Gefängnisaufenthalt

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...

Sophia55

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
25 Mai 2012
Beiträge
52
Bewertungen
10
Meine Freudin ALG 2 muss ins Gefängnis für 1,5 Jahre. Sie ist schwer kaufsüchtig und hat sich strafbar gemacht, weil sie die bestellten Sachen nicht bezahlen konnte. Anstatt sie zurück zu senden hat sie die Sachen lieber versteckt oder weg geworfen, aber das ist ein anderes Thema. Das ist die Krankheit, sie ist seit einem halben Jahr in ambulanter Therapie. Sie hat jetzt gegen die Bewährungsauflagen verstoßen und fährt jetzt ein.

Was passiert mit der Wohnung und den Möbeln bzw. persönlichen Sachen wie Fotos,Bücher,Kleidung,etc.??

Sie hat Niemanden außer mir und ich habe selbst nur ein Zimmer und keinen Platz wo ich was aufbewahren könnte, da selber Hartz 4.

Ich möchte ihr aber helfen, was kann ich tun, bzw, was kann sie tun?? Muss sie mit dem Vermieter sprechen und dem JC Bescheid geben??

Außerdem hat sie 3 Katzen,was geschieht mit denen???

Sie hat große Angst und es geht ihr so schlecht, das sie nur noch wie gelähmt rumsitzt und zu nichts mehr fähig ist.

Kann die Bewährungshelferin was machen??

Bitte dringend um Tips aber bitte keine Schuldvorwürfe!!
 
G

gast_

Gast
Was die Katzen betrifft: Die werden im Tierheim landen, wenn sie nicht schnellstens aktiv wird.

Sie sollte ihnen ein neues Zuhause suchen...

wann muß sie ins Gefängnis?

Wenn du ihr helfen willst, das Wichtigste zu retten, hilf ihr es in ein paar Kartons zu packen!

Muss sie mit dem Vermieter sprechen und dem JC Bescheid geben??
Ja, sicher.

Ihre Wohnung wird anderweitig vermietet, ihre Sachen werden auf dem Müll landen, schätze ich (wenn nicht der Vermieter ein Pfandrecht ausübt).
 

Sophia55

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
25 Mai 2012
Beiträge
52
Bewertungen
10
in den nächsten 4 Wochen muss sie ins Gefängnis, sie wartet nur noch auf die Ladung.

Sie hat schwere Depressionen und ich glaube kaum, das sie noch zu irgendetwas fähig ist zu organisieren. Sie hat es mir ja erst vor 2 Tagen gestanden,bis dahin wußte ich nur von den Depris und die sind echt schlimm!!

2 bis 3 Kartons könnte ich nehmen, ich habe halt selbst keinen Keller.

Die Tiere kann ich nicht nehmen, da ich Allergiker bin.

Ich habe sowieso Angst, das sie sich was antut!!
 

Sophia55

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
25 Mai 2012
Beiträge
52
Bewertungen
10
den Ort möchte ich so öffentl. nicht mitteilen.

sie schämt sich so vor der Bewährungshelferin,das sie nicht mehr hingeht!!

Ich glaube, sie steckt nur noch den Kopf in den Sand!!
 

KARLderWEHRER

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
22 Juli 2012
Beiträge
563
Bewertungen
184
HAllo,

deine Freundin braucht ganz dringend einen Fachanwalt für Strafrecht! Den sollte sie sich auf jeden Fall nehmen. Dieser müsste ja auch über die Prozesskostenbeihilfe finanziert werden können. Da deine Freundin scheinbar psychisch krank ist, kann dieser es vielleicht sogar schaffen, dass deine Freundin - auch wenn sie gegen Bewährungsauflagen verstoßen hat - nicht ins Gefängnis muss. Vielleicht kann dieser auch alle weiteren Angelegenheiten - sollte der Knastaufenthalt unvermeidbar sein - managen.

