Gericht ordnet Gütetermin mit ZAF Ende April an. Wie vorbereiten? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Junggeselle

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Guten Tag,

das ist nun gefühlt der 20. Thread wegen meiner Leihfirma und hoffentlich endlich auch der Letzte. :wink:

Kurz: Ich war 15 Monate als kaufmännischer Mitarbeiter in einem international agierenden Metallunternehmen eingesetzt und wurde vor einigen Wochen zu Ende März abgemeldet. Da man keinen passenden neuen Einsatzort für mich fand, kam prompt die Kündigung, trotz unbefristeten Vertrag.

Ich bin nicht 100% an der Kündigung unschuldig, war meine Motivation doch auf dem Mindestlevel, meine kritischen Fragen und Forderungen häuften sich und ich war in den letzten Monaten 3-4 Wochen krank (wirklich krank!).


Also Gewerkschaft zur Hilfe gerufen, Rechtsschutz aktiviert und an eine Kanzlei vermittelt worden, seit dem habe ich nur noch mit denen Kontakt.
Die Kündigung wurde noch am vorletzten Tag der Frist angefechtet und somit das Ganze ins Rollen gebracht.

Mit der ZAF habe ich seit 2 Wochen keinen Kontakt mehr, obwohl ich bis heute offiziell bei denen angestellt war.
Ich war sozusagen bezahlt freigestellt und hatte diese Woche meinen Resturlaub, allerdings weigert sich die Leihbude meine einsatzfreie Zeit zu zahlen, da man mir Arbeitsverweigerung und eigenes Verschulden an der einsatzfreien Zeit unterstellt.
Das ist völliger Bullshit und beweisen können die Dummköpfe es eh nicht. Statt mir einfach eine Einsatzkarte in die Hand zu drücken, fragte man mich:

"Haben Sie daran oder daran Interesse?"

Und ich: "Naja, begeistert mich nicht sonderlich, hat ja kaum was mit meinem erlernten Beruf zutun, aber machen würde ich es wenn ringsrum alles passt"

Und die Leihbude hat das jetzt so gedreht, dass ich meine Arbeit komplett verweigert hätte. Wie gesagt, das verlief alles nur mündlich und wenn es mal zu Email-Verkehr wegen einem Einsatzort kam, dann schrieb ich nur: "Ja kann ich mir vorstellen, wir müssen aber die Konditionen abklären".

Ich bezweifle, dass sowas schon als Arbeitsverweigerung eingestuft wird oder? :icon_frown:


Also wird das schonmal ein Punkt, der beim Gütetermin zur Sprache kommt. Dieser ist für Ende April angekündigt, einen genauen Tag gibt es aber noch nicht weil viele beteiligte Personen Urlaub haben.

Ich werde außerdem das Thema Fahrgeld nach §670 BGB ansprechen und exakt ausrechnen, wie viel Geld mir durch die Lappen ging, vorausgesetzt §670 hätte bei mir wirklich zutreffen müssen.
Das werden weit über 2000€ für 15 Monate.

Als nächstes werde ich mein vor 6 Monaten ausgestelltes Arbeitszeugnis fordern. Das war nämlich ziemlich gut und entsprach der Gesamtnote 2 (rechtlich prüfen lassen). Ich habe berechtigte Angst, dass mir die Leihbude mit dem Arbeitszeugnis nochmal eins reindrücken will.

Dann: Meine Kollegen wurden allesamt nach "Haustarif, vereinbart mit IG Metall" bezahlt, was bedeutet: Meine Kollegen haben bei gleicher Qualifikation und gleicher Aufgabe über 500€ Brutto mehr im Monat bekommen als ich. Ich war von 100 kaufmännischen Mitarbeitern der einzige Leihsklave, sogar frisch ausgelernte Azubis (gleicher Beruf wie ich gelernt habe) sind mit 400€ mehr im Monat eingestiegen als ich.
In wie weit mir gleiches Gehalt nach 15 Monaten zugestanden hätte, weiß ich nicht.


Ab 16. April bin ich offiziell ALG1-Empfänger, was bedeutet, dass Aufhebungsvertrag usw. tabu sind/waren, wegen drohender Sperre. Falls sowas in die Richtung kommt, werde ich nichts unterzeichnen.



