GdB nach Neufeststellung herabgestuft - Widerspruch!?

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Robroy97

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Hallo,

mir wurde am 25.10.2012 ein Gdb 60 zugesprochen (von vorher 30).
Nach einem Neufeststellungsverfahren (siehe Anhang) wude ich wieder auf GdB 30 zurückgestuft.

Nun bin ich am überlegen, ob ich nochmals Widerspruch einlegen soll.
Den ehrlichgesagt, geht es mir seit der Hoden OP Psychisch nicht so gut. Mit der Partnerin läuft es deswegen auch nicht mehr so, was aber mehr an mir liegt. Ich hatte ein Implantat drin, gutes Jahr, habe es mir aber wieder rausnehmen lassen. Dieser Eingriff hatte sich aber mit der Neufest. überschniten, da es ja immer Monate dauert.
Nein, einen Psychologen, habe ich deswegen nicht, versuche das mit mir auszumachen.
Aber meint ihr, es würde Sinn machen, dagegen anzugehen?
Wenn ja, mit welchen Argumenten?
Freue mich auf Tips!

gruß
RobRoy97
 

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Robroy97

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Ja, aber eigentlich möchte ich das vermeiden.
Erstens dauert es ewig bis man einen Termin bekommt, hier bei uns mind. 6 - 10 Monate.
Zweitens will ich eigentlich nicht unbedingt darüber mit einem Fremden sprechen (hier ist es ja doch Anonym).

Bin ja schon die ganze Zeit am überlegen, ob ich zum VDK soll.
Aber irgendwie bin ich nicht überzeugt, kostet ja auch Geld.
Ausserdem muss ich ja auch erst eine Zeitlang dabei sein, sonst kostet es sicher nochmehr Geld.

Würde es gerne erstmal so versuchen. Aber wie am besten begründen?
 
E

ExitUser

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Das ist eine Anhörung!

Wenn du berechtigtes Interesse haben solltest, dann kannst du weitere Atteste nachreichen und weitere Beweise, die belegen, dass sich Deine Erkrankung eben nicht stabilisiert hat!

Ansonsten mit dem zu erwartenden Ergebnis abfinden.
 

Muzel

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Außerdem solltest du bedenken, das Widerspruch und Klage aufschiebende Bedeutung haben. Also so lange du dich vom Widerspruch durch die Instanzen kämpfst, kannst du deinen Ausweis behalten.
Ich würde an deiner Stelle auch über die bestehenden psychischen Beschwerden den Widerspruch begründen. Diese würde ich ganz detailliert darstellen und sagen, dass du Angst hättest mit einem Arzt über die intimen gesundheitlichen Problemen zu sprechen. Dazu schämst du dich zu viel.
 

Anna B.

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du mußt ja auch nicht zu einem Psychologen oder Psychotherapeuten..sondern ggf. zu einem Psychiater...Arzt...und soooo sehr lange dauert das mit den Terminen bei denen auch nicht..

was anderes ist es, wenn eine Therapie durchgeführt werden soll...für eine PT ist sicherlich eine Wartezeit von bis zu 12 Monaten und länger anzunehmen...
 

Robroy97

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Da ich leider keine weiteren Atteste habe, werde ich mich wohl, wie Muzel vorgeschlagen hat, so durch kämpfen.

Mir geht es nicht um den Ausweis, der bringt mir gar nix, da kein Merkzeichen .

Falls es noch jemanden gibt, der ähnliches durchgemacht hat und vielleicht weis, WIE man so ein Schreiben aufsetzt, bitte melden, gerne auch per PN.
Danke!

gruß
RobRoy97
 

Robroy97

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Nochmal ne Frage:
habe ich jetzt aktuell noch GdB 60 oder schon GdB 30,
auch wenn ich jetzt wiederspreche?
Also ist das Schreiben schon gültig oder noch nicht?
 

Muzel

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Bisher war das noch eine Anhörung. Aber du solltest darauf reagieren. Wie ich leidvoll feststellen musste, liest im Widerspruchsverfahren kein Arzt den Widerspruch , wenigstens in Münster. Nur im einfachen Verwaltungsverfahren lesen Ärzte noch die Beschwerden.
Ich kann dir nicht mehr helfen, denn ich kenne deine aktuellen Beschwerden nicht. Wenn du Schwierigkeiten mit der Formulierung hast oder doch einen Psychiater aufsuchen möchtest, musst du jedenfalls fristwahrenden Wiederpruch einlegen. Aber bisher brauchst du das noch nicht, da erst im Anhörungsverfahren bist, selbst im Anhörungsverfahren kann man eine begründete Fristverlängerung beantragen.
 

Robroy97

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Also soll ich mich jetzt nicht äussern, sondern warten, bis der Bescheid da ist!?
Und dann dagegen angehen?

Ausweis: Steuerlich bringts mir nix, da alg2 :icon_sad:
 

Robroy97

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Das ist richtig, deswegen möchte ich ja auch meinen GdB behalten.
Aber den Ausweis habe ich nie erwähnt bei VV , ging auch so mit Angabe des GdB :smile:
 

Robroy97

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Bisher war das noch eine Anhörung. Aber du solltest darauf reagieren. Wie ich leidvoll feststellen musste, liest im Widerspruchsverfahren kein Arzt den Widerspruch , wenigstens in Münster. Nur im einfachen Verwaltungsverfahren lesen Ärzte noch die Beschwerden.
Ich kann dir nicht mehr helfen, denn ich kenne deine aktuellen Beschwerden nicht. Wenn du Schwierigkeiten mit der Formulierung hast oder doch einen Psychiater aufsuchen möchtest, musst du jedenfalls fristwahrenden Wiederpruch einlegen. Aber bisher brauchst du das noch nicht, da erst im Anhörungsverfahren bist, selbst im Anhörungsverfahren kann man eine begründete Fristverlängerung beantragen.

