Geht es, daß ich wegen der 3G-Regelung meinen Minijob kündige oder mich kündigen lasse?

Leser in diesem Thema...

Damla

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Guten Abend zusammen,

Ich übe Momentan einen minijob aus (5 Tage die Woche). Wegen der Pandemie haben sich leider meine Stunden gekürzt, sodass ich täglich nur noch 42 Minuten arbeite, dementsprechend hat sich auch mein Gehalt verringert momentan liegt mein Lohn bei 160€ netto. Da ich weder geimpft noch genesen bin muss ich mich leider auch noch testen lassen, was natürlich wieder kosten wird auf Dauer. Ich komme ansonsten nicht mit dem Bus zur Arbeit. Dieser ganze Aufwand lohnt sich einfach nicht für mich, schon garnicht bei 160€ im Monat. Ich erhalte alg2 und möchte ungern sanktioniert werden. Heute habe ich meinen Vorgesetzten kontaktiert und ihm gebeten mich zu kündigen, da es keinen Sinn fur mich ergibt unter diesen Umständen dort weiter zu arbeiten. Er meinte er wird das irgendwie klären?! Was genau er damit meint weiß ich gerade nicht. Eins steht fest ich werde mich nicht ständig zum Testzentrum schleppen und dort blechen. Habt ihr vielleicht Ratschläge für mich wie ich das ganze klären kann ? Ich möchte mich nicht impfen lassen da ich ein kerngesunder Mensch bin, und das allein meine Entscheidung ist was ich mit meiner Gesundheit mache. Dazu Zwingen kann mich absolut niemand. Danke im voraus 🤗
 

Helga40

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Abgesehen davon, dass auch in der Pandemie das unternehmerische Risiko beim Arbeitgeber liegt, d. h., dass er trotzdem in vereinbartem Umfang Lohn zu erbringen hat, auch, wenn er nicht genug Arbeit anbieten kann und daher die angebotene Arbeitsleistung nicht oder nur gin geringerem Umfang annimmt: der gesetzgeberische Wille, den man derzeit überall leicht erlesen kann, ist, dass derjenige, der deswegen seinen Job verliert oder seine Arbeitsleistung nicht mehr erbringt, die entsprechenden Nachteile erhalten soll, sei es Verlust des Lohnanspruches, Verlust einer Lohnfortzahlung, Sperrzeit oder Sanktion.
 

Aypre

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Das er es „klären“ möchte, klingt so, als würde er nach einer Lösung suchen.

Allerdings solltest du deinen Job definitiv nicht selber kündigen, da dies, wie du auch festgestellt hast, zu einer Sanktion führen kann.
 

HermineL

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Ich möchte mich nicht impfen lassen da ich ein kerngesunder Mensch bin, und das allein meine Entscheidung ist was ich mit meiner Gesundheit mache.
Stimmt das ist deine freie Entscheidung. Allerdings musst du, zumindest teilweise (leider), die daraus resultierenden Folgen selber tragen und nicht die Allgemeinheit.

Dazu Zwingen kann mich absolut niemand
Da wäre ich mir an deiner Stelle nicht so sicher denn wenn die Impfpflicht kommt ändert sich das schlagartig.


Aber wenn du dich nicht kostenlos impfen lassen willst und dir die Teste, die du benötigst, um auf die Arbeit zu kommen, zu teuer sind gibt es, in Anbetracht das du ja körperlich angeblich kerngesund bist, noch eine kostengünstige Alternative und das ist der tägliche Sparziergang zur und von der Arbeit. Der bringt dir viel frische Luft, stärkt dein Immunsystem und ist absolut kostenfrei.
 

abcabc

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Wegen der Pandemie haben sich leider meine Stunden gekürzt, sodass ich täglich nur noch 42 Minuten arbeite, dementsprechend hat sich auch mein Gehalt verringert momentan liegt mein Lohn bei 160€ netto.
Rein rechnerisch ist der Nebenjob für dich doch jetzt viel lukrativer:
ca. 15h Arbeit für 160€ ---> 112€ mehr als ohne Job ---> 7,50€ Stundenlohn
vorher 45h(?) für 450€ ---> 170€ mehr als ohne Job ---> 3,80€ Stundenlohn
Bzw. lohnen sich die 45h rechnerisch sogar noch weniger: 30h mehr Arbeit für 58€ mehr --> 2€ pro Stunde.

