Gehaltsvorstellungen - welche Höhe?

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franzi

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Was gebt ihr an, wenn ihr nach euren Gehaltsvorstellungen gefragt werdet, insbesondere dann, wenn ihr das schon im Anschreiben anführen sollt?

Geht ihr von euren monatlichen Fixkosten aus, rechnet ihr also "kostendeckend" oder geht ihr mehr danach, was halt in der Branche so üblich ist?
Wie verhält man sich als Hartzi? Muss man da die Erwartungen herunter schrauben (Vereitelung der Arbeitsaufnahme könnte sonst drohen) oder sollte man sich lieber nicht "zu billig" anbieten?

Wo liegt das gesunde Mittelmaß?

Oft gibt es ja auch Unterschiede, ob man sich in einem großen Unternehmen oder in einem Kleinbetrieb bewirbt.
Wie kann ich vorab erfahren, was in einem bestimmten Unternehmen gezahlt wird?
 

Paolo_Pinkel

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Was gebt ihr an, wenn ihr nach euren Gehaltsvorstellungen gefragt werdet, insbesondere dann, wenn ihr das schon im Anschreiben anführen sollt?
Das verweigere ich kategorisch, weil der AG sich die Auslese (rein nach Kosten) dadurch bereits im Vorfeld erleichtern möchte.

Geht ihr von euren monatlichen Fixkosten aus, rechnet ihr also "kostendeckend" oder geht ihr mehr danach, was halt in der Branche so üblich ist?
Man sollte sich prinzipiell NICHT unter Wert verkaufen. Auch wenn das die AG nach längerer Arbeitslosigkeit gerne so sehen würden. Nur weil man arbeitslos ist heißt das ja auch nicht, dass man das lesen, rechnen oder sprechen verlernt hat. Orientiere dich an einem Tarifvertrag oder schau dich bei Lohnspiegel.de - Lohn- und Gehalts- Check um. Du musst es nüchtern betrachten. Du bietest Ware an (Arbeitskraft) und möchtest sie in diesem kapitalistischen System zum besten Preis verkaufen.
 
E

ExitUser

Gast
Der letzte Verdienst sollte die Grundlage sein: Plus ca. 10%-20%...alles VB...

Angabe des Gehaltswunsches aber nur wenn man/Frau dazu regelrecht in der Bewerbung dazu aufgefordert wird - ansonsten nur VB...

'Sonderangebote' an die Firma bringen garnichts...diese sind eher kontraproduktiv (Hat der Bewerber 'Macken' ?- das er/sie sich so 'billig' anbietet usw...)
 

franzi

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Wenn der letzte Verdienst schon mehrere Jahre zurück liegt, dann ist das wohl ein schwieriger Ansatz ...
 

franzi

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Wie reagiert man auf das Argument, nach längerer Erwerbslosigkeit sei man ohnehin nur noch eine "ungelernte Kraft"?
 

hartz5

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Ich schreibe grondsätzlich bei sowas immer ins Anschreiben...

"meine Gehaltsvorstellungen teile ich Ihnen gerne im persönlichen Gespräch mit"

Wie reagiert man auf das Argument, nach längerer Erwerbslosigkeit sei man ohnehin nur noch eine "ungelernte Kraft"?

Das ist kein Argument, das ist Bullshit. Ich stelle dann schon mal gerne die Frage, wo denn steht, dass erlangte Qualifikationen ein Verfallsdatum haben....Kommt meist nix mehr, aber mit so was sollte man auch nichts zu tun haben wollen als AN
 

BibiBlocksberg2009

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Man sollte sich prinzipiell NICHT unter Wert verkaufen. Auch wenn das die AG nach längerer Arbeitslosigkeit gerne so sehen würden. Nur weil man arbeitslos ist heißt das ja auch nicht, dass man das lesen, rechnen oder sprechen verlernt hat. Orientiere dich an einem Tarifvertrag oder schau dich bei Lohnspiegel.de - Lohn- und Gehalts- Check um. Du musst es nüchtern betrachten. Du bietest Ware an (Arbeitskraft) und möchtest sie in diesem kapitalistischen System zum besten Preis verkaufen.