Nochmal zum Verständnis:
ich soll jetzt Widerspruch einlegen, ohne große Begründung?
Dann den Bescheid abwarten und diesen dann nochmals angehen, mit besserer Begründung!?
Oder muss ich jetzt nur eine Fristverlängerung beantragen?
Und dann?
 

Muzel

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Du bist noch im Anhörungsverfahren und wirst gebeten, bis zum 13.2.14 zu begründen, dass die Rücknahme deines GdB von 60 nicht gerechtfertigt ist. Wenn du beispielsweise einen späteren Arzt- oder Krankenhaustermin hättest, der in dieser Sache hilfreich ist, könntest du erst einmal um Fristverlängerung nachsuchen.
Ansonsten schilderst der Behörde, wie es dir geht. Schön wären Arztunterlagen, die das bestätigen. Auch Beschreibungen von nahestehenden Angehörigen deines Gesundheitszustandes sind hilfreich.
Wenn das alles nicht hilft und du trotzdem den Rücknahmebescheid erhältst, dann musst du Widerspruch einlegen. Das muss zuerst fristwahrend geschehen. Dann kannst du eine Begründung schreiben, verpflichtet bist du dazu nicht. Natürlich ist eine Begründung immer ratsam.
 

Robroy97

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Hallo Muzel,

Danke für die infos.
Leider habe ich nichts verwertbares.
Das einzige was ich denen neu vorlegen kann, ist das ich mir das Implantat habe rausnehmen lassen, weil es unangenehm war und mit noch blöder aussah , als ohne.
Was allerdings auch nicht die für mich beste Lösung ist. Ich weiss ja auch nicht.
Ich lass mir auf jeden Fall darüber ein Attest geben und sende das mit.
Aus Spass lässt man so was auch nicht mal eben wieder entfernen.
Verkraftet halt jeder anders.

Aber wenn ich das jetzt bereits so weiter gebe, habe ich anschliessend gar keine Gründe mehr!?

Und ob das mit meiner Partnerin klappt oder nicht, wird die eher nicht interessieren....oder?
 

Robroy97

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Hallo,

nun wurde mir ja einerseits erklärt, dass man mich von gdB 60 auf GdB 30 herunter stufen will.
Dazu sollte ich mich äussern, was ich auch schriftlich getan habe,danach wird wohl endgültig entschieden.

Behalte ich jetzt bis zum endgültigen Bescheid meinen aktuellen GdB 60 bei oder dürfte ich jetzt auf Nachfrage nur noch GdB 30 angeben, z.B. bei ZAF ´s :smile: ?

Danke
RobRoy97
 
S

silka

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Hallo,

nun wurde mir ja einerseits erklärt, dass man mich von gdB 60 auf GdB 30 herunter stufen will.
Dazu sollte ich mich äussern, was ich auch schriftlich getan habe,danach wird wohl endgültig entschieden.

Behalte ich jetzt bis zum endgültigen Bescheid meinen aktuellen GdB 60 bei oder dürfte ich jetzt auf Nachfrage nur noch GdB 30 angeben, z.B. bei ZAF ´s :smile: ?

Danke
RobRoy97
Erst, wenn du den Bescheid über die Feststellung des neuen GdB hast, kannst du den auch angeben.
Bis dahin bist du eben noch GdB 60.
 

Robroy97

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Hallo,

so, habe meinen Neufeststellungsbescheid erhalten. Die bleiben bei der Herabstufung von GdB 60 auf 30.

Ich hatte denen nochmals geschrieben, welche Probleme ich habe.

Jetzt könnte ich doch nochmal Widerspruch einlegen!?
Aber ganz ehrlich, bringt das was?
Neue Atteste oder so habe ich nicht.

Bin zwar gerade beim VDK eingetreten, aber umsonst machen die ja auch nix.
Bin am überlegen, einfach nur den Widerspruch zu machen (der bestimmt auch abgelehnt wird) und dann 12 Monate zu warten, bis meine Mitgliedschaft beim VDK mich berechtigt, was zu unternehmen (ohne 2 Jahresbeiträge auf einmal zu zahlen).

Wie seht ihr das?

gruß
RobRoy97
 

Muzel

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Der Herabstufungsbeescheid muss dir nichts bringen. Kennst du die Gesetze so genau?. Bevor mich einer von meinen jetzt 80 GdB heruntersetzt ,würde dich mich schlau machen.
 
E

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Hallo Robroy,

ohne Psychiater oder Psychologen sehe ich da leider keine Chance.
Denn so rein körperlich bist Du ja nicht so schwer behindert. Du solltest Dir echt ein Herz fassen und zu einem Psychologen gehen.

Du hast Deine Erkrankung ja nie genau benannt. Aber es klingt so, als wär es was, das einen kurzfristig auch körperlich außer Gefecht setzt und langfristig aber nur psychisch. Und da bräuchtest Du dann einen Psychiater.

LG
 

Muzel

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Der VdK berät dich kostenfrei. Erst der Widerspruchsantrag kostet. Eine kostenlose Beratung würde ich mir schon holen.
 
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