Gespräch mit AOK bezüglich Arbeitsunfähigkeit

  • Starter*in Gelöschtes Mitglied 66197
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Gelöschtes Mitglied 66197

Gast
Hallo,

ich habe vor ein paar Tagen von der AOK einen Brief bekommen mit einem Terminvorschlag, da ich arbeitsunfähig krank bin und ins Krankengeld gerutscht bin.

Ich habe bereits viel darüber gegoogelt und bin hier im Forum auf ein interessantes Thema gestoßen mit sehr interessanten Beiträgen die mir aber auch zum Teil Angst gemacht haben.

Darum wollte ich nun nochmal ein Thema für meinen Fall öffnen. Hoffe das ist so Recht.

Mir ist klar, dass sie mich so schnellst wie möglich wieder aus dem Krankengeld haben wollen. Und in diesem Fall ist die Krankenkasse ja nicht an mir und meiner Gesundheit interessiert sondern daran, dass ich schnell aus dem Krankengeld rauskomme egal wie.

Als erstes war ich so naiv und gutgläubig und wollte da hin gehen aber jetzt gerade weiß ich nicht ob ich zu diesem freiwilligen Termin gehen soll.

Der Termin ist ja freiwillig. Das heißt ich muss zu diesem ja nicht gehen aber wie sieht es dann weiter aus? Können sie mir dann mein Krankengeld kürzen oder streichen?

Davor habe ich gerade echt Angst und darüber nach zu denken belastet mich gerade auch noch mehr.

Ich hänge mal als Anlage das Schreiben hinzu.

Grüße,
Moonracer
 

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Merse

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"Wir treffen uns..." - haben die schonmal was von Anstand gehört? Schreiben da die Praktikanten die Einladungen Vorladungen? "Wir bieten Ihnen an..." oder "Als möglichen Termin schlagen wir vor...", ja, aber garantiert nicht in so einem Befehlston.
 

saurbier

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Hallo Moonracer,

wie HermineL schon anmerkte, der Brief gehört in die Ablage!

Hier wird eine KK SB beauftragt mit dir in einem lockeren Gespräch alles relevante abzufragen, was der KK die Möglichkeit bieten könnte irgendwo etwas Geld zu sparen. Da gibt es für eine KK unzählige Möglichkeiten. Vielleicht einen kooperations Arzt der KK zu empfehlen (damit bekommt man dann gleich mal einen Einblick in die Krankengeschichte), oder oder. Je nachdem was man den dafür geschulten SB´s da dann aus reiner Unachtsamkeit erzählt könnte auch mal ein Termin bei MdK raus kommen, der dann überprüft ob nicht wohlmöglich eine Reha für einen besser wäre (für die KK zumeist), oder eine andere Behandlung. Ach da gibt es leider vieles.

Also vermeide es in eigenem Interesse solche Gespräche mit der KK zu führen.

Merke dir für die Zukunft, alles immer nur schriftlich - niemals per Telefon - denn sowas kann man im Streifall nicht Beweisen und je länger eine AU dauert, je mehr Druck üben die meisten KK´s heute aus. Schriftlich und am besten immer per Einschreiben und bei wichtigen Dingen (Anträge etc.) immer per Einschreiben mit Rückschein. Denn nur so hat man einen Beweis das man etwas abgeschickt hat und bei letzterem dann sogar das der Empfänger - was auch immer er behaupten mag - tatsächlich erhalten hat.


Grüße saurbier
 

gila

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Ich kann mich nur anschließen ... und auch von ganz aktuell gemachter Erfahrung berichten.

Das möchte ich auch ausführlich mal tun, damit man sieht, wie hier vorgegangen wird!

Diese Vorgehensweisen der Kassen mittels "KGM" (Krankengeldmanagement) sind durchweg äußerst fragwürdige Praktiken, die auch schon lange in der KRITIK sind - auch bis Verbraucherzentralen, Ärztekammern und Bundespatientenbeauftragten!
Warum hier schier NICHTS geändert wird, ist unverständlich!

