Gebäudereiniger bekommen mehr Geld - ab 2020 gleicher Lohn für Ost und West (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Dagegen72

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.469
Bewertungen
1.023
ja, das ist natürlich schön, dass die mehr Geld bekommen. Aber warum bekommen die Gebäudereiniger in Ostdeutschland erst nach 30 Jahren seit der Wende den gleichen Lohn wie die vom "Westen"?
Link dazu, gibt auch noch andere und ausführlichere im Netz, selbstverständlich auch in der Jungen Welt, die das Thema Ost-West-Deutschland regelmäßig auch zum Thema hat:
Gebaudereiniger bekommen mehr Geld | Startseite | SWR Aktuell | SWR.de
 

DoppelPleite

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
16 Dezember 2015
Beiträge
1.218
Bewertungen
1.728
Halte ich für einen Bauernfänger, warum nicht ab 2018, warum nicht für alle Berufsfelder? :sorry:
 

Dagegen72

StarVIP Nutzer*in
Startbeitrag
Mitglied seit
11 Oktober 2010
Beiträge
6.469
Bewertungen
1.023
Das hat nicht nur was mit den Tarifplänen zu tun, sonst hätten die ja alle 1989 gleich angepasst werden können. Nein, das ist ein großes politisches Gerangel. Die Linke ist da schon dahinter. Es geht ja auch um die Angleichung der Ost-West-Renten, was bis heute (!) ungleich und ungerecht ist und die DDR-Gesetzgebung wird auch nicht berücksichtigt im Nachhinein, weshalb manche ganz schön benachteiligt dastehen.
Geht wohl auch um ungleiche Abgeordneten-Gehälter, aber gut, das wird verschmerzbar sein. Ja, ist ungerecht, soll nicht so sein, aber ich denke, es gibt Ärmere.
 

Bettelstudent

Elo-User*in
Mitglied seit
6 November 2017
Beiträge
277
Bewertungen
60
Hallo,

das:
Das hat nicht nur was mit den Tarifplänen zu tun, sonst hätten die ja alle 1989 gleich angepasst werden können
wäre schlecht gegangen......:)

1989 war die DDR noch ein selbstständiger Staat.


Und das
Es geht ja auch um die Angleichung der Ost-West-Renten, was bis heute (!) ungleich und ungerecht
wurde vom S******* aus Oggersheim ja ganz bewußt "übersehen" damit der Herr als Kanzler der Einheit in die Geschichtsbücher eingehen konnte.

Denn die Rentensystem der DDR und der BRD waren übehraupt nicht vergleichbar noch viel weniger kompatibel.

"Gelöst" wurde das Problem dadurch das man bei den Westrentnern kürzte und sie die Angleichung des Ostsystemes bezahlen ließ.
Wobei die Ostrentner trotzdem auf der Strecke blieben, weil eben ihr System ja einen ganz anderen Ansatz hatte.


Wäre die Feldfrucht nicht so geil auf die Geschichtsbücher gewesen ,hätte man der DDR mindestens noch 3 Jahre Eigenständigkeit lassen sollen,damit sie in dieser Zeit solche Probleme (es gibt ja auch noch andere) im Interesse ihrer Bürger hätte lösen können.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
@Dagegen72: Dir ist Tarifautonomie klar?

Kommst Du aus den nicht mehr so neuen Ländern?

Auch die Gewerkschaften möchten nicht, dass Löhne staatlich geregelt werden.

Das Thema Ostrenten ist ein anderes, wenn auch sehr kontroverses.
Gerade die Jüngeren noch nicht in Rente befindlichen Arbeitnehmer im Osten sind da benachteiligt.

Die Ost-Rentner direkt nach der Wende sind die größten Gewinner.
Bitte nicht erschlagen, das sehe ich sachlich so.
 

cat44

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Februar 2016
Beiträge
210
Bewertungen
45
Üppig ist der neue Lohn auch nicht. Selbst der Herr Scholz von der SPD hat doch einen Mindestlohn von 12 Euro vorgeschlagen. Sinnvoll finde ich dafür zu sorgen das mehr netto vom brutto übrig bleibt. Die Abgaben für den Staat sind einfach zu hoch. Man muss ja schließlich noch für die Rente vorsorgen. Bleibt zu wenig übrig geht das nicht.
 

cat44

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Februar 2016
Beiträge
210
Bewertungen
45
Du musst ja nicht in der Grundsicherung landen. Da landen oft Menschen die im Leben zu wenige Jahre gearbeitet haben. Die Gründe sind aber unterschiedlich. Mal war jemand etliche Jahre nur Hausfrau oder jemand der gearbeitet hat ist wegen Krankheit früh in Rente gegangen. Manche haben zwar ihre Jahre zusammen aber nur Teilzeit gearbeitet. Dann reicht es auch nicht. Ich gehe aber von einem Vollzeitjob aus. Kommt da nicht irgendwas dazwischen wirds hoffentlich schon passen.

