Geringfügige selbstständige Nebentätigkeit - nur die Stundenzahl maßgebend oder auch der Gewinn? (1 Betrachter)

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franzi

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Habe eine allgemeine Frage, ob sich die geringfügige Nebentätigkeit nur über die 15-Stunden-Regel definiert oder ob es auch auf die Höhe bzw. Entwicklung des Gewinns ankommt?

Beispiel: Es gibt Berufe, da muss man nicht zwangsläufig mehr Stunden arbeiten, um einen höheren Gewinn zu erzielen.
Gerade im kreativen Bereich ist es manchmal so, dass man mit einem geringen, einmaligen Aufwand eine längere Gewinnphase erwirtschaften kann.
Konkretes Beispiel: Ein Musikproduzent produziert eine CD mit tollen Hits, hat also einmal einen Aufwand, und die CD ist mehrere Jahre in den Charts und verkauft sich prima.

In dem fiktiven Fall (der ja durchaus auch in der Realität vorkommt) hat er z. B. in wenigen Wochen ein Produkt hergestellt, der Arbeitsaufwand ist also diesbezüglich abgeschlossen, und das Produkt ist danach langfristig im Verkauf und bringt Gewinne ein.

Wenn ich also eine Tätigkeit ausübe, wo ich nicht zwangsläufig mehr als 15 Stunden im Monat arbeiten muss, das Projekt trotzdem weiter ausgebaut werden kann und Gewinne erwirtschaftet werden, muss ich doch nicht mehr als erforderlich arbeiten?

Wenn ich (fiktiver Fall) mit meinem Produkt sehr erfolgreich bin und z. B. monatlich steigende Gewinne mache, gibt es da irgendwo eine Grenze (den Betrag betreffend, nicht den Zeitaufwand betreffend), wo es keine "Nebentätigkeit" mehr ist, sondern als eine hauptberufliche Tätigkeit eingestuft wird? Gibt es dazu eine konkrete gesetzliche Regelung?
 
Zuletzt bearbeitet:

Nena

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Einkommen, das den Freibetrag von 160 Euro überschreitet, wird zu 100% angerechnet (es gibt Ausnahmen - z.B. Minijobs, die schon länger ausgeübt werden).

Edit
Da Du von einer 15-Stunden-Grenze sprichst, gehe ich davon aus, dass Du ALG von der AfA meinst. Richtig?
 

franzi

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Nein, du hast offenbar meine Fragen nicht verstanden. Ich bin weder in ALG I noch hatte ich eine Frage zur Anrechnung.
Bitte nochmal meinen Post genau lesen, ich habe mich sehr klar ausgedrückt. Danke.
In meinem Post geht es um die geringfügige selbstständige Nebentätigkeit im Rahmen der 15 Stunden pro Monat während des ALG II-Bezuges.
 

warpcorebreach

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ich sag mal so, dem jobcenter ist es grundsätzlich egal in welcher form du arbeitest. sind es weniger als 15 stunden wollen sie dich weiter vermitteln. salopp gesagt auch wenn du nur noch einen euro von ihnen bekommst. da du selbstständig bist liegt es jedoch an dir was du zeitlich angibts. das jobcenter kann dies kaum überprüfen. schlussendlich ist es eine frage der glaubwürdigkeit. auch eine tatsächliche vollzeitarbeit schützt dich aber nicht davor weiter drangsaliert zu werden solange du leistungen beziehst. mit anderen worten: natürlich kann man dich nötigen mehr zu arbeiten solange du leistungen beziehst.
 

franzi

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@warpcorebreach: Sorry, aber meine Fragestellung ging in eine ganz andere Richtung.
Versteht hier niemand mein Anliegen?
 

Spanky112

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Von Nebenerwerb spricht man, wenn neben einer zeitlich oft überwiegenden Erwerbstätigkeit, z. B. im Angestelltenverhältnis, als Hausfrau/-mann, Student/in oder während der Arbeitslosigkeit, eine nicht hauptberufliche selbstständige Tätigkeit ausgeübt wird. In der Regel gilt eine Tätigkeit dann als Nebentätigkeit, wenn die Arbeitszeit nicht mehr als 1/3 der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollerwerbs in Anspruch nimmt.

Genaue Gesetzliche Regelungen gibt es nicht. Der Gewinn sollte aber nicht das Bruttoeinkommen des Haupterwerbs übersteigen, sonst kann die Krankenkasse dich aus der gesetzlichen Versicherung über deine Sozialabgaben herausnehmen.
 
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