Eine Bekannte ist seit 3 Monaten erkrankt - eine schwierige gynäkologische Erkrankung.
DAZU kam, dass man ihr den Arbeitsplatz unterm Ar... weggenommen hat - ohne Vorwarnung - und sie daher zusätzlich auch noch arbeitsrechtliche Schritte unternehmen muss und nach 20 Jahren an dieser Stelle nun durch diese Art und Weise auch noch psychisch sehr leidet.
Die "freundliche Helferin und Fallmanagerin" ihrer BKK meldete sich nun bald - das "verständnisvolle" Telefonat, auf dass sie herein fiel und dann auch - leider - diesen ähnlich gestalteten Wisch trotz Freiwilligkeit unterschrieb - brachten gleich mal nix wie Ärger!

Es fiel sogar der Begriff "Mobbing" und "Arbeitsplatzkonflikt" - bis heute wissen wir noch nicht, woher die KGM das überhaupt WEISS!
Vermutung: der MDK wandte sich kürzlich an ihre Hausärztin und forderte einen Zwischenbericht an. Die HA teilte die bestehenden gesundheitlichen Einschränkungen mit, dass derzeit noch Behandlungen anstehen - und dass zusätzlich noch Schwierigkeiten mit der Arbeitsstelle vorhanden sind und die Patientin hier auch therapeutische Unterstützung benötigt.

Anmerkung: Die Hausärzte brauchen auf die Anfragen des MDK KEINE Schweigepflichtsentbindung vom Patienten einholen - sie sind zur Auskunft verpflichtet!

(Ich habe selbst mal vor einigen Jahren meine komplette Krankenakte angefordert - über 150 Seiten - und man WUNDERT sich nur noch, WAS da alles hinterm Rücken an Auskünften vom MDK, aber AUCH VON KRANKENKASSEN-SACHBEARBEITERN an Fragebogen an speziell den Hausarzt geschickt wird!!! Es LOHNT sich, mal seine Krankenkassenakten anzufordern!)

WIE jedoch nun die Info an die KRANKENKASSE, resp. die "Fallmanagerin" gelangt ist - das soll noch demnächst geprüft werden!

JEDENFALLS: gleich nach dem Telefonat, wo die FM von Hilfestellung sabbelte und meiner Bekannten doch TATSÄCHLICH anriet, SIE MÜSSE diesen "Arbeitsplatzkonflikt" unbedingt KLÄREN (Anm.: bei derzeit schwerer gyn. Erkrankung!) und sollte dazu einen Termin beim BETRIEBSARZT machen! - darüber kam auch umgehend ein - noch freundliches - Schreiben, man habe GEMEINSAM bei dem "netten Telefonat" festgehalten, dass der Betriebsarzt sie UNTERSUCHEN solle - bis zum Datum XX würde eine Bestätigung über einen baldigen Termin erwartet.

Nach dem Telefonat und mit den ganzen Erwähnungen Arbeitsplatz und Betriebsarzt erwachte meine Bekannte aus einem bösen Traum und war völlig platt und überfahren und ratlos.
Ich riet ihr bis dato, den schriftlichen Termin VERSTREICHEN zu lassen - es war nur ein Schreiben, keine rechtsverbindliche Aufforderung, keine Konsequenz - und NICHT MEHR ans Telefon zu gehen - die FM würde sich sicher gleich nach dem Verstreichen des Termins melden und DANN würden wir das gemeinsam in die Hand nehmen und entsprechend beantworten!

PROMPT: kaum 3 Tage nach Termin kam Schreiben Nr. 2.

Diesmal - und das ist wirklich die HÖHE!! - sah das Schreiben schon "bedrohlicher" aus:
1_Bf KK (2).jpeg



Nun hab ich gleich wie "jeck" recherchiert und auch von meinen eigenen Erfahrungen mit meiner "Erlebnis-BKK" wusste ich so einiges ja ...
ZUSÄTZLICH fand ich hier einen SEHR bezeichnenden und vor allem DEUTLICHEN Artikel, der - gerade in Bezug auf Mobbingopfer und Umgang der Kassen - KLAR BENENNT, was hier PHASE ist!

