genehmigte Umzugsbeihilfe durch Jobcenter; wie nur umsetzbar? (1 Betrachter)

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Kessia

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Hallo liebe Gemeinde!

Mir liegt eine schriftliche Bestätigung für eine Umzugsbeihilfe vom Jobcenter vor. In dieser heißt es, dass ich alle Wohnungsangebote vorlegen soll, damit diese "auf Angemessenheit" vom Jobcenter geprüft werden können.

In der Praxis funktioniert das aber nicht.

Bewerbungen nur allein zu den Wohnungsbesichtigungen erfolgen mit WBS und/oder der angegebenen Bruttokaltmiete durch das Jobcenter.
Es kommt vor, dass direkt nach den Bewerbungen auf Wohnungsbesichtigungen gleich am nächsten Tag die Besichtigung erfolgt, man entweder komplett ignoriert wird oder aber die Besichtigungstermine bereits alle vergeben sind.

Hat man Glück und erhält einen Besichtigungstermin, ist man angehalten, nach der Besichtigung unverzüglich eine Wohnungsbewerbungen bei den Vermietern einzureichen, denn schon bei den Besichtigungen lässt sich feststellen, dass die Nachfrage gerade bei kleinen und (noch) günstigen Wohnungen, sehr hoch ist. Bewirbt man sich nicht rechtzeitig, ist die Wohnung vergeben. Alles bereits erlebt. Gleichzeitig sprechen viele Vermieter auch ein Bewerbungsstop direkt bis zum nächsten Tag (z.B. 10 Uhr) aus.

Wie kann ich hier rechtzeitig die Prüfung und das Einverständnis für eine Wohnungsbewerbung vom Jobcenter einholen? Innerhalb von 24h ist dies durch das Jobcenter nicht realisierbar. Die Wohnungen sind bereits vermietet, bevor das Jobcenter die eingereichten Wohnungsangebote überhaupt mal prüft… .

Seit z.B. dem 15.04. liegen dem Jobcenter von mir bisher 4 schriftliche Wohnungsangebote vor… keine Reaktion. Wohnungen sind natürlich inzwischen alle weg…..

Auch habe ich aufgrund der Problematik und zur Lösung derselben beim Jobcenter schriftlich angefragt, wie man die Prüfung zur Wohnungsangemessenheit mit einer zügigen Bewerbung am besten lösen kann; gerne auch persönliche Besprechung/Terminvorschlag…. Bis heute auch keine Reaktion….

Hat hier jemand Erfahrungen mit den Umzugsbeihilfen und wie löst ihr das?

Solange ich keinen Termin bei den entsprechenden SB habe, würde alles nur über die Anmeldung/Eingangszone…. also mit Nummern ziehn und so…. gehen. Aber da sitzt man so lange, da ist die Wohnung schon vergeben……. und was haben die SB in der Anmeldung mit meinen Wohnungsangeboten zu tun? Ich brauch ja eine unverzügliche Entscheidung von meiner zuständigen Stelle (also dem zugewiesenem Team), um schnellstmöglich meine Wohnungsbewerbung einreichen zu können…. und einen solchen Termin würde man in der Eingangszone auch nicht sofort erhalten….

Ich nutze Fax, eMail und Einwurf Hausbriefkasten an das Jobcenter-Team. Könnte auch belegbare Einschreiben senden, aber auf diesem Postweg würde das Jobcenter-Team meine Wohnungsangebote ja noch später bekommen. Halte ich also nicht für zielführend…. siehe ebenso die Kosten bei z.B. 4 Wohnungsangeboten im Monat an das Jobcenter…..

Bin echt verzweifelt.

Habt ihr Tips für mich?

LG Kessia
 

Zerberus X

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Umzugsbeihilfe hat nix mit suchen einer Wohnung zu tun,Du brauchst eine Wohnungszusage und die Größe/Kosten um die dem JC vorzulegen.
 

RoxyMusic

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Hallo Kessia,

mit einer "Wohnungsbewerbung" schließt du ja noch keinen Mietvertrag ab. Das Wohnungsangebot legst du persönlich beim JC vor für die umgehende Prüfung der Angemessenheit und schriftliche Bestätigung der Übernahme der Unterkunftskosten.
 

