GdB beantragen bei HartzIV ?

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biegeziege

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Hallo,

mich interessiert, ob es einem herzkranken Diabetiker, der von SGBII lebt, etwas nützt, eine Behinderung feststellen zu lassen (es würde vermutlich einen GdB von ca 60 % festgestellt).

Kann mir jemand etwas dazu sagen?

Liebe Grüße
BiegeZiege
 

Arania

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MIR hat es jedenfalls geholfen einen GDB feststellen zu lassen, ob es jetzt bei Dir etwas helfen könnte weiß ich leider nicht

Ich weiß nicht wie alt DU bist und was Dir die ARGE noch zumuten könnte, ein GDB und Atteste vom Arzt können schon mal gegen einige unzumutbare 1-Euro-Jobs helfen.
 

nele

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hallo biegeziege,

ja, natürlich, auf jeden fall.

ich weiss zwar nicht, welche herzerkrankung und welcher typ diabetes bei dir festgestellt worden ist , aber beide erkrankung rechtfertigen eine einschränkung . du bist also nicht für jede arbeit vermittelbar.

und, um stress mit der ARGE vorzubeugen, würde ich den schwbh.-ausweis beantragen.

ui, du sagst, einen GdB von 60? das ist hoch. nach herzinfarkt - in der heilungsbewährung- wird normalerweise ein GdB von 50 festgesetzt.

aber, das spielt jetzt keine rolle, da ich nicht weiss, welche erkrankungen genau bei dir vorliegen.

auf jeden fall: bei herzerkrankung und diabetes bei deinem zuständigen versorgungsamt einen antrag anfordern und diesen stellen .

den weiteren weg kennst du schon? du wirst nach antragsstellung eine aufforderung zur begutachtung bei einem niedergelassenen spezialisten bekommen, der dann,nach der untersuchung, das gutachten erstellt und den GdB festsetzt.
 

biegeziege

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Vielen Dank für die netten Antworten!

Die Herzerkrankung war ein Herzinfarkt. Anfang des Jahres erhielt ich 4 Bypässe, bin noch immer krank geschrieben, da die Heilung noch andauert. Ich bin außerdem mit Diabetes Typ1 gebeutelt, dies allein soll schon einen GdB von 40% nach sich ziehen, so heißt es.

Ich bin 45 Jahre alt und die ARGE ist sehr phantasievoll darin, mich zu ärgern. Jetzt haben sie bei meiner Nachbarin geklingelt, ob sie mich nicht mal zum "Personalgespräch" ins Arbeitsamt fahren kann, da ich den letzten Termin aus gesundheitlichen Gründen ablehnte (ich mag selbst kein Auto fahren, das ist zu gefährlich, weil mir permanent die Hände einschlafen und gefühllos sind). Ist das zu fassen?

Grüße
BiegeZiege
 

nele

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ja, bieziege, ich habe vorhin das andere thema von dir gelesen. daher weiss ich, dass es dich recht schlimm erwischt hat.

an deiner stelle würde ich ganz schnell den antrag beim versorgungsamt stellen. für einen hohen GdB sieht es gut aus.
vielleicht hast du dann die möglichkeit EU-rente zu beantragen und kannst den stress mit der ARGE weitestgehend hinter dir lassen.
förderlich für deine gesundheit ist es jedenfalls nicht.

jedenfalls wünsche ich dir gute besserung und hoffe, dass du auch die sache mit der schnüffelei an deiner wohnung gut geregelt bekommst.

berichte aber bitte weiter, was du tust und wie es weitergeht, ja?
 

kalle

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Da ich heute den ganzen ag unterwegs war komme ich erst jetzt zum Antworten, aber meine Vorposter haben doch sehr gut und ausführlich geantwortet. Dem kann ich mich nur anschließen.
Es lohnt sich immer, wenn man die Einschränkungen hat, eine Ausweis zu beantragen.
Zum einen hat man ein Stück weit weniger Probleme mit der Arge . Aber es gibt auch noch andere Vergünstigungen im Leben. Wie z.B. mit Wertmarke freier Bus oder Zug, Steuerbefreiungen beim PKW usw.
Ich würde es auf alle Fälle machen.
 

biegeziege

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Vielen Dank für die netten Antworten.

