Gehaltsvergleich | Vier Menschen verraten, wie viel sie verdienen und wofür sie ihr Geld ausgeben (1 Betrachter)

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S

SelfDelUser_63679

Gast
Sicher, die Geschichte mit den vier jungen Leuten ist nicht repräsentativ, aber ich finde sie spannend.

Wir haben also 4 Leute, die ihre Einkommen offenlegen und erzählen, wie viel sie schon gespart haben. Ich finde die Einkommen ganz beachtlich, die Ersparnisse ebenso. Und noch viel interessanter ist, wie diese jungen Leute "ticken". Sie verlangen einiges von ihrem Arbeitgeber, erwarten flexible Arbeitszeiten, pünktliche Bezahlung und auch, daß die Arbeit zu ihrem sonstigen Leben passt.

Ich denke, das ist halt die Zukunft. Die sind durch's Gymnasium gegangen, haben studiert, und da erwarten sie auch was von ihrem Arbeitgeber.

https://www.bento.de/future/gehaltsvergleich-vier-menschen-verraten-wie-viel-sie-verdienen-und-wofuer-sie-ihr-geld-ausgeben-a-5e7c8dde-b33b-4251-8614-5e44953bbca0

Generell scheint mir bei jungen Menschen das Interesse abzunehmen, sich auf irgendwelche Abenteuer einzulassen. Fester Job, gutes Geld - das ist wichtiger als eine abwechslungsreiche Tätigkeit. Liebster Arbeitgeber scheint mittlerweile der Staat zu sein.

Ist das die neue Mittelschicht?
 

Couchhartzer

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Liebster Arbeitgeber scheint mittlerweile der Staat zu sein.
Sehr gewagte These, denn wenn hier gerade mal 4 Personen in der Mitteilung auftauchen von denen (angeblich laut dortigen Beschreibungen)
  • eine Verwaltungsbeamtin ist
  • einer Bauingenieur ist
  • einer Marketingmanager ist
  • eine Physiotherapeutin ist
geht diese Behauptung schlichtweg nicht einmal ansatzweise auf.


Und gerade mal popelige 4 Personen zu "vergleichen" gibt auch nicht im Geringsten einen belastbaren Gehaltsvergleich her.
 
S

SelfDelUser_63679

Gast
Und gerade mal popelige 4 Personen zu "vergleichen" gibt auch nicht im Geringsten einen belastbaren Gehaltsvergleich her.
Ich habe betont, daß es nicht repräsentativ ist.

Aber ich finde es interessant. Die sind mit Mitte / Ende 20 schon finanziell weiter als Viele, die doppelt so alt sind. Und von denen gibt es so Einige. Die neue Mittelschicht ist ein wenig bräsig und spießig, finde ich.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Aber ich finde es interessant. Die sind mit Mitte / Ende 20 schon finanziell weiter als Viele, die doppelt so alt sind. Und von denen gibt es so Einige. .
Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
Gerade Ältere in langen Arbeitsverhältnissen haben noch höhere Löhne, bei entsprechender Qualifikation.

Nicht immer mit Hilfsjobs und Zaf vergleichen.
Das ist immer noch die Minderheit, auch wenn das hier im Forum anders gepredigt wird.
 
E

ExitUser

Gast
..... Die sind mit Mitte / Ende 20 schon finanziell weiter als Viele, die doppelt so alt sind. Und von denen gibt es so Einige. Die neue Mittelschicht ist ein wenig bräsig und spießig, finde ich.
Ja und irgendwie eiskalt und abge.. :censored:

Solche sehe ich in unserer Stadt der Toten hier auch , fast überall.
Aalglatt, oberflächlich, geldgierig, imagesüchtig und eiskalt mit einem gespielten Lächeln auf den Lippen-
 

Bananenbieger

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hansklein

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Nicht immer mit Hilfsjobs und Zaf vergleichen.
Das ist immer noch die Minderheit, auch wenn das hier im Forum anders gepredigt wird.
Die Minderheit von den 100% der Beschäftigten, meinst du?
Bei den Arbeitslosen ALG1 und ALG2 Beziehern, die Arbeit suchen, ich gehe mal davon aus, das sich nicht die überwiegende Anzahl Hochqualifizierter mit entsprechenden Ausbildungen/Studium und einer innehabenden Arbeitsstelle hier im Forum im ALG2 Bezug befinden, obwohl es auch davon einen hohen Anteil gibt:
2016: Fast jeder zweite Arbeitslose ohne abgeschlossene Berufsausbildung