Die Privatrente soll ja einen besseren Lebensabend ermöglichen. Die gesetzliche Rente kann das nicht mehr. Deshalb soll man ja vorsorgen. Ist aber schon seit rund 15 Jahren bekannt und nichts neues.
 

Petter Hurtz

Elo-User*in
Mitglied seit
14 November 2017
Beiträge
19
Bewertungen
1
Warum soll man privat für die Rente vorsorgen, wenn diese bei einem möglichem Bezug von Grundsicherung im Alter 1:1 angerechnet wird?
Bedauerlicherweise haben die wenigsten Menschen eine Glaskugel zur Verfügung und können daher nur schwer abschätzen, wie sie im Alter finanziell aufgestellt sind.
 

0zymandias

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Juli 2012
Beiträge
7.457
Bewertungen
16.097
Das ist doch schön, dass die Wessis jetzt so langsam (2020) im vereinigten Balkonien ankommen. :biggrin:

Schade nur, dass sie genauso wenig bezahlt bekommen wie anderswo.

Gebäudereiniger auf Mindestlohn werden über die Aussicht eher minder erfreut sein, auch mit den Zahlen von 2020 (und harter Arbeit) kaum um die Grundsicherung herumkommen zu können.

Dafür bedürfte es mehr als ungefähr 11,85 €/h, vgl. Link, und damit natürlich mehr als die für 2020 angekündigten 10,80 €/h.
 

erwerbsuchend

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
18 Juni 2017
Beiträge
3.791
Bewertungen
3.042
Du musst ja nicht in der Grundsicherung landen.
Die Privatrente soll ja einen besseren Lebensabend ermöglichen. Die gesetzliche Rente kann das nicht mehr. Deshalb soll man ja vorsorgen. Ist aber schon seit rund 15 Jahren bekannt und nichts neues.
:sorry:, ich will dir nicht persönlich nahe treten, aber das hört sich wie die Werbung von Politik und Versicherungsunternehmen an, die den Bürgern eine private Altersvorsorge verkaufen wollen.

Wer plündert denn die Rentenkasse, um damit versicherungsfremde Leistungen zu bezahlen, für die eigentlich Steuergelder zu verwenden sind?
Warum erhöht man nicht den Zuschuss aus Steuergeldern in die Rentenkasse, um damit eine Auszahlung der Renten in passender Höhe zu finanzieren, die keine private Altersvorsorge notwendig macht?

Bedauerlicherweise haben die wenigsten Menschen eine Glaskugel zur Verfügung und können daher nur schwer abschätzen, wie sie im Alter finanziell aufgestellt sind.
Ich gehe von Menschen mit gebrochener Erwerbsbiografie aus. Für diese ist es nicht nur schwierig einen neuen Job zu finden, sondern es dürfte für diese auch eher unwahrscheinlich sein, dass diese bis zum Renteneintritt ein Einkommen erzielen, mit dem sie Rentenansprüche erwerben, die über dem Betrag der Grundsicherung liegen.
 

Petter Hurtz

Elo-User*in
Mitglied seit
14 November 2017
Beiträge
19
Bewertungen
1
Warum erhöht man nicht den Zuschuss aus Steuergeldern in die Rentenkasse, um damit eine Auszahlung der Renten in passender Höhe zu finanzieren, die keine private Altersvorsorge notwendig macht?
Ja, warum nicht einfach Geld drucken und verschenken?

Aber ernsthaft: Weil's nicht geht. Eine wirklich spürbare Erhöhung der Renten würde wirklich viel Geld kosten. Und 27 Euro 59 mehr im Monat nutzt keinem der Millionen von Rentnern. Da müßte schon mehr zu holen sein. Und wenn jeder 200 Euro im Monat mehr bekommt, lässt es sich nicht mehr bezahlen.

Die Rentendiskussion der letzten 20 Jahren scheint an Dir vorüber gegangen zu sein.
 

Der Auflehnende

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
27 September 2014
Beiträge
690
Bewertungen
1.015
Du musst ja nicht in der Grundsicherung landen. ...

