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Gehbehinderter Hartz IV-Bezieher wurde wegen absurdem Jobangebot sanktioniert

Albertt

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#1
Hartz IV: Sanktion nach absurden Jobangebot

Gehbehinderter Hartz IV-Bezieher wurde wegen absurdem Jobangebot sanktioniert

05.05.2014

Ein 59-jähriger Hartz IV Bezieher mit einer Gehbehinderung sollte im Treppenhaus über 18 Etagen Kunst abfotografieren. Diesen Job für den „Kulturring in Berlin e.V." vermittelte das Jobcenter Treptow-Köpenick. Obwohl der Mann große Schmerzen hatte, absolvierte er tapfer zwei Arbeitstage. Als er danach aber nicht mehr bei der Arbeit erschien, sanktionierte ihn das Jobcenter umgehend. 30 Prozent weniger Leistung, hieß es in dem Bescheid der Behörde. Über den Fall berichtete die „Berliner Zeitung“ (BZ).
Jobcenter verhängt Sanktion trotz triftigem Grund für Pflichtverstoß
Schon häufig berichteten wir über absurde Entscheidungen von Jobcentern. Dieser Fall ist jedoch besonders brisant, da die Behörde nicht nur rechtswidrig sondern auch menschenverachtend handelte. Einem gehbehinderte Hartz IV-Bezieher wurde der Regelsatz um 30 Prozent gekürzt, da er nicht in der Lage war, einen Job, bei dem er in einem Treppenhaus Kunst abfotografieren sollte, aufgrund seiner körperlichen Einschränkung wahrzunehmen. Unter Schmerzen absolvierte der 59-Jährige dennoch zwei Arbeitstage. Danach blieb er daheim, wie die Zeitung berichtet. Das Jobcenter reagierte prompt mit einer Sanktion – scheinbar ohne den Fall zuvor zu prüfen. Denn bereits das Jobangebot war für einen Erwerbslosen mit Gehbehinderung völlig ungeeignet und möglicherweise sogar rechtswidrig. Dass der Mann, obwohl er sich redlich bemühte, der vom Jobcenter auferlegten Verpflichtung nachzukommen, dann auch noch eine 30-prozentige Leistungskürzung hinnehmen sollte, konnte auch der Rechtsanwalt des Leistungsbeziehers kaum glauben. „Die Sanktionen kamen sehr schnell. Man hätte sorgfältiger prüfen müssen“, erklärte der Anwalt gegenüber der Zeitung.
Gehbehinderter Hartz IV-Bezieher wurde wegen absurdem Jobangebot sanktioniert


Das ganze hatte Methode. Man ist davon ausgegangen, dass sich dieser Leistungsbezieher nicht gegen die geplante Sanktion wehren würde und es so zu einer (rechtswidrigen) Einsparung von Leistung kommen würde.

Womit rechtfertig man eine solche Verschwendung von Steuermitteln?
 

XxMikexX

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#2
Es wurden auch noch Gutscheine gegeben, die aber vom Discounter nicht angenommen wurden.

„Wir werden uns dafür bei Herrn B. entschuldigen," erklärte der Sprecher des Amtes
Sehr witzig.

Mir ist es immer noch nicht klar warum man diese JC-Buden nicht auf Schadenersatz verklagen kann.

Sind Persönlichkeitsrechte von Elos nichts wert?
Teilweise entsteht ja auch ein finanzieller Schaden den man beziffern kann.

Ich bin kein Jurist, aber so was müßte doch möglich sein, oder?
 

Snickers

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#3
Und mich wundert weshalb man solche SB`s nicht auf die andere Seite vom Schreibtisch setzt!

Sanktionieren muss man die .........alle Rentenansprüche in die :icon_tonne: und dann 1 Jahr lang in die Bewerbungsmaßnahme zum SGB II Satz..........

Mich wundert das die Jobcenter nicht schon lange brennen.......
 