Der Zusammenhang zwischen Qualifikation und Arbeitslosigkeit zeigt sich auch in der Struktur der Arbeitslosen: 2016 hatten 1,3 Millionen Arbeitslose, also fast jeder Zweite, keine abgeschlossene Berufsausbildung. Arbeitslose Hartz-IV-Empfänger sind dabei deutlich schlechter qualifiziert als arbeitslose Empfänger von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung. 57 Prozent der knapp 1,87 Millionen arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger waren ungelernt. Bei den arbeitslosen Empfängern von Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung waren es „nur“ 23,2 Prozent.
Wenn ich also den Anteil ungelernter an der Arbeitslosenstatistik nehme, gibt das ein anderes Bild. Die Arbeit haben, die benötigen nat. keine ZAF oder Hilfsarbeiterstellen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Ja, von den Beschäftigten.
Zaf und Co. mit seinen überwiegend schlecht bezahlten Hilfsjob ist gestiegen, aber noch lang nicht der Hauptarbeitsmarkt.

Den findet man natürlich nicht im JC oder der Jobbörs, da kann man lange warten.

Von den sogenannten Langzeitarbeitslosen im Alg2, die schon jahrelang arbeitslos sind, ist der Anteil der Ungelernten sogar noch höher.

Erschreckend, aber auch logisch.
Lohnt sich nicht für einen Ungelernten zu arbeiten, allenfalls im Minijob.
 

hansklein

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Viele, die Arbeit suchen, sind "gelernt", also mit qualifiziertem Abschluss. Nur zählt dieser nach ein paar Jahren nicht mehr.

Wenn diese vergleichen, was im gelernten Beruf gezahlt wird und was in den ihnen angebotenen Stellen gezahlt wird, lohnt sich das Arbeiten für diese Gruppe im Prinzip noch weniger.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Die „angebotenen“ Stellen können auch nicht gut sein.

Ich war lang genug in einem Unternehmen, um das beurteilen zu können.

Ausser die Auzubildenden wurden ausnahmslos keine Mitarbeiter über die Afa gesucht.
Egal ob Handwerker oder Ingenieur.

Sich dann darüber aufzuregen, dass vom JC nur xxxx kommt als VV, wundert mich immer wieder.
 
S

SelfDelUser_63679

Gast
Viele, die Arbeit suchen, sind "gelernt", also mit qualifiziertem Abschluss. Nur zählt dieser nach ein paar Jahren nicht mehr.
Ein "Abschluss" ist auch nur ein Stück labbriges Papier, das man sich an die Wand hängen kann oder auch nicht.

Ich hab' mal eine Kaufmännische Ausbildung mit IHK-Prüfung absolviert. Nur leider war das Mitte der 80er.

Seither arbeite ich in einem ganz anderen Umfeld. Dafür allerdings mußte ich nie eine Prüfung ablegen und habe auch keinerlei Ausbildungsnachweise.

Mal angenommen, ich würde arbeitslos: was nutzt mit der IHK-Abschluss? Ich könnte heute nicht mal mehr einfachste Buchführungsarbeiten erledigen. Alles Wissen, das längst vergessen ist.
 

Kerstin_K

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Das ist ja der Grund, warum vernünftige Arbeitsvermittlung durch AfA oder JC gar nicht stattfinden kann.

Aber das haben sich AfA ind JC selber zuzuschreiben mit ihrer gisskannenartigen Verteilung von VVs. Kein Arbeitgeber hat Lust, sich durch hunderte von unpassenden Bewerbungen zu arbeiten, vom Zeit- und Kostenfaktor ganz zu schweigen.

Ich weiss uch nicht, was das für Arbeitgeber sind, de den AGS beauftragen mit der Vorauswahl von Bewerbern. NAch Aissage meiner Vermittlungsfachkraft letztes Jahr schaut der AGS noch weniger genau hin.

