GDB 50, Gesundheitsfragebogen Ärztlicher Dienst (1 Betrachter)

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danielm19862

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Hallo zusammen,

ich bin Mitte 30, meine Beraterin hat mir einen Gesundheitsfragebogen vom ärztlichen Dienst mitgegeben.
Habe bisher noch nichts von meinen Erkrankungen beim Jobcenter angegeben.
Habe einen GDB von 50 und weitere Erkrankungen, des Rückens, Asthma und noch weitere Sachen.

Meine Frage wäre wenn, ich all diese Sachen angebe, kann ich lebenslang von Hartz4 leben?
Oder müsste ich dann in Früh Rent mit Mitte 30?
In dem GDB sind ua auch psychische Erkrankungen. Könnte mich das Jobcenter zu einer Therapie abseits meines Wohnortes zwingen?
Wäre es von Voreil alles anzugeben? Oder eher nicht?

DANKE für die INFO!!!

MFG
 

Kerstin_K

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Es geht nicht darum, dich in Rente zu schicken oder dir eine Therapie aufzuzwingen, es geht darum, festzustellen, was du noch arbeiten kannst und welche Einschränkungen bei der Vermittlung zu beachten sind.
 

Uhus

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Sicher geht es darum festzustellen, "welche Einschränkungen bei der Vermittlung zu beachten sind", wie es @Kerstin_K bereits korrekt feststellte. Allerdings besteht bei den Jobcentern schon die erkennbare Tendenz, die "Kunden" in Richtung Erwerbsminderungsrente und/oder Sozialamt abzuschieben, falls dies im Bereich des Möglichen liegt. Der "Türöffner" dafür wäre ein sozialmedizinisches Gutachten des Ärztlichen Dienstes der Arbeitsagentur.
 

Fabiola

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Habe bisher noch nichts von meinen Erkrankungen beim Jobcenter angegeben.
Wenn Du bei SB keine gesundheitlichen Dinge erwähnt hast, wesgalb händigt sie Dir denn einen Gesundheitsfragebogen aus? Oder meinst Du damit, dass Du keine konkreten Angaben (welche Art der Erkrankungen) gemacht hast?
Und an wen und wie sollst Du dann den ausgefüllten Gesundheitfragebogen (GFB) aushändigen?

Der gehört nicht in die Hände der SB - sie ist keine Ärztin und kann damit gar nichts anfangen.
GFB, Schweigepflichtsentbindungen, ärztliche Unterlagen gehören von Dir nur direkt an den ärztlichen Dienst ausgehändigt.
Ich würde mich auch nicht darauf einlassen, den GFB in einem verschlossenen Umschlag der SB auszuhändigen. Du hast keine Kontrolle, ob dieser in Deiner Abwesenheit nicht doch von SB geöffnet wird. Alles schon des öfteren vor gekommen.

Wäre es von Voreil alles anzugeben? Oder eher nicht?
Du solltest schon alles angeben, damit sich der ärztliche Dienst ein umfassendes Bild Deines Gesundheitszustandes machen kann und die damit einhergehenden Einshränkungen für den allgemeinen Arbeitsmarkt fest stellen kann.

Allerdings besteht bei den Jobcentern schon die erkennbare Tendenz, die "Kunden" in Richtung Erwerbsminderungsrente und/oder Sozialamt abzuschieben ...
Das ist mir zu pauschal. Ja, das gibt es auch, ist aber nicht die Regel.
 

HermineL

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saurbier

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Hallo danielm19862,

also bei einem mitte 30 jährigen davon auszugehen das dieser beim JC als Dauerkunde dort verbleibt, oder gar in Frührente abgeschoben werden soll ist schon arg zweifelhaft.

Daran ändert ein GDB 50 nicht unbedingt was.

Zuerst einmal kommt es immer darauf an, was den JC SB überhaupt mal dazu veranlaßt hat, den äD-Gutachter einzuschalten. Hast du der SB denn etwas erzählt über deine Krankheiten (du sagst hier ja - nein -), oder das du nicht alle Arbeiten machen kannst. Sorry du bist erst mitte 30, da sollte es zumindest auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt wohl noch ausreichend Arbeitsangebote geben - immer den Gesundheitszustand berücksichtigend -. Da sind Dinge die wir ja nicht wissen.

Du dürftest doch eigendlich zuvor ein ALG-I für mindestens 12 Monate erhalten haben, da frage ich mich dann schon was denn da bei der AfA so gelaufen ist, das jetzt plötzlich die JC SB auf die Idee kommt dich zum äD zu schicken - schon etwas merkwürdig -, oder wie war das bevor du dich bei JC jetzt gemeldet hast. Etwas mehr Infos wären da schon besser um zu helfen.

Wie auch immer, die JC SB ist bei zweifel an deiner Leistungsfähigkeit dazu berechtigt den äD-Gutachter einzuschalten, um abzuklären welche gesundheitlichen Einschränkungen hinsichtlich deiner Leistungsfähigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorliegen und das ist auch nichts ungewöhnliches - je nachdem was dort so alles im Antrag angeben ist bzw. im Gespräch gesagt wurde.

Da hat auch nichts mit abschieben in EMR bzw. ans Sozialamt zu tun.

Um eine EMR zu erhalten, bedarf es heute inzwischen schon triftige Gründe welche medizinisch belegen das man für den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht mehr Leistungsfähig ist. Da reicht ein SchwerB-Ausweis mit einem GDB 50 bei weitem nicht aus, zumal der bei der DRV eh nichts zählt solange man nicht vor hat in eine SchwerB-Rente zu wechseln, denn das Versorgungsamt beurteilt die gesundheitlichen Einschränkungen grundlegend anders als die DRV.

Im übrigen solltest du der JC SB deinen Gesundheitsfragebogen incl. der möglichen Schweigepflichtentbindungen nicht übergeben, sondern diesen nur persönlich an den äD-Gutachter schicken bzw. wenn möglich übergeben. Dabei solltest du dann die Unterlagen entweder per Einschreiben verschicken oder gegen Empfangsbeleg übergeben.

Du solltest dir im Umgang mit den Behörden im eigenen Interesse merken, alles grundsätzlich nur schriflich zu machen und dann nur per Einschreiben. Damit hast du die gewähr das deine Post dort auch angekommen ist und du dank Sendungsverfolgung es im Streitfall auch nachweisen kannst.


Man kann wenn möglich auch die doppelte Sicherheit wählen - zuerst per Fax und dann per Einschreiben -, denn leider behaupten die Empfänger immer öfter das sie Post nicht pünktlich oder gar nicht erreicht haben, was dann gerne zu deinen Lasten ausgelegt wird wie zum Beispiel als fehlende Mitwirkungspflicht nach §§ 60, 66 SGB I was im schlimmsten Fall dann zur Leistungseinstellung führen kann.


Grüße saurbier
 
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