten. Du musst damit rechnen, dass Dein jetziger AG Dich entlässt. Ein Schwerbehindertenausweis fördert nicht gerade die Aufnahme eines neuen Job. Da Du die Finanzen angesprochen hast - in Hartz angekommen, dürfte das Dir gar nicht mehr gefallen.

Gerade bei dieser PS ist ein Neustart oft schwer. Schau bitte ernsthaft, ob es wirklich nicht geht oder Du Dir nicht selbst im Weg stehst.
 
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