Gelben Brief mit Einladung erhalten und normale AU wird nicht akzeptiert, wie reagieren?

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Hallo meine Lieben, :)

zuerst einmal wollte ich mich dafür entschuldigen, dass ich so lange offline gewesen bin und womöglich der Eindruck entstanden ist, dass ich von der Bildfläche verschwunden sei. :sorry:Gleichzeitig möchte ich mich für eure Hilfe im letzten Thread bedanken. Habe euch allen ein Danke hinterlassen. (y) ;)

Nun zu meinem Anliegen:

Ich habe mal wieder das Vergnügen mit dem JC. Als ich heute nichtsahnend meinen Briefkasten geleert habe, ist mir ein gelber Brief entgegengeflogen, der mich ein bisschen in Panik versetzt hat.

Ich öffne den Brief und stelle fest, dass es sich um eine „Einladung“ ins JC handelt (Vorladung hätte wohl besser gepasst). Nachdem der erste Schock verflogen war, kam dann die nächste Überraschung: In der Einladung ist eine Textpassage, die ich bisher nie hatte. Es geht nämlich darum, dass eine normale AU künftig nicht mehr reichen wird, falls ich den Termin nicht wahrnehmen sollte.

Nun frage ich mich, warum die FM das gemacht hat.. Ich meine, gelber Brief + dieser Hinweis? Kann doch wohl kein Zufall sein?

Ich muss dazu sagen, dass ich bislang immer die Termine im JC wahrgenommen habe. Nur während meiner Maßnahme, die im nächsten Monat endet, war ich in der letzten Zeit häufiger krankgeschrieben aufgrund meiner gesundheitlichen Verfassung.

Außerdem habe ich doch bereits ein Termin bei ihr ende diesen Monats, deshalb Ich kann nicht verstehen, warum sie mir einen weiteren schickt und dann noch in so ner „Aufmachung“..

Wie reagiere ich am besten darauf? Sie beim nächsten Termin darauf ansprechen oder gleich einen Brief/eine E-Mail an sie schicken und nach dem Grund fragen?

Habe einen kleinen Entwurf verfasst, den ich an meine FM schicken möchte. Oder soll ich das lassen oder den Text ändern, um die Situation nicht weiter aufzuheizen?

Vielen Dank für eure Hilfe

Sehr geehrte Frau XY,

neulich habe ich von Ihnen eine Einladung, die sich zu meiner Verwunderung in einem gelben Umschlag (PZU) befunden hat, mit einem Termin, der am XX.XX.XXXX stattfindet, erhalten.

Dabei ist mir eine Textpassage aufgefallen, die besagt, dass eine bloße Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung nicht ausreichend ist, um einen Termin absagen zu dürfen. Stattdessen ist in solchem Falle eine Bescheinigung des behandelnden Arztes zu erbringen.

Der entsprechende Textabschnitt ist in der beigelegten Kopie Ihres Einladungsschreibens markiert.

Ich möchte gerne in Erfahrung bringen, auf welcher Begründung diese Entscheidung beruht und bitte daher um eine Stellungnahme in schriftlicher Form.

Mit freundlichem Gruß
 

erwerbsuchend

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Die Frage ist, bist du derzeit au oder geht es dir nur um das Prinzip? Zum Thema WUB findest du mit der Forensuche genügend Lesematerial. Wenn du also derzeit und für den Zeitraum des Meldetermines nicht au sein solltest, solltest du diese Textstelle einfach ignorieren und den Meldetermin wie gewohnt wahrnehmen. Du kannst dir deine Kräfte für sinnvollere Tätigkeiten einsetzen, statt für bloße Prinzipkämpfe.
 

IronFist

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Habe einen kleinen Entwurf verfasst, den ich an meine FM schicken möchte. Oder soll ich das lassen oder den Text ändern, um die Situation nicht weiter aufzuheizen?
Ich glaube kaum, daß auf der Gegenseite, also in deinem JC, irgendwer im aktuellen Stadium die Situation als aufgeheizt empfindet.

Ich würd das jetzt mal nicht so „persönlich“ nehmen. Da handelt eine Verwaltung halt grad wie eine Verwaltung nun mal so handelt.
 

humble

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Wenn das jetzt kam, ohne dass Du aktuell AU bist und auch nicht Termine verpasst hast mit AUB, würde ich denen schon ordentlich die Meinung schreiben/sagen. Die Verwaltung handelt nicht "grad wie eine Verwaltung nun mal so handelt ", sondern versucht Dich zu konditionieren. Da gibt es klare Vorgaben für sowas.