Kessia

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Umzugsbeihilfe hat nix mit suchen einer Wohnung zu tun,Du brauchst eine Wohnungszusage und die Größe/Kosten um die dem JC vorzulegen.
Ja klar brauch ich die Zusage… aber diese gestaltet sich eben schwierig…. in den vorgelegten Wohnungsangeboten an das Jobcenter sind/waren natürlich jeweils Größe/Kosten angegeben….

mit einer "Wohnungsbewerbung" schließt du ja noch keinen Mietvertrag ab.
Ja das stimmt. Aber wenn ich dem gleichen Vermieter ein jedes Mal absagen muss bzw. ihm gegenüber eine Entscheidung bei Wohnungszusage nicht treffen kann, weil das Jobcenter seine entsprechende Zeit zur Prüfung der Angemessenheit wahrnehmen muss, ist das ja auch nicht prickelnd. Zukünftige Bewerbungen braucht man bei den Vermietern dann bestimmt nicht mehr einreichen, oder, denn die Vermieter wollen ja vor allem auch schnell vermieten…… (Auswahl ist ja auch groß)

Das Wohnungsangebot legst du persönlich beim JC vor für die umgehende Prüfung der Angemessenheit und schriftliche Bestätigung der Übernahme der Unterkunftskosten.
Jo. Kommt nur nix. Sind Prüfungen von 5 Wochen angemessen?
 

Kessia

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Hallo liebes Forum

hatte mich ja an das Jobcenter gewendet und nachgefragt, wie die Problematik mit den von den Vermietern zügig zu erwartenden Wohnungsbewerbungen und den Angessenheitsprüfungen nachhaltig gelöst werden kann, gerne auch ein persönlicher Beratungstermin.

Dazu habe ich nachfolgendes Schreiben bekommen (siehe pdf.)

Dieses Schreiben geht eigentlich so gar nicht auf meine Anfrage ein, eigentlich verschlimmert es die Voraussetzungen zu den Wohnungsbewerbungen nur. Ein Beratungstermin wurde mir leider auch nicht eingeräumt.

Die Situation ist wie folgt: Nach einer Wohnungsbesichtigung muss beim Vermieter unverzüglich eine Wohnungsbewerbung eingehen, da man ansonsten Pech hat und die Bewerbungen (auch aufgrund der hohen Nachfrage) "nicht mehr berücksichtigt werden" . Viele Vermieter setzen auch eine Bewerbungsstop zum Folgetag. So läuft das eben derzeit.

Die Sprechzeiten beim Jobcenter in der Eingangszone belaufen sich hauptsächlich von 8-12 Uhr (ausser Donnerstag bis 18 Uhr) .
Habe ich z.B. Montag einen Besichtigungstermin um 15 Uhr erhalten (Besichtigungstermine gibts auch nicht immer), ist eine Vorsprache am Dienstag in der Eingangszone beim Jobcenter zu spät, um anschließend eine zeitnahe Wohnungsbewerbung einzureichen.
Zudem bin ich krank (befinde mich in der Nahtlosigkeit) und habe u.a. auch diverse Arzttermine wahrzunehmen, die es mir - neben meinem Gesundheitszustand - nicht immer erlauben, unmittelbar nach den Wohnungsbesichtigungen auch noch zum Jobcenter zu fahren.......

Und was ist mit "Wohnungsangebot vom Vermieter" gemeint? Woher soll ich diese - neben der Einganszone und meinem Gesundheitszustand - so schnell besorgen?? ....die Wohnung ist dann weg, das ist klar.
Mir standen bisher nur die Angaben von Immoscout zur Verfügung (qm, Bruttokaltmiete, Gesamtmiete Heizkosten, Nebenkosten usw.) , diese habe ich immer als Screenshot beim Jobcenter eingereicht... Da das Jobcenter aber nie reagiert hat, hatte ich die Anfrage/persönlicher Beratungstermin eingereicht.
Jetzt heißt es sogar, dass eine solche "Bearbeitung nicht möglich" wäre.....

Ausserdem - und ich hoffe, ihr versteht das - wäre es mir - darüber hinaus auch unangenehm, vom Vermieter eine Bescheinigung für das Jobcenter einzuholen, da ich nicht möchte, dass der Vermieter erfährt, dass ich Unterstützung vom Jobcenter beanspruche....Muss ich solche Angaben bei einer Wohnungsbewerbung denn überhaupt preisgeben?

