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Geringqualifizierte bilden sich seltener weiter

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U.a. klingt irgendwie ja auch logisch im Sinne von:

Ohne gutes Fundament lässt sich kaum etwas Sinnvolles errichten


Geringqualifizierte nehmen deutlich seltener an Weiterbildungen teil als der Durchschnitt der Bevölkerung. Darauf wies Veronika Zimmer vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) hin. Sie berief sich dabei auf den Adult Education Survey. Danach machte 2012 jeder Zweite (49 Prozent) zwischen 18 und 64 Jahren eine Weiterbildung. Bei den Geringqualifizierten waren es nur 32 Prozent. Als gering qualifiziert gelten alle, die einen Hauptschul- oder gar keinen Abschluss hatten.

Dabei müssten gerade Geringqualifizierte darauf achten, dass sie im Job nicht den Anschluss verlieren.


Quelle:

Geringqualifizierte bilden sich seltener weiter - Ratgeber - Hamburger Abendblatt
 

Snickers

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Man kann sich auch selber weiter bilden.........z.B. hier im Forum. Hier wissen einige mit Sicherheit mehr als die SB´s....
Einfach mal eine Bewerbung raushauen und einen Vergleich anfordern.....
 

USERIN

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Man kann sich auch selber weiter bilden.........z.B. hier im Forum. Hier wissen einige mit Sicherheit mehr als die SB´s....
Einfach mal eine Bewerbung raushauen und einen Vergleich anfordern.....

Das driftet jetzt zwar etwas vom Thema ab, aber kann mir die Anmerkung nicht verkneifen.

Aus meinen Erfahrungen kann ich zusammenfassen:

Ein(e) SB im JC muss gar nicht viel wissen für das Alltagsgeschäft.

Wissen muss man nur, dass man für fehlerhafte (rechtswidrige) Entscheidungen kaum gerade zustehen hat.

Um den Rest kann sich die Widerspruchsstelle oder oft die Sozialgerichtsbarkeit kümmern.

Fertig!

Nebeneffekt: Der LB steht zumindest eine Weile (auch in einem Eilverfahren) ohne Leistungen (aber mit einem unguten Gefühl) da - meist eine schmerzliche Erfahrung, die weh tut (Soll sie ja subtil auch!!!), wenn man keinerlei Reserven zum "Überbrücken" hat.


Back on/to topic:

Dass Weiterbildungen oder eine Grundqualifikation durch die JC in der Regel nur ein schlechter Witz ist, dürfte auch klar sein.

Die/der LB ist meist letztlich nur Mittel zum Zweck in der Welt der Maßnahmenbespaßung, ZAF , etc.
 

XxMikexX

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Es gibt so viele Weiterbildungen – mancher wird vom Angebot erschlagen und macht dann lieber gar nichts
Und das ist umsonst?

Wie soll denn ein ALG-2 Empfänger, dem nur ein paar Kröten zum Essen und Wohnen zugestanden werden, Weiterbildungen bezahlen?:icon_motz:


Hyper-zynischer Artikel!:icon_motz::icon_motz::icon_motz:


Vom JC kommt gar nichts!

Was die anbieten ist für die Tonne, daß dürfte allen bekannt sein!
 

USERIN

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Und das ist umsonst?

Wie soll denn ein ALG-2 Empfänger, dem nur ein paar Kröten zum Essen und Wohnen zugestanden werden, Weiterbildungen bezahlen?:icon_motz:


Hyper-zynischer Artikel!:icon_motz::icon_motz::icon_motz:


Vom JC kommt gar nichts!

Was die anbieten ist für die Tonne, daß dürfte allen bekannt sein!
Unbestritten ist die Kassenlage für SGB II eher eng, aber:

Bist du als ALG-II Empfänger auf die Welt gekommen ?

Oder beginnt deiner Auffassung nach die "Pflicht" zur (Weiter-)Bildung erst im SGB II Bezug ?
 

pinguin

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@USERIN
Für den einzelnen Bürger gibt es keine Pflicht zur Weiterbildung.

Es gibt allerdings eine Pflicht der ganzen Gesellschaft, sich neuen Anforderungen zu stellen bzw. sich auf neue Gegebenheiten einzulassen, und dazu zählt dann freilich auch stete Weiterbildung.

Aber:
Wovon soll der meist unterbezahlte "gerinqualifzierte" Bürger denn eine individuelle Weiterbildung bezahlen? Bezahlbare VHS bieten längst nicht alles an, und das wenigste von denen ist geeignet, die Chancen auf einen Job zu erhöhen.
 

Don Vittorio

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Man sollte aber bedenken,das nicht jeder Mensch die gleichen intellektuellen Fähigkeiten hat,deshalb wird es immer auch Menschen geben,für die der normale Hauptschuabschluß schon ein Erfolg ist.Und diese Menschen findet man dann natürlich unter den Geringqualifizierten,da helfen dann aber keine noch so guten Möglichkeiten zu weiterbildung,wenn es der Kopf nicht schafft.
Wäre es anders,würde die Welt nur noch aus kleinen Einsteins bestehen.
 

nik72

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Viele der (noch) arbeitenden Bevölkerung bilden sich innerhalb ihrer Firma "firmenspezifisch" weiter.
Wie und wovon sollen sich denn ALG2- Empfänger weiterbilden und wie nützt es ihnen?
 

XxMikexX

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Bildung ist gar nicht erwünscht!

Wenn man sich die Gegebenheiten ansieht, kann man nur zu diesem Schluß kommen!


