Gespräch bei Reha-Einrichtung, Privatschnüffelei, Datenschutz, usw...

Leser in diesem Thema...

E

ExUser 44963

Gast
Ich wollte einfach mal Drüber reden und vielleicht habt Ihr ja eine Meinung. Danke schonmal fürs Lesen.

Heute hatte ich das zweite Gespräch in einer Rehaeinrichtung, quasi ein Aufnahmegespräch für eine in nächster Zeit anstehende Rehamaßnahme. Im Prinzip wars Dann wie ein verschärftes FM-Gespräch.

Und Heute ist wirklich zu 100% Das gekommen, Was ich erwartet hatte. Deshalb bin ich auch nichtmal verärgert, außer vielleicht unterschwelliger Groll. Die Leute Dort können ja Nichts Dafür und arbeiten im Endeffekt auch nur ihr Schema-F ab. Und nach dem Gespräch kommt der Nächste Dran. Die Abteilungsleiterin saß neben der Psychologin (oder Psychaterin) noch mit im Raum, weil ihr Büro. Aber ich hab mir verkniffen, Was zu sagen. Die haben Dort eben kaum Räume und die Leiterin regelt sowieso Alles insgesamt, zwischen Rehaeinrichtung und AA-Rehaabt..

Zur Art und Weise:
Und von der ersten Sekunde an wars eine negative Atmosphäre und absolutes Privatausspionieren (Lebensweise, Familie, Umfeld,...), mithilfe eines warscheinlich typischen Psychofragebogens (man könnte denken "Zensus"!), den ich aber gut seitlich einsehen konnte. Aber ich bin auch Diesmal insgesamt cool geblieben!:smile:
Fragen nach:
-typ. Tagesablauf (Zeit des Aufstehens? Tätigkeiten?)
-Alkohol
-Auskommen mit dem monatlichen Geld
-familiäres Umfeld
-Kindheit, Kindergrippe, Kindergarten, Schule (wohlgefühlt?, Probleme?)
-Wohnung, Größe (Raumzahl)
-sich selbst auf einer Motivationsskala von 1 bis 10 einordnen (kam am Ende des Psychogesprächs/Fragebogens)

Meinen steigenden unterschwelligen Groll haben die aber mit Sicherheit gemerkt, klar. War halt genau, wie beim FM dieses gegenseitige "Belauern" und der Versuch, mich mit vorgegaukelt "nettem" Psychogebrabbel aus der Reserve zu locken. Hat aber insgesamt nicht funkitioniert!:icon_razz:
Ich hab fast nur ausweichende/neutrale Antworten gegeben und tlw. gar keine Aussage gemacht. Natürlich will man die Mitarbeit nicht gleich ganz verweigern. Im Prinzip hat man schon wieder Zuviel verraten. Immer dieses Diplomatiespiel! :icon_motz:

Und natürlich war von Anfang an sofort diese "Wenn er nicht willig ist, dann wollen Wir evtl. auch nicht."-Atmosphäre zu spüren, die sich natürlich gesteigert hat, bis sie leise (und sichtlich leicht genervt) geäußert haben, dass das Zustandekommen ja auch Immer eine Frage der Kooperation ist (hat die Psychofrau kurz und leise geäußert. Vor allem ab dem logscherweise kommenden Punkt, an dem ich klar gemacht habe, dass sie das Gutachten vom ÄD haben können, aber ich meinen privaten Arztbrief nicht herausgebe!

So, und Das war im Wesentlichen das Gespräch mit der Psychofrau.

Danach noch Organisatorisches. Jetzt ist mir schon beinahe egal, ob die Sache scheitert. Nach dem Gespräch Heute hat sich mal wieder Alles bestätigt und neue Infos kamen Dazu. Auch, dass auch Hier Teilnehmer zu EDV-Schulungen noch an Dritte "verschoben" werden. Wen wunderts?

Nr1:
Neues elektronisches Infosystem, namen EF@ oder Emfat oder wie Das gesprochen wird. Hat mir die Leiterin erklärt. Also Anwesenheit, Förderziele, etc.... Bedeutet, es gibt keine Papieranwesenheitslisten mehr, zwischen dem Träger und dritten Beauftragten.

Nr2:
Das Spiel kennen Wir ja.
 

Anhänge

  • nv25-001b.jpg
    nv25-001b.jpg
    82,4 KB · Aufrufe: 186
  • nv25-002b.jpg
    nv25-002b.jpg
    209,3 KB · Aufrufe: 154
E

ExUser 44963

Gast
Und Nr.3:
Um an Soviel wie möglich ranzukommen. Hihi, dabei unterscheidet sich bei mir Teil A so gut wie garnicht von Teil B.:icon_razz: Und Üble Nachrede ist in Teil A auch nicht Drin.
 