Ich bin verzweifelt. Wie kann ich am besten auf das Schreiben vom Jobcenter reagieren? Welche Erfahrungen habt ihr gemacht?

LG Kessia

Edit: Es wäre vielleicht noch zu ergänzen, dass ich mich nur auf Besichtigungen berwerbe, die die vorgeschriebene Bruttokaltmiete beinhalten….. solche Wohnungen zu finden, ist ja schon eine Herausforderung……. das Jobcenter wäre mit dieser Bruttokaltmiete und meinem ALG 1 auch von einer zukünftigen Zahlungspflicht befreit. Einen "Kostenübernahmebescheid für die Miete" durch das Jobcenter braucht es da gar nicht mehr. Ich wäre also komplett raus aus dem ALG II-Bezug… .
 

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Georg1975

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Ich habe aus diesem Grund beschlossen, mich nur noch bei größeren Wohnungsgesellschaften zu bewerben, die haben Erfahrung mit JC-Kunden, und die Vordrucke meist parat. Bei privaten Vermietern, Maklern, kleineren Gesellschaften usw. ist man, zumindest in Großstädten, als Elo fast chancenlos.
 

Kessia

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Hallo Georg, ich bewerbe mich auch nur bei großen Wohnungsgesellschaften. Ausschließlich.

Haben diese Vermieter diese Vordrucke für das Jobcenter bei den Sammelbesichtigungen zur Hand oder wie bezieht man diese? Und sind das explizit solche für das Jobcenter, also muss da 'zur Aushändigung für das Jobcenter' draufstehen? Aber da gehts ja dann schon los, dass man sich outen muss.…Mit Datenschutz usw. hat das nix zu tun?

Ich weiß inzwischen, dass viele Vermieter und/oder bei bestimmten Wohnungen auch direkt schon mitteilen, nicht mit dem Jobcenter zusammenzuarbeiten. Das wars dann eben auch schon….
 

Georg1975

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Ich kenne Elos in Berlin, Rostock, Essen, und Karlsruhe, und scheinbar kocht jedes JC und jede Wohnungsgesellschaft hier ihr eigenes Süppchen. Manche haben Vordrucke, andere nicht. Leider kann deine Frage daher nicht so einfach beantwortet werden.
 

Kessia

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… .ja dafür habe ich sogar Verständnis, kann ja nicht jede Wohnungsgesellschaft solche Vordrucke direkt bei den Sammelbesichtigungen parat haben….. manche wollen die jaeben auch gar nicht erst zur Verfügung stellen.

Wie läuft das aber innerhalb Besichtigung und Bewerbung, für die ja oftmals nicht mal mehr 24h zur Verfügung stehen?
Mit einer separaten Besorgung der Vordrucke beim Vermieter (zu berücksichtigender Datenschutz? und derer Sprechzeiten) , der anschließenden Zuwendung zur Eingangszone innerhalb der Sprechzeiten/ Jobcenter (Nummer ziehn und Wartezeit einplanen) sowie der Berücksichtigung bei Krankheit?

Da ist die Wohnung lange vergeben….. irgendwas läuft da doch verkehrt….
 

romeo1222

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Was spricht dagegen, wenn die Wohnung angemessen ist und sie dir gefällt, sich direkt zu bewerben? Dadurch kommt ja noch kein Mietvertrag zu Stande, damit ist dieses auch unproblematisch.

Hier ist z.B. eine Mietbescheinigung, wobei aber dort von einer BG-Nummer was steht und man sich dann denken kann, dass es für das Jobcenter ist:
https://www.jobcenter-ge.de/Jobcenter/Celle/SharedDocs/Downloads/DE/Publikationen/Mietbescheinigung.pdf;jsessionid=F17A93B04070952AB38869A9BAECFF7B?__blob=publicationFile&v=1

Mein JC hat z.B. eigene Formulare für sowas, die entsprechend anders aussehen, im Großen und Ganzen aber ähnliche Daten abfragen.

Vielleicht mal bei deinem JC anrufen und nachfragen, ob sie ein Formular haben und es dir zusenden können?

Mein JC braucht z.B. 3 Werktage nach der Einreichung eines solchen Formulars, um darüber zu entscheiden. Dann kann man sich die Bestätigung oder Absage persönlich abholen.
 

