GdB 50% und kein Mehrbedarf für Schuhe (2 Betrachter)

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LauraHa

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Hallo zusammen,

ich Frage im Auftrag einer sehr guten Freundin von mir. Da sie kein Internet besitzt.

Sie ist 24 Jahre und hat einen Genfehler. Daher seit ihrer Kindheit einen Schwehrbehindertenausweis mit 50% G.

Sie hat Ortopädische Schuhe die viel Geld gekostet haben aber sie die nur eine Stunde tragen kann.

Auch normale Schuhe kann sie nur eine Stunde tragen. Da es eine Nervenstörung ist. Mit normalen Schuhen ist der Schmerz in den Füßen erträglicher als in ihren Ortopädischen.

Sie bezieht ALG 2 (Hart 4), wohnt alleine, hat 2013 eine Ausbildung abgeschlossen und seit dem Arbeitlos. Sie kann durch ihre Behinderung nur einen Büro-Job machen. Sie will ja arbeiten, bekommt aber nichts und seit 14 Monaten hat sie dieses Problem mit der Nervenstörung.

Sie hat einen Antrag auf Mehrbedarf gestellt, bekommt aber kein weil sie ALG 2 ist und nicht ALG 3. Sie müsse eine Reha-Maßnahme machen damit sie sich normale Schuhe kaufen kann um aktiv am Leben teilehmen zu können.

Sie benötigt 3-4 Paar normale Schuhe im Monat. Geld hat sie ganz selten für ein Paar übrig. Ein Paar hat sogar nur 3 Tage gehalten, dann ging der Schuh kaputt. (Billigschuhe).

Krankenkasse zahlt nur Ortopädische Schuhe.

Weis einer wie sie weiter machen kann?

Es ist ja nicht Sinn und Zweck von einer Maßnahme in die andere zu gehen um sich Schuhe kaufen zu können.

Shoppen gehen kann sie auch nicht (abgesehen vom Geld), spatzieren gehen kann sie nur eine Stunde, sowie einkaufem etc. ....

Kennst sich hier wer aus, damit es meiner Freundin besser geht????

Wie kann weiter vorgehen?

Lg
Laura


P.S.: Ich möchte meiner Freundin wirklich helfen, damit sie auch, wenn sie einen Job bekommt, hingehen kann. Ich kann die Schmerzen an ihr nicht mehr sehen, dass macht mich traurig.

Bitte um eure Ratschläge.
 
E

ExitUser

Gast
AW: 50% und kein Mehrbedarf

Hallo,

nicht böse sein, aber wenn sie jedes Paar Schuhe (auch die orthopädischen) nur jeweils eine Stunde tragen kann........... dann würden doch auch noch mehr Schuhe, egal wie viele, nicht helfen. (?)

Also sie braucht Geld für mehr Schuhe?
 
P

Pichilemu

Gast
AW: 50% und kein Mehrbedarf

Ich hab das so verstanden, dass sich in ihrem Fall normale Schule viel schneller abnutzen und die eigentlich dafür vorgesehen orthopädischen Schuhe zu große Schmerzen verursachen. Und um diese Abnutzung der Schuhe, die bei normalen Menschen nicht auftritt, auszugleichen, hätte sie gerne einen Mehrbedarf.

Korrigiert mich, wenn ich falsch liege.
 
E

ExitUser

Gast
AW: 50% und kein Mehrbedarf

Bei ihr befürchte ich, gibt es allein einen Zuschlag für Teilhabe am Arbeitsleben. Im SGB XII gibt es den Mehrbedarf in Höhe von 17%.
 

gelibeh

StarVIP Nutzer*in
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AW: 50% und kein Mehrbedarf

Sie benötigt 3-4 Paar normale Schuhe im Monat. Geld hat sie ganz selten für ein Paar übrig. Ein Paar hat sogar nur 3 Tage gehalten, dann ging der Schuh kaputt. (Billigschuhe).
Das müsste man aber nachweisen können, dass sie mit den normalen Schuhen besser laufen kann, die aber schnell kaputt gehen. Das wird kein SB so einfach verstehen, warum die orthopädischen Schuhe Schmerzen bereiten.

Wenn, geht das nur über den Mehrbedarf §21 SGBII. Dazu wird sie aber wohl einen Anwalt benötigen. Beratungshilfeschein vom Amtsgericht und Anwalt suchen, alternativ VDK oder SoVD.
§ 21
Mehrbedarfe


(1) Mehrbedarfe umfassen Bedarfe nach den Absätzen 2 bis 6, die nicht durch den Regelbedarf abgedeckt sind.
(2) Bei werdenden Müttern wird nach der zwölften Schwangerschaftswoche ein Mehrbedarf von 17 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs anerkannt.
(3) Bei Personen, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammenleben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen, ist ein Mehrbedarf anzuerkennen