Unser Mitglied @CanisLupusGray ist da erfolgreich gegen angegangen. Kannst Du hier ausführlich nachlesen.
 

erwerbsuchend

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@humble, und was bringt dies für TE? Warum soll er sich in einen sinnfreien Kampf begeben, für den es keinen Grund gibt? Gut, es muss jeder selbst entscheiden, was er macht, aber sinnfreie Kämpfe wären mir meine Zeit und Energie nicht wert.
 

humble

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Du müsstest inzwischen auch mitbekommen haben, wie es so oft abläuft. Zeigst Du keine Abwehr, wird alles mögliche abverlangt. Ich rate hier ja nicht gleich zu Klagen, zeige nur auf, was möglich ist, wenn man merkt, in welche Richtung die Konditionierung läuft und sich dann wehrt.

Die oben verfasste Nachfrage ist doch schon ein Ansatz, würde ich allerdings ergänzen um die Anmerkung, dass Meldetermine bis dahin nie gegen Vorlage einer AUB verpasst wurden. Ein Anlass für solches Abverlangen ohne Grund ist nicht gegeben. Schon gar nicht, wenn da sowieso ein Termin festgelegt ist.
 

erwerbsuchend

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Ja, ich habe schon lange mitbekommen, wie das läuft. Allerdings sollte man immer auch abwägen, ob sich ein "Aufstand" auch wirklich lohnt. Was ist, wenn die SB von TE seine Anfrage ins Leere laufen lässt, also ignoriert? Dann müsste TE eigentlich sich an die nächsthöhere Eskalationsstufe wenden. Wenn diese auch nicht reagiert, dann an die nächsthöhere usw. Hat TE dazu wirklich die Lust? Schließlich würde SB aus dem Verhalten von TE merken, ob dessen "Anwürfe" Substanz haben, oder, ob TE einfach nur mal kurz "spielen" will, aus Sicht von SB. Wenn man schon einen "Kampf" anfängt, dann sollte man auch Willens sein, diesen bis zum Ende durchzustehen, auch, wenn es sich aktuell nur um Kleinigkeiten handelt, von denen man aktuell gar nicht betroffen ist. Sollte diese Angelegenheit vor dem SG landen, wird jeder SG-Richter TE fragen, warum er diesen Kampf betreibt, wenn er gar nicht davon aktuell selbst betroffen ist, also keine negative Folgen/Sanktionen daraus zu befürchten hat. Dies sollte TE für sein Vorhaben im Hinterkopf behalten.
 

HermineL

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Es bringt nicht sich darüber zu streiten ob man das liefert was das JC will auch wenn es rechswidrig ist oder ob man sich dagegen wehrt. Beide Möglichkeiten haben ihr für und wieder. Daran ändert auch eine solche Diskussion nichts.

Sinn macht es die möglichen Wege aufzuzeigen damit der TE seine Entscheidung welchen Weg er gehen will und was er dafür in Kauf nehmen will unter Kenntnisnahme der Folgen selber trifft.
 

For contentedness

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So da melde ich mich wieder mal zu Wort. Danke erstmal für eure Antworten.

Genau das ist ja das Problem: Es stillschweigend hinnehmen und es nur als bloßen Akt der Bürokratie abtun, könnte ich zwar machen. Allerdings befürchte ich, und das sehen einige hier ähnlich, dass sowas den einen oder anderen FM eventuell dazu verleiten könnte, nochmehr Spielchen zu spielen. Vermag das eig. aber nicht zu beurteilen, sitze ja nicht in ihrem Kopf.

Und wenn es wirklich nur sowas wäre, was Verwaltungen eben tun, dann frage ich mich ehrlich gesagt, verdammt nochmal, wieso meine FM plötzlich meint mir eine einfache Einladung in einem gelben Umschlag zu schicken. Und das obwohl ich sowieso noch ein Termin bei ihr habe. Sorry aber der Brief macht mich etwas Fuchsig..

Im Moment bin ich nicht AU geschrieben. Die Maßnahme geht noch ca. n Monat und möchte diese eigentlich zu Ende machen.

Irgendwie habe ich das Gefühl, dass seit zwei Monaten ne etwas dickere Luft herrscht zwischen der FM und mir. Vielleicht aber auch nur Paranoia, zu der ich (vielleicht wegen meiner Psyche) neige?

Es fing damit an, dass ich einen Termin bei ihr hatte und dort mit einer Dozentin der Maßnahme erschienen bin. Diese Dozentin ist dafür da, einmal pro Woche Gespräche mit uns Maßnahmeteilnehmern zu führen. Sie unterliegt der Schweigepflicht.

Naja auf jeden Fall haben wir der FM gesagt, dass ich mich im Moment nicht in der Lage sehe nach der Maßnahme zu arbeiten. Aus Gesundheitlichen Gründen. Punkt. Das einzige was wir ihr noch gesagt haben, war, dass ich mich erstmal um meine Gesundheit kümmern werde.

