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Gesetzliche Krankenkassen horten 21 Milliarden Euro

Dagegen72

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#1
https://www.abendblatt.de/politik/a...-Krankenkassen-horten-21-Milliarden-Euro.html
Berlin. Wenn viele Menschen Arbeit haben und Beiträge in die Sozialversicherungen einzahlen, macht sich das dort unmittelbar bemerkbar. Wie gut die wirtschaftliche Lage in Deutschland ist, zeigt sich aktuell an der Neunmonats-Bilanz der gesetzlichen Krankenkassen: Die Rücklagen der insgesamt 110 Kassen sind so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr.
cool, warum gibt es dann Krankenhaussterben? Gibt es die Fallpauschalen eigentlich noch? Wenn ja, warum werden die dann nicht endlich abgeschafft?
 

nik72

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#2
Gibt es die Fallpauschalen eigentlich noch? Wenn ja, warum werden die dann nicht endlich abgeschafft?
Oder zumindest erhöht...

Wahrscheinlich liegt es an der Marktwirtschaft, in der effizient und kostensparend gewirtschaftet werden muss.
 

Kerstin_K

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#4
Welche Doppelbeitragszahler?
[>Posted via Mobile Device<]
 

RobbiRob

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#5
Welche Doppelbeitragszahler?
[>Posted via Mobile Device<]
Diejenigen die vorgesorgt haben und jetzt nicht nur den Arbeitnehmeranteil, sondern auch den Arbeitgeberanteil auf ihre Renten zahlen müssen.

Direktversicherung oder auch Betriebsrenten zahlen also doppelt, in meinem Fall sind das incl. PV mal eben 18,7%!

Ich komme mir verarxxxt vor mit meiner jahrelangen Solidarität incl. Höchstbeiträgen zur GKV.
Nun als Rentner werde ich doppelt abgezockt.
 

Sabattical

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#6
Ich finde es ehrlich gesagt etwas beschämend, was sich die Krankenkassen erlauben.

Sie sollten entweder die Beiträge senken, oder Beiträge zurückerstatten oder endlich mal aufhören, Ärzten das Honorar zu deckeln.

Was die betreiben, ist Diebstahl. Das Geld, das da angehäuft ist, liegt sinnlos rum.

Ich wundere mich nur, daß die zuständige Aufsicht tatenlos zusieht.

21 Milliarden Euro klingen für mich nicht wie ein "Notgroschen".
 

AsbachUralt

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#7
Bei jährlichen Gesamtausgaben der KK von 220 Milliarden Euro sind diese 20 Milliarden gerade mal ein 1 Monatspolster.
 

Kerstin_K

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#8
Was mich nervt daran ist im Prinzip das, was das Problem bei allen Sozialleistungsträgern ist: Die KKs tun so, als wenn es ihr Geld ist und man muss zum Teil um einfach notwendige Leistungen lange kämpfen.

Ich kenne viele Eltern von schwerst mehrfachbehinderten Kindern, die zusätzlich zu der Belastung durch die Pflege so ganz nebenbei noch eine unglaublichen Papierkrieg mit den Krankenkassen führen müssen. Da wird darum gestritten, warum das Kind so und soviel Windeln am Tag braucht und ob es 2 Weniger nicht auch tun. Da weren drigend notwendige Hilfsmittel oder Therapien abgelehnt.

Sicher mpssen auch die KKs sparsam mit den Geldern umgehen, aber irgendwo muss auch die Sparsamkeit mal eine Grenze haben.
 

ckl1969

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#9
21 Milliarden Euro klingen für mich nicht wie ein "Notgroschen".
2017 lagen die Leistungsausgaben in Summe aller GKV‘en bei 220 Milliarden EURO. Also monatlich knapp 18,35 Milliarden EURO.

Die 21 Milliarden würden dann also für „gut“ einen Monat reichen.

Ich würd sagen, dass ist ein sehr auf Kante genähter „Notgroschen“.
 

erwerbsuchend

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#10
Die 21 Milliarden würden dann also für „gut“ einen Monat reichen.
Wann war es das letzte Mal notwendig gewesen, dass die Kassen ihre Ausgaben komplett von dem "Notgroschen" bezahlen mussten, weil sie mal keine Einnahmen gehabt haben?
 

RobbiRob

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#11
Leider wissen das vor allem die kostenlos versicherten jungen Leute im Alg2 heute nicht mehr, warum Schröder zu Reformen gezwungen war.

Auch die KV geriet im Rahmen der „German Disease“ in Schwierigkeiten.

http://www.sozialpolitik-aktuell.de/id-2003.329.html#gkv_modernisierungsgesetz

In dieses Reformpaket zum Jahr 2004 wurde auch die Abzocke der Betriebsrenten beschlossen.

Kostenlose Krankenversicherung ist ja anscheinend selbstverständlich geworden, was sollen da auch Diskussionen wer das alles finanziert?