Was könnte helfen? Pflicht aller Arbeitgeber, alle offenen Stellen bei der AfA zu melden. Das wird aber wohl nie passieren.

Passgenauere Vermittlung durch die AfA, dass heisst Aufräumen in der Jobbörse, Ausstattung der Jobbörse mit besseren Filterfunktionen, besseres Profiling der Arbeitssuchenden. Das kostet Zeit und Geld, dazu würde mehr besseres Personal in der Vermittlung gebraucht, das wird also auch nicht passieren.

Im Prinzip kann man die Vermittlungstätigkeit der AfA und JCs und die Jobbörse einstampfen. DAs würde Geld sparen, wird aber auch nicht passieren, weil man dann den Niedriglohnsektor nicht mehr so leicht mit frischen Arbeitskräften versorgen kann.
 

Gehatzter

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Solche sehe ich in unserer Stadt der Toten hier auch , fast überall.
Aalglatt, oberflächlich, geldgierig, imagesüchtig und eiskalt mit einem gespielten Lächeln auf den Lippen-
So wie unsere ach so humanitäre Kanzlerin. Alles Opportunisten, die wenn die Kamera aus ist, für ihr eigenes Glück über Leichen gehen.

Ja, von den Beschäftigten.
Zaf und Co. mit seinen überwiegend schlecht bezahlten Hilfsjob ist gestiegen, aber noch lang nicht der Hauptarbeitsmarkt.
Er ist aber für Deutschland so wichtig, dass ohne dieses Sklavenheer noch viel weniger Mittelstand im reichen Deutschland möglich wäre.
 

musiker01

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Ein "Abschluss" ist auch nur ein Stück labbriges Papier, das man sich an die Wand hängen kann oder auch nicht.

Ich hab' mal eine Kaufmännische Ausbildung mit IHK-Prüfung absolviert. Nur leider war das Mitte der 80er.

Seither arbeite ich in einem ganz anderen Umfeld. Dafür allerdings mußte ich nie eine Prüfung ablegen und habe auch keinerlei Ausbildungsnachweise.

Mal angenommen, ich würde arbeitslos: was nutzt mit der IHK-Abschluss? Ich könnte heute nicht mal mehr einfachste Buchführungsarbeiten erledigen. Alles Wissen, das längst vergessen ist.
Kann man nicht unbedingt so sehen.

Ich z.B. habe mitte der 90er Jahre meine Prüfung zum Stadtinspektor (= Beamter gehobener Dienst)/Diplom-Verwaltungswirt gemacht. Danach habe ich NIE in diesem Beruf gearbeitet, sondern war über 20 Jahre als Berufsmusiker unterwegs.

Jetzt -im Zuge der Flüchtlingswelle- hab ich mit knapp 50 wieder nen Vollzeitjob unbefristet (!) im Öffentlichen Dienst ergattert und verdien eigentlich (s.unten) nicht schlecht. Ich war -trotz meines über 20 Jahre alten Diploms- lt. meinem jetzigen Arbeitgeber der einzige unter den Bewerbern der alle "formalen" Voraussetzungen erfüllte, u.a. deshalb hatte man sich für mich entschieden. Das ich eigentlich so ziemlich alles wieder neu lernen musste................... das steht auf einem anderen Blatt (hat mich auch viel Mühe gekostet).

Das ich natürlich -finanziell gesehen- noch mit meinen Altlasten aus der Selbständigkeit/Arbeitslosigkeit (u.a. JC, Finanzamt) und meinen "versäumten" :doh: Unterhaltspflichten zu kämpfen habe, dafür kann ja der Arbeitgeber nichts.

Also Fazit: man weiss nie, wozu irgendein Abschluss mal gut sein wird!
 

Kerstin_K

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Das gibt es aber auch nur im öffentlichen Dienst, dass jemand nur wegen der Vormaligen eingestellt wird.
[>Posted via Mobile Device<]
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Das gibt es aber auch nur im öffentlichen Dienst, dass jemand nur wegen der Vormaligen eingestellt wird.
[>Posted via Mobile Device<]
Genau; und auch meist der einzige Arbeitgeber, wo man mit GDB Vorteile statt Nachteile beim Bewerbungsverfahren hat.
 
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