Ich hatte bei dem Termin das Gefühl gehabt, dass sie immer wieder versucht hat, direkt, sowie indirekt, herauszufinden, was ich denn für gesundheitliche Probleme habe. Aber da sie nicht meine Ärztin ist, bin ich auf ihre Versuche nicht eingegangen. Sie musste das hinnehmen und man hat ganz klar gemerkt, dass ihr das überhaupt nicht in den Kram gepasst hat. Sie meinte dann nur: „OK, dann schicken Sie nach der Maßnahme halt regelmäßig Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen an das Jobcenter“. Eventuell wird noch der Ärztliche Dienst eingeschaltet um meine Arbeitsfähigkeit zu beurteilen.

Als wir den Raum verlassen kam nur: „Aber bedenken Sie, dass die nette Frau XY nach der Maßnahme nicht mehr für sie zuständig sein wird.“ Oder sowas in der Art..
 

humble

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Ok, das wäre als Eingangsinfo schon sehr wichtig. Hätten wir uns mit @erwerbsuchend den "Austausch" ersparen können :icon_wink:

Dann rate ich Dir, unbedingt den Begriff "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" in die Forensuche einzugeben und Dich gründlich einzulesen. Es sind genug Berichte zum Thema.

Meine Grundskepsis aus dem Erfahrungsschatz der vergangenen Jahre hat mich, glaube ich, nicht getäuscht. Bereite Dich einfach nur vor, um nicht herumgeschubst zu werden, gerade wenn es um die Gesundheit geht...
 

Gollo

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Nur am Rande, bei mir war es wohl so, dass das JC schlicht vollautomatisch diesen Passus mit einfügt, sobald jemand mehrmals einen Termin wegen Krankheit verpasst hat.

In meinem Fall hatte ich dem JC dann statt der üblichen AU ein ärztliches Attest gesendet, in dem sinngemäß nichts weiter stand, als dass Herr XYZ derzeit gesundheitlich nicht in der Lage ist, zu einem Termin zu kommen.

Danach hat mich das JC komplett in Ruhe gelassen. Ich habe nie wieder eine Einladung oder sonst etwas bekommen.

Das kann sich natürlich jederzeit ändern, ich will damit nur sagen, man muss nicht immer aus einer Mücke ein Elefant machen. Wenn man ständig gegängelt wird, ist natürlich Widerstand angesagt, aber manchmal sind es auch die leisten Töne, die zum Ziel führen.
 

humble

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@Gollo Deswegen mein Beitrag #6
Wenn es bei Dir so war und Du eine WUB beigebracht hast, Deine Entscheidung und für Dich alles gut, gerade wenn Dein Arzt es mitgemacht hat. Viele machen es nicht.
Aber ohne, dass vorher auch nur ein Termin unter beibringen einer AUB nicht wahrgenommen wurde, ist so ein Abverlangen völlig abwegig.
Auch Dir rate ich, "Wegeunfähigkeitsbescheinigung" in die Forensuche einzugeben und Dich gründlich einzulesen.
 

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Wie kommst Du darauf? Wem gegenüber?
Meinst du das ist zu weit hergeholt? Jedenfalls hat sie mir gesagt (Also die mit der ich wöchentlich diese Gespräche führe), dass sie mit niemandem über meine genauen gesundheitlichen Probleme sprechen wird, wenn ich das nicht will. Und das hat sie auch nicht. Auch nicht dem Jobcenter oder meiner Fallmanagerin.
Während des Termins mit meiner Fallmanagerin stand diese Dame voll und ganz hinter mir, hatte ich das Gefühl. Ich glaube ohne dieser Gespräche wäre ich gar nicht in der Lage gewesen, mit meiner FM so souvären zu reden.

Nachtrag: Ich bedanke mich nochmals für eure Antworten und werde das ganze erstmal ruhig angehen. Panik schieben bringt auch nichts außer dass ich unruhiger werde. Werde mich über das Thema WUB informieren.
 
Zuletzt bearbeitet:

Nena

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Werde mich über das Thema WUB informieren.
Ist aber erst (frühestens) relevant, wenn Du mal AU bist zu einem Termin.

Meinst du das ist zu weit hergeholt? Jedenfalls hat sie mir gesagt (Also die mit der ich wöchentlich diese Gespräche führe), dass sie mit niemandem über meine genauen gesundheitlichen Probleme sprechen wird, wenn ich das nicht will.
Ich glaube nicht, dass ein Schweigeversprechen zu vergleichen ist mit Schweigepflicht. Aber gut, dass es klappt!
 
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