Da ich weder geimpft noch genesen bin muss ich mich leider auch noch testen lassen, was natürlich wieder kosten wird auf Dauer.
Die Bürgertests sind doch wieder komplett kostenfrei und gelten 24h.
Also könntest du prinzipiell immer auf dem Rückweg von der Arbeit an einer Teststation vorbei (die günstig auf dem Weg gelegen ist). Bis du am nächsten Tag auf dem Rückweg von der Arbeit an der Teststation vorbeikommst, gilt der Test weiterhin.

Ansonsten wie Helga40 schrieb: Der AG muss dich wahrscheinlich (je nach Arbeitsvertrag) dann trotzdem für die volle Arbeitszeit bezahlen, obwohl er dich kürzer arbeiten lässt. Oder (was wahrscheinlicher ist), dich wieder die vollen 45h einsetzt.
Ob du allerdings für nur 58€ mehr pro Monat direkt 30h länger arbeiten möchtest, musst du entscheiden.....
 

Piiiter

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Ich möchte mich nicht impfen lassen da ich ein kerngesunder Mensch bin, und das allein meine Entscheidung ist was ich mit meiner Gesundheit mache.
So ist das. Immer schön egoistisch durchs Leben gehen.
Die Mitmenschen? Egal. Zumindest ich mache mir keine Sorgen wegen Covid, ich bin ja gesund, für mich ist das nur ein kleiner Schnupfen. Wenn ich Mitmenschen anstecke, die vielleicht nicht so gesund sind, egal wenn die Sterben nicht mein Problem.

Sorry, meine Toleranz ist irgendwo bei einer Inzidenz von >200 mit über 100 Toten am Tag verloren gegangen. Ich hoffe auf eine Impfpflicht, anders kommt man ignoranten und egoistischen Mitmenschen nicht bei.

Und so ist mir auch ziemlich egal was dein Problem mit dem Minijob angeht. Dein Problem. Was erwartest du Hilfe von deinen Mitmenschen, wenn sie dir doch so egal sind?
 

LeopoldVonSchleck

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Wenn sie sich nicht impfen lassen will, ist das auch hier zu akzeptieren.

Zunächst ist wichtig, was im Arbeitsvertrag steht. Wenn da X Stunden für Y Lohn definitiv ausgemacht sind, kann der Boss diese nicht einfach nach Gutdünken reduzieren und weniger zahlen. Er kommt sonst in Annahmeverzug und ist den vollen vertraglich vereinbarten Lohn schuldig. Du müsstest allerdings an den fünf Tagen in der Woche auch die vereinbarte Arbeitskraft anbieten.

Selbst wenn der AG kündigt, gibt es auch bei Minijobs einzuhaltende Kündigungsfristen. Wenn du nicht mehr in der Probezeit bist, kann es sein, dass das JC versucht, die Gründe für die Kündigung zu eruieren, ob du sie vorsätzlich herbeigeführt hast und das könnte man annehmen, wenn herauskommt, dass du gekündigt wurdest, weil du keine Lust hast dich zu testen und somit Probleme mit der Sanktion geben. Inwiefern der AG das dem JC mitteilten darf Stichwort Datenschutz steht wieder auf einem anderen Blatt.
 

bebes

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das allein meine Entscheidung ist was ich mit meiner Gesundheit mache. Dazu Zwingen kann mich absolut niemand. Danke im voraus 🤗
Du möchtest offensichtlich einen Sozialstaat à la carte: bei deiner Impfentscheidung soll er sich raushalten aber voll für dich zahlen soll er weiter.

Das geht aber nicht. Du kannst jederzeit kündigen aber wer dies ohne guten Grund tut wird eben sanktioniert. Die Entscheidung bleibt deine.
 

grün_fink

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Ich lebe in einer Gegend mit momentan offizieller Inzidenz von heute 950, sind sicher einiges mehr.
Meine Nachbarin von gegenüber wurde heute mit dem Krankenwagen abgeholt.
Manche sind Risikogruppe und leben in Gegenden, wo offiziell aktuell jeder Hundertste die Seuche hat.

Angenommen, da sitzt jemand in der U-Bahn. Impfquote in der Gegend ist 50%. Bei einigen lässt der Impfschutz schon nach. Sagen wir mal, einen guten Imptschutz hat in der Bahn noch gut jeder dritte vielleicht 35%.

Der Virus ist hoch ansteckend und macht schwere Verläufe.
Kannst dir ja ausrechnen, was das für dich bedeutet.
Wenn du schon nicht an Schutz für andere denkst.
Ich würde mich da in keine Bahn mehr setzten, aus Schutz vor Ungeimpften.

Vielleicht überzeugen dich auch Zahlen:
https://experience.arcgis.com/experience/478220a4c454480e823b17327b2bf1d4/page/page_1/
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ...D-19-Trends.html?__blob=publicationFile#/home

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