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Geld von Verwandten leihen

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ExitUser

Gast
Für meinen Zwangsumzug nach SGB II und den daraus neu zu gründenen Haushalt lieh ich mir von meiner alten Mutter 1000€.
Da sie mir vertraut, haben wir keinen Darlehensvertrag gemacht und sie meinte in Kenntnis meiner Situation."Junge, zahle wenn Du kannst"
Da bei alten Leuten(70Jahre) immer alles seine Ordnung haben muss, überwies sie mir das Geld auf mein Konto.
Nun habe ich Schiss, das die ARGE das als Einkommen wertet!
Soll ich nachträglich einen Vertrag mit Ihr machen?
Wenn die ARGE mir die 1000€ anrechnet, kann ich dann die Rückzahlungsraten gegenrechnen?
Soll ich mir von einem Bekannten das Geld in bar leihen, um den Betrag auf einmal zurückzubezahlen, bevor die was merken? (Beleg Kontoauszug)
 

donnervogel

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Hilfebedürftig nach §9 SGB II ist, "wer seinen Lebensunterhalt [...] nicht durch Aufnahme einer zumutbaren Arbeit oder aus dem zu berücksichtigen Einkommen und Vermögen sichern kann und die erforderliche Hilfe nicht von anderen, insbesondere von Angehörigen oder von Trägern anderer Sozialleistungen erhält."
Jede Einnahme - nun gleichgültig, ob es als Darlehen gedacht ist oder geschenkt, ist vorrangig gegenüber dem SGB II. Insoferm ist es richtig, dass die ARGE das Geld als Einnahme berücksichtigt (und ein Darlehensvertrag würde daran nichts ändern). Rückzahlungsraten können nicht gegengerechnet werden, da Schulden nicht über das SGB II gewährt werden. Vielmehr muss der Schuldner dem Gläubiger sagen, dass er nicht zahlen kann. Wer einem AlgII-Empfänger etwas leiht, der muss doch wissen, dass dieser es wohl kaum zurückzahlen kann, solange er noch im AlgII-Bezug ist.
 
E

ExitUser

Gast
donnervogel schrieb:
Wer einem AlgII-Empfänger etwas leiht, der muss doch wissen, dass dieser es wohl kaum zurückzahlen kann, solange er noch im AlgII-Bezug ist.
Das seh ich anders. Du hast zwar ansonsten recht, aber kaum jemand kennt das SGB II - ich versuch seit 1 Jahr zu erklären, was es da alles für einen Schwachsinn gibt...

z.B. daß Geburtstagsgeld für die Kinder auf dem Konto Einkommen wäre...
das glaubt einfach niemand, was man so berichtet.

Und ich denke mir: Auch die ARGEN vergeben Darlehen an Hilfebezieher - und die muß man auch zurück zahlen. Wenn man also anstatt vor meinem SB auf den Knieen zu rutschen lieber einen Angehörigen um ein Darlehen bittet, dann muß man beim AMt 10 % zurückzahlen... da heißt es, das ist zu verkraften ... warum sollte man das bei Angehörigen also nicht genauso können?

Ich denk, eine Frage, die auch mal diskutiert werden sollte.

Denn das werden sich vielle Fragen.

Ich würde nur in jedem Fall vorher beim Amt klären, wie die das sehen... und schon einen Darlehensentwurf vorlegen.

Gruß aus Ludwigsburg
 
E

ExitUser

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@donnervogel

Danke für die Antwort!
Jetzt ist es aber so, das der Umzug aus der 4Zimmer Wohnung in eine 2Zimmer Wohnung dadurch entstand, das meine Partnerin auszog und Geräte wie Kühlschrank, Waschmaschine u.s.w. mitnahm.
Die ARGE verweigerte mir jede Hilfe und verwies mich dadrauf, das ich ja mit Freunden und Bekannten umziehen könnte.
Das Geld ging tatsächlich für Umzugskosten, Renovierung und Ersatz von nötigen Haushaltsgegenständen drauf und nicht für meinen Lebensunterhalt!
Hätte ich bei Quelle die Geräte auf tuk tuk kaufen können, hätten die mir ja auch einen Kredit gewährt.Wären das dann geldwerte Zuwendungen und ich müßte die Geräte dann doppelt bezahlen, einmal bei Quelle und einmal bei der ARGE?
 

donnervogel

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interessante Frage. Sollte man vielleicht nicht zu laut drüber nachdenken....
 