SEHR lesenswert: Nach Mobbing am Arbeitsplatz folgt das Krankengeld-Mobbing durch die Krankenversicherung | akademie.de

Ebenso Infos hier: Viele Fragen Ihrer Krankenkasse müssen Sie nicht beantworten | Verbraucherzentrale Hamburg

Etwas älter hier: Trotz Krankheit: Kassen drängen Patienten zur Arbeit

Mit Hinweis darauf, dass auch der (vorherige) Pat.Beauftr. Karl Laumann diese Praktiken bestätigen kann.

Wir haben nun so reagiert, dass wir:

- moniert haben, dass es KEINESFALLS Bestandteil des Telefonates war, dass sie in der gesundheitlich eh schon brisanten Situation einem sinnfreien Druck ausgesetzt wird.

- dass es KEINE PFLICHT gäbe, einen BETRIEBSARZT aufzusuchen - dies ist keiner gesetzlichen Vorschrift zu entnehmen - im Falle eines Irrtums solle man die Rechtsgrundlage benennen.

- dass die "Aufforderung" den "Konflikt am Arbeitsplatz" klären zu müssen, nachdem die FM KEINERLEI weitere Kenntnis der Situation, geschweige denn medizinische Kenntnisse über die div. Erkrankungen habe, nicht nur "unpassend" ist, sondern diese „Empfehlung“ und der anschließend schriftlich ausgeführte Druck völlig kontraproduktiv und sowohl auf nicht-medizinischen als auch völlig „laienhaft-psychiatrischen“ Annahmen und falschen Schlussfolgerungen beruht.

- dass diese belastende Vorgehensweise einen Rückschlag in der bestehenden Erkrankung verursacht hat mit Nebenwirkungen, die spez. in diesem Fall lebensbedrohlich sind.

- dass ein Betriebsarzt WEDER für die gynäkologischen Probleme zuständig, noch psychiatrisch ausgebildet ist. Da auch derzeit keine "Wiedereingliederung" Thema ist, auch nicht zuständig. Außerdem müsste ja der Arbeitgeber die Kosten einer "Untersuchung" tragen - WOZU?

- Wichtig: Des Weiteren bestehen KEINERLEI Unklarheiten über die derzeitige Arbeitsunfähigkeit (falls es darauf hinauslaufen sollte, den MDK nun zu beauftragen!) und sie ist auch künftig in Behandlung bei mehreren Fachärzten und die Behandlungen NOCH NICHT ABGESCHLOSSEN sind.

Weiter habe ich angeführt - wörtlich zitiert, beruhend auf diverse rechtliche Recherchen und dem o.g. Artikel des Neurologen und falls jemand etwas ähnliches erlebt und das gebrauchen kann:

Ihre Aufforderung enthält auch keinerlei rechtliche Grundlage für eine verpflichtende Mitwirkung meinerseits. In Deutschland haben wir immer noch das RECHT auf selbstbestimmte medizinische Behandlung.
Mit Ihrem aktuellen Schreiben gehen Sie sogar noch einen Schritt weiter:
Sie wollen mich – ohne dass hierzu eine Rechtsgrundlage vorhanden wäre! – dazu NÖTIGEN, mich von einem Betriebsarzt „untersuchen“ zu lassen, und dass unter Androhung von Versagung des mir zustehenden Krankengeldes?!
Dies ist nicht nur ganz als besonders „unverschämt“ zu bezeichnen, sondern die nötigende Androhung einer Kürzung oder Einstellung des Krankengeldes ist unzulässig, ganz davon abgesehen, dass auch eine fehlende Mitwirkung in der abschließenden Regelung für das Ruhen, den Ausschluss und die Kürzung des Krankengeldes im SGB V §§ 49-51 nicht aufgeführt ist.
Für diese Androhung in Ihrem Schreiben nennen Sie mir bitte die KONKRETE Rechtsgrundlage!