Bezüglich der Wohnung weiß ich nicht, ob ihr Vermieter ggf. Schadensersatzansprüche geltend machen kann. Die Kündigung aus wichtigem Grund kann meiner Meinung nach nicht mit einem Knast-Aufenthalt begründet werden. Hier weiß aber ein Anwalt sicher auch mehr.

Gruß
 
S

silka

Gast
Hallo, Sophia
dafür gibts eine *geheime* Möglichkeit.
eine private Nachricht.
Klickst du links auf Früchtle--da erscheint *private Nachricht senden*---machst du--Früchtle weiß wo---fertig.
Versuchs doch!

Und schämen vorm Bewährungshelfer ist der größte Fehler überhaupt.
Schlepp sie hin, nimm sie mit, zwing sie zur Einsicht.
Und anschließend schlepp sie zum Arzt!!

Die B-Helferin weiß auch, was wegen der Wohnung angeleiert werden muß.
Alles, auch die Mitteilung ans Jobcenter usw.
Das ist doch genau ihr Job.
Die weiß, daß viele ihre Auflagen nicht erfüllen---und was dann zu tun ist.

Zur Not gehst du erstmal allein hin zu der B-Helferin und erklärst die aktuelle Lage.

Anwalt und Prozeßkostenhilfe?
ich denke nicht, denn der Haftantritt ist doch längst bekanntgegeben.
Wer psychisch krank ist, soll zum Arzt!!
Wer solche Depressionen hat, braucht jemanden, der ihn zum Arzt schleift. Denn er kann es ganz einfach nicht allein fertigbringen.
 

Claus.

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 November 2010
Beiträge
2.295
Bewertungen
1.270
in den nächsten 4 Wochen muss sie ins Gefängnis, sie wartet nur noch auf die Ladung.
Das hört sich so an, als ob die Verhandlung erst kürzlich gewesen wäre. Die Ladung kommt dann innerhalb von 2 - 4 - 6 - 8 - 10 Wochen. Diese Warterei auf einen Termin ist wohl die schlimmste Zeit für die Betroffenen. Zwischen Zustellung der Ladung zum Haftantritt bis Antrittdatum liegen dann nochmal 8-14 Tage. Die lassen sich dann durch Antrag bei der zuständigen Staatsanwaltschaft oft auch nochmal 8-14 Tage hinausschieben. Unsere JVA´s sind halt überfüllt. Grund: persönliche Sachen konnten noch nicht vollständig geregelt werden. Der Antrag muß aber unbedingt (zumindest telefonisch) gestellt und genehmigt werden.

Nur tue um Gottes Willen dir und ihr den Gefallen, und begleite/bringe sie zum Haftantrittstermin! Unter Gefängniserfahrenen kursiert die Geschichte, daß ein Nichtantritt nicht bestraft werden darf. Dummerweise zieht das zwar keine Bestrafung nach sich, aber eine ganze Reihe von Maßregelungen und Verschärfungen. Bei Nichtantritt taucht zuerst innerhalb von 2 Tagen die Polizei auf - und zwar an ihrer Adresse, bei den Nachbarn, bei sämtlichen Freunden, den Eltern und allen die im Verdacht stehen, sie etwas näher kennen zu können. Die drehen da voll am Rad. Irgendwann wäre sie dann doch drin; mit zuerst 2 Wochen isolierter Einzelhaft ohne Hofgang, weiteren 4 Wochen Taschengeld- /Einkaufssperre, und sie hätte dann ewig lange den Status ´akute Fluchtgefahr´.

Was passiert mit der Wohnung und den Möbeln bzw. persönlichen Sachen wie Fotos,Bücher,Kleidung,etc.??
Ich meine mich zu erinnern, daß bei einem Aufenthalt unter 2 Jahren die persönlichen Sachen auf Staatskosten eingelagert werden könnten. Ich würde da aber nicht unbedingt drauf wetten, daß die Sachen nach längerer staatlicher Billigstaufbewahrung noch ok sind. Besser wäre da vermutlich ein trockenes Kellereck bei halbwegs vertrauenswürdigen Bekannten.