Ich werde alles grob ausrechnen und großzügig aufrunden, was mir in den 15 Monaten eigentlich hätte mehr zustehen müssen. Ob es stimmt oder nicht ist erstmal egal. Wahrscheinlich komme ich bei 3000 bis 4000€ raus.

Mein Vater sagte: Ich soll viel mehr fordern als mir zusteht. Er forderte mal 8000€, obwohl ihm nur 2000€ zugestanden hätten. Geeinigt hatte er sich mit seinem AG dann bei 3500€.


Habt ihr noch Tipps oder Paragraphen, die ich meinem Ex-AG vor den Kopf knallen kann? Am liebsten würde ich den Laden ja komplett auslöschen, aber das wird wohl nicht gehen. Wenn ich am Ende doch als "Gewinner" dastehe, bin ich zufrieden :wink:


Ab Mai muss ich übrigens in psychologische Betreuung, weil man bei mir den Verdacht hat auf eine soziale Phobie festgestellt hat. Ich habe mich in den letzten 15 Monaten wirklich psychisch verändert, scheinbar wohl eher im negativen Sinne. Ich traue mich kaum noch bei normalen Firmen zu bewerben, weil ich Angst habe für immer als der dumme Leihsklave abgestempelt zu werden. Ebenso weiß von meinen Freunden und Bekannten absolut NIEMAND, dass ich bei meinem Betrieb nur als Leihsklave beschäftigt war. Nur meine Eltern wussten es. Ist das eine psychologische Störung, wenn man seinen engsten Freunden gegenüber zu ängstlich ist um zu sagen, wie man seine Brötchen eigentlich verdient? :icon_frown:
Immer wenn ich das Thema mal ansprechen wollte, kam ich mir vor wie eine billige Prostetuierte und wollte das dann lieber für mich behalten :icon_hihi:
 

karuso

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Du wirst doch vom DGB-Rechtschutz vertreten also wird ein Anwalt anwesend sein der dich vertritt und neben dir sitzt.Du musst dann nichts selber machen.Überlasse im das reden.Wenn dein persönliches Erscheinen vor Gericht nicht angeordnet wurde musst du noch nicht mal hin.
Da deine Leihfirma einem Tarifvertrag (BAP oder IGZ)untersteht wirst du nicht die ganzen 15 Monate dein Fahrgeld nach § 670 bekommen.In den Tarifverträgen sind Ausschlussfristen vereinbart und zwar 3 Monate rückwirkend ab Zustellung der jeweiligen monatlichen Lohnabrechnung das andere ist weg.
Du wurdest ganz normal gekündigt und dann sagen sie das du die Arbeit verweigert hast das passt nicht mormal würde eine Abmahnung folgen und dann die fristlose Kündigung.Die wollen dich nur einschüchtern und natürlich viel Geld sparen.Was mit den neuen Einsatzort mündlich vereinbart wurde oder nicht müssen die erst mal beweisen.
Ich weiß ja nicht was in deinem Arbeitsvertrag vereinbart wurde ob du nur in Verbindung mit deinem Beruf eingesetzt werden kannst wenn ja dann müsst du natürlich nicht als Helfer arbeiten oder irgendwo putzen gehen Solltest du vieleicht was anderes gemacht haben also nicht nach deinem Berufsbild dürfen die dir nicht deine Endgeldgruppe kürzen.
Die einsatzfreie Zeit wo sie keine Arbeit für dich hatten müssen sie dicht von sich aus bezahlen also nicht von deinem Zeitkonto.

Viel Spass vor Gericht wünsche viel Erfolg.
 
E

ExitUser

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Ich drück dir die Daumen.


Denk dran: Es kommen auch wieder bessere Zeiten! :icon_mrgreen:
 