1. in Höhe von 36 Prozent des nach § 20 Absatz 2 maßgebenden Bedarfs, wenn sie mit einem Kind unter sieben Jahren oder mit zwei oder drei Kindern unter 16 Jahren zusammenleben, oder
2. in Höhe von 12 Prozent des nach § 20 Absatz 2 maßgebenden Bedarfs für jedes Kind, wenn sich dadurch ein höherer Prozentsatz als nach der Nummer 1 ergibt, höchstens jedoch in Höhe von 60 Prozent des nach § 20 Absatz 2 maßgebenden Regelbedarfs. (4) Bei erwerbsfähigen behinderten Leistungsberechtigten, denen Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben nach § 33 des Neunten Buches sowie sonstige Hilfen zur Erlangung eines geeigneten Platzes im Arbeitsleben oder Eingliederungshilfen nach § 54 Absatz 1 Satz 1 Nummer 1 bis 3 des Zwölften Buches erbracht werden, wird ein Mehrbedarf von 35 Prozent des nach § 20 maßgebenden Regelbedarfs anerkannt. Satz 1 kann auch nach Beendigung der dort genannten Maßnahmen während einer angemessenen Übergangszeit, vor allem einer Einarbeitungszeit, angewendet werden.
(5) Bei Leistungsberechtigten, die aus medizinischen Gründen einer kostenaufwändigen Ernährung bedürfen, wird ein Mehrbedarf in angemessener Höhe anerkannt.
(6) Bei Leistungsberechtigten wird ein Mehrbedarf anerkannt, soweit im Einzelfall ein unabweisbarer, laufender, nicht nur einmaliger besonderer Bedarf besteht. Der Mehrbedarf ist unabweisbar, wenn er insbesondere nicht durch die Zuwendungen Dritter sowie unter Berücksichtigung von Einsparmöglichkeiten der Leistungsberechtigten gedeckt ist und seiner Höhe nach erheblich von einem durchschnittlichen Bedarf abweicht.
Für das Merkzeichen G bekommt sie im ALGII keinen Mehrbedarf, also muss das geld woanders her kommen.
 

gila

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AW: 50% und kein Mehrbedarf

Auch mal nach § 24 prüfen ...

Sauer, SGB II § 24 Abweichende Erbringung von Leistungen / 2.3 Sonderleistungen nach Abs. 3 | TVöD Office Professional | Öffentlicher Dienst | Haufe

Hartz IV: Zuzahlung orthopädische Schuhe

Meine Tochter hat erhöhten Verschleiss an Kleidungsstücken wegen einer Erkrankung (übermäßiges Schwitzen).
Es war ein Attest notwendig, nun bekommt sie mtl. 66,66 Euro Mehrbedarf, den der SB unter "§21 kostenaufw. Ernährung" untergebracht hat.
Dazu noch einen einmaligen Bedarf wegen Gewichtsabnahme für Anschaffung neuer Klamotten.

Dranbleiben und notfalls einen Anwalt kontaktieren!
 

LauraHa

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AW: 50% und kein Mehrbedarf

Danke für eure Antworten und eure Hilfe.

Was meint ihr wie lange es notfalls mit dem Anwalt dauern würde?

Ich werde es meiner Freundin sagen und mit ihr am Ball bleiben. :dank:
 

saurbier

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AW: 50% und kein Mehrbedarf

Hallo LauraHa,

bitte versteh es nicht falsch, aber irgendwie kommt mir das unverständlich rüber.

Deine Freundin kann keine orthopädischen Schuhe tragen (dann dürfte hier wohl was erheblich falsch laufen, denn solche Schuhe werden ja speziell angepasst gefertigt) und bei normalen Schuhen verbraucht sie 3 paar pro Monat.

Sorry, aber wegen Nervenschäden im Fuss verschleißen die Schuhe, dass ist mir vollkommen unverständlich. Das dann auch noch umsomehr, als das deine Freundin ihr Schuhwerk wegen der Nervenschädigung auch nur max. 1 Stunde tragen kann.

Meine Ausführungen sind bitte nicht falsch zu verstehen, denn auch ein SB muss ja über die Zusammenhänge informiert sein und der wird das sicherlich auch nicht nachvollziehen können.

Wenn das orthopädische Schuhwerk nicht zum Ziel führt, dann muss der Schuster da entsprechend den ärztlichen Vorgaben nachbessern bzw. erneuern bis es funktioniert und das bezahlt die Krankenkasse.

Sowas ist nicht unbedingt Aufgabe des Jobcenters, leider, denn hierfür ist vom Gesetz her vorrangig ein anderer Leistungsträger für zuständig.

Mit einem Anwalt gegen das Jobcenter klagen, ich weiss nicht ob das zum gewünschten Erfolg führt, denn das Jobcenter wird hier mit Sicherheit auf die medizinische Notwenigkeit von Hilfsmittel verweisen, wenn denn ein ärztliches Attest vorliegt.

Darüber hinaus sind im normalen Hartz IV Satz leider bereits entsprechende Geldmittel für Schuhwerk enthalten, bzw. müssten eben angespart werden.

Hier dürfte die Aufgabe eher darin bestehen dafür Sorge zu tragen das der Schuster seine Arbeit korrekt macht und das geht bestenfalls in Zusammenarbeit mit den verordnenden Arzt - der sagt worauf es bei dem Schuhwerk ankommt.


Gruss saurbier
 
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