Diese Diskussion ist nur ein Ablenkungsmanöver um die Schuld halt denen zuzuschieben, die keine "Bildung" haben.

"Bildungsferne Schichten" auch so ein sozialrassistisches Wort das ich heute wieder lesen mußte, das grenzt für mich an Volksverhetzung!


Erwünscht sind nur Fachidioten!


So hat man auch alles umgebaut.

Bachelor-Studiengänge, Turbo-Abi, Unterfinanzierung von Hochschulen usw.



Man sehe sich auch die Bildungsangebote für Erwachsene an!


Wo sind sie denn?


Es gibt die Volkshochschulen. Davon wird nichts von Arbeitgebern anerkannt! Da kann man genausogut sagen ich habe ein Buch über dieses Thema gelesen.


Die BA hat einen gigantischen Etat, womit man mit Sicherheit viel machen könnte.

Aber was gibt es denn da?





Gebildete Menschen stellen sich Fragen. Z.B. Was geht hier eigentlich mit der Europapolitik ab und was mit den Finanzmärkten? Wo bleiben wir als Bürger eigentlich?

So was ist unerwünscht!
 
E

ExitUser

Gast
Wie soll denn ein ALG-2 Empfänger, dem nur ein paar Kröten zum Essen und Wohnen zugestanden werden, Weiterbildungen bezahlen?:icon_motz:
Gute Frage. Zwar gibt es bei mancher VHS Sozialrabatte. Aber mit der VHS zeigt man gerade mal seinen guten Willen, überzeugt aber keinen Arbeitgeber davon, voll im Stoff zu stehen.

Hyper-zynischer Artikel!:icon_motz::icon_motz::icon_motz:
Im Endeffekt schon, wenn man bei einem Schreiberling die Erkenntnis voraussetzt, daß Geringqualifizierte in der Mehrzahl Aufstocker sind und nichts übrig haben. Dabei sind Hauptschulabgänger keineswegs notwendig blöd und faul, fragen doch hier immer wieder Leute, wie sie die Realschule und das Gymnasium nachholen könnten, um an eine vernünftige Berufsausbildung zu kommen.

Vom JC kommt gar nichts!
Fahrkarten für Meldetermine und Maßnahmen, sonst nichts. Und auch die nur etliche Monate später bzw. im sozialgerichtlichen Eilverfahren.

Was die anbieten ist für die Tonne, daß dürfte allen bekannt sein!
Nicht unbedingt. Inzwischen wollen auch seriöse Schulen mit an den Kuchen, ohne dabei ihren guten Ruf auf's Spiel zu setzen. Ganz einfach deshalb, weil der Vermögensverfall der Masse evident ist, immer weniger mal eben ein paar Tausender hinblättern können und deshalb die Kohle vom Amt einfach gebraucht wird, um die Einnahmerückgänge etwas abzufangen.

Freilich, das sind Ausnahmen. In bestimmten Fachkreisen anerkannte Weiterbildungen werden vom Amt nie gezahlt werden, weil keiner auf die völlig absurde Idee kommt, ein nur ein halbes Dutzend Mal durchgeführtes Tagesseminar für ein paar Tausender zertifizieren zu lassen. Wollte man da am Ball bleiben, müßte man für diese Veranstaltungen jeden dritten Regelsatz ausgeben ...

Und weil diese Zertifizierungen, die das Amt seit zwei Jahren verlangt, nicht ewig gelten und schweineteuer sind, werden mit den Kursen Massen abgefertigt, um die Kosten wieder einspielen zu können. Dazu drückt man bewußt Zugangsvoraussetzungen und Inhalte unter die Teppichkante. So hat ein Qualitätssicherungsinstrument dafür gesorgt, daß gerade die qualitativ hochwertigen Angebote zuverlässig vom Markt verschwinden.
 

XxMikexX

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Ja der EU-Zertifizierungswahnsinn.

Ich verstehe bis heute nicht warum sich die Arbeitgeberverbände nicht entschieden dagegen zur Wehr gesetzt haben, bei ihrem Einfluß.

Gebracht hat es gar nichts, außer für die Zertifizierer. Für Arbeitgeber Kosten ohne Ende.

Aber das ist ein anderes Thema glaub ich.
 
E

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Gast
Ja der EU-Zertifizierungswahnsinn.
War eine Idee der BA, weil die schwarzen Schafe überhand nahmen. Jetzt sind sie unter sich.

Ich verstehe bis heute nicht warum sich die Arbeitgeberverbände nicht entschieden dagegen zur Wehr gesetzt haben, bei ihrem Einfluß.
Wirklich nicht? Das ist eine wunderschöne Markteintrittsbarriere. So sorgt man dafür, daß die Mitbewerberschaft überschaubar bleibt.
 

XxMikexX

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Wirklich nicht? Das ist eine wunderschöne Markteintrittsbarriere. So sorgt man dafür, daß die Mitbewerberschaft überschaubar bleibt.
Zum freien Wettbewerb und der freien Märkte, die man immer wieder propagiert, zur Globalisierung.

Ja passt schon, ja ich kann deinen Argumenten folgen.
 

Lecarior

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"Bildungsferne Schichten" auch so ein sozialrassistisches Wort das ich heute wieder lesen mußte, das grenzt für mich an Volksverhetzung!
Sozialrassismus, soso. Teilen also alle Angehörigen der bildungsfernen Schichten ein bestimmtes Gen? Ein "Hartzer-Gen"? Das ist aber eine ziemlich bedenkliche Einstellung, findest du nicht auch?!