Ich habe jetzt mal so einen Antrag ausgedruckt und werde ihn ausfüllen.

Im Internet habe ich gelesen, dass manche Antragsteller zu einer Untersuchung müssen, andere Antragsteller jedoch nach Aktenlage eingestuft werden. Die Frage ist, wie es normalerweise läuft und wovon das abhängt?

Ein Arzt kann doch bei einmaliger Untersuchung nicht feststellen, ob ich beispielsweise Typ1 oder Typ2 Diabetiker bin. Die Herzgeschichte lässt sich zwar mittels EKG messen, aber ein EKG gibt nicht darüber Auskunft, dass mir wegen Durchblutungsstörungen als OP-Folge permanent die Hände einschlafen. Die Pumpleistung des Herzens sieht natürlich nach der OP wieder ganz prima aus... aber das Drumherum wird noch eine ganze Weile dauern, so die Auskunft des operierenden Chirurgen.
 

gelibeh

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Bei mir war das so, dass ich einige Therapieberichte hatte und zusätzlich meine Ärzte angegeben habe, das hat denen damals gereicht. Da kann bestimmt noch jemand was zu sagen.
 

Arania

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Also ich denke mal das kann man so nicht sagen wie die das beurteilen, bei mir wurde auch nach Aktenlage entschieden, die war aber auch eindeutig ;)

Ich denke da wirst Du abwarten müssen, nach dem Antrag bekommst Du dann entweder die Aufforderung zu weiteren Untersuchungen oder irgendwann einen Bescheid, wenn dieser Dir dann unangemessen erscheint kannst Du versuchen auf eine weitere Untersuchung zu bestehen
 

kalle

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Ich befürworte immer in den Antrag zu schreiben, das man eine persönliche Untersuchung beantragt.
Die Aktenlage gibt zwar einiges her, aber der momentane Zustand ist auch wichtig. Und den können die nur bei einer Untersuchung feststellen. Dann nehmen die Aktenlage und Untersuchung und bilden daraus eine Meinung.
 

nele

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hallo biegeziege,

vorab eine frage an dich: befindest du dich in neurologischer behandlung wegen der durchblutungsstörungen?
`das wäre noch ein sehr wichtiger fakt für die beurteilung.

so, die begutachtung bei einem, vom versorgungsamt, bestimmten arzt schliesst IMMER ein, dass deine komplette krankenakte,- also alle arzt- und krankenhausberichte,- beim gutacher vorliegen.
es ist daher wichtig, dass du alle untersuchungsbefunde dem antrag beifügst, natürlich auch das diabetesprotokoll.

es wird also nicht nur nach dem untersuchungsbefund beurteilt, sondern die krankenberichte werden mit hinzugezogen.

deswegen musst du dir also keine gedanken machen.

wenn noch keine neurologische untersuchung stattgefunden hat, würde ich es schnell nachholen.
füge dem antrag bitte auch sämtliche röntgen/CT/sonobilder bei. ( ich nehme an, dass bei dir regelmässig ein 'doppler' gemacht wurde/wird.?

fazit: bei einer festsetzung des GdB durch das VA wird halt nur nach den berichten geurteilt.
bei einer begutachtung wird nach den eingereichten berichten UND dem untersuchungsbefund geurteilt.

LG, nele
 

biegeziege

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Hallo Nele, vielen Dank für die Tipps.

Röntgenbilder usw gibt es kaum, nur die Sachen von den Krankenhausaufenthalten und die habe ich nicht mit bekommen.

Das Einzige, was ich in Kopie besitze, sind die an meine Ärztin gegangenen Befunde aus den beiden Krankenhäusern und ein völlig schwachsinniger und komplett falscher Reha-Bericht (kämpfe grad mit der Reha-Einrichtung um Richtigstellung. Die haben aus meinem Typ1 Diabetes Typ2 gemacht und das allein hat schon haarige Auswirkungen usw usw).

Das Versorgungsamt gab an, dass die sich die Befunde bei den Ärzten holen. Ich selbst müsste bei jedem behandelnden Arzt horrende Gebühren für einfache Kopien zahlen, das kann ich mir nicht leisten.

Beim Neurologen werde ich morgen gleich einen Termin machen (wieso schickt meine Allgemeinärztin mich da nicht hin?!?!?!?!?!?!?!), ich denke, den Befund kann ich nachreichen, da mein Antrag laut Versorgungsamt ohnehin 3 - 6 Monate lang bearbeitet wird.