Die Einstellung des Krankengeldes oder auch nur die rechtswidrige ANDROHUNG dient KAUM der Hilfe, sondern fördert eine psychosoziale Destabilisierung des Erkrankten und behindert eine Genesung!
Ebenso fordern Sie von mir NACHWEISE über Untersuchungstermine und NAMEN der konsultierten Ärzte und forschen in Telefonaten meine intimsten und medizinischen Belange aus und dokumentieren diese offensichtlich!
Mit welcher Rechtsgrundlage erheben Sie ZUSÄTZLICHE und auch medizinische Daten bei Patienten – was nach Auffassung des Bundesdatenschutzbeauftragten ebenso rechtswidrig ist?
Die Spezialvorschriften des SGB V stehen über den allgemeinen Vorschriften des SGB I, sodass die Mitwirkungspflicht bei Gesundheitsdaten nur gegenüber dem MDK und nicht gegenüber den Krankenkassen besteht.

Aus dem Grund, dass mein VERTRAUEN nach dieser Handlungsweise hier gravierend zerstört wurde, nehme ich mein anfänglich gegebenes Einverständnis für Ihr „Beratungsangebot“ ZURÜCK.
Des Weiteren UNTERSAGE ich die Speicherung Ihrer bisher bei mir erfragten Daten und Informationen und werde das ggf. per Akteneinsicht zu einem späteren Zeitpunkt überprüfen lassen.

Von weiteren Telefonanrufen bei mir möchte ich, dass Sie Abstand nehmen!
Ich werde nun die Angelegenheit über derartige Vorgehensweisen u.a. auch dem Bundespatientenbeauftragten vorlegen.

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Nun sind wir gespannt auf den nächsten Schritt dieser BKK!
Geplant: Beschwerde Bundespat.Beauftragter, UPD, BKK Vorstand und Aufsichtsbehörde der KK.
:mad:
 
Zuletzt bearbeitet:

Katzenstube

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Halĺo Ihr,
Auch bei mir versucht eine BKK Druck auf mich und den Augenarzt auszuüben. Derzeit liegt beim Augenarzt der Fragebogen des MDK. Ist ein Horror und ich sehe mich schon mit Eilantrag und Widerspruch beim Sozialgericht.
Logisch aber, dass jetzt alles schwer ist und noch viel schwerer werden wird. Problematisch ist auch dass viele Menschen sich nicht mehr wehren können und in vielen Bereichen keine Urteile zu finden sind, durch und mit denen man/Frau weiterkommt.

Ich ziehe derzeit alles durch ...im Notfall mit meiner Rechtsanwältin für Sozialrecht.
Gruss von katzenstube
 

gila

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Mach doch ein eigenes Thema auf - dann kann man auf deine Problematik mal eingehen!
 

Katzenstube

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Hallo Gila,
Ich lese mal bei Euch interessiert mit. Sollte ich bei meiner widersprecherei ect. nicht mehr weiter wissen so mache ich ein Thema auf.
Gruss von Katzenstube
 
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Gelöschtes Mitglied 66197

Gast
Hey,

vielen Dank für die vielen hilfreichen Beiträge.

Oha, dass ist ja erschreckend. Krass.... Dieses Verhalten ist menschenunwürdig und einfach fehl am Platz. Mir würde so ein Gespräch wohl auch nicht gut tun. Das würde mich, wenn es wirklich so kommt wie ihr es sagt, noch mehr destabilisieren.

Nehmen wir jetzt mal an. Ich beachte diesen Termin einfach nicht und die AOK meldet sich nochmals mit nem Brief wo angedroht wird das ich, wenn ich das nächste mal nicht zum Termin komme, das Krankengeld gekürzt bekomme. Was soll ich denn dann machen? Da würde ich mich ja schon richtig angegriffen fühlen und würde voller Sorgen und Ängste doch hingehen.