Kessia

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Hallo Romeo, vielen Dank für deine Antwort.

Mit dem hier eingestelltem Schreiben wurde ich seit der bewilligten Umzugsbeihilfe (April) erstmalig damit konfrontiert, ein „Wohnungsangebot vom Vermieter“ einzureichen. Bislang habe ich mich auf die Angaben von Immoscout bezogen (hier Wohnfläche, Nettokaltmiete, Nebenkosten, Heizkosten, Bezugsdatum usw. - Screenshot-).

Da es auf meine eingereichten Wohnungsangebote vom Jobcenter keine Antwort gab, habe ich natürlich immer wieder nachgebohrt und nun diese Antwort (siehe pdf.-Datei) erhalten.

Ich bin inzwischen nicht nur verärgert sondern auch verwirrt, denn bislang bin ich ja davon ausgegangen, dass dem Jobcenter meine bezogenen Angaben über Immoscout zur Angemessenheitsprüfung genügen. Ich weiß nun nicht, welche Anforderungen dieses „Wohnungsangebot vom Vermieter“ zu erfüllen hat und welche Angaben es enthalten muss. Muss es direkt vom Vermieter abgefordert werden? Und erlangt der Vermieter sodann Kenntnis über meine soziale Bedarfslage? Eigentlich ist mir das nicht recht.....

Werde mich also wieder an das Jobcenter wenden müssen.

Wo reichst du dieses ausgefüllte Formular (Mietbescheinigung) beim Jobcenter ein? Auch in der Eingangszone? Und wie schnell hat dein neuer Vermieter nach der Wohnungsbesichtigung diese Mietbescheinigung ausgefüllt?

Hier ist bei den Wohnraumbesichtigungen so viel los, dass man unmittelbar eine Bewerbung veranlassen muss. Zeit darf keine vergeudet werden....
 

Caye

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Wie dir in deinem letzten Thread schon gesagt wurde, kannst du dich problemlos auf jedes dir zusagende Wohnungsangebot bewerben. An dem Punkt muss das JC überhaupt noch nix prüfen und du brauchst dafür keinerlei Zustimmung. So eine Bewerbung ist unverbindlich.

Wird deine Bewerbung angenommen, geht es an den Mietvertrag. Diesen schnappst du dir, BEVOR du ihn unterschreibst, und wirst damit beim JC vorstellig. Dieser Mietvertrag ist das verbindliche Mietangebot, dass das JC sehen will.
Da brauchst du dir nichts ausfüllen lassen und hast, wenn du das mit dem künftigen Vermieter auf dem Postweg regelst, auch kein zeitliches Problem.
 

Kessia

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Wie dir in deinem letzten Thread schon gesagt wurde, kannst du dich problemlos auf jedes dir zusagende Wohnungsangebot bewerben. An dem Punkt muss das JC überhaupt noch nix prüfen und du brauchst dafür keinerlei Zustimmung. So eine Bewerbung ist unverbindlich.
Ja das habe ich bereits auch vorsorglich genau so schon gemacht. Der guten Ordnung halber habe ich das Jobcenter aber dennoch immer bereits die Eckdaten dieser Wohnung zugesendet (hier natürlich jederzeit mit der vorgesehen Bruttokaltmiete in Höhe von 404 Euro/Single). Denn es würde mich ja enttäuschen, wenn ich eine Wohnung zugesagt bekomme, diese Wohnung in der Angemessenheitsprüfung beim Jobcenter aber dann durchfällt. Ich gehe einfach davon aus, dass man sich auch mit der Unterzeichnung eines Mietvertrages nicht so lange Zeit nehmen kann, da sich der Vermieter ansonsten umentscheidet. Heute findet man ja kaum noch Wohnungen mit der angesetzten Bruttokaltmiete vom Jobcenter. Die Nachfragen sind natürlich auch sehr hoch.

Wird deine Bewerbung angenommen, geht es an den Mietvertrag. Diesen schnappst du dir, BEVOR du ihn unterschreibst, und wirst damit beim JC vorstellig. Dieser Mietvertrag ist das verbindliche Mietangebot, dass das JC sehen will.
Ja genau. Aber ich würde mich unwohl fühlen, wenn ich bei einem Vermieter absagen müsste....der gibt mir doch kein zweites Mal einen Mietvertrag, wo doch die Leute bei ihm Schlange stehen. Deshalb bereits meine Vorgehensweise ab den Wohnungsbewerbungen beim Jobcenter....