Junggeselle

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Du wirst doch vom DGB-Rechtschutz vertreten also wird ein Anwalt anwesend sein der dich vertritt und neben dir sitzt.Du musst dann nichts selber machen.Überlasse im das reden.Wenn dein persönliches Erscheinen vor Gericht nicht angeordnet wurde musst du noch nicht mal hin.
Da deine Leihfirma einem Tarifvertrag (BAP oder IGZ)untersteht wirst du nicht die ganzen 15 Monate dein Fahrgeld nach § 670 bekommen.In den Tarifverträgen sind Ausschlussfristen vereinbart und zwar 3 Monate rückwirkend ab Zustellung der jeweiligen monatlichen Lohnabrechnung das andere ist weg.
Du wurdest ganz normal gekündigt und dann sagen sie das du die Arbeit verweigert hast das passt nicht mormal würde eine Abmahnung folgen und dann die fristlose Kündigung.Die wollen dich nur einschüchtern und natürlich viel Geld sparen.Was mit den neuen Einsatzort mündlich vereinbart wurde oder nicht müssen die erst mal beweisen.
Ich weiß ja nicht was in deinem Arbeitsvertrag vereinbart wurde ob du nur in Verbindung mit deinem Beruf eingesetzt werden kannst wenn ja dann müsst du natürlich nicht als Helfer arbeiten oder irgendwo putzen gehen Solltest du vieleicht was anderes gemacht haben also nicht nach deinem Berufsbild dürfen die dir nicht deine Endgeldgruppe kürzen.
Die einsatzfreie Zeit wo sie keine Arbeit für dich hatten müssen sie dicht von sich aus bezahlen also nicht von deinem Zeitkonto.

Viel Spass vor Gericht wünsche viel Erfolg.

Man könnte meinen dir liegt mein Arbeitsvertrag vor oder du hattest selbst schon so einen iGZ Vertrag :wink:
Das mit der Ausschlussfrist von 3 Monaten ist abolut korrekt. Verdammt, hatte ich nicht bedacht.
Naja bei 3 Monaten á 60 km Minus Krankheitstage sind das Trotzdem fast 800€.

Im Vertrag bin ich offiziell nur als Industriekaufmann einzusetzen, kann aber 6 Wochen für etwas "Niederes" eingesetzt werden. Demnach hätten die mich in der einsatzfreien Zeit auf jeden Fall irgendwo zum Putzen hinschicken können.
Haben sie aber nicht gemacht, also Pech gehabt.

Mein persönliches Erscheinen vor Gericht wurde angeordnet, ich muss also selbst mit hin.

DGB-Rechtsschutz ist ebenfalls korrekt. Ist das immer so, wenn das über eine Gewerkschaft läuft? Scheinst dich ja enorm gut auszukennen :icon_surprised:
 

AnonNemo

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Junggeselle meinte:
Das mit der Ausschlussfrist von 3 Monaten ist abolut korrekt. Verdammt, hatte ich nicht bedacht.
... im Zusammenhang der §§ 670 und 612 würde ich die Flinte nicht vorschnell wegwerfen!

Das ist ein gesetzlicher Anspruch den du hast - zumindest bei den Fahrtkosten!!! - die durch einen Tarifvertrag (hoffentlich) nicht zu deinen Ungunsten ausgehebelt werden können.

Dazu solltest du deinen Anwalt mal befragen und, ob - wegen der Ausschlussfrist - ggf. eine Zivilklage (Schadenersatz?) in Frage kommen könnte.

Lass dich im Termin auch nicht von einem Gejammer wegen; Sie (du) wollen SV-pflichtige und Nettobeträge haben ... das wird für uns (ZAF) ein unverhältnismäßiger Verwaltungsaufwand was die Abrechnung angeht.
Ich bin mir sicher, dass die auch bei einem reinen Nettobetrag-Vergleich eine geänderte Lohnabrechnung machen (müssen), dann kann es dir egal sein, ob da SV-Lohnbeträge, Aufwandsentschädigungen (z. B. § 670) oder ähnliches in deiner Forderung enthalten ist.
Du musst aber damit rechnen, dass der ArbG-Richter sich von dieser Aussage beeinflussen lässt und dir einen Vergleich nahelegt.
Wird er (wahrscheinlich) sowieso machen ... hat er dann die wenigste Arbeit.
 

avalanche

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Hallo @Junggeselle,

eigentlich lässt man sich ab dem Tag der Kündigung AU schreiben, damit der Anspruch aus der Kündigungsfrist wasserdicht ist. AZK- und Urlaubsabgeltung wird dann zusätzlich gezahlt. Die Zeit in der Kündigungsfrist nutzt man, um sich beruflich zu orientieren.

Ohne AU musst du auf Annahmeverzug gehen, was in der Praxis schwierig ist. Dazu reicht es nicht hin, zu Hause zu sitzen und auf einen Anruf der Zaf zu warten, sondern man muss die ZAF auf ihren Annahmeverzug schriftlich hinweisen und seine Arbeitskraft werktäglich telefonisch anbieten. Alles andere ist Auslegungssache des Arbeitsrichters. Da gibt es sone und solche.