Was wäre wenn ich nun zum Termin doch gehe und sie mich dann ausfragen. Da gibt es dann von meiner Seite aus ja schon Sachen die ich beachten kann, damit bei diesem Gespräch nicht viel rauskommt.

Ich habe gelesen, dass man nur gegenüber dem MDK verpflichtet ist seine gesundheitlichen Daten und sein Zustand mitzuteilen.

Ich habe mal ne Liste erstellt was ich dann so beachten würde (in der Hoffnung das sie mich dann in Ruhe lassen):
  1. Keine Daten über den aktuellen gesundheitlichen Zustand geben
  2. Informieren, dass man zur Zeit in Fachärztlicher und Therapeutischer Behandlung ist und diese erst begonnen hat
  3. Informieren, dass ich bei meinen Ärzten bleibe da sie mich gut behandeln

Oder noch eine Option wäre einfach per E-Mail dem SB mitzuteilen, dass man zur Zeit an ihrem Angebot nicht interessiert ist. Aber wenn ich es für nötig halte wieder auf dieses Angebot zurückkomme:


Code:
Sehr geehrter Herr .... ,


ich habe von Ihnen einen Brief erhalten in dem Sie mich zu einem Gespräch, bezüglich meiner Arbeitsunfähigkeit, einladen.


Zur Zeit bin ich an Ihrem Angebot und dem Gespräch nicht interessiert. Wenn ich es für notwendig halte werde ich auf ihr Angebot zurückkommen.


Mit freundlichen Grüßen,

.....

Was haltet ihr davon?

Denn keine Antwort geben ist meiner Ansicht nach auch nicht so gut.

Grüße,
Moonracer
 

Katzenstube

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Hallo Moonracer,
Ich habe der Kasse geschrieben dass ich keine Anrufe und derzeit auch keine Beratung wünsche.
Anrufe erfolgen immer noch, ich nehme diese nicht entgegen. An den SB keine Infos. Der MDK hat sich direkt an meinen Augenarzt gewandt (denn ich nicht von der Schweigepflicht entbunden hatte).

Da ich aber krank bin können die mich.....

Soweit mir bekannt kann das Krankengeld ohne persönliche Begutachtung nicht gestrichen werden. Auf eine entsprechende Androhung würde ich in den Widerspruch gehen .... per Eilantrag über das Sozialgericht.
Ich denke, Du könntest in dem Fall Prozesskostenhilfe beantragen. Anwalt ist im ersten Schritt nicht notwendig, soweit ich nachrecherchiert habe.

Gruss von Katzenstube
 

gila

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Ich beachte diesen Termin einfach nicht und die AOK meldet sich nochmals mit nem Brief wo angedroht wird das ich, wenn ich das nächste mal nicht zum Termin komme, das Krankengeld gekürzt bekomme. Was soll ich denn dann machen?

Nix. Wie du ja bereits gelesen hast, ist das rechtswidrig und das ein freiwilliges Angebot.
Sollte hier wie in meinem Beispiel damit gefertigt werden, zurück schlagen!

Ich habe gelesen, dass man nur gegenüber dem MDK verpflichtet ist seine gesundheitlichen Daten und sein Zustand mitzuteilen.

So ist es. Wenn du in Behandlung bist und die Arbeitsunfähigkeit erwiesen und klar ist, ist alles OK.

Da die aber keine Ruhe geben, wenn man sich NICHT meldet (eigene Erfahrung), ist eine kurze Antwort ratsam.
Ich würde es ein wenig "netter" formulieren:

Vielen Dank für Ihr Angebot mit Schreiben vom....

Derzeit habe ich jedoch keinen Beratungsbedarf.
Ich befinde mich in guter ärztlicher Betreuung und wir beginnen mit gezielten Behandlungen und Therapien.
Gerne komme ich auf Ihr Angebot zurück, sollten sich Fragen ergeben.
MfG

Der MDK hat sich direkt an meinen Augenarzt gewandt (denn ich nicht von der Schweigepflicht entbunden hatte).