Texter50

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#4
„Wir werden uns dafür bei Herrn B. entschuldigen," erklärte der Sprecher des Amtes
Wie oft habe ich das schon erlebt, da entschuldigt sich wer und dann is gut? :icon_lol:
Davon hat der LE herzlich wenig, das wird im Normalfall unter den Tisch gekehrt.
Wer sich als SB so verhält, der sollte gleich die Papiere bekommen - und ne Sperre / Sanktion, weil es seine Situation selbst verschuldet hat. Aber da deckt ein Vollpfosten den nächsten Vollpfosten... :icon_razz:
 
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#5
"Ein 59-jähriger Hartz IV Bezieher mit einer Gehbehinderung sollte im Treppenhaus über 18 Etagen Kunst abfotografieren"

Mir stellt sich die Frage warum hat der Gehbehinderte den Job angenommen,zwei Tage gemacht,und warum zum Teufel nicht den Aufzug genutzt der in einen Haus mit 18 Etagen wohl vorhanden ist.:icon_confused:
 

0zymandias

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#6
Ja. Warum zum Teufel hängen die 18 Etagen Kunst nicht einfach in den Aufzug?

Verrückte Welt, das.
 

Hamburgeryn1

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#7
Ja. Warum zum Teufel hängen die 18 Etagen Kunst nicht einfach in den Aufzug?

Verrückte Welt, das.
Weil es sich bei den Darbietungen kreativen Schaffens möglicherweise um Graffitis und Tags handelt..... ^^

Diese Art künstlerischen Ausdrucks lässt sich nur in größeren Quadern und Brocken aus der Wand meißeln, ist sehr daher sehr platzintensiv und lässt daher bei großvolumiger Bevorratung in einem Fahrstuhl keinen Platz mehr für den ablichtungsbereiten Fotokünstler.
 

0zymandias

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#8
Ja, abba-abba-abba das kann doch nicht sein!

Dann wäre diese Gehbehinderung ja doch wichtig und spätestens beim Herumschaben an der Restexistenzsicherung, oder wie das heißt, stünde doch diese Ermessenspflicht im Raume.

Oder sehe ich das zu eng? Macht die BA vielleicht doch Lahme wieder gehend?
 
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ExitUser

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#9
Macht die BA vielleicht doch Lahme wieder gehend?
:icon_confused:Ich habe ja schon einmal erwähnt, dass das Jobcenter das moderne Äquivalent zum biblischen Tempel ist, verstanden als Ort der Gott-Preisung, wobei Gott nur halt nicht länger Jahwe, Allah oder Herr heißt, sondern MARKT.

Die göttliche Fügung geht so: Wenn das Jobcenter der Ort der Ver-MARKTlichung ist und die BA die Trägerschaft über das Jobcenter inne hat, kann in der Tat logisch geschlussfolgert werden: JA! Die BA macht - wie Jesus, der in der Person des Heinrich Alt reinkarniert ist - Lahme wieder gehend! Man schaue sich nur mal dieses göttliche Anlitz an. Das hat schon was von Jesus-look-alike!

Es war daher, auch wenn das von den gottlosen Foristen hier nicht so gesehen wird, quasi ein Akt göttlicher Nächstenliebe, den Gehbehinderten per Sanktionsandrohung ins Treppenhaus zu schicken. Denn wie heißt es bei der Partei bibel- und markttreuer Christen so treffend: "Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen!"

Im Angesicht einer Herausforderung hat Gott (stellvertretend durch den JC-pAp) den Glauben des Mannes im Treppenhaus geprüft und ihn für ungläubig - und daher Gottes Schutz unwürdig - befunden. Es war daher ein Akt religiöser Sittlichkeit, dem Behinderten seine Stütze zu kürzen! Denn dadurch sollte er wieder auf den rechtend, tugendhaften Pfad zu Gott zurückgeführt werden. :icon_hug:

Nicht von ungefähr leitet sich das Wort Sanktion etymologisch vom Wort Heilen bzw. Heilung ab. Durch den Akt der Sanktion sollte der Mann geheilt werden. Das ist wie vor 400 Jahren, als das Feuer des Scheiterhaufens die Hexen gereinigt, d.h. ihre Seelen geheilt, hat.

Dass dieser Akt religiöser Sittlichkeit hier kritisiert wird, zeigt, wie weit manche Erwerbslose schon vom rechten Glauben an die göttliche Weisheit entrückt sind, die Gottes Jünger in BA und Jobcenter verkünden. Kein Wundern also, dass immer mehr Stimmen nach einer neuen, marktliberalen Inquisition laut werden. Agenda 2020 lösst grüßen. Von daher sach ich nur:

Preiset den Markt! BAllelujah!
 