Gütetermin bedeutet, dass geschaut wird, ob sich beide Parteien gütlich trennen können. Das kann eine Abfindung (richtet sich nach deinem letzten Bruttolohn) bedeuten, muss es aber nicht. Aus deiner Sicht greift das KSchG und dann muss man eben sehen, wie man sich einigt. Das Arbeitsverhältnis ist aber vollständig abzurechnen, insbesondere ist Urlaub (2 Tage/Monat) und AZK abzugelten. AZK steht auf deinem Lohnzettel, für Urlaub musst du wohl deine ganzen 15 Abrechnungen durchgehen.

Außerdem ist wichtig, wie gekündigt wurde, ob verhaltensbedingt, personenbedingt oder betriebsbedingt.

Glück auf,
ave
 

Junggeselle

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Wie mich das alles ankotzt....

In 6 Tagen ist der Gütetermin und meine zuständige Kanzlei interessiert sich 0 für mich.
Vor 3 Wochen war ich dort un es wurde Klage gegen meine Kündigung eingereicht, seitdem haben sich die Leute kaum bei mir gemeldet oder meine E-Mails beantwortet.
Der für mich zuständige Kollege (Anwalt?) ist seit 3 Wochen im Urlaub und der Termin für den Gütetermin musste wegen ihm schon 2 mal verschoben werden.
Nun ist nächsten Dienstag der Gütetermin und der Mensch ist noch die komplette Woche im Urlaub. Jemand anderes kann/darf mich nicht betreuen.

Was soll der Schrott denn? der einzige Briefverkehr, den ich mit der Kanzlei hatte, waren die 2 Terminverschiebungen mit bitte um Kenntnisnahme und einmal wurde mein altes Zwischenzeugnis angefordert.

Letzten Freitag habe ich eine E-Mail vn der Kanzlei bekommen mit einem Angebot meiner Leihbude in Höhe von knapp 800€ BRUTTO (also maximal 500 Netto), wenn ich die Klage fallen lasse. Ich hatte von Freitag bis diesen Montag Bedenkzeit und niemand stand mir mit Rat zu Verfügung. Das Angebot bekam die Kanzlei bereits vor 2 Wochen, aber erst 3 Tage vor Ablauf der Frist hat man mich in Kenntnis gesetzt, das es überhaupt ein Angebot gibt.

Sind die 800€ angemessen? Stand mir nun laut §670 BGB Fahrgeld zu? Ist es rechtens, dass mit die Leihbude Arbeitsverweigerung vorwirft und dann mal eben für fast 2 Wochen das Geld streicht? Ist es rechtens von der Leihbude, mir Rufschädigung und Arbeitsverweigerung vorzuwerfen, ohne irgendwelche Beweise vorlegen zu können?

Wie kann das sein, dass der zuständige Anwalt nie da ist und seine Assistenten keine Aussagen machen dürfen? In 6 Tagen treffe ich mich mit meinem Anwalt (den ich zum ersten mal sehe oder spreche!) direkt vor dem Arbeitsgericht mit den Anwälten meiner Leihbude zum Gütetermin.

Welche Summe wäre angemessen, die ich fordern darf? Was soll ich sagen? Haben wir eine Taktik? Wann wäre es klüger lieber weiter zu klagen? Keine Ahnung! Ich gehe völlig unbereitet mit einem völlig fremden Anwalt zum Gütetermin und hab keine Ahnung, welche Summe angemessen wäre und was ich fordern kann.

Das ist echt erbärmlich. Man könnte meinen, dass diese Kanzlei gemeinsame Sache mit meiner Leihbude macht.


Leiharbeit allgemein ist für mich für immer gestorben, aber auch meine Gewerkschaft und deren Rechtsschutzkanzlei werden von mir keinen Cent mehr sehen. :frown:


Kurios: Ich bin quasi immernoch genauso dumm wie vor 11 Tagen, als ich den Thread eröffnete. Nur dass der Gütetermin nun bevor steht und ich noch nie Kontkt mit einem Anwalt hatte.
 

avalanche

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Moin @Junggeselle,

locker bleiben, ps wird versuchen, dich zu provozieren. Du sagst einfach nur, dass aus deiner Sicht das Kündigungsschutzgesetz greift und wartest, was passiert. Du musst den Eindruck vermitteln, dass du da weiter arbeiten willst (wird ps aber nie machen), den Rest macht dein Anwalt.