Gebildete Menschen stellen sich Fragen. Z.B. Was geht hier eigentlich mit der Europapolitik ab und was mit den Finanzmärkten? Wo bleiben wir als Bürger eigentlich?
Deutschland ist schon ein seltsames Land. Die Intelligenzija ist überwiegend arbeitslos und die Flachpfeifen sind erfolgreich... :icon_hihi:
 

XxMikexX

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Sozialrassismus, soso. Teilen also alle Angehörigen der bildungsfernen Schichten ein bestimmtes Gen? Ein "Hartzer-Gen"? Das ist aber eine ziemlich bedenkliche Einstellung, findest du nicht auch?!
Die Einstellung habe nicht ich, sondern die Medien die das verbreiten!


Deutschland ist schon ein seltsames Land. Die Intelligenzija ist überwiegend arbeitslos und die Flachpfeifen sind erfolgreich...
Schwachsinn!

Wieviel Schmerzensgeld wären für diese Postings wohl angebracht?:icon_neutral:
 

Roter Bock

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Ich frage mich ernsthaft was dieser "Weiterbildungsquatsch" soll? Wenn schon ausgebildete Fachkräfte mit Jahrzehntelanger Berufserfahrung keinen Job mehr finden, wenn die 50 durch sind, braucht man sich über "Weiterbildung" wirklich keinen Kopf mehr zu machen.

Dieser Artikel geht in die Richtung, das Geringqualifizierte selbst schuld sind an der Misere. Ganz toll! Hätten sich ja weiterbilden können.

Wer Menschen nach einem Jahr Arbeitslosigkeit Ihren Beruf abspricht, wundert sich das "Weiterbildung" kein Ziel mehr findet?

Also Weiterbildung - nur wohin bitte schön? Haben wir nicht genug Arbeitslose Gabelstaplerfahrer?

Was ich bei "Weitergebildeten" bzw. Ausgebildeten erlebt habe geht auf keine Kuhhaut.

- Automechaniker die meine Bremstrommeln am Auto ohne Drehmomentschlüssel anziehen - technische Vorschriften sind doch für die Füsse.

- Radio- und Fernsehtechniker die keinen Schaltplan lesen können.

- BWL Fuzzis die meine Frage wie hoch der Deckungsbeitrag ist mit "Häää" beantworten.

...und dafür Weiterbildung. Herr lass Hirn vom Himmel fallen. Die Pfeifen die weitergebildet (...verbildet) wurden, beherrschen noch nicht mal die Basics!

Ich bin Autodidakt und ich fange jedes neue Thema im Leben mit einem Buch an - ja, das sind diese altmodischen Dinger die in keine CD Schublade passen!

Und was ist jetzt Deine "Message" Userin. Alle bleiben blöd die nicht in Kurse gehen? ich kann Dir sagen was aus denen wird, die sich weiterbilden - die sind genauso joblos wie wir auch.

Roter Bock
 

Lecarior

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XxMikexX

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Mir scheint eher, gewisse Kreise betrachten die abgenutzte Nazi-Keule als derart fabrikneu, dass man auch ohne Bezug zu ethnischen Gruppen den Vorwurf des Rassismus verwenden kann.
Schwachsinn, hat nichts mit mir oder meinen Postings zu tun!:icon_neutral:

Willste mich in eine Ecke drängen?

Das wird dir nicht gelingen!
 

USERIN

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- BWL Fuzzis die meine Frage wie hoch der Deckungsbeitrag ist mit "Häää" beantworten.


Und was ist jetzt Deine "Message" Userin. Alle bleiben blöd die nicht in Kurse gehen? ich kann Dir sagen was aus denen wird, die sich weiterbilden - die sind genauso joblos wie wir auch.

Roter Bock
Du kannst Deckungsbeitragsrechnung bis in die höchsten Stufen? Verstehe dann deine Reaktion nicht...denn dann müsste dir ja ein Top-Job zu Hauf zur Verfügung stehen....
 

Texter50

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Studien vom BMAS sind mir so suspekt, wie deren Statistiken. :biggrin:

Weiterbildung nach was?

Nach Jahren, in denen man gesagt bekommt: Du tauchst nix, Du bist eh nur vonner Hauptschule - wo bitte soll da der Anreiz sein?
Es gehört schon eine gute Portion an Selbstbewußtsein dazu, sich in den Klassenraum zu setzen und wieder zu riskieren, der Looser zu sein. Das muss natürlich nicht so sein, wird aber wie ein Schwert über den Leuten schweben.

Dann muss man einen bezahlbaren Lehrgang finden. Viele Leute wissen nicht mal, dass es auch ermäßigte Kurse gibt. Und auch die sind teils zu teuer (bei mir 2 x 200 Euronen für ne Inventor-Schulung, wobei die Stadt Dresden die Hälfte übernommen hat).
Nachlernen kann man mit ergänzenden Büchern auch.
Nur die kosten oder sind in der Bibliothek versteckt, in die sich auch nicht jeder bewegen mag. :icon_knutsch:

Zu dem Lehrgang muss man auch noch hin, was wieder Geld kostet?
Wie hoch war der Betrach noch, den man dem ELO für Bildung zubilligt?

Dann muss man sich bei der Anmeldung einmal mehr als armes Würstchen outen - wieder mal betteln oder einfach sagen: das steht mir zu?
In Gesprächen mit anderen Teilnehmern kannsste als ELO auch nicht wirklich Punkte sammeln. Was machen Sie denn so...
Nur wenns um die Leihratten geht, da kennste Dich dann aus. :icon_motz:
 

libertad

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Da müssen die Dozenten wohl als 0,-€ Jobber ran
 

Texter50

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Größtes Problem in Sachen fehlender Weiterbildung sind der innere Schweinehund bzw. Lethargie.