Anhänge

  • nv25-003b.jpg
    nv25-003b.jpg
    97,3 KB · Aufrufe: 142
E

ExitUser

Gast
Wie kommst du überhaupt an diese ominöse Reha-Einrichtung? Hast du dir die selbst gesucht oder wurde sie dir vorgesetzt?

Wenn man sich auf eine berufliche Reha einlassen will, ist gegenseitiges Vertrauen schon mal nicht verkehrt.

Natürlich wollen die Träger auch immer den Laden voll kriegen, aber selbst so etwas sollte man offen ansprechen können. Sonst ist das wohl nicht die richtige Sache.
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.611
Bewertungen
2.633
Das hatte ich in ähnlicher Form auch schon erlebt:

Einladung (ausdrücklich) zu einem Informationsgespräch

Vor Ort:

Quasi eine erneute medizinische Untersuchung... habe ich dann schnell abgebrochen und bin gegangen.

So etwas mache ich NUR noch in Begleitung... aufgrund ganz schlechter Erfahrungen....

So etwas kann ganz gefährlich werden...wenn einem das Wort im Munde umgedreht wird...



(Das hat ja dieses Niveau von "kostenlosen Butterfahrten" bei denen man gezwungen wird ein 96-teiliges Topfset und ein 12er Pack Heizdecken für 6000,00 € zu kaufen....)
 
E

ExUser 44963

Gast
@en Jordi

Und genau dieses anfängliche "leichte" Vertrauen ist mit dem heutigen Gespräch Dort wieder weggewischt.
Nein, diese Einrichtung wurde mir nicht vorgesetzt, sondern es war Bisher Alles im gegenseitigen Einverständnis.

@Minimina

Ja, aber ich kanns ja Jederzeit widerrufen. Außerdem hat auch der ÄD keinerlei private medizinische Unterlagen von mir!

Es gibt praktisch nur das ÄD-Gutachten, das abgerufen werden kann.
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.611
Bewertungen
2.633
Wie kommst du überhaupt an diese ominöse Reha-Einrichtung? Hast du dir die selbst gesucht oder wurde sie dir vorgesetzt?

Wenn man sich auf eine berufliche Reha einlassen will, ist gegenseitiges Vertrauen schon mal nicht verkehrt.

Natürlich wollen die Träger auch immer den Laden voll kriegen, aber selbst so etwas sollte man offen ansprechen können. Sonst ist das wohl nicht die richtige Sache.


Der Rehabilitand ist in der Regel nur (Abrechnungs-) Mittel, das den Zweck heiligt....

z.B. da:

45 Min - Der verlorene Patient: Dokumentation | 27. Mai 2013, 22:00 Uhr | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A - Z - 45 Min


und da:

Die Reportage: Kaputt vom Job - Was Menschen in die Frührente treibt | 08. März 2013, 21:16 Uhr | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A - Z - Die Reportage



Es geht idR nur um die Inszenierung des Scheins vom Kompetenz und Qualität.... wenn die Sozialstaats-Milliarden verteilt werden....

Der mündige Patient (oder Rehabilitand) ist eher lästig... wer sich nicht dem Schema-F anpasst.... wird ganz schnell vor die Tür gesetzt....
 
E

ExitUser

Gast
@en Jordi

Und genau dieses anfängliche "leichte" Vertrauen ist mit dem heutigen Gespräch Dort wieder weggewischt.
Nein, diese Einrichtung wurde mir nicht vorgesetzt, sondern es war Bisher Alles im gegenseitigen Einverständnis.

So muss das auch sein. Ich denke, du wirst dich anderweitig umschauen, oder?

Also ich kann nur sagen, dass es in meiner Reha (Ausbildung beim Bfw) sehr motivierte Mitarbeiter gab, denen es auch darum ging, dass motivierte Teilnehmer ihre Situation verbessern konnten. Das steht und fällt wohl wirklich auch mit jedem Träger und dem Personal. Deshalb, immer gut anschauen, bevor man sich bindet. Es ist aber auch nicht wirklich schwierig, eine Reha abzubrechen, wenn es denn gar nicht gut laufen sollte.
 
E

ExUser 44963

Gast
Beim ersten Info-Gespräch Damals hatten Die sich noch die Mühe gegeben und die Fassade gerade so aufrecht erhalten, obwohl es für mich schon durchschaubar war.