Bruno1st

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Bei mir hat die Arge über 1 Jahr gebraucht, bis die endlich ihr o.k. zu einem Privatkredit gegeben haben. Unter der Vorraussetzung, daß ich daraus keinen Vorteil habe.
Nun ging das Geld auf das Konton und hat den Dispokredit gelindert. So hätte ich aber doch einen Vorteil davon - blicke aber auch nicht durch.

Das mit dem Umzug ist Standard. Das Freunde, usw. helfen sollten und man dann vielleicht über die Lkw Miete reden könnte, war alles was die brachten. Keine Zusage zu Umzugskosten geschweige denn Kosten der Wohnungssuche. Inzwischen wurde die KDU gekürzt, weil ich mich nicht bemüht habe und der WIderspruch läuft. Ich bin gespannt, was der Richter sagen wird, wenn ich dem meine unbeantworteten Anfragen/Anträge an die Arge vorlege :) Führt dann die Arge einen vermeidbaren Prozeß aus Mutwilligkeit oder allgemeiner Bösartigkeit ?
Denn ich möchte ja vor meienr Unterschrift wissen, ob ich auf den Kosten sitzenbleibe oder ob die Arge einen Umzug verlangen darf um die eigenen Kosten zu senken, aber ich die Nachteile zu tragen habe.

Nachtrag : Ich würde auf jeden Fall die Kosten für die Einrichtung beantragen und durchklagen - vielleicht kommt da noch etwas raus.
 
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Gast
noch mal

Vielen Dank an alle! Aber das bisher Gesagte hilft mir jetzt auch nicht weiter.
Darf ich prinzipell ein privates Darlehen zur Beseitigung einer Lebensnotlage annehmen oder nicht?
Zumal die ARGE die AfU nicht übernehmen wollte, es drohte Obdachlosigkeit, die nach SGB II ja verhindert werden soll! Trotz Zwangsumzug!
Also bitte darauf antworten:
Darf ich prinzipell ein privates Darlehen zur Beseitigung einer Lebensnotlage annehmen oder nicht?
 

donnervogel

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...das musst Du VOR Aufnahme eines Darlehens mit der ARGE abklären. Im Regelfall dürfe es als Einkommen angerechnet werden, aber vielleicht wäre im Einzelfall eine Ausnahmen möglich.
 
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@donnervogel

donnervogle schrieb : .das musst Du VOR Aufnahme eines Darlehens mit der ARGE abklären.

Danke, alles klar! Wo genau steht das ?

Gibt es dazu keine Rechtssprechung? Im SGB X ist die Darlehensnahme jedenfalls nicht geregelt!
 
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Re: @donnervogel

aufgemerkt schrieb:
donnervogle schrieb : .das musst Du VOR Aufnahme eines Darlehens mit der ARGE abklären.

Danke, alles klar! Wo genau steht das ?

Gibt es dazu keine Rechtssprechung? Im SGB X ist die Darlehensnahme jedenfalls nicht geregelt!
So, wie wir das hier schreiben, steht das nirgends, da muß man richtig zwischen den zeilen lesen können - und die Praxis der Ämter kennen...und wissen, welcher Richter wo wie urteilt - du verstehst?