Geld spielt eine untergeordnete Rolle.
Lediglich ein Internet-Zugang ist Voraussetzung.

"Fortbildungen kostenlos" bringt bei google 3,4 Millionen Einträge.
Man findet alles von Fremdsprachen lernen bis Zehn-Finger-Schreiben.

z.B.:
Die LERNBÖRSE exklusiv für Kundinnen und Kunden - www.arbeitsagentur.de
Dann solltest Du den Leuten aber mal erst beibringen, wie man auf sich selbst gestellt lernt und gute von schlechten Inhalten trennt.

Ich persönlich halte von solchen Dingen eher dann etwas, wenn es darum geht, Wissen aufzufrischen oder zu ergänzen.

Auch habe ich schon viel Müll gesehen, der kostenlos und vergeblich war. Ich erinnere mich an ein Video von 20 Minuten Länge, in dem sich in der letzten Minute ein Mauszeiger kurz bewegte. Der Rest war hemmungsloses Gelaber. So kanns auch gehen. :biggrin:
 

sixthsense

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Mir scheint eher, gewisse Kreise betrachten die abgenutzte Nazi-Keule als derart fabrikneu, dass man auch ohne Bezug zu ethnischen Gruppen den Vorwurf des Rassismus verwenden kann.
Auch wenn ich Dir in diesem Punkt teilweise Recht geben kann, da mittlerweile schon Menschen mit deutlich sichtbarem Migrationshintergrund vor der Nazi-Keule nicht mehr sicher sind :icon_mad:, ist es aber keinwegs zu leugnen das arbeitslose Menschen hierzulande schon ganz offen, teilw. sogar polizeilich verfolgt wurden (war zwar vor der BRiD-Zeit, aber die Medienhetze steht der Propaganda-Maschinerie der Vergangenheit manchmal in nichts mehr nach).

Aber nur diese Karamellkekse die es in den Cafes immer gibt. :icon_daumen:
 
E

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Gast
...ist es aber keinwegs zu leugnen das arbeitslose Menschen hierzulande schon ganz offen, teilw. sogar polizeilich verfolgt wurden​
:eek: Arbeitslose, die polizeilich verfolgt wurden? Hör auf! Soweit ist es gekommen? Dabei weiß jedes Kind, das Arbeitslose per se ehrliche, rechtskonforme, friedliche Menschen sind. Und von diesen Durch-die-Bank-Gutmenschen wurde schon wer verfolgt? SKANDAL! So geht Staatsterror a la Lügen-BRD.

Es ist sogar noch viel schlimmer! Ich weiß nämlich aus geheimer Quelle, dass in jedem Polizeiauto so'ne Art Arbeitslosen-Schikane-Radar eingebaut ist. Das Ding sieht aus wie ein BOS-Funkgerät (und ein einfacher Mensch, der diese Verschwörung nicht durchschaut, würde es dafür halten). In WAHRHEIT ist es aber eine von der NSA in Auftrag gegebene, von google entwickelte und von der Bilderberger-Regierung ausgelieferte Elo-Aufspür-App!

Das ist wirklich ein perfides Gerät. Das Ding ist mit vier Sensoren (auditiv, visuell, haptisch, olfaktorisch) sowie mit einer Drohne verbunden und macht Polizisten auf Arbeitslose im Umkreis von 800 Metern des Polizeiautos aufmerksam, so in der Art:

"Achtung, arbeitsloser, Schikane-würdiger Elo-Parasit 600 Meter vorauss, linke Seite, randaliert am Netto-Markt. Es ist eine Verfolgung des besagten Subjekts einzuleiten." :mad: :icon_motz:

Was mich nur irritiert ist, dass es hin und wieder vorkommt, dass trotz dieser Technik auch Nicht-Arbeitslose von der Polizei verfolgt werden! Wahrscheinlich funktioniert die App einfach noch nicht so gut und kann z.B. einen arbeitslosen, randalierenden Jogginhoseträger am Netto-Markt nicht von einem arbeitenden, randalierenden Jogginhoseträger am Netto-Markt unterscheiden. Die Technik ist halt noch nicht ausgereift...
 

sixthsense

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@BurnsTorn

Du willst also leugnen, das Arbeitslose im Dritten Reich mal eben so als "arbeitsunwillige Asoziale" deklariert und verfolgt wurden und nicht selten im Lager endeten? :icon_kinn:

Denn sicherlich hast Du meinen Hinweis, dass dies vor der Zeit der BRiD geschah im "Eifer des Gefechts" wohl überlesen. :icon_pfeiff:
 
E

ExitUser

Gast
Denn sicherlich hast Du meinen Hinweis, dass dies vor der Zeit der BRiD geschah im "Eifer des Gefechts" wohl überlesen. :icon_pfeiff:
Nein, ich habe das durchaus gelesen. Ich habe mich aus Gründen der Ironie einfach mal deiner typischen Vorgehensweise bedient und an meinen Beitrag die gleichen Seriositäts-Standards angelegt, die du hier im Forum so gerne anlegst. Das heißt: Ich habe etwas aus dem Zusammenhang gerissen und präsumptive, suggestive Aussagen getätigt, die ich überspitzte und - so absurd sie auch sind - dann als wahr deklarierte. Kommt dir das Vorgehen bekannt vor?
 
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Größtes Problem in Sachen fehlender Weiterbildung sind der innere Schweinehund bzw. Lethargie.