Richtig!
Erstens sollte man sich aus eigenem Interesse nicht unter Wert verkaufen. Der Lohnspiegel ist da ein guter Ansatzpunkt.
Seriöse Arbeitgeber kennen übrigens den Marktwert.
Mit "seriös" schließe ich von vorne herein Sklavenhändler und Lohndumping-Verfechter aus.

Darüber hinaus macht sich jeder Bewerber m.E. auch im Vorstellungsgespräch zum Affen, wenn er seine Arbeitskraft für lau bzw. deutlich unter Wert verkauft.
Das hat etwas von Unglaubwürdigkeit bzw. "Verzweiflung" und kann eher abschreckend wirken.
Kein Arbeitgeber glaubt beispielsweise einem Rechtsanwalt mit 15 Jahren Berufserfahrung, dass er für 10,90,-/Std. langfristig und engagiert im Team mitarbeiten würde.
 

HartzVerdient

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Wie reagiert man auf das Argument, nach längerer Erwerbslosigkeit sei man ohnehin nur noch eine "ungelernte Kraft"?

Selbst mit einer Hirnhälfte wäre das immerhin noch mehr, als das was ein Jobcenter Mitarbeiter gelernt hätte.

Ernsthaft! Ich würde darauf nicht viel geben, auch wenn es weh tut. Du selbst definierst dich durch deine Taten. Du weist was du gelernt hast usw.

Auch darf man nicht vergessen, dass das Leben selbst ein fortwährendes Lernen darstellt. Man darf auch nicht vergessen, dass man nur ein Opfer dieser ungleichgewichtigen Gesellschaft ist.
 

Ollunddoll

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Ich hab mir immer noch einen "Verhandlungsspielraum" eingebaut, also z.B., ich wollte 250,00€ (brutto) mehr haben, hab ich 500,00€ (brutto) mehr verlangt. In der Regel bekam ich dann meine gewünschten 250,00€ oder zumindest im Arbeitsvertrag festgehalten, daß diese Summe nach 3 Monaten dann gezahlt wird.

Man muss einfach während des Vorstellunggespräches sein Gegenüber beobachten und, ganz wichtig, sich im Vorfeld auch über die Firma informieren.
 

franzi

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Das Argument mit der "ungelernten Kraft" habe ich bereits mehrmals erlebt. Meistens handelt es sich dabei um Arbeitgeber, die sehr niedrige Löhne bezahlen.
Diskutieren lohnt sich da auch nicht, die werden dann gleich pampig.
Der Hinweis auf meine erworbenen Qualifikationen interessierte die überhaupt nicht. Das wird einfach mit einer Handbewegung weggewischt ...

Andererseits wird immer betont, wie wichtig Bildung ist :icon_twisted:
 

franzi

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Ich hab mir immer noch einen "Verhandlungsspielraum" eingebaut, also z.B., ich wollte 250,00€ (brutto) mehr haben, hab ich 500,00€ (brutto) mehr verlangt. In der Regel bekam ich dann meine gewünschten 250,00€ oder zumindest im Arbeitsvertrag festgehalten, daß diese Summe nach 3 Monaten dann gezahlt wird.

Man muss einfach während des Vorstellunggespräches sein Gegenüber beobachten und, ganz wichtig, sich im Vorfeld auch über die Firma informieren.

Kürzlich hatte ich ein Vorstellungsgespräch in einem Laden mit gehobenem Niveau. Bei der Frage nach meinen Gehaltswünschen setzte ich dennoch eher im bescheidenen Bereich an. - Da kam dann gleich die Reaktion: "Das ist uns leider nicht möglich."

Das ist die - offenbar häufig anzutreffende - Kombination: nach außen hin Schicki-Micki, aber die Angestellten werden nur auf 400-E-Basis eingestellt.

Das wurde aber zunächst nicht offen gesagt, es handelte sich offiziell um eine Teilzeitstelle.
 
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