Noch eine dumme Frage: Diabetesprotokoll beifügen? Also die Mess- und Spritzdaten, die ich jeden Tag in eine entsprechende Software eingebe? Habe mich nämlich schon gefragt, wie man anders beurteilen will, wie gut oder schlecht ich eingestellt bin.

Alles Liebe
BiegeZiege
 

nele

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von den Krankenhausaufenthalten und die habe ich nicht mitbekommen

diese unterlagen stehen dir zu. sie sind DEIN eigentum und müssen herausgegeben werden. das wissen die wenigsten
es ist einfach bequemlichkeit von den krankenhäusern. sei hier hartnäckig und verlange sie, oki?

Das Versorgungsamt gab an, dass die sich die Befunde bei den Ärzten holen
das ist richtig. dies sind aber formulare, die lediglich einen kurzbefund ausweisen. ich habe sie ja selbst jahrelang in den fingern gehabt und würde für mich persönlich hier keine beurteilung des GdB zulassen.
behandelnden Arzt horrende Gebühren für einfache Kopien
hier auch noch einmal, krankenberichte - auch die, die an deinen arzt gerichtet sind, stehen dir zu und müssen herausgegeben werden. und fotokopien kosten höchstens 0,50€.

anscheinend bist du hier an einen 'soliden'sachbearbeiter gelangt.

denke immer daran: je weniger die unterlagen aussagen, die du einreichst, je bescheidener fällt der GdB aus!
.
erkundige dich doch einfach bei den ärzten, welche gebühr für ein ausführliches attest anfällt. zu meiner zeit haben wir - je nach aufwand- zwischen 10.-- und 30.-- DM ( wohlgemerkt deutsche mark) hierfür genommen. ich würde sagen, das ist es wert, auch wenn es bei hartzIV sehr viel geld ist.
Die haben aus meinem Typ1 Diabetes Typ2 gemacht
gut, dass du dagegen angehst, das ist wirklich schlamperei. es kann aber doch sicher durch die berichte anderer ärzte widerlegt werden?!
Noch eine dumme Frage: Diabetesprotokoll beifügen?
na, die frage ist doch alles andere als dumm..:)).......ja, auf jeden fall!!!!!.
wieso schickt meine Allgemeinärztin mich da nicht hin?!?!?!
da tritt ihr einmal auf die füsse!

nur eine neurologische/phlebologische untersuchung kann mit sicherheit klarstellen, worauf diese durchblutungsstörungen SEIT der OP zurückzuführen sind.

es besteht auch die möglichkeit, dass diese orthopädisch begründet sind!

LG nele
 

edwis

Accountproblem bitte Admin informieren.
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Hier noch ein paar Anmerkungen von mir:

Es ist grundsätzlich anzuraten, bei einem Antrag auf Erhöhung des GdB vorher mit den behandelnden Ärzten zu sprechen. Denn nur wenn diese den Antrag unterstützen, ist eine Aussicht auf Erfolg.

Die persönliche Begutachtung erst mal besser nicht beantragen, da die Gut(Schlecht)achter des Zentrums für Familie und Soziales natürlich vorrangig im Sinne der Behörde entscheiden. Also erst mal abwarten wie der Antrag beschieden wird.

Sollte er nicht zur Zufriedenheit ausfallen, so kann man innerhalb eines Monats nach Erhalt Widerspruch einlegen.

Zur Freifahrt mit Bus und Bahn:
Dazu ist das Merkzeichen "G" im Ausweis mit orangefarbenem Flächenaufdruck nötig. D.h. man muß auf Dauer stark gehbehindert sein.

Bei andauernden Schwierigkeiten empfiehlt sich eine Mitgliedschaft im Sozialverband VdK, den es in jeder Stadt gibt. Durch den Mitgliedsbeitrag ist man bei Rechtsstreitigkeiten mit Sozialbehörden bis zur Klage vor dem Sozialgericht und Vertretung durch Fachanwälte für Sozialrecht abgesichert. Ebenso wird da die Antragsstellung und evt. Widersprüche übernommen.
Das kannst Du aber kurzfristig machen, da nach Beantragung der Mitgliedschaft keine Wartefrist (wie z.B. bei Rechtsschutzversicherungen) besteht.