E

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#10
@ BurnsTorn,
gäbe es wirklich einen Gott,dann würde er dem JC ganz gewaltig in den Hintern treten.
 
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ExitUser

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#11
@ BurnsTorn,
gäbe es wirklich einen Gott,dann würde er dem JC ganz gewaltig in den Hintern treten.
Blasphemie! Hinfort! So wollen wir beten, dass auch dir für diese ketzerisch-ungläubige Diffamierung (gäbe es wirklich einen Gott...) bald Gottes Heilung zuteil wird. :icon_hug:
 

Charlot

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#12
@ BurnsTorn,
gäbe es wirklich einen Gott,dann würde er dem JC ganz gewaltig in den Hintern treten.
Ich würde eher sagen, das dann sämtliche Plätze am Fegefeuer auf Jahre hinaus ausgebucht sind.
 

Texter50

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#15
Ich würde eher sagen, das dann sämtliche Plätze am Fegefeuer auf Jahre hinaus ausgebucht sind.
Laut Aussage von Hagen Rether hat der Fratzinger (die Fehlbesetzung Papst Deutschland) das Fegefeuer doch für erledigt erklärt?
Hab ich da was verpasst? :icon_hug:

@ BurnsTorn: seit wann haben wir vergleichbare Gedanken?
Sollte ich mir jetzt welche machen... :icon_razz:
 

Albertt

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#16
Es wurden auch noch Gutscheine gegeben, die aber vom Discounter nicht angenommen wurden.

Sehr witzig.

Mir ist es immer noch nicht klar warum man diese JC-Buden nicht auf Schadenersatz verklagen kann.

Sind Persönlichkeitsrechte von Elos nichts wert?
Teilweise entsteht ja auch ein finanzieller Schaden den man beziffern kann.

Ich bin kein Jurist, aber so was müßte doch möglich sein, oder?
Wo steht geschrieben, dass das nicht möglich ist?

Zur Erinnerung: Jobcenter = Verwaltungsagenturen. KEIN Amt! Ämter haben keine Geschäftsführer! Folglich ist ein privates vorgehen sehr wohl möglich. Dazu bedarf es aber das Bewusstsein für die eigenen Interessen, Finanzielle Mittel u.s.w... Diese sind im großen nicht vorhanden. :icon_wink:

Mich wundert das die Jobcenter nicht schon lange brennen.......
Wie stellst du dir das vor? Du kannst ja schlecht in ein Jobcenter rein und dort einen Kanister in Brand stecken. Eine solche Tat würde man mit lebenslänglicher Haft bestrafen.
 

ethos07

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#17
....Hamburgeryn1, Ozy, B.T., Domino, Charlot, ... you-did-my-day! :icon_party:


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"Ein 59-jähriger Hartz IV Bezieher mit einer Gehbehinderung sollte im Treppenhaus über 18 Etagen Kunst abfotografieren"

Mir stellt sich die Frage warum hat der Gehbehinderte den Job angenommen,zwei Tage gemacht,und warum zum Teufel nicht den Aufzug genutzt der in einen Haus mit 18 Etagen wohl vorhanden ist.:icon_confused:
Und mir stellt sich zum wiederholten Male bei dir die Frage: Bist du eigentlich ein SB-Troll - der nur hier im Elo herumschreibselt, um seinen täglichen Jobfrust in Form von Provokationen gegen Erwerbslose zu ertränken?????????? :eek:
 
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#18
Und mir stellt sich zum wiederholten Male bei dir die Frage: Bist du eigentlich ein SB-Troll - der nur hier im Elo herumschreibselt, um seinen täglichen Jobfrust in Form von Provokationen gegen Erwerbslose zu ertränken?????????? :eek:
Nein,ich sehe das ganze nur Nüchtern und Emotionslos,denn was bringt es sich in etwas hinein zu steigern,Hass macht Blind.:icon_twisted:

Gehbehinderter Hartz IV-Bezieher
macht natürlich was her.

Aber wie Gehbehindert ist der Hartz IV-Bezieher ?
Was hat er unterschrieben?
Warum hat er den für ihm nicht machbaren Job angenommen?
Was sagt sein Arzt?
Hatte er nach 2 Tagen keine Lust mehr?

Fragen über Fragen.:icon_party:
 
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