GdB 40 - Gleichstellung mit Schwerbehinderten

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Balkonia

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Hallo zusammen,
derzeit habe ich einen GdB von 40.
Nun, da noch eine weitere Krankheit bzw. Behinderung hinzukommt, möchte ich eine Gleichstellung, mit Schwerbehinderten, beantragen.
Da ich ja, momtan ohne Job bin, eine Reha (medizinisch u. beruflich) bantragt habe, frage ich mich, ob es einen Sinn macht.
Soll ich damit lieber warten, bis ich dann mal wieder einen Job habe?
VG Balkonia
 


Balkonia

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Oft ist das dann, später, ein Vermittlungshemnis.
Andererseits kann man als Schwerbehinderter, andere Förderungen bekommen.
Das müsste man dann auch wohl bei der Reha abklären können.
VG Balkonia
 
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Erstmal muß die Gleichstellung genehmigt werden. Das ist nicht immer selbstverständlich.
 
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ja und? ich muss den ausweis nicht angeben, auch muss ich die 40% nicht angeben.
Wenn ich aber die Vorzüge nutzen will, muss ich diese Prozente doch angeben.
Ich les' immer Vorzüge, Vorzüge............ :icon_twisted:

Ich hab mit GdB 60 den Vorzug, daß mich Unternehmen nicht einstellen u. dafür einen jungen, gesunden Bewerber bevorzugen.

...und die damalige Bewilligung der "Teilhabe am Arbeitsleben" hat mehr geschadet als genutzt. :eek:
 
E

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Gast
natürlich nur, wenn du schon länger in der firma beschäftigt bist (Steuervorteil, mehr Urlaub), einen neuen job wirst du wohl nicht bekommen. es werden gesunde arbeitnehmer gesucht, keine schwerbehinderten :icon_twisted:
Eben! Die TE hat ja im Moment keine Arbeit............:confused:
 

Kerstin_K

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Was soll eigentlich dieses ewige Gerade, dass man mit Ausweis nicht eingestellt wird? Vewrschwindet die Behinderung, wenn man auf den Ausweis verzichtet?

Dafür verzichtet man aber auf seine Rechte.
 

Muzel

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Kerstin, natürlich verschwindet keine Behinderung, wenn man auf den Ausweis verzichtet. Das Problem ist, dass man eine Schwerbehinderung auf Nachfrage angeben muss. Ich habe keine sichtbare Behinderung. Auf Nachfrage habe ich meine Schwerbehinderung angegeben. Dann hat die AGin mich im Vorstellungsgespräch bestimmt 3* gefragt, ob es irgendwelche Gründe gäbe, die meiner Einstellung widersprechen könnten. Auf mein "nein" hat sie mich mit so großen Fragezeichen in den Augen angesehen. Das war wirklich schlimm.
 

Kerstin_K

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Eine gesundheitlich Beeinträchtigung muss man dann angeben, wenn sie Einfluss auf die Arbeit haben kann, das gilt unabhängig vom Schwerbehindertenausweis.

Allerdingswürde ich mir als Arbeitgeber schon verarscht vorkommen, wenn der Schwerbehindertenausweis dann sozusagen nachgereicht wird. Für mich ist das auch eine Sache des Vertrauens. Ein Arbeitgeber, der mich wegen einer Behinderung, die keinen Einfluss auf meine Arbeitsleistung hat, nicht einstellt, der ist eh nicht der richtige Vertragspartner für mich.

Mein Motto: Mich und meine Behinderung, uns gibt es nur im Doppelpack.
 
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Ein Arbeitgeber, der mich wegen einer Behinderung, die keinen Einfluss auf meine Arbeitsleistung hat, nicht einstellt, der ist eh nicht der richtige Vertragspartner für mich.
Nur sind die AG am längeren Hebel :icon_twisted:. Die haben eine große Auswahl an gesunden Arbeitnehmern.
 

Kerstin_K

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Nur sind die AG am längeren Hebel :icon_twisted:. Die haben eine große Auswahl an gesunden Arbeitnehmern.
Stimmt schon Citroni, da muss halt jeder für sich entscheiden, wie weit er sich verbiegen will.

Ich sage z. B. immer, ohne meine Behinderung wäre ich ein ganz anderer Mensch. Und man entwickelt ja auch andere Fähigkeiten, Problemlösungstechniken z. B. Dass sind Dinge, die man im Gespräch mit einem ernsthaft interessierten Arbeitgeber in die Waagschale werfen kann.

Ich will mal ein Beispiel nenenen: Ich war lange Zeit im Büro u. a. auch für Reiseplanung zuständig. Als Rollstuhlfahrerin bin ich es gewohnt, Umsteigezeiten grosszügig zu planen, und ich gehe gut informiert auf Reisen, dass heisst, ich weiss, auf welchem Gleis der Anschlusszug fährt, hab die Telefonnummer der örtlichen Taxizentrale in der Tasche...Solche Kelinigkeiten sind für Rollifahrer fast lebenswichtig. Unbewusst habe ich die Reisen für meine Kolegen genauso grosszügig geplant. Am Anfang haben die Sekraetariatskolleginnen das als einen Tick von mir abgetan. Aber die reisenden Kollegen wussten diesen Service, der, wenn man einemal raus hat, wie man das angeht, nicht mehr Zeit kostet, zu schätzen...
 