Ich hoffe, das war ein wenig hilfreich und ich wünsch Dir alles Gute
Eddi
 

nele

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@edwis

Die persönliche Begutachtung erst mal besser nicht beantragen, da die Gut(Schlecht)achter des Zentrums für Familie und Soziales natürlich vorrangig im Sinne der Behörde entscheiden.

wenn bei einem versorgungsamt ein antrag auf schwerbehindertenausweis gestellt wird, sind die gutachter immer freie, niedergelassene ärzte der im vordergrund stehenden erkrankung.

hier kann keine entscheidung im sinne irgendeiner behörde getroffen werden, da diese bei einem solchen vorgang aussen vor ist. ;)

das versorgungsamt entscheidet, ob ein kurzgutachten zur festsetzung des GdB erfolgt, oder aber eine untersuchung bei einem gutachter notwendig ist. das kommt immer auf die übereinstimmung und aussagekraft der eingereichten unterlagen an.

noch einmal: ich würde auf gar keinen fall im vornherein die aussage tätigen, keine untersuchung/begutachtung haben zu wollen.

hier, in diesem falle, existiert auch noch ein bericht der REHA, welcher eine falsche aussage ( diabetes typ II, anstatt I ) enthält.
 

kalle

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Man kannn es niemals mit Sicherheit sagen, welche Strategie die wirksamste ist. Nur die meisten Gutachten von Ärzten sind gerne von Schnelligkeit und Oberflächlichkeit geprägt. Und manche Diagnosen kann man eben auch mehrdeutig auslegen.
Sie sagen eben nicht immer etwas über den Leidenszustand des Betreffenden aus.

In den Fällen, die ich betreue, sei es hier oder im "wirklichen" Leben, hat die persönliche Untersuchung viel gebracht. Im ersten Zuge ohne Untersuchung wurde meistens schlecht für den Antragsteller entschieden. Nach Widerspruch und Untersuchung durch die Ärzte des VA wurde dann günstiger, bzw.den tatsäclichen Umständen nach entsprochen.
Ist zwar nur eine pers.Einschätzung, aber aus der Erfahrung heraus. Kann natürlich woanders anders sein.
 

nele

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hat die persönliche Untersuchung viel gebracht. Im ersten Zuge ohne Untersuchung wurde meistens schlecht für den Antragsteller entschieden. Nach Widerspruch und Untersuchung durch die Ärzte des VA wurde dann günstiger, bzw.den tatsäclichen Umständen nach entsprochen.
Ist zwar nur eine pers.Einschätzung, aber aus der Erfahrung heraus.

ja, kalle, deine pers. einschätzung ist korrekt. als ich noch arbeiten gehen durfte, habe ich diese erfahrung ebenfalls gemacht.
 

biegeziege

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Hallo Leute,

ich bins mal wieder.
Habe nächste Woche einen Termin beim Neurologen, mal sehen, was der rausfindet. Habe weiterhin mit der Rehaeinrichtung gesprochen, die wollen den Bericht korrigieren. Naja, angeblich vorgestern abgeschickt, bis heute hab ich noch nichts.

Dafür hab ich aber andere ungebetene Post bekommen. Meine ARGE streicht mir zum nächsten Monatsbeginn die Leistungen. Begründung: Da ich mich mehr als 6 Monate in einer stationären Einrichtung befinde.

Das stimmt nicht und ich weiß nicht, wie die da drauf kommen.
Was nun? Ich bin so verblüfft, ich weiß gar nicht, was ich zuerst machen soll.
Wenn ich heute Widerspruch einlege, wird der doch keinesfalls vor August noch bearbeitet!!!!!

Hilfe!!
 

biegeziege

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Naja, anrufen oder hingehen bringt immer nichts, weil die der Meinung sind, dass alle mündlichen Absprachen nicht stattgefunden haben. Da können sie sich später generell an nichts erinnern.

Macht es Sinn, vorsichtshalber beim Sozialamt (richtig?) Leistungen zu beantragen? Ich wüsste nicht, wie ich meine Miete zahlen soll, wenn das Geld ausbleibt. Ich bin alleinstehend und kann niemanden "anpumpen".

