Gedächnisprotokoll eines Beratungsgesprächs

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Imaginaer

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Hallo liebe Forengemeinde.

Heute hatte ich das große Vergnügen meine neue Arbeitsvermittlerin der "Joboffensive" kennenzulernen, da das alte Jobcenter wegzog in eine andere Stadt (nur Leistungsabteilung) wurde ich in eine andere Stadt zitiert per Einladung mit Sanktionsandrohung.

Erstmal kam die Frau 5 Minuten zu spät. Dann räumte sie noch ihren Schreibtisch auf und war dann endlich bereit.

Ich und mein Beistand kamen rein und wir stellten uns vor und nahmen Platz.

Erstmal das ich nun immer zu ihr muss wenn es um die Vermittlung geht und zur Leistungsgewährung man in die andere Stadt nun muss.

Direkt danach wollte sie meine Bewerbungsunterlagen sehen, hatte natürlich dran was auszusetzen. Komischerweise vorher die Arbeitsvermittler nicht :icon_mad:

Ja und das ich keine Telefonnummern, E-Mail Adressen in der Bewerbung habe hat ihr aufgestossen. Solle mir ja eine Kaufen und ein Handy auch. Ich darauf gesagt das ich mir das nicht leisten kann. Sagte sie, ach werden sich doch 15 Euro mal leisten können.

Dann kam das Thema EGV und das wir eine abschliessen müssten damit meine Rechte und Pflichten und die des Jobcenters geregelt werden. Ahja, wozu noch das SGB 2? :icon_mrgreen:

Jedenfalls kamen dann auch langsam die Massnahmen zutage und das man ja beim AG besonders auffallen könne wenn man vom Jobcenter Eingliederungshilfen bekommt. Also quasi das der AG nichts zahlt und der Staat dann meinen Lohn bezahlt. Auf den Einwand hin das ich nach Ende der Fördermittel wieder am gleichen Punkt stehe wie jetzt erwidert sie das der Arbeitgeber sie dann behalten müsse. Wie lange konnte sie mir nicht sagen.

Habe dann noch meine Recherche Erfahrung in Sachen Grundgesetz und der Sozialgesetzbücher geäussert und das eine nachhaltige Vermittlung bei den Gesetze (insbesondere Sanktions §) nicht gegeben ist.

Dann wurde sie schnell das Gespräch zu beenden. Oh Schock, jemand der seine Grundrechte kennt. Sagte auch das andere froh sind in Arbeit zu kommen. Da fragte ich: Wirklich froh in JEDE noch so Niedriglohnsektor gerichtete Beschäftigung?

Sie nur: Ja


Dann ging es sehr schnell. Wollte noch die Fahrtkosten angeben, da sagte sie nur drauf das ich ein Formular bekomme das ich dann zu ihr schicke und es wird mir überwiesen. Ich darauf das ich es gerne unbürokratisch möchte und nun einen Antrag mündlich stelle.

Sie daraufhin ins Zimmer einer Kollegin und fragte die dann wie sie das handhaben soll mit mir? :icon_confused:

Naja jedenfalls hab ich jetzt einen Antrag ausgefüllt und die nächsten 2-3 Tage bekomme ich es auf mein Konto überwiesen. Wegen 5 Euro

Kopie des Antrages genommen und weg waren wir.

EGV kam kein Wort mehr. Massnahmen auch nicht.

Denke aber das die nächsten Tage noch was kommen wird bzw. das sie mich erneut einlädt. Hat sie auch erwähnt gehabt mich nun alle 4 Wochen einzuladen. Hoffe mal nicht:icon_cry:

Naja jedenfalls trieb es den Blutdruck wieder hoch wenn man hört wie die noch Arbeitgeber füttern mit Staatskohle nur um Vermittlungserfolge zu suggerieren.

Außer staatlicher Subventionierter Arbeit und Niedriglohnsektor hatte sie nicht anzubieten. Und schob die nicht-Vermittlung einzig und allein auf mich ab.

Naja mal schauen was aus der Richtung noch so kommt...
 

CanisLupusGray

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gut gemacht :icon_biggrin:

Fahrtkosten (auch für den Beistand!!!!) mache ich immer zuerst geltend und zwar in bar für Hin- und Rückfahrt, weil: die sind nicht in den Regelbedarfen enthalten, müssen somit verauslagt werden.