Muss sie mit dem Vermieter sprechen und dem JC Bescheid geben??
JC - kann sie machen, kann sie auch nicht machen; die JVA ist so "frei" und wirft eh prophylaktisch erst mal kräftig mit ihren Daten um sich. Um ihr die Wohnortummeldung zu "erleichtern".
Ihrem Vermieter muß sie aber unbedingt Bescheid geben. Sie muß ihm m.E.n. nicht sagen, daß sie auf verordneten Urlaub geht; aber er muß ganz klar wissen, daß ein plötzlicher Auszug unvermeidlich ist. Ansonsten hat er ein riesiges Problem. Und deswegen anschließend deine Freundin ein finanzielles Wahnsinnsproblem. Der dürfte die Wohnung nämlich sonst nicht räumen und weitervermieten, sondern müsste auf Räumungsbeschluss klagen. Ca. 1 Jahr und 7.000€ später ist entweder der Vermieter pleite oder deine Freundin "geräumt" und entgültig Pleite.

Ich bin riesig froh, daß ich noch nie als Angeklagter was mit Gerichten/Knast zu tun hatte. Kenn´s also auch nur aus zweiter Hand. Aber jene Welt ist nicht umsonst so arg abgeschirmt; da drin zählen anscheinend Rechte noch weniger wie heraussen im AlgII-Bereich. Kein Internet zum informieren, keine vernünftige Bücherei, und wenns sein muß auch kein Geld für eine Briefmarke. Bingo :icon_eek: Sowas macht mich sauer!
 
G

gast_

Gast
Versuchs doch!

Ja, denn wenn sie Hilfe will, mußsie aktiv werden - oder du!

Und schämen vorm Bewährungshelfer ist der größte Fehler überhaupt.
Schlepp sie hin, nimm sie mit, zwing sie zur Einsicht.
Und anschließend schlepp sie zum Arzt!!

Die B-Helferin weiß auch, was wegen der Wohnung angeleiert werden muß.
Alles, auch die Mitteilung ans Jobcenter usw.
Das ist doch genau ihr Job.
Die weiß, daß viele ihre Auflagen nicht erfüllen---und was dann zu tun ist.

Zur Not gehst du erstmal allein hin zu der B-Helferin und erklärst die aktuelle Lage.

Richtig - wenn sie nicht kann, und du ihr nicht hilfst... ich garantiere für nichts...

Ich weiß aber auch, wie schwierig es ist, kurzfristig Hilfe zu bekommen, wenn man jemandem helfen will.

Anwalt und Prozeßkostenhilfe?

Ich denke auch, dafür ist es zu spät.
Aber vielleicht den Richter anrufen...ob der zugänglich ist, wenn sich jemand kümmert.


Wer psychisch krank ist, soll zum Arzt!!
Wer solche Depressionen hat, braucht jemanden, der ihn zum Arzt schleift. Denn er kann es ganz einfach nicht allein fertigbringen.
Einerseits richtig, andererseits: Klinik (Geschlossene) wäre wohl sinnvoller.
Aber sie muß sich auch helfen lassen wollen...
 

Detmo2009

Elo-User*in
Mitglied seit
23 März 2009
Beiträge
408
Bewertungen
53
Nur tue um Gottes Willen dir und ihr den Gefallen, und begleite/bringe sie zum Haftantrittstermin! Unter Gefängniserfahrenen kursiert die Geschichte, daß ein Nichtantritt nicht bestraft werden darf. Dummerweise zieht das zwar keine Bestrafung nach sich, aber eine ganze Reihe von Maßregelungen und Verschärfungen. Bei Nichtantritt taucht zuerst innerhalb von 2 Tagen die Polizei auf - und zwar an ihrer Adresse, bei den Nachbarn, bei sämtlichen Freunden, den Eltern und allen die im Verdacht stehen, sie etwas näher kennen zu können. Die drehen da voll am Rad. Irgendwann wäre sie dann doch drin; mit zuerst 2 Wochen isolierter Einzelhaft ohne Hofgang, weiteren 4 Wochen Taschengeld- /Einkaufssperre, und sie hätte dann ewig lange den Status ´akute Fluchtgefahr´.