Im übrigen wurde der Aufhebungsbescheid an eine völlig falsche Anschrift gesandt, ich kann Glück haben, dass der mich durch die Aneinanderreihung etlicher Zufälle überhaupt erreicht hat. Bin schon ziemlich sprachlos über diese Vorgehensweise.
 

kalle

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In diesem Fall würde ich doch ersteinmal hingehen. Kannst Du irgendjemand als Zeugen mitnehmen? Gibt es bei Euch eine ELO-Initiative oder ähnliches? Und natürlich Widerspruch sofort einlegen.

Wenn natürlich alle Stricke reissen:
Versuchs mal mit der Argumentation der Arge beim Sozialamt: Wenn die meinen,Du bist länger als 6 Monate in einer Einrichtung bist Du ja nicht erwerbsfähig. Dann müßtest Du Grundsicherung nach SGBXII bekommen. Dafür ist das Sozi zuständig.

Zwar in Deinem Fall nicht wirklich, aber versuch macht kluch.

Vielleicht können die Dir dann ja weiterhelfen. Ansonsten wüßte ich nur noch die einstweilige Anordnung übers Sozialgericht.
 
A

Arco

Gast
Im übrigen wurde der Aufhebungsbescheid an eine völlig falsche Anschrift gesandt, ich kann Glück haben, dass der mich durch die Aneinanderreihung etlicher Zufälle überhaupt erreicht hat. Bin schon ziemlich sprachlos über diese Vorgehensweise.

.... ich gehe sogar mal davon aus das die sich bei dir vertan haben.

Denn wenn du schreibst das du nicht in einer stationären Behandlung warst ( und wenn man deine älteren Beiträge liest war ja da auch nicht die Rede von) dann wie kalle schreibt hin und eine Aufklärung verlangen.

Ansonsten wäre das insweit richtig wenn es so wäre mit den 6 Monaten in einer ...... dann hättest du aber Anspruch auf Sozialgeld und das wäre fast gleich und müßte übergeleitet werden.
 

biegeziege

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Vielen Dank für die Antworten.

Vertan haben die sich nicht, die meinen wirklich mich. Sie sind der Meinung, dass ich mich unter der anderen Anschrift aufhalte, wo sie den Bescheid hingesandt haben. Das hätten sie angeblich von meiner Nachbarin erfahren (nicht nachvollziehbar). Da halte ich mich aber definitiv nicht auf.

Hingehen wollte ich nicht so gern zum Amt, zum einen, weil alles mündliche da nur Humbug ist, zum anderen, weil ich da wieder 4 Stunden warten darf, was meinem Gesundheitszustand nicht sehr zuträglich ist. Mich könnte zwar jemand hinfahren, aber in dem stickigen Wartezimmer halte ich es doch mit den Blutdruckproblemen keine 10 Minuten aus. Einen Termin, wo ich nicht warten müsste, bekomme ich nicht (lt Telefonat).

Im Bescheid steht wörtlich als Grund für die Aufhebung der Bewilligung: Unterbringung in einer stationären Einrichtung für länger als 6 Monate.

Weiter nichts. Mein Anruf ergab, dass zwei Außendienstler mich nicht angetroffen hätten und deshalb davon ausgegangen werden muss, ich sei in stationärer Reha-Behandlung. Der Sachbearbeiter hat am Telefon soviel Mist erzählt, von wem sie das mit der Reha angeblich wüssten usw (Auskunft: "eine Nachbarin sagte mal..."). Ich gab wahrheitsgemäß an., dass ich im Januar eine Woche stationär behandelt wurde und danach nur ambulant. Die Nachweise sende ich wöchentlich an die ARGE .

Ich habe jetzt den Widerspruch geschrieben.
Große Hoffnungen habe ich nach diesem krassen Telefonat nicht, denn unter anderem fiel der Satz: kommen sie her oder Sie bekommen kein Geld. Ich fragte dann nochmal nach der Begründung für die Aufhebung der Leistungen und erhielt die Antwort, dass es auch in einem neuen Bescheid anders begründet werden könne als mit stationärem Ausenthalt.

Vielen Dank für diese Erpressung, dachte ich und würde am liebsten in den Hungerstreik treten. Dann falle ich auch niemandem zur Last. Krank und arbeitslos darfste in diesem Land echt nicht sein!!!!!!!!
 
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