Geburtenrückgang und demographischer Wandel senken Kinderarmut ab

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Sybilla

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Hurra Hurra Hurra - Geburtenrückgang und demographischer Wandel senken Kinderarmut

Endlich positive Entwicklung im Bereich des SGB II Geburtenrückgang und demographischer Wandel senken Kinderarmut ab, so ist die Zahl der Sozialgeldempfänger von Dezember 2010 1.776.961 auf 1.702.998 Personen im Bezug von Sozialgeld im Dezember 2011 abgesunken.
Im Dezember 2009 bezogen immerhin noch 1.824.105 Personen Sozialgeld.

Im Dezember 2005 bezogen 1.779.859 Personen Sozialgeld

Weniger Geburten senken die Zahl der Kinder die durch das SGB II Von Kinderarmut bedroht werden. Ist das wirklich ein Grund zum jubeln???

In den Systemmedien klingt das so:

Kinderarmut in Deutschland Weniger minderjährige Hartz-IV-Empfänger seit 2006

Die Zahl der Kinder, die von Hartz IV leben müssen, ist einem Zeitungsbericht zufolge in den vergangenen fünf Jahren gesunken. Besonders deutlich war der Rückgang im vergangenen Jahr.

Allerdings:

Soziale Einrichtungen sehen keinen Rückgang bei Kinderarmut
 

wolliohne

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Minderjährige Hartz-IV-Empfänger in Deutschland
  1. Kinderarmut geht zurück
    In Deutschland leben immer weniger arme Kinder: Nach einer Auswertung der Bundesagentur für Arbeit, die der SZ vorliegt, ist die Zahl der jungen Hartz-IV-Empfänger in der vergangenen fünf Jahren deutlich zurückgegangen. Kritiker warnen aber davor, das Ergebnis zu positiv zu bewerten.
    Quelle: Süddeutsche Anmerkung JB: Wer aufmerksam liest, wird schon im Einleitungstext Ungereimtheiten feststellen, bei denen nicht klar ist, ob es verbale Ungenauigkeiten oder beabsichtigte Meinungsmache ist. Die Begriffe „Minderjährige“, „Kinder“ und „junge Hartz-IV-Empfänger“ werden hier durcheinander gebracht, danach wird im Text von der Zahl der „unter 15jährigen“ geschrieben. Um wen soll es denn bitte gehen? „Minderjährige“ sind Menschen unter 18, Kinder sind meines Wissens nach Menschen unter 14 (unterhalb der Geschäftsfähigkeit, aber ich lasse mich gerne eines Besseren belehren), „unter 15jährige“ ist recht klar definiert und „junge Hartz-IV-Empfänger“ ist eine sehr interpretationsbedürftige Zielgruppe.
    Wie schon im Einleitungstext beschrieben – Kritiker warnen davor, das Ergebnis zu positiv zu bewerten. Wichtige Fragen werden überhaupt gar nicht angesprochen. Zum Beispiel dürfte die Zahl der unter 15-Jährigen, die staatliche Grundsicherung erhielten, unter anderem dadurch zurück gegangen sein, dass ein Teil der Betroffenen 15 Jahre alt wurde. Und wird nicht generell beklagt, dass die Zahl der Kinder abnimmt; nimmt somit vielleicht die Zahl der anspruchsberechtigten Kinder ab? Bis so etwas genau geklärt ist, gilt die alte Devise „Traue keiner Statistik, die Du nicht selbst gefälscht hast“. Dass eine Statistik der Bundesagentur für Arbeit bzw. deren Ergebnisse nicht ganz selbstlos sind, dürfte auch eine Rolle spielen.
    Einen inhaltsgleichen Artikel in der Frankurter Rundschau kommentiert unser Leser G.K. wie folgt [PDF - 41,3 KB].
  2. Ulrich Schneider: „Wir haben heute gerade mal 160.000 Kinder weniger in Hartz IV“
    Laut Bundesagentur für Arbeit ist die Zahl der unter 15-Jährigen, die von Hartz IV leben, von 2006 bis 2011 um 13,5 Prozent zurückgegangen. „Statistisch getrickst“ nennt das Ulrich Schneider vom Paritätischen Wohlfahrtsverband – und macht eine weit weniger positive Rechnung auf.
    Quelle 1: Deutschlandradio (Text)
    Quelle 2: Deutschlandradio [Audio - mp3] Anmerkung JB: Die Frage der Moderatorin nach mehr Geld für arme Kinder oder mehr Geld für Kindertagesstättenplätze ist ein Zeichen für journalistische Armut.
  3. Tatsächliche Kinderarmut misst sich am Niedriglohnsektor
    Die Zahl der jungen Hartz-IV-Empfänger ist in den vergangenen fünf Jahren deutlich zurückgegangen, besagt eine Auswertung der Bundesagentur für Arbeit. Doch das ist keineswegs ein Zeichen für abnehmende Armut von Kindern.
    Dass die Zahl der Hartz IV-Bezieher zurückgeht, ist erfreulich, bedeutet aber längst nicht, dass tatsächlich weniger Kinder in Armut leben müssen. Zwar hat sich die Zahl der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger verringert, doch gleichzeitig ist die Zahl der erwerbstätigen Hartz-IV-Empfänger auf 1,4 Millionen gestiegen. Dies sind fast 45 % ‚working poor’ mehr als fünf Jahre zuvor.
    Quelle: DGB
  4. Kinderschutzbund warnt vor trügerischer Statistik
    Es ist ein Lichtblick, mehr aber auch nicht: Laut Bundesagentur ist die Zahl der Kinder in Hartz-IV-Familien deutlich gesunken. Doch Experten warnen, die Statistik schönzureden. Die Zahl der Problemfälle geht demnach weit langsamer zurück als es scheint.
    Quelle: SPIEGEL Online
 

Sybilla

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Was zu denken gibt, ist der Fakt das die Systemmedien die Pressemeldung des Röschen - Ministeriums von Ursula von der Leyen völlig unkritisch und unreflektiert als Jubelmeldung verbreitet haben.

Erst in den Abendstunden warnte der Kinderschutzbund unter Hinweis auf den Geburtenrückgang vor der trügerischer Statistik.

Die gleich-klingende Systempresse hat sich blamiert die Maske der unabhängigen und freien Medien ist gefallen. Viele Medien fungieren nur noch als Außenstellen des Pressedienstes der Bundesregierung. Sie melden ohne Plausibilitätsüberprüfung das was von der politischen Obrigkeit gewünscht wird.
 

Al Bandy

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Bumsen ist des Bürgers erste Pflicht,damit die Wirtschaft neue Niedriglöhner kriecht.:icon_twisted:
Ansonsten gibts ja noch die Möglichkeit der Zuwanderung,die eh schon von der Wirtschaft eingefordert wird.
 
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