Geld spielt eine untergeordnete Rolle.
Lediglich ein Internet-Zugang ist Voraussetzung.
Aber wer der vielen Nutzer weiß eigentlich das sein PC ein Benutzerhandbuch hat?
Und wer hat da schon mal reingeschaut,um zu erfahren was alles mit dem PC möglich ist?
Aber Knöpfchen auf Verdacht drücken und andere Leute Fragen st einfacher als selbst lesen und begreifen.:biggrin:
 

Existenzminimum

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... Kommt dir das Vorgehen bekannt vor?
Das würde Selbstreflektion voraussetzten, da ist es aber wohl nicht weit mit her. Wie total absurd und wahllos (im Sinne von : wie es grade passt) die Beiträge von sixthsense u. Co sind kann man ja auch in diesem Thread beoabachten , so wird Nazi-Verfolgung von Arbeitslosen mal einfach herbeigezogen und natürlich auf eine Stufe mit irgendwas in der Gegenwart (hier Berichterstatung über Arbeistlose) gestellt wird.

Manchmal wünscht man sich eine Zeitmaschine, mit der man solche Konsorten in die Jahre 33-45 zu katapultiert, damit dieser regelmäßig undifferenzierte wiedergekäute "Ist-ja wie-Adolf-Quatsch"angemessen druch Selbsterfahrung relativiert wird.

Das es Quatsch ist, sieht man z. B. daran das sixthsense täglich fröhlich hier seine "intellektuellen Höhenflüge" zelebriert, von spät abends bis morgens bzw. wieder ab morgens früh: welch "schweres arbeitsreiches" Leben, dabei permanent verfolgt und ggf. auch noch zur Arbeit im Arbeistlager gezwungen, wie man offenkundig mitverfolgen kann.... .


Tatsache ist, dass unsere tapferen, radikalen Aufklärer und BRD-Kritiker "erstaunlicherweise" nirgendwo anders anders als hier in diesem "üblen Fschistenstaat" ihre geistigen Ergüsse zum Besten geben wollen und werden: das geht auch Jahre lang gut. Kost und Logis durch das deutsche "Untertanen-Dummvolk" finanziert und gesichert und von diesem auch gerne genommen und ausdauernd in Empfang genommen.

Sind schon große Heuchler dabei.
 

Texter50

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Aber wer der vielen Nutzer weiß eigentlich das sein PC ein Benutzerhandbuch hat?
Und wer hat da schon mal reingeschaut,um zu erfahren was alles mit dem PC möglich ist?
Aber Knöpfchen auf Verdacht drücken und andere Leute Fragen st einfacher als selbst lesen und begreifen.:biggrin:
Die Tendenz geht zu folgendem Verfahren:
- Ich habe ein Problem / eine Aufgabe zu lösen
- leider hatte ich keine Zeit mich einzulesen / einzuarbeiten
- ich geh in ein Forum und lass das Problem lösen
Spart mir Zeit und ich muss weniger lernen. :biggrin:
Leider funktioniert das nur so lange, bis die Leute, die es mal gründlich gelernt haben, noch dabei sind. :icon_frown:
 

sixthsense

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Nein, ich habe das durchaus gelesen. Ich habe mich aus Gründen der Ironie einfach mal deiner typischen Vorgehensweise bedient und an meinen Beitrag die gleichen Seriositäts-Standards angelegt, die du hier im Forum so gerne anlegst. Das heißt: Ich habe etwas aus dem Zusammenhang gerissen und präsumptive, suggestive Aussagen getätigt, die ich überspitzte und - so absurd sie auch sind - dann als wahr deklarierte. Kommt dir das Vorgehen bekannt vor?
Mit anderen Worten: Du hast mal wieder mit Dreck um Dich geworfen, so wie ein gewisser anderer User hier auch, der nicht mal willens oder fähig ist - ich tippe stark auf letzteres -, seinem eigenen frommen Wunsch gerecht werden zu können und von mir ignoriert zu werden bzw. mich zu ignorieren (stattdessen wird sogar scheinbar fleißig Protokoll über meine Online-Zeiten geführt, interessant, interessant...).

Stattdessen sucht man immer weiter fleißig die Nähe und studiert - wie bereits vorstehend erwähnt - sogar meine Online-Zeiten. Der Stachel muss ja echt sehr tief sitzen... Kerle, Kerle...

So... aber zurück zu Dir, Torni... dein lächerlicher und zugleich - mal wieder - unsachlicher Provo-Auftritt hat Dir nun genau was gebracht?

Mich hier "vorzuführen"? Mich hier mittels Online-Mobbing zu vertreiben? Eine künstliche Eskalation herbeizuführen?

Weil.. irgendwas muss ja dahinterstehen, sonst würde man sich doch nicht so eine wahnsinns Mühe um mich machen - und da sollte jetzt wenn überhaupt schon etwas mehr kommen als eine arrogante und ohnehin unglaubwürdige Behauptung a la "das macht mir keine Mühe" oder ähnliches.
 

libertad

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Neulich im Jobcenter

Sb: Haben sie interesse an einer Weiterbildung-Qualifizierung?
Ich: Natürlich!
SB: Wie wäre es mit Fremdsprachen, Englisch? Da gibt es so einen Kurs im
Angebot!
Ich: Oh, gerne!
SB: Wir haben da auch noch Computer-Kurse. Wie wäre es mit Word oder
Excel.
Ich: Auch sehr gut, gibt ja immer wieder Neuerungen in der Software.
SB: Oder einen Kurs im kaufmännischen Bereich?
Ich: Ja, sehr Interessant.
SB: Ich sehe gerade, ich darf sie gar nicht in die Kurse vermitteln, Sie erfüllen
die Voraussetzungen nicht. Gehen Sie doch zur VHS, die Kurse da sind
für Arbeitslose reduziert.