Ich bin riesig froh, daß ich noch nie als Angeklagter was mit Gerichten/Knast zu tun hatte. Kenn´s also auch nur aus zweiter Hand. Aber jene Welt ist nicht umsonst so arg abgeschirmt; da drin zählen anscheinend Rechte noch weniger wie heraussen im AlgII-Bereich. Kein Internet zum informieren, keine vernünftige Bücherei, und wenns sein muß auch kein Geld für eine Briefmarke. Bingo :icon_eek: Sowas macht mich sauer!

Das stimmt nicht!

Der Nichtantritt zum Ladungstermin wird nicht bestraft, das ist richtig, aber es gibt auch keine "Sanktionen" wenn man eingefahren ist! Du hast selbstverständlich das Recht auf den Einkauf (Wenn du das Geld hast natürlich) und es gibt auch kein Einzelhaft. Wer hat dir denn diesen Blödsinn erzählt?

Fakt ist, du wirst anfangs nicht unbedingt direkt in den Regelvollzug gesteckt sondern erstmal in einer Durchgangsstation untergebracht um dich schnell greifbar zu haben für die ganzen Unterlagen die teils mit dir zusammen ausgefüllt werden müssen. Auch um dann zum Anstaltsarzt zu kommen der ein Protokoll anfertigt über deinen Gesundheitsstand.

Das muss jeder über sich ergehen lassen, egal ob freiwillig zur Ladung gekommen oder eben nicht.

Nach 2 bis 3 Tagen dann geht es in den normalen Vollzug wenn die Beamten in der Durchgangsstation sich ein Bild über dich gemacht haben. Das ist wichtig um abzuschätzen mit was für Personen du auf der Zelle passt und auch ob evtl. Suizidgefahr besteht.

Was halbwegs stimmt sind Lockerungen. Die Anstalten "belohnen" sozusagen Personen wenn diese freiwillig zur Ladung kommen mit der Aussicht das man eher Anträge auf Freigang stellen kann. Das ist dann auch mit allerhand weiteren Bestimmungen verbunden die wiederrum unabhängig von Freiwillig oder von der Polizei gebracht sind.

Zum TE:

Ist denn schon bekannt wohin deine Freundin muss? Bei 1,5 Jahren kann es gut sein das es ein offener Vollzug ist (Haftstrafen unter 2 Jahren haben grundsätzlich die Option in den offenen Vollzug zu können sofern natürlich dort Platz ist). Der Offene Vollzug wäre vor allem für das erste mal Einsitzen die beste Möglichkeit um das ganze irgendwie psychisch zu Überstehen.

Im offenen Vollzug gibt es keine verschlossene Türen in der Regel und insgesamt ist es angenehmer dort die Zeit abzusitzen. Ganz wichtig: Im offenen Vollzug hat man eher die Möglichkeiten weitere Dinge zu regeln die im geschlossenen kaum möglich sind. Auch sind hier Anträge auf Freigang leichter durchzusetzen. In der JVA Brackwede 2 (Bielefeld) z.b. kann man prinzipiell Friegänge nach 2 Monaten beantragen. Später können diese Freigänge immer mehr ausgeweitet werden bis hin zu ganze Wochenenden. Wichtig: Ein Ansprechpartner muss der JVA bekannt sein. Die wollen also wissen wo deine Freundin hingeht wenn sie raus geht. Da könntest du wieder ins Spiel kommen!

Deine Freundin hat nun einen schweren Weg vor sich. Wichtig: Sie muss unbedingt zu ihrer Bewährungshelferin! Die kann durchaus noch einiges in die Wege leiten was Wohnung und Hausrat angeht. Für alles andere muss sie eine starke Hand haben die sie hält (Du!). Ein Knastaufhenthalt ist ein einschneidenes Erlebnis das man nie mehr vergisst. Vor allem im geschlossenen ist es ein fall in ein bodenloses Loch. Sie brauch hier die gewissheit das draussen jemand ist der zu ihr hällt und da ist wenn noch was zu regeln ist und vor allem auch sie besuchen kommt. Wenn sie weiss das alles draussen geregelt ist, dann wird sie es auch bald schaffen sich dort zurechtzufinden.