Ich persönlich ahne Schlimmes, wenn ich mir die Börsen ansehe.
Meist nehmen die solche Entwicklungen vorweg.
 

ckl1969

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#12
Wann war es das letzte Mal notwendig gewesen, dass die Kassen ihre Ausgaben komplett von dem "Notgroschen" bezahlen mussten, weil sie mal keine Einnahmen gehabt haben?
Wahrscheinlich noch nie.

Aber es ist absehbar, daß die nächste „Konjunkturdelle“ und damit verbundene Mindereinnahmen der Sozialkassen quasi vor der Türe stehen. Um dann ein Polster zu haben die Beiträge nicht wieder anheben zu müssen, ist es sicherlich vernünftig in der jetzigen guten Phase eine Reserve anzulegen.

21 Milliarden mag erst mal sehr viel klingen, in einem System in dem jährlich hunderte Milliarden umgesetzt werden, sind sie es aber leider nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:

ckl1969

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#14
Leider wissen das vor allem die kostenlos versicherten jungen Leute im Alg2 heute nicht mehr, warum Schröder zu Reformen gezwungen war.

In dieses Reformpaket zum Jahr 2004 wurde auch die Abzocke der Betriebsrenten beschlossen.

Kostenlose Krankenversicherung ist ja anscheinend selbstverständlich geworden, was sollen da auch Diskussionen wer das alles finanziert?
In einem Sozialstaat zu leben und sich an den Kosten der Sozialleistungen beteiligen zu müssen ist schon bitter? Zumindest dann, wenn die Teilhabe an diesem Sozialsystem aus der eigenen Sicht, der eigenen Bilanz, ein Minusgeschäft ist?

Was die Abzocke der Betriebsrenten bzw. Direktversicherungen angeht, ist das Thema für eine „kurze“ Diskussion leider viel zu umfangreich. Aber, falls du diese mit einer Gehaltsumwandlung finanziert hast, schreib doch mal was du in der Ansparphase an Steuern und Sozialabgaben eingespart hast und was dein AG an Sozialabgaben eingespart hat. Dann schreib uns, was du jetzt, also in der Leistungsphase an Sozialabgaben (Abzocke) zahlst und dann rechnen wir mal gemeinsam (mit Zins und Zinseszinseffekten), ob überhaupt und wenn ja in welcher Höhe, du abgezockt wirst.

Eine kostenlose Krankenversicherung gibt und gab es nie. Es gibt einen beitragsfreien Versicherungsschutz für Personen, die diesen nicht selbst finanzieren können. Und ja, der sollte tatsächlich selbstverständlich sein.
 

RobbiRob

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#15
Weder mein Arbeitgeber oder ich haben Sozialbeiträge gespart.
(Ja, das ist so!, wenn man schon Höchstbeiträge als freiwillig GKV abführt)
Mein Arbeitgeber hat 20% Pauschalsteuer abgeführt.

Trotzdem muss ich Steuern und vor allem doppelte Krankenversicherung und auch komplette Pflegeversicherung darauf bezahlen.

Ich beklage mich überhaupt nicht über die Zahlung der Krankenversicherung und Steuern.
Ich beklage mich darüber, dass mir was anderes zugesichert wurde und ich jetzt auch noch den Arbeitgebanteil zahlen soll.

Zum Thema kostenlose Krankenversicherung sehe Dich mal in den Diskussionen zum Thema Regelsatz um.
Da wird allenfalls noch die KDU erwähnt.

Krankenversicherung, GEZ? Alles selbstverständlich.
Dass die Bedürftigen das nicht zahlen können, ist doch klar und richtig.
Der Fehler liegt darin, dass speziell den jungen Leuten gar nicht klar ist, dass das alles erwirtschaftet werden muss und abseits des Regelsatz Kosten anfallen.
————
Deine untertönigen Anspielungen kannst Du Dir sparen, ich bin nachweislich seit Jahrzenten solidarisch mit Höchstbeiträgen GKV versichert und darüber hinaus zahle ich auch nicht wenig Steuern.
Auch als Rentner.

Es geht mir einzig und allein um die ungerechte Doppelverbeitragung der KV. Es geht hier im Thread ja um Überschüsse der KV.

Vorsorge wird bestraft, analog zum Alg2 wird Ausgeben bzw. Nichtsparen belohnt.
 

ckl1969

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#16
Deine untertönigen Anspielungen kannst Du Dir sparen, ich bin nachweislich seit Jahrzenten solidarisch mit Höchstbeiträgen GKV versichert und darüber hinaus zahle ich auch nicht wenig Steuern.
Auch als Rentner.
Ok, für meine untertönigen Anspielungen entschuldige ich mich!

Es sei denn, du hast mit deinen höchstsolidarischen GKV Höchstbeiträgen die höchstsolidarische Annehmlichkeit der beitragsfreien Mitversicherung von Frau und Kindern genoßen und somit am Ende mit „deiner Solidarität“ doch wieder eher mehr die Solidarität der Solidargemeinschaft genossen als selbst solidarisch gewesen zu sein.

Anmerkung für die denen das Thema nicht so geläufig ist:
Verdient Papa genug um in „die Private“ zu wechseln, muß er dort für sich, für Frau und ggf. Kinder jeweils einen eigenen Vertrag abschliessen und jeweils pro Kopf Beitrag x zahlen. Bleibt er in der GKV, zahlt er einen Beitrag, nämlich den Höchstbeitrag, und hat damit alle versichert.