Die Privatrente soll ja einen besseren Lebensabend ermöglichen. Die gesetzliche Rente kann das nicht mehr. Deshalb soll man ja vorsorgen. Ist aber schon seit rund 15 Jahren bekannt und nichts neues.
Die vielen Milliarden die in die Privatrenten, wie Riester, gesteckt werden, wären bei der gesetzlichen Rente wesentlich besser angelegt. Stattdessen wird die Versicherungswirtschaft kräftig aus der Staatskasse subventioniert. Würde das System gerechter gestaltet, wäre auch ausreichend Geld für auskömmliche Renten vorhanden. Selbst die 12 € Mindestlohn, die der Herr Scholz seltsamerweise nach der Bundestagswahl, erwähnt reichen für eine auskömmliche gesetzliche Rente nicht aus. Mit privater Vorsorge kann dies auch nicht ausgeglichen werden.

Eine gute Alterssicherung für alle möglich (Audio, Laufzeit: 27:18 min):
https://wdrmedien-a.akamaihd.net/me...cherungfuerallemoeglichholgerbalodis_wdr5.mp3

45 Jahre gearbeitet - trotzdem droht jedem Zweiten Rente auf Hartz-IV-Niveau:
https://www.elo-forum.org/news-disk...zdem-droht-zweiten-rente-hartz-iv-niveau.html
 

0zymandias

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Juli 2012
Beiträge
7.457
Bewertungen
16.097
In Holland und Österreich geht es vergleichsweise gut mit der Rente.

Klar, die sind reicher und haben große, mächtige Gelddruckmaschinen.
 

0zymandias

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Juli 2012
Beiträge
7.457
Bewertungen
16.097
Ich glaube, das mit den 11,85 € hast Du noch nicht ganz verstanden. :biggrin:

Und auch nicht, wie viel güter es anderswo gehen kann, wenn man denn will.
 

0zymandias

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
31 Juli 2012
Beiträge
7.457
Bewertungen
16.097
Na, ist doch so.

Mit den 11,85 € ist es so einfach, dass Du das ganz bestimmt mit ein bisschen Betreuung verstehst:
Wenn jemand 45 Jahre gearbeitet hat, nie einen Tag krank oder arbeitslos war, kommt er auf Grundsicherung.

Da müsste man schon ein ziemlicher Vollidiot sein, ihn zum Arbeiten aufzufordern. :biggrin:
 

humble

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
10 Februar 2014
Beiträge
1.217
Bewertungen
4.392
Da kann man einfach nur ständig "Die Anstalt" verlinken, damit einigen klar wird, wie die gesetzliche Rente demontiert wurde und warum die "private Vorsorge" eine reine Verar..... ist.

"Die Rentendiskussion der letzten 20 Jahren scheint an Dir vorüber gegangen zu sein."

Na da ist einer aber auf die Propaganda der Rentenkassenplünderer reingefallen. Auf die Sprüche gegen die Erwerbslosen auch?

Irgendwie tauchen hier seit ein paar Wochen ständig neue accounts auf, die solche Texte produzieren und Ansichten eines laissez-fair Liberalismus äußern. Fehlt noch, dass wieder Ayn Rand mit ihrem Objektivismus rausgegraben wird, die erst den grenzenlosen Kapitalismus verbreitet hat und in ihren letzten Jahren selbst von der staatlichen Fürsorge profitierte.

Die über 100 Jahre erkämpften Rechte der Arbeitnehmer und normaler Bürger werden immer mehr abgebaut. So langsam aber sicher fallen wir ins 19. Jahrhundert zurück. Auch da boomte die Wirtschaft und der globale Welthandel.
 

cat44

Elo-User*in
Mitglied seit
13 Februar 2016
Beiträge
210
Bewertungen
45
AW: Gebäudereiniger bekommen mehr Geld - ab 2020 gleicher Lohn für Ost und West

Da kann man einfach nur ständig "Die Anstalt" verlinken, damit einigen klar wird, wie die gesetzliche Rente demontiert wurde und warum die "private Vorsorge" eine reine Verar..... ist.

Na da ist einer aber auf die Propaganda der Rentenkassenplünderer reingefallen.
Von Propaganda kann wohl keine Rede sein. Selbst die Deutsche Rentenversicherung macht deutlich das privat vorgesorgt werden muss, weil das Geld sonst im Alter nicht reicht. Wenn das nicht stimmen würde hätten die doch eine andere Meinung zur privaten Altersvorsorge.
„Eine zusätzliche Absicherung für das Alter wird wichtiger“, so die DRV in ihrer Renteninformation.

„Damit setzt die Deutsche Rentenversicherung ein klares Signal: Verlasst euch nicht auf uns sondern kümmert euch und sorgt selbst für’s Alter vor.“, so Lars Georg Volkmann, Vorstand der VPV Versicherungen in Stuttgart.
Die gesetzliche Rente reicht nicht aus: Die gesetzliche Rente reicht nicht aus
 
Oben Unten