MfG
 
X

xyz345

Gast
Hallo, noch einen kleinen Tipp:

Sollte eine Gefängnisstrafe verhängt werden, dann ständig bekanntmachen, dass die Unterbringung der Haustiere nicht geregelt ist und mangels Masse nicht von Seiten der Besitzerin stattfinden kann.

Es gab und gibt immer wieder Fälle, wegen dessen eine Staatsanwaltschaft die Haftstrafe letztendlich niederschlug, also aufhob. :cool:

Im übrigen, wenn deine Bekannte krank ist, sollte sie sich unbedingt sofort einen Strafrechtler nehmen, so gehts ja nun nicht!!! :icon_evil:

Sofort ab zu einem Rechtsanwalt für Strafrecht!
 

KARLderWEHRER

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
22 Juli 2012
Beiträge
563
Bewertungen
184
Wie bereits mitgeteilt:

Da deine Bekannte offenbar psychisch krank ist und sie offenbar ins Gefängnis muss, ist es auf jeden Fall ganz dringend angeraten einen Fachanwalt für Strafrecht aufzusuchen. Dieser wird in einem ersten Gespräch deine Bekannte über eventuelle Möglichkeiten, die Haftstrafe ggf. zu umgehen, aufklären können.

Vielleicht hilft es auch, einmal ganz unverbindlich anzurufen und die Situation zu schildern.
 
R

Rounddancer

Gast
Hm, für Strafrecht gibt es keine Prozeßkostenhilfe.
Da wird, wenn man Gegfahr läuft, einfahren zu müssen, bzw. dort, wo zwingend ein Anwald vorgeschrieben ist, und man sich keinen selbst leisten kann, ein Pflichtverteidiger gestellt.
Das wars.
Auf Prozeßkosten bleibt man nur dann nicht sitzen, wenn man unschuldig war.

Im Fall der Freundin der TO muß es, wie bei jeder Sucht, bei der Freundin erst "klick" machen,- wer selbst in einer Sucht selbsthilfegruppe war oder ist, weiß das.

Klar kann die Bewährungshelferin und der zuständige Richter da einiges arrangieren,- aber dazu müssen sie Livjt am Ende des Tunnels sehen, die Aussicht, daß die Verurteilte es nun wirklich "packen" wird.
Normal werden, wenn keine Angehörigen da sind, die sich drum kümmern, die Katzen ins Tierheim kommen. Die Wohnung bleibt, solange Miete, etc. bezahlt wird. Wird diese nicht mehr bezahlt, kündigt der Vermieter,- darauf kommt dann Zwangsräumung, ggf. Pfandrecht des Vermieters, Einlagerung, bzw. Versteigerung.
 

Hajoap

Elo-User*in
Mitglied seit
27 Oktober 2012
Beiträge
80
Bewertungen
9
Ein Kollege hatte mal sowas in der Art ... er kam dann in den offenen Vollzug, sprich, er musste nur in der Anstalt schlafen und durfte tagsüber die Anstalt verlassen um sich um alles zu kümmern ...

Nur muss man sich vorher darum bemühen und ich denke auch, Bewährungshelfer ist da der erste Ansprechpartner ...
 
S

silka

Gast
Sorry, Leute
die Empfehlung mehrerer User, wegen der psych. Verfassung (schwere Depression) einen Strafrechtsanwalt aufzusuchen, versteh ich schlicht nicht.

Ein Anwalt ist kein Arzt.
Wer schwere Depressionen hat, geht nicht zu einem Anwalt. Der geht noch nicht mal zu einem Arzt. Der geht gar nicht, der kann nicht mal aufstehen. So schildert es der Freund! So mußte ich das mal bei jemand über längere Zeit erleben.

Was ist mit der Bewährungshelferin?
Ist denn die nicht der erste notwendige Anlaufpunkt?
Die kann dann auch einen evtl. nötigen Kontakt zu einem RA machen, um den Haftantritt zu verschieben.