Da brauchst du dir nichts ausfüllen lassen und hast, wenn du das mit dem künftigen Vermieter auf dem Postweg regelst, auch kein zeitliches Problem.
Das klingt wirklich einfach. Den Postweg würde ich aber eher nicht wählen, sondern direkt in der Eingangszone/Jobcenter um Überprüfung bitten. Man muss ja fix sein heute, wenn man das Glück hat, einen Mietvertrag unterschreiben zu dürfen....
 

Georg1975

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Du brauchst keinen "ununterschriebener Mietvertrag", wie oftmals fälschlicherweise von einigen Eingangszonenmitarbeiterinnen behauptet wird. Dies ist heutzutage nicht realistisch, eine Vonovia zum Bsp. rückt sowas nicht vorher raus. In meinem JC brauchen die Mitarbeiterinnen am Empfang keine 10 Minuten um zu prüfen, man sollte sich vorher allerdings die Regelungen zur KdU ausdrucken und dabei haben, da einige Mitarbeiterinnen dies gerne nach eigenem Gutdünken uminterpretieren. Bei Unklarheiten sofort nach dem Teamleiter fragen, nicht mit Lieschen Müller herumdiskutieren. Ich hege ja schon länger den Verdacht, dass man am Empfang die Mitarbeiter parkt, mit denen man sonst nix anfangen kann.

Es genügt ein Mietangebot mit allen relevanten Daten, die Gesellschaften wissen genau was enthalten sein muss, stellen sich aber gerne dumm wenn sie Elochen nicht als Mieter haben wollen. Die bei immoscout angegebenen Daten reichen allerdings nicht. Warum lese ich immer von Screenshots, man kann sich das auf immoscout doch alles ausdrucken?

Ja, als Elo sind wir benachteiligt am Wohnungsmarkt, und wenn du krank bist, hast du die doppelte A-Karte, auch wenn dir das keiner so direkt ins Gesicht sagt, weil es nicht "politisch korrekt" ist.

Hier ein Beispiel, wie eine Whg.gesell. dich einfach am langen Arm verhungern lässt, wenn sie keinen Elo will. Wobei ich persönlich schon krassere Sachen erlebt habe.

 

Kessia

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Vielen Dank für den aufschlussreichen Link.

Ja genau so ist es doch und aus diesem Grund will ich meine schützenswerten Sozialdaten (H4) keinem Vermieter bekannt geben, weil dies vermutlich die Wohnungsbewerbung auf dem ohnehin schon angespanntem Wohnungsmarkt zusätzlich erschweren würde, wenn nicht sogar zukünftige Wohnungsbesichtigungen ganz und gar verunmöglicht:

…… die Gesellschaften…… stellen sich aber gerne dumm wenn sie Elochen nicht als Mieter haben wollen.
Und bei mir gehts wirklich nur um eine einmalige Umzugsbeihilfe, da ich nach Umzug eine Wohnung alleine von meinem ALG 1 bezahlen könnte und das Jobcenter von seiner derzeitigen Zahlungspflicht befreit wäre. Dass ich dann nicht mehr "bedürftig" bin, erscheint mir das Allerwichtigste.

Und dann noch das aus dem Link: "Im Job-Center bestätigt man, dass die dort betreuten Menschen jedes Wohnungsangebot von Amts wegen in einem zeitaufwendigem Verfahren auf seine Angemessenheit prüfen lassen müssen – erst danach könne es zum Abschluss des Mietvertrages kommen."

Die Betonung liegt auf "zeitaufwendig".

Meine bestehenden Befürchtungen sind also nicht unbegründet, weshalb ich bereits zur Angemessenheitsprüfung seit April die Eckdaten der Wohnungsangebote beim Jobcenter einreichte. Bis jetzt null Reaktionen dazu bis zu diesem hier eingestelltem Brief.

Zu klären ist also weiterhin beim Jobcenter, ob mit "Wohnungsangebot vom Vermieter" auch der Mietvertrag (#12) gemeint ist? Warum z.B. schreibt das Jobcenter das dann nicht so?
Wenn wider Erwarten das Jobcenter bestätigt, dass der Vermieter hier so ein "Wohnungsangebot" für mich auszustellen hat, weiß der Vermieter sofort, dass ich derzeit Sozialleistungen beziehe. Damit bin ich nicht einverstanden (zumal ich eine zukünftige Mietzins von meiner Versicherungsleistung - und ohne Hife des Jobcenters - alleine bezahlen würde).

