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Geistigbehindert

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skipi11

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#1
Moin Moin!

Nun mal eine Frage was Rechtliches angeht.

Unsere Tochter wird nun 18 im Juni. Nun will das Arbeitsamt das ein Antrag für sie Auf Hartz 4 gestellt wird. Meine Frau bekommt nun schon HArtz 4, aber es muss für sie auch einer gestellt werden.
Ab Juli gibt es wohl ein neues Gesetz wo es nicht mehr nötig ist, da sie dann wieder in der Bedarfsgemeinschaft zurück fällt, von meiner Frau.

Aber nun die eigentliche Frage!

Sie ist zu 100% Geistig Behindert. Kann sie Rechtlich Überhaupt einen Antrag stellen, in Ihren Namen? DA sie nicht schreiben und Lesen kann, auch nicht den Vorgang versteht.

Was muss in einen solchen Fall gemacht werden?

Skipi
 

Quirie

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#2
skipi11 sagte :
..........Sie ist zu 100% geistig Behindert. Kann sie Rechtlich Überhaupt einen Antrag stellen, in Ihren Namen? DA sie nicht schreiben und Lesen kann, auch nicht den Vorgang versteht.

Was muss in einen solchen Fall gemacht werden?
Skipi
Ich habe dabei schon mal einer alten Nachbarin geholfen. Ich kann Dich zwar nicht "rechtlich" beraten, aber ich kann Dir sagen, wie es geht.

Du wirst einiges regeln müssen, denke ich. Bisher war Eure Tochter minderjährig, ihr hattet das Sorgerecht und konntet so alles für sie tun was notwendig war.

Wenn sie jetzt volljährig wird, geht das nicht mehr so einfach. Sie braucht eine "Betreuung" . Die Betreuung gibt es in verschiedenen Abstufungen. Eine sehr ausführliche und informative Darstellung findest Du bei Wikipedia:

http://de.wikipedia.org/wiki/Betreuung

Da ihr bisher alles geregelt habt und als Eltern ihre nächsten Angehörigen seid, wird das Vormundschaftsgericht beim Amtsgericht Euch auf Euren Antrag sicherlich als Betreuer einsetzen. Der Antrag ist formlos, einfach ein Schreiben an das Gericht mit einer Kopie des Behindertenbescheides und ein Attest Eures Hausarztes.

Dann wird ein so genannter Anhörungstermin stattfinden. In der Regel besucht Euch der zuständige Richter zuhause, um sich selbst ein Bild von Eurer Tochter zu machen. Das ist gesetzlich so vorgeschrieben und hat nichts mit Mißtrauen gegen Euch zu tun.

Danach bekommt Ihr eine Urkunde, mit der Ihr dann alles Notwendige veranlassen könnt, z.B. Leistungen beantragen etc.

Keine Sorge, es klingt komplizierter als es ist.
 

Frank2

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#3
skipi11 sagte :
Sie ist zu 100% Geistig Behindert. Kann sie Rechtlich Überhaupt einen Antrag stellen, in Ihren Namen? DA sie nicht schreiben und Lesen kann, auch nicht den Vorgang versteht.
"Geistig behindert" ist ja auch ein weiter Begriff. Besucht eure Tochter nicht eine Sonderschule oder eine andere intregrative Einrichtung? Auch dort kennt man sich damit aus, was zu tun ist, wenn ein geistig behinderter Mensch volljährig wird.
Ich weiss zwar nicht, wie stark die Behinderung ist, aber ich persönlich kenne viele Geistigbehinderte, die ein relativ normales Leben führen und auch alle Lesen und Schreiben gelernt haben. Natürlich gibt es bei denen einen Betreuer, der in Behördenangelegenheiten hilft bzw. diese übernimmt. Das klappt oft überraschend gut.
Daher verwundert mich dieser Beitrag etwas, denn eure Tochter muss doch von irgendeiner Institution gefördert und gefordert oder betreut werden. Ihr müsst doch einen Ansprechpartner haben? Es gibt doch auch Selbsthilfegruppen für Eltern behinderter Kinder, dort kennt man viele Tipps und Tricks.
Aus meiner früheren Arbeit mit Geistig- und Körperbehinderten weiss ich, dass manchmal viele Möglichkeiten der Förderung nicht genutzt werden, da dann die Meinung vorherrscht, dass ein geistigbehinderter Mensch nichts lernen kann. Ich will euch da nicht zu nahe treten, aber es gibt Möglichkeiten.

mfg
Frank
 
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