Gruß aus Ludwigsburg
 

Bruno1st

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Re: @donnervogel

aufgemerkt schrieb:
Danke, alles klar! Wo genau steht das ?
Grundregel Eins im Umgang mit Behörden : Alles was nicht ausdrücklich erlaubt/zugesagt ist, ist verboten.
Anders denken diese Typen nicht. Und meine Erfahrung : Laß dir ALLES schriftlich geben und TRAU keinem dieser Typen !
Je freundlicher desto schlimmer und solange die dir nicht zeigen, was sie in den PC eintippen, lügen sie dich einfach an.
Liest sich sicher sehr krass, ist sind aber meine Erfahrungswerte. Oder wie kann man Auskünfte zu Umzusgkosten verweigern, bzw. verlangen den Umzug auf eigene Kosten auszuführen, damit die Arge Geld spart, und gleichzeitig die aktuelle Miete kürzen, weil die Wohnung nun zu teuer sein soll. Das macht doch kein NORMALER Mensch.

Bei mir kam die Arge mit dem Privatkredit erst in die Gänge, als ich denen mit Schadensersatz geroht habe, weil durch die Zinsen der ganze Dispo aufgebraucht ist und ich dann negative Schufa, usw. befürchten müßte. Schadensersatz kommt auch noch, denn monatelang keine Antwort auf schriftliche Anfragen verursachte Schaden durch unnötige Zinsen.
 
E

ExitUser

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Kredo

Danke Bruno1th! Das hat mir erst einmal moralisch geholfen.
Bruno schrieb:
Oder wie kann man Auskünfte zu Umzusgkosten verweigern, bzw. verlangen den Umzug auf eigene Kosten auszuführen, damit die Arge Geld spart, und gleichzeitig die aktuelle Miete kürzen, weil die Wohnung nun zu teuer sein soll. Das macht doch kein NORMALER Mensch.

Genau das ist mir ja auch passiert. Dafür brauchte ich doch dann das Darlehen! 4 Tage vor meinem Auszugstermin hatte ich dann erst einen Ablehnungsbescheid. 3 Tage vorher beantragte ich eine einstweilige Anordnung,am gleichen Tag wurde ich telefonisch vom SG zum Termin geladen, da Gefahr im Verzug war und die Frist für eine postalische Ladung zu kurz war.
Am nächsten Tag, einen Freitag wurde mir dann in einen Vergleich 300 € pauschal zugesprochen nebst 156 € Renovierungskosten und die ARGE wurde verdonnert, 297 € für AdU zu bezahlen. Der Erste war dann ein Feiertag ( 1.Mai), also bekam ich das Geld erst am 2ten ausbezahlt..
Vorsorglich hatte ich mir aber das Darlehen anweisen lassen, damit ich nicht in 2 Wohnungen Mietschuldner werde.450 €uro habe ich bereits meiner Mutter zurückerstattet, der Rest ging für Auslegeware und Geräte drauf!
Was in Gottes Namen habe ich mir also vorzuwerfen?
 

Intimidated_1

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Da der Fragesteller das Geld für einen bestimmten Zweck, und nicht zum Lebensunterhalt geliehen/benutzt hat, sehe ich nicht wie es als 'Unterstützung' bzw. Einkommen angerechnet werden kann! (Schlimm genug das er sich das Geld überhaupt leihen mußte!!!) :dampf: :kotz:

Klar, versuchen werden die es bestimmt, aber wofür haben wir denn Gerichte?! :D

Mein Rat, abwarten, falls notwendig Widerspruch einlegen/ K L A G E N !!! :twisted:

Außerdem, das kein Darlehensvertrag besteht ist doch wohl irrelevant, da es sich hier um Mutter und Sohn handelt.

Sollen die Richter doch bitte entscheiden und nicht diese miesen Sesselpupser! :motz:

Also, aufgemerkt, mach dir keine Sorgen, und genieße das Wochenende! :hug:
 

Vera....ter

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Sollen die Richter doch bitte entscheiden und nicht diese miesen Sesselpupser!

Entschuldige, wenn ich mich hier mal einmische:

Aber die Richter sind auch nicht besser !