Das Gespräch ist tatsächlich so ähnlich abgelaufen :icon_neutral::icon_pfeiff:
 

Existenzminimum

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Mit anderen Worten: Du hast mal wieder mit Dreck um Dich geworfen, so wie ein gewisser anderer User hier auch ...


Du wirfst hier jeden Tag mit Zitat- "Dreck"- um dich, sei es mit irgendwelchen Pseudo- oder Propagandaquellen (bei gleichzeituger vehementer kritik an westlicher Propaganad,. LOL)- oder auch defacto: siehe beleidigende Äußerungen im UkraineThread gegenüber z.B Hajo. . Das brauch ich nicht tatenlos anzuschauen. Und will ich auch nicht.


..., seinem eigenen frommen Wunsch gerecht werden zu können und von mir ignoriert zu werden bzw. mich zu ignorieren
Meinst du deine indirekten Bezüge sind mit verborgen gebleiben? Man muss nicht jemanden nennen, um ihn zu meinen, nicht wahr?


(stattdessen wird sogar scheinbar fleißig Protokoll über meine Online-Zeiten geführt, interessant, interessant...).
Gar nicht notwendig: in den betreffenden threads bist du oft der letzte der postet und nicht selten einer der ersten wieder....
Haupstache deine Postings ragen hervor, nicht wahr?


Weil.. irgendwas muss ja dahinterstehen, ...
Dir den Spiegel vorhalten. Musst nur reingucken.
 

sixthsense

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Und für diesen Unsinn nun knapp 20 Minuten gebraucht. :icon_lol:
 
E

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U.a. klingt irgendwie ja auch logisch im Sinne von:

Ohne gutes Fundament lässt sich kaum etwas Sinnvolles errichten


Geringqualifizierte nehmen deutlich seltener an Weiterbildungen teil als der Durchschnitt der Bevölkerung. Darauf wies Veronika Zimmer vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung (DIE) hin. Sie berief sich dabei auf den Adult Education Survey. Danach machte 2012 jeder Zweite (49 Prozent) zwischen 18 und 64 Jahren eine Weiterbildung. Bei den Geringqualifizierten waren es nur 32 Prozent. Als gering qualifiziert gelten alle, die einen Hauptschul- oder gar keinen Abschluss hatten.

Dabei müssten gerade Geringqualifizierte darauf achten, dass sie im Job nicht den Anschluss verlieren.


Quelle:

Geringqualifizierte bilden sich seltener weiter - Ratgeber - Hamburger Abendblatt
Im Job ist erst einmal der AG in der Pflicht seinen MA weiter zu bilden. Seit Jahren beobachte ich, dass die Bereitschaft der AG gegen Null geht.

Rückzahlung Fortbildungskosten / Weiterbildungskosten: Definition, Begriff und Erklärung im JuraForum.de

Geringqualifizierte, die z.B. Helfertätigkeiten ausüben sind davon ausgenommen. Die Bereiche der Kleinsbetriebe können oft auf Ihre MA nicht verzichten.

Allerdings beobachte ich ebenso, dass Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau die Weiterbildung scheuen. Das mag im Zusammenhang mit Vesagensängsten stehen.
 

sixthsense

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Blablabla... Dich fütter ich jetzt gar nicht weiter. IGNO!

 

0zymandias

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[...]Das Gespräch ist tatsächlich so ähnlich abgelaufen :icon_neutral::icon_pfeiff:
Auch schick :biggrin:

Schon gehört: Das muss der Teamleiter entscheiden, das geht nur, wenn sie eine feste Jobzusage eines Arbeitgebers haben, wie viele Weiterbildungen wollen Sie denn noch?

Wenn man es nicht schriftlich macht, ist es sowieso in den Wind gepupt.
 

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Meinst Du, daß "Geringverdiener" dieses "gute" Geld haben?

"Klar" z.B. jede(r) Student beginnt seinen Tag erstmal mit dem goldenen Löffel im Mund.... ohne den geht aber auch gar nichts.

Wer sich bei dem Thema Weiterbildung nur unter der JC-Käseglocke bewegt, sieht die Sache wohl nur sehr beschränkt.
 
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ExitUser

Gast
Im Job ist erst einmal der AG in der Pflicht seinen MA weiter zu bilden. Seit Jahren beobachte ich, dass die Bereitschaft der AG gegen Null geht.
Ich denke, das kommt wirklich auf die Branche und die Größe des Arbeitgebers an. Im öffentlichen Dienst zum Beispiel gibt es in großen Stadtverwaltungen bzw. in Landes- und Bundesbehörden durchaus oft gute Fortbildungsmöglichkeiten. Gleiches gilt für Großbetriebe mit über 500 Mitarbeitern. Es kommt darüber hinaus ganz entscheidend auf die ohnehin schon vorhandene Qualifikation und Position in einer Organisation an, ob man sich eher fortbildet oder nicht.

Persönlich hatte ich - was Freistellungen und anteilige Finanzierungen von Fortbildungen angeht - bisher immer Glück mit meinen Arbeitgebern. Selbst bei der Agentur für Arbeit konnte ich diverse gute Qualifizierungen mitnehmen (inklusive Zertifikaten), für die ich nichts bezahlen musste. Aber da kann man sicher nichts verallgemeinern. Ich habe auch hochqualifiziert Leute im Bekanntenkreis, die in großen Firmen arbeiten und gar nichts gefördert bekommen.