Die gesamte Anhörung ist auf eine Viertelstunde angesetzt, geht also sehr schnell und es wird vornehmlich darum gehen, ob ihr euch einigt.

Der Streitwert ist überschaubar und es geht darum, das Verfahren vom Tisch zu bekommen, indem das Arbeitsverhältnis ordentlich und vollständig abgerechnet wird. Dafür solltest du anhand deiner Lohnabrechnungen belegen können, wieviel Überstunden auf dem AZK sind und wieviel Urlaubstage du noch hast (2 Tage pro Monat - genommene Tage). Da du wohl in der Kündigungsfrist nicht gearbeitet hast und auch nicht AU warst, wird hier wohl aufgerechnet.

Regel-Abfindung sind 15/24 vom letzten Bruttogehalt, also eine hohe Lohnabrechnung vorlegen.

Glück auf, wird schon werden. Verlieren kannst du nichts.
Gruß aus HH, ave
 

dots

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Junggeselle, ich wünsche Dir auch viel Glück bei dem Termin. Lass Dich nicht unterkriegen! :icon_exclaim:

Und eine soziale Phobie? Nur weil Du es nicht bekannt gegeben hast, wo Du wie arbeitest, das eine hat mit dem anderen überhaupt nichts zu tun. Soziale Phobie ist doch eher, wenn man Angst hat, mit vielen Menschen in einem Bus oder Zug eingesperrt zu sein, viele Menschen in einem Raum, solche Sachen.
Wer sagt denn das überhaupt?

Ich glaube nicht, dass Du sowas hast. Sonst hättest Du gar nicht solange im Betrieb durchgehalten, sowas zerrt schnell an den Nerven und dann liegen ganz andere Bedingungen vor. Ich halte das für ausgemachten Blödsinn.

Bitte verlier nicht den Mut, da kommst Du durch, und halte Dich an die Tipps von den ganzen fachlich schlauen Leuten hier. ;-)
Frag auch nochmal ruhig Tante Gugel nach der sozialen Phobie. Dann wirst Du sehen, es ist Blödsinn. :icon_evil:
ganz liebe Grüße
dots:smile:
 

iSlave

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Soziale Phobie ist doch eher, wenn man Angst hat, mit vielen Menschen in einem Bus oder Zug eingesperrt zu sein, viele Menschen in einem Raum, solche Sachen.
Wer sagt denn das überhaupt?
Soziale Phobie ist eher die Angst vor der Abwertung durch Mitmenschen, dadurch meiden betroffene viele Situationen in denen sie Menschen begegnen. Es gibt alle möglichen Ausprägungen von der einfachen Schüchternheit bis zu Extremfällen, die gar nicht mehr das Haus verlassen und joblos glücklich sind.
 

avalanche

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Keine Panik, Junggeselle fährt eben zweigleisig, macht also das, was jeder LAN machen sollte.

Ich bin Elektriker und schiebe meinen Rücken vor, er ist kaufmännischer Angestellter und schiebt seine Psyche vor. Bedeutet: 6 Wochen arbeiten um in LFZ zu kommen, dann 1 Woche AU, 3 Wochen arbeiten, 1 Woche AU, 3 Wochen arbeiten, 1 Woche Urlaub uswf.

So und nur so lässt sich Zeitarbeit tolerieren.