Muzel

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Kerstin, du musst deine Behinderung überhaupt nicht angeben, weil sie offenkundig ist. Jeder kann deinen Rolli sehen und weiß dann, dass deine Fortbewegungsfähigkeit eingeschränkt bist. Ich habe eine unsichtbare Behinderung, welche zu Spekulationen verleitet. Meine AGin wollte doch so gern wissen, was ich habe. Wenn ich ihr dies gesagt hätte, hätte sie mich mit 100%iger Sicherheit nicht genommen. So habe ich über meine Erkrankung geschwiegen, was mein gutes Recht ist, da ein Zusammenhang zwischen der angestrebten Tätigkeit und meiner Behinderung nicht vorliegt. Der einzige Trost, der mir bleibt ist, dass ich ihr nicht meine Erkrankung auf die Nase gebunden habe. Einen verächtlichen Gesichtsausdruck hätte ich nicht so schnell weg gesteckt.
 

Kerstin_K

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Muzel,

ich kann Dich gut verstehen. Das musss man halt in jedem Einzelfall entscheiden.

Ich kann Dir aber aus Erfahrung berichten, dass es in derr Praxis einen Haufen Leute gibt, die glauben, wenn die Beine nicht so ganz funktionieren, dann tut es auch der Kopf nicht.

Ich habe gelernt, damit umzugehen. Ein verächtlicher Gesichtsausdruck schockt mich schon lange nicht mehr. Neulich begegnete mir in der Strassenbahn ein junges paar, die es vorzogen, auszusteigen, als ich in den Wagen hineinkam. SIe hatten keine Lust, mit enem Behindi zusammen zu fahren. Meine Antwort: "Um so besser, dann habe ich mehr Platz zum Rangieren."
 
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Wenn man Arbeit hat, okay, dann gibt's paar Tage Urlaub mehr usw.

Aber diese Vorzüge oder Vorteile mit SBA, wo bitte schön, sollen denn die sein? :icon_neutral:
 

Muzel

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Kerstin, ich habe bisher abfällige Äußerungen gegenüber Rollifahreren gehört, dass man ihnen abgesprochen hat, eine Ausbildung anzufangen, weil sie gar nicht in der Lage seien, eine Arbeit zu finden.
Ich selbst habe eine psychische Behinderung und das wird von vielen Mitmenschen mit einer geistigen Behinderung gleichgesetzt, wenn es nicht gar schlimmer ist.
Kohldampf, natürlich gibt es viele Menschen mit Behinderung, die sich in regulären Arbeitsverhältnissen befinden. Dies ist gar keine Frage. Aber wenn man eine stigmatisierende Erkrankung hat und sich bewirbt und dann ängstlich ist, dass man außer einer abfälligen Bemerkung nichts zu erwarten hat, ist es schrecklich, wenn man sich bewerben muss.
 

Doppeloma

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Hallo Balkonia,

Da ich ja, momtan ohne Job bin, eine Reha (medizinisch u. beruflich) bantragt habe, frage ich mich, ob es einen Sinn macht.
Warte den Bescheid zur medizinischen Reha ab, wird einer beruflichen (zur Klärung deiner Leistungs-/Belastungsfähigkeit) mit Sicherheit vorgeschaltet.
Wenn du dann in der medizinischen Reha-Maßnahme bist, hast du dort die Möglichkeit das Thema mit einem Sozialarbeiter zu besprechen.

Bei mir wurde der Verschlimmerungs-Antrag dann direkt von dort aus an das Versorgungsamt geschickt (hatte vorher GdB 30, der dann auf GdB 40 erhöht wurde), der Reha-Bericht wurde da wohl auch mitgeschickt.

Eine Gleichstellung zu erhalten ist sehr schwierig wenn man arbeitslos ist, ich hatte einen Job und bekam sie relativ problemlos schon mit dem GdB 30.

Sie bewirkt hauptsächlich, dass der Kündigungsschutz dem eines Schwerbehinderten entspricht (das Integrationsamt muß zustimmen!) und man bei der AfA in der Reha-Abteilung betreut wird, falls es doch zu einer Entlassung kommt.

5 Tage mehr Urlaub gibt es nur bei "echter" Schwerbehinderung mit mindestens GdB 50, aber dazu muß ja auch ein Job vorhanden sein.
Ob die Gleichstellung hilft oder eher hinderlich ist bei der Jobsuche kann ich nicht beurteilen, denn ich bin immer noch in meiner Firma angestellt, kann diese Arbeit aber nicht mehr machen und warte (hoffe) auf einen Bescheid zur EM-Rente.


MfG Doppeloma
 
E

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Gast
Ob die Gleichstellung hilft oder eher hinderlich ist bei der Jobsuche kann ich nicht beurteilen...
Die BA wird es wahrscheinlich als eher hinderlich sehen u. das sagt ja immerhin auch was darüber aus, wie man auf offizieller Seite die Chancen (Stichpunkt: Vorzüge) der schwerbehinderten Erwerbslosen auf dem Arbeitsmarkt sieht.

:confused:

.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,

ich bekam die Gleichstellung trotz Arbeitslosigkeit sofort genehmigt.

Einfach mal probieren!

Grüße
Arbeitssuchend
 


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