Ansonsten nicht auf Diskussionen einlassen, weil DIE einem irgendwann alles was man sagt verdrehen und gegen einen selbst verwenden.

Immer nur schriftlich mit Nennung der Rechtsgrundlage verlangen. Schließlich steht in der Einladung immer nur ein LariFari auf den sich der ELO zwar vorbereitet eber SBchen gerne mal mehr oder anderes besprechen / abschliessen möchte, als in der Einladung angegeben wurde. Die Erwiderung auf solcherlei Ansinnen möchte ich mir sehr wohl gründlich durch den Kopf gehen lassen und nicht unter Zeit- und SB-AblenkungsmanöverDruck irgendwas von mir geben, das DIE dann wieder gegen mich verwenden möchten / könnten. Also immer schön schriftlich mit Nennung der Rechtsgrundlage verlangen.

CanisLupusGray
 

CanisLupusGray

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Ich habe größtes Interesse daran, einen solchen Bewilligungsbescheid einmal zu sehen. Andere auch?

Da ich bisher im Fahrtkostenantrag auf die Erstellung eines gesonderten Bescheides verzichtet habe, falls meinem Antrag im vollem Umfang entsprochen wird, habe ich natürlich keinen solchen Bescheid.

Drauf gekommen bin ich beim Lesen des § 309 SGB III:
(4) Die notwendigen Reisekosten, die der meldepflichtigen Person und einer erforderlichen Begleitperson aus Anlaß der Meldung entstehen, können auf Antrag übernommen werden, soweit sie nicht bereits nach anderen Vorschriften oder auf Grund anderer Vorschriften dieses Buches übernommen werden können.

Eingeladen wurde nach § 59 SGB II i.V.m. § 309 SGB III auch wenn immer nur die berufliche Situation besprochen oder ein persönliches Gespräch geführt werden sollte.

Aber zu dem Thema gibts hier schon einen Faden, habe ich gerade gesehen
 
E

ExitUser

Gast
Da ich bisher im Fahrtkostenantrag auf die Erstellung eines gesonderten Bescheides verzichtet habe, falls meinem Antrag im vollem Umfang entsprochen wird, habe ich natürlich keinen solchen Bescheid.

Drauf gekommen bin ich beim Lesen des § 309 SGB III:
(4) Die notwendigen Reisekosten, die der meldepflichtigen Person und einer erforderlichen Begleitperson aus Anlaß der Meldung entstehen, können auf Antrag übernommen werden, soweit sie nicht bereits nach anderen Vorschriften oder auf Grund anderer Vorschriften dieses Buches übernommen werden können.
Eingeladen wurde nach § 59 SGB II i.V.m. § 309 SGB III auch wenn immer nur die berufliche Situation besprochen oder ein persönliches Gespräch geführt werden sollte.

Aber zu dem Thema gibts hier schon einen Faden, habe ich gerade gesehen

Mit "erforderlich" wäre nach meiner Meinung bspw. ein Elternteil bei Minderjährigen, ein amtl. Vormund oder ein RA o. ä. gemeint. Dass eine priv. Begleitperson die Fahrtkosten erstattet bekommt, habe ich so noch nicht erlebt. Deswegen bin ich noch immer an einem solchen Bewilligungsbescheid interessiert (wer auch immer den hier einstellen kann / will).
 

Imaginaer

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Und es geht in die nächste Runde

Einladung für mitte Januar 2014 bekommen.

Andere Stadt, andere Arbeitsvermittlerin. Scheint so das machen die, die Drohung wahr und laden nun alle 4 Wochen mich ein.

Mal gucken was die wieder von mir will :icon_cool:
 
E

ExitUser

Gast
... Fahrtkosten (auch für den Beistand!!!!) mache ich immer zuerst geltend und zwar in bar für Hin- und Rückfahrt, weil: die sind nicht in den Regelbedarfen enthalten, müssen somit verauslagt werden. ...

Was mir noch dazu einfiel: Wie wird das gemacht, wenn man sich für andere (fremde?) Mitbürger die angefallenen (Fahrt-) Kosten auszahlen lassen will? "Begleitung X war mit mir am Tag Y bei Ihnen und ich soll mir jetzt das Fahrgeld von Ihnen geben lassen"? Reicht da einfach die Behauptung? Zahlen die auf Zuruf? Oder muss Begleitung X ebenfalls alle Daten von sich bekannt geben, also auch Kontonummer etc.?
 
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