Ganz grob lässt sich dennoch festhalten: Je höher die Formalqualifikation, desto mehr Weiterbildungen werden besucht und desto eher finanziert der Arbeitgeber diese auch. Insgesamt gesehen werden Weiterbildungsangebote heute stärker genutzt als vor einigen Jahren. Man muss aber wissen, dass die Tatsache, dass heute mehr berufliche Weiterbildungen stattfinden, nicht etwa nur daran liegt, dass die Arbeitsvollzüge komplexer und anspruchsvoller werden.

Es liegt zum großen Teil auch an dem um sich greifenden Zertifizierungswahnsinn. Diverser Qualifizierungen werden nämlich mit „Verfallsdatum“ vergeben. Wer sich z.B. zum Projektmanager, Qualitätsauditor oder ähnlichem qualifiziert, muss regelmäßig eine Re-Zertifizierung durchführen lassen, damit ein teuer erworbenes Zertifikat nicht verfällt.

Geringqualifizierte, die z.B. Helfertätigkeiten ausüben sind davon ausgenommen. Die Bereiche der Kleinsbetriebe können oft auf Ihre MA nicht verzichten.
Ja. Ich denke, hier liegt das wirklich Problem. Das schildern Handwerksmeister ja auch so. Große Firmen können spezielle Personalentwicklungsangebote einkaufen für Inhouse-Schulungen etc. Der Kleinstbetrieb kann das nicht und zahlt notgedrungen auch noch geringere Löhne. Kleinstbetriebe haben es also gleich doppelt schwer: Sie bekommen oftmals weniger gute Leute (denn die gehen lieber in die Industrie), und sie können diejenigen, die sie bekommen, dann nicht so gut fortbilden.

Allerdings beobachte ich ebenso, dass Menschen mit einem niedrigen Bildungsniveau die Weiterbildung scheuen. Das mag im Zusammenhang mit Vesagensängsten stehen.
Das beobachte ich auch. Es ist in diversen Studien auch nachgewiesen worden. Das verwundert auch nicht, denn wenn man nur wenig formale Bildung hat, kennt man sich mit dem Prozedere der formalisierten Bildungsaneignung weniger aus. Man hat im wahrsten Sinne des Wortes weniger Erfahrung damit, ist also oft eher unsicher. Und das macht vielen Menschen Angst. Hinzu kommen die Zweifel, ob es wohl wirklich was bringt, Geld in Bildung zu investieren (was es längst nicht immer tut). Es spielen aber noch diverse andere Gründe eine Rolle:

Zum einen sind da natürlich die mangelnden finanziellen Möglichkeiten. Wenn eine Fortbildung z.B. 2000 € kostet, ist die Investition für jemanden, der nur 1500 € brutto im Monat nach Hause bringt, natürlich relativ gesehen viel höher als für jemanden, der 5000 € pro Monat verdient. Auch sind die Fördermöglichkeiten, die der Staat für Geringqualifizierte bereithält, oft ein schlechter Witz. Es gibt zwar die Bildungsprämie, aber die Förderrichtlinien wurden zum 01.07.2014 verschärft. Man darf, um die 50% Lehrgangskostenförderung zu erhalten, jetzt nur noch Fortbildungen besuchen, die nicht mehr als max. 1000 € kosten. Für 1000 € gibt es aber kaum eine qualifizierende Fortbildung.

Für bereits arbeitslose Geringqualifizierte sieht es kaum besser aus. Rein theoretisch besteht für sie die Möglichkeit, durch das Jobcenter eine anerkannte Qualifizierung finanziert zu bekommen. Aber die meisten JC-„Kunden“ wissen, dass das graue Theorie ist. Denn die Prioritäten im Amt sind völlig anders. Da gilt ganz oft das Prinzip Gießkanne: Viele kurze Coachings zur Statistik-bereinigenden Massenabfertigung, Qualifizierung gleich null.

Ein weiterer wichtiger Grund, warum Geringqualifizierte oftmals Probleme mit der Weiterbildung haben, ist aber auch mangelnde Koordinierbarkeit. Wer z.B. im Schichtdienst arbeitet, ohnehin wenig verdient und aufgrund harter körperlicher Arbeit (im Lager, in der Küche, der Reinigung, auf dem Bau etc.) nach Schichtende Erholung braucht, für den ist es viel schwerer, sich nach Feierabend dann noch zu einer Weiterbildung (Abendschule, Wochenendkurse etc.) zu motivieren.

Wer hart arbeitet, braucht oft wirklich seine Erholung. Gerade dieser Punkt wird in der ganzen Diskussion um die vermeintlich faulen und dummen Geringqualifizierten in vielen Medien leider völlig unter den Tisch gekehrt oder aus Desinteresse ausgeblendet. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass diejenigen, die über die Geringqualifizierten die Nase rümpfen, ganz oft Menschen sind, die noch nie im Leben körperlich gearbeitet haben. Denn vom Bürostuhl aus mit der Kaffeetasse in der Hand lassen sich natürlich immer kluge Ratschläge geben.

Ich könnte wirklich kotzen, wenn ich irgendwelche Leute, die sich selbst zur "Leistungselite" zählen (meist vom Schlage AfD oder FDP), sagen höre, die Armen müssten sich einfach mehr anstrengen. Ich habe einige solcher Menschen im Kollegenkreis. Da kommen gelegentlich wirklich arrogante Aussagen wie die, dass die ganzen Haupt- und Förderschüler nichts Besseres als Kloputzen verdient haben, weil die sich nie angestrengt haben.