Ist dann ein Rechenexempel, ab wann welche Form günstiger ist.

Vorsorge wird bestraft, analog zum Alg2 wird Ausgeben bzw. Nichtsparen belohnt.
Das Thema Alg 2 bzw. der Vergleich, paßt in dem Fall nicht so ganz.

Es ist doch so, daß privat gezahlte Lebensversicherungen, Rentenversicherungen, Sparpläne etc. etc., nicht von der Beitragspflicht betroffen sind. Da wird Vorsorge also nicht „bestraft“?!

Betroffen sind „lediglich“ Direktversicherungen, die mit gewissen steuerlichen Spareffekten und Einsparungen bei Sozialversicherungsbeiträgen (bis Beitragsbemessungsgrenze) verbunden waren?!

Dann erzähl doch mal, warum du dich für die Direktversicherung über deinen AG entschieden hast und das nicht alles selbst abgewickelt hast? Du klingst nicht so, als ob du nicht in der Lage wärst, einer Versicherung eine Einzugsermächtigung für die Beitragszahlung zu erteilen oder dafür selbst einen Dauerauftrag
anzulegen.
 

RobbiRob

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#17
OT: Mama zahlt auch solidarisch selber, nix Familienversicherung, sondern DINKS ;-) ...
Verschärft aber die steuerliche Behandlung meiner Renten, da Muttern noch voll arbeitet ....

Ich kenne die Situation bezüglich Neuabschluss heutzutage nicht mehr, damals war das quasi das Nonplusultra, eben wegen der Pauschalbesteuerung und Beitragsfreiheit.
Dass bei mir das Sparen der SV Beiträge gar nicht existent war und somit auch eine rein private Absicherung sinnvoll wäre, das stimmt.
Das habe ich auch gemacht im Rahmen einer reinen BU-Versicherung, also nix Ansparen.
Da zahle ich keine SV drauf und versteuere nur den Ertragsanteil.

Bei der Direktversicherung ist die Kapitalauszahlung zum Beginn der Regelaltersrente auch noch immer steuerfrei. Stand heute. ;-)

Nur ist eben so, dass ich Erwerbsminderungsrente in Höhe von 20% der Versicherungssumme bis max. zum Renteneintritt bekomme.
Und das unterliegt der Steuer und den 18,7% SV-Abzug.

Egal ob Arbeitgeberfinanziert oder selber, (ich habe beides), es ist und bleibt unverständlich wie man alte Verträge vor 2000 rückwirkend den rechtlichen Rahmen ändert.

Darum gehts und nicht um irgendwelche Solidardiskussion.

Es gibt aber Hoffnung, dass zumindest der Arbeitgeberanteil ab nächstem Jahr wegfällt.

Sorry für OT, glaube auch kaum, dass die Mehrheit das überhaupt versteht.
 

Kerstin_K

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#18
Egal ob Arbeitgeberfinanziert oder selber, (ich habe beides), es ist und bleibt unverständlich wie man alte Verträge vor 2000 rückwirkend den rechtlichen Rahmen ändert.
Das ist eh ein Riesen Problem. Private Altersvorsorge muss man langfristig planen. Das ist aber schwer moeglich, wenn sich ständig rechtliche Gegebenheiten aendern.
[>Posted via Mobile Device<]
 

saurbier

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#19
Genauso soeht es doch aus.

Die Politik hat doch schon öfters uns arbeitendes Volk mit irgendwelchen Versprechnungen zum Abschluss von privaten Versicherungen gelockt, wo man dann nach Jahren/jahrzenten plötzlich eine zusätzliche tolle Einnamequelle entdeckte.

Auf unsere Politiker ist eben kein verlaß mehr.

Ist doch nichts anderes will alle 4 Jahre aufs neue, wenn die Bundestagswahlen anstehen. Da wird vorher in großen Tönen und auf riesigen Plakaten getönt was man einzelnen Gruppen so alle gutes tun will und ist die Wahl dann endlich auf diese Weise gewonnen, ja dann weiß keiner der Damen oder Herren natürlich mehr was vorher so gesagt wurde.

Wohl nicht umsonst gilt wohl der Spruch - was interessiert mich mein Geschwätz von gestern -.

Nichts anderes betreibt man doch seit Jahren mit den EMR´s. Da wurde erzählt, ja gar versprochen das man die EMR verbessern will und heraus kam was, ja für alle neuen Fälle gibt es eine Verbesserung - nur die bisherigen schauen in die Röhre.

Es ist wie mit dem berühmten Rattenfänger von Hammeln.

Solange hierzulande alle noch unseren Politikern deren Aussagen und Wahlversprechen glauben schenken, wird sich auch nichts ändern.

Da sollte sich das Deutsche Volk mal ein Beispiel an unseren Nachbar in Frankreich nehmen. Da geht das Volk auf die Straße und zeigt den Politikern was es von deren Machenschaften hält.


Grüße saurbier
 
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