@Rounddancer:
Da der Freund/Freundin sich hier meldete, wird er/sie doch das in die Wege leiten, was hier empfohlen wird.
Wegen der erwarteten Ladung zum Haftantritt kann man nicht warten, bis es bei der Freundin *klick* macht. Das kann Jahre dauern.
Die muß schleunigst zum richtigen Arzt, dann schnell in Behandlung und dann evtl. kann ein RA wegen der Haft was schieben.
Es geht doch um JETZT---bis zur Ladung!

Und die Wohnung!!!
Und die Tiere!!!

Alles doch wohl, nachdem die Freundin versorgt ist.
Um das alles müssen sich jetzt andere kümmern.
-------------------
Leute, habt ihr schon mal einen schwer depressiven Menschen erlebt, der noch dazu gerade erst verinnerlicht hat, daß er für 1,5 Jahre einsitzen soll?

@Muzel:
schön für deinen Opa.
sehr unpassend aber hier ::eek:
 

KARLderWEHRER

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
22 Juli 2012
Beiträge
563
Bewertungen
184
Hallo Silka,

bitte entschuldige meinen einseitigen Verweis auf einen Fachanwalt für Strafrecht.

Selbstverständlich muss es zunächst einmal gelingen, dass deine Bekannte zum Arzt und zu ihrer Bewährungshelferin geht. Die Bewährungshelferin wird/kann ihr sicherlich auch weiterhelfen. Wenn sie das in der momentanen Situation schafft, ist das denke ich schon einmal ein sehr großer Schritt.

ABER: Bezüglich der anstehenden Haft, rate ich weiterhin, dringendst einen Fachanwalt für Strafrecht aufzusuchen. Eine Haftstrafe ist ein verdammt schwerwiegender Eingriff in die Persönlichkeitsrechte deiner Bekannten. Damit ist nicht zu spaßen! Das ist verdammt ernst!

So, wie du das alles schilderst, ist meiner Meinung nach eine psychiatrische Behandlung ohnehin erforderlich!

Der Anwalt setzt sich für die Interessen deiner Bekannten ein und wird ihr helfen, insofern er das kann. Hierzu ist juristisches Expertenwissen notwendig, welches du wohl kaum hier bekommen wirst.

Vielleicht kann der Anwalt dann gemeinsam mit einem Arzt erwirken, dass deine Bekannte aufgrund Ihrer Krankheit ggf. für schuldunfähig erklärt wird oder mögliche Hafterleichterungen raushauen. Vielleicht muss sie dann auch "nur" in die Psychiatrie.

Aber um dass zu prüfen und ggf. zu erreichen, ist die Hilfe eines Fachmannes, also einem Rechtsanwalt, dringenst erforderlich!

In iher Situation braucht sie gute Freunde, wie dich, aber auch jemanden, der dass alles kompetent managt. Und das kann in dieser Situation neben der Bewährungshelferin nur ein Rechtsanwal sein!
 

turbodrive

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 März 2012
Beiträge
690
Bewertungen
223
Für die Hilfe eines Arztes das ist eine gute Idee,doch dazu bedarf es vom Arzt eine Haftunfähigkeitsbescheinigung und die ist sehr schwer zu bekommen.Denn es hängen dabei sehr viele Faktoren zusammen und wird vom Gericht sehr genau geprüft.Das "Dumme" dabei ist aber das es sich um einen Bewährungswiderruf handelt und die Bekannte somit Ihre chance hatte.

Die Wohnung selbst ( Miete ) wird bei einer Haftstrafe vom Sozialamt nur 6 Monate getragen,dann wird in der Regel die Wohnung geräumt und eingelagert.Aber bei der Dauer von 1,5 Jahren sehe ich keine chance das Sie den Hausrat wider bekommt,es sei denn Kumpels lagern das alles Privat ein.Die Wohnung ist dann aber weg.
 