Oft geben sowas Leute von sich, die selbst aus einer wohlsituierten Familien stammen, die ein soziales Sicherheitsnetzt von Anfang an hatten und die sich im Fall der Fälle immer darauf verlassen konnten, dass Papa das Studium schon finanziert und später dann noch mit einigen hundert Euro pro Monat aushilft, bis der erste richtige Festvertrag mit Einstiegsgehalt von 3500 € winkt. Aber die Behauptung, dass alle, die mit Hartz IV aufstocken oder sonst wie prekär arbeiten, heute einen guten Job haben könnten, wenn sie früher in der Schule besser aufgepasst hätten, ist einfach nur eines: Falsch!

Wer sowas behauptet, verkennt völlig, dass Kinder, die in (Bildungs)Armut aufwachsen, oftmals von Beginn des Lebens an mit diversen Nachteilen konfrontiert sind, die im Laufe des Lebens nicht weniger werden, sondern sich noch verstärken. Das sind Hürden, die sich die gutbürgerlichen Sprösslinge der selbsternannten „Leistungselite“ gar nicht vorstellen können. Da gibt es z.B. Kinder, die nicht mal einen Schreibtisch zuhause haben, die keine Bücher kennen, die in einer schlecht gedämmten Plattenbausiedlung zwischen Schnellstraße und Bahngleisen aufwachsen, wo es immer laut ist.

Diese Kinder haben oft kein eigenes Zimmer, denen wird nie vorgelesen, denen können die Eltern in schulischen Dingen oft nicht helfen, weil sie selbst kaum deutsch sprechen oder eine zu geringe Allgemeinbildung haben. Diese Kinder bekommen keine Nachhilfe, keine Förderung, wenig Ermutigung und haben im direkten Umfeld oft keine Vorbilder, die in Sachen Bildung eine andere Orientierung geben könnten, denn im direkten Umfeld sind alle anderen ja auch oft bildungsarm. Hinzu kommt, dass Kinder aus „Brennpunkt“-Stadtteilen - und insbesondere die mit „ausländisch“ klingendem Namen - von Lehrern oft systematisch (wenn auch unbewusst) diskriminiert werden, weil sie bei gleicher Leistung schlechtere Noten erhalten.

Das sozialrassistische Denken unserer neoliberalen „Leistungselite“ ist umso erschreckender, als jene, die so abfällig über Bildungsarme reden, ohne die vielen Gründe für Bildungsarmut zu reflektieren, gerne von sich behaupten, wirtschaftlichen Sachverstand zu besitzen. Nur: Täten sie das, würden sie erkennen, dass in der Wirtschaft viele Aspekte den Erfolg eines „Produkts“ bedingen (Marketing, Qualität, Absatzmarkt, Glück etc.).

In Bezug auf „Humankapital“ ist das auch nicht anders. Gerade hier wird aber immer behauptet, durch individuelle Anstrengungen könnte jeder aufsteigen. Und eben das ist falsch. Sicher gibt es Aufstiegsmöglichkeiten und sicher gibt es immer mal wieder auch Leute, die es durch eine Mischung aus viel Talent, Ehrgeiz, Förderung und Glück schaffen, von ganz unten nach ganz oben zu kommen, aber solche Fälle sind extrem selten.

Fazit: Ja, Geringqualifizierte bilden sich seltener weiter. Das ist traurig, weil sich so nie etwas an ihrer Situation verbessert. Genauso traurig ist aber, dass die Tatsache, dass sie sich nicht weiterbilden, ihnen fast immer als persönliche Schuld angelastet wird. Traurig ist, dass die gesellschaftlichen Faktoren, die Bildungsarmut produzieren und mit jeder Generation reproduzieren, in vielen Medien so selten angesprochen werden. Vielleicht sollte man hier ansetzten.

Aber wen man sich anschaut, dass Erzieher-Stellen fehlen, dass Stellen für Schulsozialarbeiter nicht verlängert werden, dass immer noch hunderte Lehrer zu den Sommerferien gekündigt und im Herbst neu eingestellt werden, dass Pädagogen in der Erwachsenenbildung sehr oft mit Hartz IV aufstocken und dass im Sozialhilfe-Regelsatz für Kinder pro Monat knapp 1 € für Bildung vorgesehen ist, kann man nur noch mit dem Kopf schütteln, was die Bildungsprioritäten in diesem Land angeht.
 

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Das ist falsch, der jeder Arbeitnehmer ist eigenständig in der Verantwortung sich in seinem Berufsfeld ausreichend weiterzubilden.
Ob ein Berufsfeld heute noch reicht?

Die Zeiten dürften vorbei sein, in denen die meisten bis zur Rente in ihrem Berufsfeld der Rente entgegen arbeiten.

Immerhin: Weiterbildung hat auch den Nebeneffekt, dass man das Lernen nicht verlernt.
 
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ExitUser

Gast
1000 € kosten. Für 1000 € gibt es aber kaum eine qualifizierende Fortbildung.
Erst einmal vielen Dank, BurnsTorn für die umfassende und differenziert vorgetragene Ergänzung und konstruktive Kritik!

Es gibt nur einen Punkt, den ich gerne ergänzen möchte:

Es gibt Institutionen (Gewerkschaften) die solche Schulungen, heute noch, fachbereichsübergreifend anbieten können.
 

hope40

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@burns torn

Post #50:danke::danke:

Da kann man nur sagen :

"So isses !"
 
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