Die bei immoscout angegebenen Daten reichen allerdings nicht.
Da mir das Jobcenter eine Antwort bislang schuldig geblieben ist, frage ich direkt hier: Warum nicht? In den Anzeigen von Immsoscout steht alles, was die zukünftigen Wohnungen bieten.

Warum lese ich immer von Screenshots, man kann sich das auf immoscout doch alles ausdrucken? [/qute]
Das wusste ich nichma, werde ich mir mal genauer betrachten. Danke :)

Ja, als Elo sind wir benachteiligt am Wohnungsmarkt, und wenn du krank bist, hast du die doppelte A-Karte, auch wenn dir das keiner so direkt ins Gesicht sagt, weil es nicht "politisch korrekt" ist.
Ich sehe vor allem eine zusätzliche Belastung in der Kürze der zeitlich zu ersuchenden Anlaufstellen.
Hier ist man zunächst und z.B. ja nicht nur auf die Aushändigung/Ausstellung dieses "Wohnungsangebotes" angewiesen, sondern man hat sich ja auch noch an die Sprechzeiten des Vermieter zu halten. Beim Jobcenter ebenso incl. der Wartezeit/Eingangszone. Ob da nach "zeitaufwendiger" Angemessenheitsprüfung überhaupt noch eine zeitnahe Wohnungsbewerbung gewährleistet sein kann, erscheint mir fraglich (aber Eingangszone/Jobcenter prüft ja sofort?)
Die nebenher laufenden Arzttermine und mein gesundheitlicher Zustand, der für diese schnell abzuarbeitende Rennerei definitiv nicht geeignet ist, belasten das Ganze natürlich zusätzlich.
 

Georg1975

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Schau mal die in #10 verlinkte Mietbescheinigung an, die wollen einiges mehr wissen, als was bei immoscout steht.

Jede Wohnungsgesellschaft mit der ich zu tun hatte, wollte einen Einkommensnachweis. Ich wüsste jetzt ad hoc nicht, wie ich meinen Elo-Status verbergen könnte.

Vielleicht wäre es möglich, dass eine von dir bevollmächtigte Person für dich beim JC vorspricht, wenn du verhindert bist? Keine Ahnung ob dies rechtlich möglich ist, gibt aber bestimmt jemanden hier der dies weiß. Hätte auch den Vorteil, dass eine dritte Person ohne Emotionen an die Sache rangehen kann.
 

Kessia

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Ja diese Mietbescheinigung habe ich mir angesehen.

Ich werde aber beim Jobcenter nachfragen, was mit "Wohnungsangebot vom Vermieter" gemeint ist.

Und ja, Einkommen muss angegeben werden, ich habe dazu meinen ALG 1 Bescheid. Es bereitet mir aber Unwohlsein, wenn ich die derzeit noch zusätzlich aufstockenden Leistungen vom Jobcenter angeben muss, das muss der Vermieter doch nicht wissen, dass ich momentan Sozialleistungen beziehe. Ich sehe meine Chancen auf dem Wohnungsmarkt dann noch als aussichtsloser.

Eine zukünftige Bruttokaltmiete von 404 Euro könnte ich ausschließlich von meiner alleinigen Versicherungsleistung bezahlen. Nur bei der jetzigen Miete unterstützt eben das Jobcenter. Deshalb will ich ja unbedingt umziehen.
 

Georg1975

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Ich hege ja schon länger den Verdacht, dass man am Empfang die Mitarbeiter parkt, mit denen man sonst nix anfangen kann.
Da hatte ich wohl leider den richtigen Riecher. Jetzt wird mir einiges klarer.

 

Kessia

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Ich schätze die Fluktuation in den Jobcentern ohnehin als recht hoch ein. Es gibt eben noch Menschen, die ein Gewissen haben und dem Jobcenter ihren Gehorsam verweigern. Ich kann diese Leute nur beglückwünschen.


Natürlich muss dann auch immer wieder um Nachschub gebuhlt werden…. egal auf welche Weise……
 
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