Musst du nicht. Der Arzt ist gegenüber dem MDK zur Auskunft verpflichtet.
 

Katzenstube

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Hallo Gila,
Danke für die Info, ich dachte, nur der Hausarzt bräuchte keine Verschwiegenheitsentbindung. Aber wie gesagt: ich bin schon auf einen Ringkampf eingestellt.
Gruss von Katzenstube
 

gila

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Danke für die Info, ich dachte, nur der Hausarzt bräuchte keine Verschwiegenheitsentbindung


Die Auskunftspflicht der Ärzte gegenüber dem MDK (wohlgemerkt: nicht gegenüber der Krankenkasse) folgt aus § 276 Absatz 2 Sozialgesetzbuch 5. Danach sind "Leistungserbringer verpflichtet, Sozialdaten auf Anforderung des Medizinischen Dienstes unmittelbar an diesen zu übermitteln, soweit dies für die gutachtliche Stellungnahme und Prüfung erforderlich ist.". Die Auskunftspflicht ergibt sich ferner aus § 62 Absatz 2 Bundesmantelvertrag – Ärzte (BMV-Ä)
 

saurbier

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Hallo Moonracer,

merke dir unbedingt, mit SB´s telefoniert man nicht - NIE -. Mit SB´s kommuniziert man auch nicht per e-mail - NIE -.

Mit SB´s kommuniziert man wenn überhaupt immer nur per Post, denn per Post muß man für Behörden und Sozialträger grundsätzlich erreichbar sein.

Damit man hier immer auf der gesetzlich sicheren Seite ist, sollte man berzigen, Briefe immer per Einschreiben und bei besonders wichtigen Dingen (z.B. Anträgen) sogar per Einschreiben mit Rückschein zu kommunizieren.

Dies ergibt sich alleine aus dem Umstand, daß inziwschen immer mehr bei Behördern um sich greift zu behaupten die Post hätte sie nicht erreicht. Da ist dann der einzig mögliche Nachweis als Bürger (Behörden haben ja die Postzustellungsurkunde) eben der Einschreibebrief, welchen die Post entsprechend dokumentiert. Solche Brief kann man dann über die Sendungsverfolgung nachverfolgen.

Siehe hier:
Sendungsverfolgung

Damit erfährt man dann wann der Brief beim Empfänger zugestellt wurde.

Ein Einschreiben mit Rückschein bringt zusätzlich den Vorteil, daß der Empfänger auf dem Rückschein das Empfangsdatum, als auch den Empfänger namentlich dokumentiert sowie den Postzusteller und dann den Rückschein als solches an den Absender zurück schickt.

Klar das kostet ein paar Euro, aber das sollte es jedem Wert sein, wenn er zukünftigen Ärger mit diversen SB´s bzw. Sozialträgern vorsorglich aus dem Weg gehen möchte.

Und noch eins - vielleicht solltest du der lieben KK SB in deinem möglichen schreiben ggf. noch eine Zeile anfügen, in welcher du dieser mal unmissverständlich fragst, aufgrund welcher Rechtslage unter Angabe des Gesetzes du überhaupt dazu verpflichtet sein sollst, dich solch freiwilliger Maßnahme auszusetzen.


Grüße saurbier
 
G

Gelöschtes Mitglied 66197

Gast
Hey,

vielen Dank für eure hilfreichen Beiträge und Ratschläge.

Ich schicke generell bei wichtigen Anlässen immer den Brief als Einschreiben gegen Unterschrift zur eigenen Sicherheit. Habe früher auch noch was miterleben müssen weil ich es 1 mal nicht gemacht habe. Aber daraus lernt man.

Ich habe meiner SB jetzt einen Brief (Einschreiben gegen Unterschrift) zukommen lassen. Mal schauen wie sie darauf reagiert.

Grüße,
Moonracer
 
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