Sophia55

Elo-User*in
Startbeitrag
Mitglied seit
25 Mai 2012
Beiträge
52
Bewertungen
10
sie wurde von einer Anwältin vertreten, die Verhandlung war im Februar, da wurde sie zur Bewährung mit Auflagen verurteilt.

Sie war aber mit der Anwältin nicht zufrieden, da diese ihre Depressionen und Ängste nicht ernst genommen hat, ihre Sucht sowieso nicht und sie auch noch angeschrien hat, sie solle sich mal zusammenreißen, usw......

sie hat keine kompententen Leute an ihrer Seite und jetzt hat sie eben gegen die Auflagen verstoßen, ist rückfällig geworden und muss eben einfahren, wie es so schön heißt. Sie sagt, NIEMAND nehme sie ernst..............
 

turbodrive

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 März 2012
Beiträge
690
Bewertungen
223
Ein Tipp für deine Bekannte,geht zu dem Staatsanwalt oder Richter der die Bewährung Widerrufen hat und legt den Sachverhalt offen.Es kann ( muss aber nicht ) passieren das deine Bekannte somit nochmal Auflagen bekommt und sich dringend dazu einem Arzt vorstellen muss.Nur muss das erstmal ans Tageslicht kommen damit richtig entschieden werden kann.Richter und dergleichen können nicht Hell sehen,Sie sehen nur den Verstoss..
 

chromsucht

Neu hier...
Mitglied seit
14 Dezember 2009
Beiträge
86
Bewertungen
40
Hallo,
es gibt "Anlaufstellen für Straffällige" oder nennt sich auch "Straffälligenhilfe"z.B. vom Diakonischen Werk. In meiner Stadt gibts sowas und die sind genau für solche scheinbar ausweglose Situationen genau die richtigen Ansprechpartner. Ich kenne einige, bei denen eine drohende Haftstrafe durch deren Hilfe abgewendet wurde und zwar gerade bei Bewährungswiderruf!!!

Gruß
 

turbodrive

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
26 März 2012
Beiträge
690
Bewertungen
223
Hallo,
es gibt "Anlaufstellen für Straffällige" z.B. vom Diakonischen Werk. In meiner Stadt gibts sowas und die sind genau für solche scheinbar ausweglose Situationen genau die richtigen Ansprechpartner. Ich kenne einige, bei denen eine drohende Haftstrafe durch deren Hilfe abgewendet wurde und zwar gerade bei Bewährungswiderruf!!!

Gruß


Nicht bei jedem Bewährungswiderruf gibt es die 2te Chance.Es kommt nämlich immer darauf an wegen was Verstossen wurde.Ist eine weitere Straftat im Spiel dabei ist nix mit Hilfe und Verzicht auf Strafantritt..
 

JürgenK

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
17 Juni 2011
Beiträge
542
Bewertungen
124
Sorry wenn das so sage...

Aber jeder kompotente Anwalt hätte sie da raus geboxt,noch mit Bewährung.Die Bewährungsauflagen wäre wohl gewesen das sie sich in Therapie begeben muss.
Richter sind keine Unmenschen...:biggrin:

Das sie nicht mit dem Bewährunghelfer zusammen arbeitet ist mehr als bedauerlich...dann muss es ja so enden.
Sie lernt es nicht...und will weiter machen wie bisher.Tjaaa und deshalb fährt sie jetzt ein.

Nur schade das ihre lieben Katzen jetzt darunter leiden müssen.Die tun mir echt leid.
 
Mitglied seit
6 Oktober 2012
Beiträge
2.070
Bewertungen
423
Vielleicht kann der Anwalt dann gemeinsam mit einem Arzt erwirken, dass deine Bekannte aufgrund Ihrer Krankheit ggf. für schuldunfähig erklärt wird oder mögliche Hafterleichterungen raushauen. Vielleicht muss sie dann auch "nur" in die Psychiatrie.

Psychiatrie ist ein zweischneidiges Schwert,da wird man erst geheilt entlassen,
im Gefängnis nach 1 1/2 Jahren bei guter Führung vielleicht schon ehr.:icon_kinn:
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten