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Geißler: »Verhindern Sie die Privatisierung Ihres Klinikums!«

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#1
Balingen (cje). Alles andere als eine launige Neujahrsempfang-Rede hielt Heiner Geißler am Samstag in Balingen. Der frühere CDU-Generalsekretär holte in einer packenden Rede zum Rundumschlag gegen ungesteuerte Globalisierung und ungebremsten Kapitalismus aus.
80 Jahre alt wird Geißler im März. Dass er sich beim »Hochhieven« auf die Bühne am Ständer einer Lampe festhalten muss, wie er schmunzelnd seinen Auftritt kommentiert, habe nichts mit Altersgebrechlichkeit, sondern mit Spätfolgen eines Gleitschirm-Unfalls zu tun. Keine Frage: Der Mann ist körperlich, vor allem aber auch geistig in Schwung. Frei, pointiert und packend spricht Geißler. Sein Ton ist mit den Jahren eher noch schärfer geworden.
Balingen kennt der gebürtige Oberndorfer gut. Als Student in Tübingen sei er auf der Motorradfahrt zu den Eltern regelmäßig durch die Eyachstadt gebrettert. Geißler attestiert Balingen einen »rasanten Fortschritt«. Doch das, was eine »so tüchtige Stadt« geleistet habe und noch leisten wolle, hänge auch davon ab, wie sich die Welt entwickelt.
Harte Breitseite gegenWesterwelle & Co.
Von dieser Entwicklung zeichnet Geißler, der sich heute im globalisierungskritischen Netzwerk Attac engagiert, ein düsteres Bild. »Ideen verändern die Welt«, lautet das Thema seines Vortrags, der besser mit »Schlechte Ideen veränderten die Welt« überschrieben wäre. Denn nur kurz geht er auf Strategien zur Veränderung ein. Einen TÜV für Finanzprodukte, die Einführung einer Kapitaltransaktionssteuer, die Demokratisierung der Weltbank und globale Mindeststandards für Wirtschaft und Arbeitsmarkt fordert er ein. Außerdem sind wirtschaftspolitische Ordnung, Solidarität und Nächstenliebe Schlagworte, die Geißler dem aktuellen »Chaos« entgegenstellt.


......

HartzIV bezeichnet er als »größte Angstmaschine, die wir in der Republik haben«. Wenn etwa ein Opel-Arbeiter, der 35 Jahren gearbeitet und Steuern gezahlt habe, nach einem Jahr Arbeitslosengeld zum Fürsorgeempfänger werde, verletze dies die Menschenwürde. HartzIV sei eine »in Paragrafen gefasste staatliche Missachtung der Lebensleistung dieses Menschen«.


Auch kranke Menschen würden zunehmend als Kostenfaktor gesehen: »Das Gesundheitswesen ist kein Media-Markt.« Krankenhäuser sollten nicht von reinen Betriebswirten geführt werden. »Verhindern Sie die Privatisierung Ihres Klinikums!«, ruft Geißler deshalb den politischen Entscheidungsträgern im Zollernalbkreis zu.


Eine Rückbesinnung auf Ludwig Erhard und auf die Grundsätze der sozialen Marktwirtschaft mahnt Geißler an. Wie diese Maßstäbe den Entscheidern in aller Welt zu vermitteln sein könnten, sagt er nicht.
Nachrichtenticker Balingen: Geißler: »Verhindern Sie die Privatisierung Ihres Klinikums!« // schwarzwaelder-bote.de

und auch eine Missachtung der Menschen, die nur wenig bis niemals eine Chance hatten, ausreichendes Einkommen zu verdienen. Die in den Niedriglohn gezwängt werden, um den Unternehmern gigantische Umsätze zu bescheren. Die gehen dann an den Aktienmarkt und kümmern sich lieber um die Anleger, denn "Sklaven" gibt es bei dieser Politik und mit Hartz IV genug, die kann man beliebig austauschen.
 

isabel

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#2
Vor allem aber widmet sich der Gastredner der »Fusionitis« und »Gigantomanie« von Wirtschaftsriesen. »Unsittlich« nennt er eine Wirtschafts- und Finanzwelt, in der Broker »nichts tun und nichts leisten«, sondern »Geld mit Geld verdienen« könnten. Die Verantwortlichen hätten weitgehend das »ethische Fundament« verloren. Mittelstand und Handwerk würden »auf unverschämte Weise« vernachlässigt.
Ein Politiker der Gegenseite, der mein volles Respekt hat. Danke, Sancho, dass Du den Artikel gefunden und eingestellt hast.


MfG
Isabell
 
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