Heute dagegen, keinerlei Mühe um Fassade.:icon_mad:
 
E

ExitUser

Gast
Der Rehabilitand ist in der Regel nur (Abrechnungs-) Mittel, das den Zweck heiligt....

z.B. da:

45 Min - Der verlorene Patient: Dokumentation | 27. Mai 2013, 22:00 Uhr | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A - Z - 45 Min


und da:

Die Reportage: Kaputt vom Job - Was Menschen in die Frührente treibt | 08. März 2013, 21:16 Uhr | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A - Z - Die Reportage



Es geht idR nur um die Inszenierung des Scheins vom Kompetenz und Qualität.... wenn die Sozialstaats-Milliarden verteilt werden....

Der mündige Patient (oder Rehabilitand) ist eher lästig... wer sich nicht dem Schema-F anpasst.... wird ganz schnell vor die Tür gesetzt....

Na ja. Das ist immer leicht gesagt, aber es ist ja auch nicht unbedingt einfach, Behinderte im Arbeitsmarkt unterzubringen, wenn es schon viele Gesunde nicht leicht haben ...

Wer da eine Patentlösung parat hat, soll sich erstmal melden.
 

Muzel

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
15 Dezember 2008
Beiträge
12.974
Bewertungen
2.059
Nach dem GdB darf überhaupt nicht gefragt werden. Es ist schon umstritten, ob nach einer Schwerbehiderung gefragt werden darf.
 
E

ExUser 44963

Gast
@hartaber4

Ich hab nochmal Drüber geschlafen, man muss es ja auch erstmal setzen lassen.

Du hast Recht. Grob schematisch gesehen war das Gespräch wie ein Gespräch beim Psychater. Und Damals beim Infogespräch, hatten Die noch nach meinem Nachbohren ausdrücklich darauf hingewiesen, dass sie KEINE medizinsiche Einrichtung sind und dementsprechend keine medizinischen Therapien machen.

Und Gestern hat sich Alles wieder genau andersrum dargestellt.

Aber Wen wunderts im Endeffekt? FAW halt...
 
E

ExUser 44963

Gast
Und jede Wette, Die haben hinter meinem Rücken vom JC konkret den Auftrag bekommen, mich nach meinen Privatleben auszufragen.

Vor allem haben solche Fragen, ob und wieviel Kaffee ich trinke, wie mein Tagesablauf genau aussieht, welche Hobbys, welche Wohnungsgröße und wie lange ich schon in meiner Wohnung wohne, ob ich Haustiere habe, ob ich Schulden habe und wie ich mit dem Geld klarkomme, ja genaugenommen überhaupt Nichts mit der Rehamaßnahme zu tun.

Ich hab beim JC Akteneinsicht beantragt, denn Jetzt ist der Punkt erreicht. Schaumermal!
 
E

ExUser 44963

Gast
Im November 2013 hatte ich die Unterlagen an den Landesdatenschutz NRW geschickt, weil laut Thüringer-Landesdatenschutz Dieser für diesen Rehabildungsträger zuständig ist (Firmensitz der Bildungsträgerkette).

Die Akteneinsicht hat Nichts gebracht. Mir wurde kein Termin zugeschickt, sondern beim folgenden SB-Termin angeboten, im Nachbarraum in die Leistungsakte zu schauen, wenn ich Das möchte.

Vermittlungsakte in Papierform existiert aber angeblich nicht, da nur elektronische Akte im EDV-System.

Sie wollte wissen, Was ich genau wissen will. Ich habe ne ausweichende Anwort gegeben und nach einem bestimmten Jahr aus der Vergangenheit gefragt.
SB hat ihren Monitor umgedreht und mir Registerkarten gezeigt, ein Bisschen Hin und Her und zurück geklickt und gesagt: "Mehr ist Da nicht Drin". Oder so ähnlich.

Das Blöde ist ja, dass ich kein "laufendes Verfahren" habe, dass eine echte Akteineinsicht bewirken könnte!

PS: Natürlich wird wie Immer gelogen. Die Papier-Vermittlungsakte lag vor nicht allzu langer Zeit noch bei einem Termin vor SB auf dem Tisch und sie blätterte Darin.
 

Anna B.

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
5 Juli 2011
Beiträge
7.796
Bewertungen
5.420
wenn das bereits im November war, würde ich jetzt auf jeden Fall mal nachhaken..die müssen wenigstens eine Eingangsnachricht schicken...

und bleib am Ball...
 
E

ExUser 44963

Gast
LDS NRW hat geantwortet und meint, dass so erstmal Nichts zu beanstanden sei. Ich könne aber gegebenenfalls zu Formulierungen oder Textpassagen meine Bedenken präzisieren. Alternativ Anfrage beim zuständigen DS des Unternehmens.

Na gut, immerhin schonmal eine Antwort vom LDS NRW.
 
Oben Unten