Von wegen Unabhängigkeit, eigene Ermittlungen (in zwar in beide Richtungen !), unterschiedliche Glaubwürdigkeit von Aussagen (Zeugen des AA/ARGE glaubt man immer - Zeugen des Arbeitslosen glaubt man nicht !), unbewiesene Unterstellungen .... u. v. a. m.
 

Arania

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Ich habe bis jetzt nur gute Erfahrungen vor Gericht gemacht, ich würde da nichts vorweg nehmen ;)
 
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Noch haben sie mich ja auch nicht

Hallo, noch haben sie ja auch keine Kontoauszüge von mir gefordert, sie wissen von nichts!

und wie ich hier gelesen habe:

gehe nicht zum Fürsten, wenn er dich nicht gerufen hat
 

Martin Behrsing

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wichtig ist, dass Du eine Darlehensvertrag hast aus dem hervorgeht, dass dieses Geld für den Umzug bestimmt ist. Des weiteren sollte der Vertrag auch die Rückzahlungsmodalitäten beinhalten. Deine Großeltern sind in keiner Weise verpflichtet dich zu unterstützen, so darfst du dir auch Geld von denen leihen.
Ohne Vertrag wird das Geld aber als Einkommen gewertet, was ja auch logisch ist.
 

Phil Phob

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Wie siehts mit den Eltern aus ? Sind die in irgendeiner Weise verpflichtet mich zu Unterstützen (in meinem Fall : Ich bin Ü 30, wohne seit 10 Jahren nicht mehr daheim, Eltern sind Rentner) ?

Wenn ich nun einen Privatkredit von denen bekommen habe, kann die Arge die irgendwie belangen ?
 

theota

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donnervogle schrieb : .das musst Du VOR Aufnahme eines Darlehens mit der ARGE abklären.

Danke, alles klar! Wo genau steht das ?

Gibt es dazu keine Rechtssprechung? Im SGB X ist die Darlehensnahme jedenfalls nicht geregelt!

nur mal so allgemein, für die Zukunft, obwohl Ludwigsburg und Bruno1st das schon beantwortet haben:

ich weiss bereits aus früheren Zeiten, als mein Kind + ich schon mal kurzfristig auf Sozialhilfe angewiesen waren, dass ALLES, was du benötigst, und sei es auch noch so dringend, vorab von der ARGE genehmigt werden muss bzw. SOLLTE, am Besten sogar schriftlich, wenn es Grund zur Annahme gibt, dass die nicht zu ihrem Wort stehen werden

Begründung bereits damals: "Sie haben es ja bereits bezahlt, dann sind/waren Sie ja auch nicht bedürftig!" (die interessiert dann, im Nachhinein, nicht mehr, ob du das mühsam angespart hast, geliehen oder sonstwas, denn sie wittern damit eine supi Gelegenheit, dem Staat hier etwas einsparen zu können - das können sie am Besten!!!)

ich weiß, besonders fies wird das hier in solchen Situationen wie z.B. Umzug, wenn man nicht ewig Zeit hat, auf "Genehmigung" zu warten/hoffen - auch das ist Absicht, die spielen auf Zeit mit der Hoffnung, daß die Wenigsten sich adäquat zu helfen wissen...
 

catwoman666666

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Wie siehts mit den Eltern aus ? Sind die in irgendeiner Weise verpflichtet mich zu Unterstützen (in meinem Fall : Ich bin Ü 30, wohne seit 10 Jahren nicht mehr daheim, Eltern sind Rentner) ?

Wenn ich nun einen Privatkredit von denen bekommen habe, kann die Arge die irgendwie belangen ?
Deine Eltern sind die bis zum Ende der Erstausbildung zum Unterhalt verpflichtet.

Die ARGEn kümmert das nicht, die versuchen genau wie bei Einstandsgemeinschaften eine Unterhaltspflicht zu konstruieren.
 
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