So long,
ave
 

dots

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Soziale Phobie ist eher die Angst vor der Abwertung durch Mitmenschen, dadurch meiden betroffene viele Situationen in denen sie Menschen begegnen. Es gibt alle möglichen Ausprägungen von der einfachen Schüchternheit bis zu Extremfällen, die gar nicht mehr das Haus verlassen und joblos glücklich sind.
Ja, stimmt eigentlich, so meinte ich das ja auch. Ich überlege sogar, ob letzteres auch auf mich zutrifft. Ich würde im Ernstfall nicht in einen Bus einsteigen wenn die Panik größer ist weil der Bus voll ist, (voll von selbstbewußten Menschen) als die Sorge, nicht zum Job zu kommen.
Indirekt fürchtet man sich dann ja auch vor all den fremden Menschen, die dort zB im Bus oder Zug um einen sind und die alle lachen könnten oder einen als minderwertig einstufen könnten, weil man tollpatschig oder peinlich ist oder was weiß ich...
Aber wer Freunde hat kann doch gar nicht so sozial phobisch sein, bzw, warum sollte man vor seinen Freunden generell Angst haben. Oder es ist nicht so ausgeprägt, ok. Aber das passt hier einfach nicht, denke ich...
Was ich damit eigentlich sagen wollte ist, dass die einen auch gerne mal in eine psychische Abhängigkeit bringen wollen, keine Ahnung warum, aber diese Variante der Schikane gibt es eben auch.
Ich musste ja auch mal zum Gutachter, nur damit ich aus der Statistik raus wäre, raus kam dabei nur, dass ich arbeiten konnte und alles okay war, die ganze Anordnung eines Gutachtens war völlig unsinnig, vor allem gab es da gerade keine Vorgeschichte, es war aus dem Nichts heraus angeordnet worden. Ich weiß nicht was hier die Strategie sein soll, bei solchen Aktionen. Aber ich finde das gefährlich und böse. Erstmal ist es nichts als eine Unterstellung.... wie wir ja wissen, tun die alles, um ihre Statistiken zu schönigen, oder ihre Leute aus dem Bezug raus zu jagen. Darauf sollte man nicht reinfallen.
Hat man einmal so eine Diagnose, können die einen wieder als Spielball benutzen, wie sie wollen... und wer sagt einem, dass der Psychiater oder Psychologe nicht auch gekauft ist.

Ich mein ja nur...
:icon_redface::frown:
glg, dots
 

Junggeselle

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Danke für eure interessante Antworten.

"Verdacht auf soziale Phobie" wird von meiner Ärztin so eingeschätzt, dass ich mir zB vom Arbeitgeber zu viel gefallen lasse, meine Wut unterdrücke, mich leicht isoliere und dann schlechte Laune bekomme.
Mir geht psychischer Stress sehr auf den Magen, was sich durch Magen/Darmproblemen bemerkbar macht.

Es ist nicht so, dass ich nicht gerne unter Menschen gehe. Im Gegenteil, ich bin sehr offen und lerne gerne neue Leute kennen.
Ich bekomme aber Wutausbrüche oder dezente Depressionen, wenn zB der Arbeitgeber Psychoterror betreibt und ich mich nur schlecht wehren kann und dann auch npoch finanzielle Einbußen zu befürchten habe. Ich bin früher in der Schule jahrelang massiv gemobbt worden und musste deswegen auch die Schule wechseln. Mein Notendurchscnitt ging von 2,0 auf 4,1 runter und ich konnte mich nur sehr schwer von dem Terror erholen. Wahrscheinlich projeziere ich das ein wenig auf meinen Arbeitgeber wieder, wenn er mich meiner Meinung nach schlecht behandelt. :icon_frown:

Mal schauen was der Psychodoc in 2 Wochen sagt.



Und mein Anwalt hat sich heute zum Glück gemeldet. Ich soll bis zum Gütetermin überlegen, was ich mir finanziell erhoffe und soll auch gute Argumente bereitlegen.
§670 BGB wird seiner Meinung nach auf jeden Fall auf mich zutreffen!

Dass mir die Leihbude mal eben fast 2 Wochen das Geld streicht ist aber etwas separates. Das muss ich über die Gewerkschaft machen, meinte er. Die sollen meinen Lohn für mich bei der Leihbude geltend machen und ansonsten muss man da eben wieder klagen.
Wir werden das auf jeden Fall beim Gütetermin ansprechen, aber wenn sich die Leihbude nicht darauf einlässt, wird das die nächste Klage.

Bin echt sgespannt und aufgeregt. Habe sowas noch nie erlebt. Wenigstens hat man sich endlich mal mit mir in Verbindung gesetzt und gesagt wie ich mich vorbereiten kann. :icon_surprised:
 

Junggeselle

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Es ist vorbei, wir haben uns vor dem Gütetermin noch geeinigt. :wink:

Ich konnte all meine Forderungen durchsetzen und bekomme nun 2300 Euro, wobei ein Großteil von dem Geld Netto ist wegen dem ausgebliebenen Fahrgeld nach §670 BGB.
Zusätzlich wird mein (gutes) Zwischenzeugnis 1:1 zum Endzeugnis umgeschrieben mit typischen Dankesschlusssatz usw.

Bin absolut zufrieden und happy dass das Ganze endlich ein Ende findet.


Danke an euch für eure Hilfe :icon_surprised:

Zeitarbeit ist menschenunwürdige Sklaverei! Nie wieder!
 
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