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Seelenstaub2013

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Hallo alle zusammen, ich bin ganz neu hier im Forum und kenne mich mit dem ganze Thema noch garnicht wirklich aus... Allerdings habe ich ein großes Problem wodurch ich mich quasi zwingend mit diesem Thema auseinander setzen muss...

Zur Zeit bin ich 22 und mache gerade mein Abitur nach, wie es danach weiter gehen soll weiß ich nicht. Es fällt mir jetzt schon extrm schwer überhaupt regelmäßig in die Schule zu gehen, den an manchen Tagen fühle ich mich so schlecht (körperlich oder seelisch oder eben beides auf einmal) das ich nicht mal die Wohnung verlassen kann.

Ich befinde mich seit einigen Wochen in Therapeutischer Behandlung was aber alles irgendwie nur noch schlimmer macht, da alles wieder aufgekocht wird... Als Kind wurde ich von meiner 4 Jahre älteren Schwester über mehrer Jahre hinweg sexuell Missbraucht... Meine andere Schwester die 5 Jahre älter ist hat mich bis zu meinem 14 Lebensjahr (ab da war ich stark genug mich zu wehren, vorher war ich Körperlich einfach unterlegen) ständig körperlich und psychisch Misshandelt wenn ich nicht getan hab was sie wollte, z.B. die Wohnung auf räumen oder so etwas in der Art damit sie nachher das Lob bei meinen Eltern einstreichen konnte usw... In der Schule war ich immer sehr introvertiert und zurückhaltend, eben so richtig in der Opferrolle fest gefahren, so das ich dort auch gemobbt und ausgegrenzt wurde. Mit 14 habe ich angefangen mich selbst zu verletzen und auch sehr viel über Selbstmord nachgedacht bzw. es auch einmal versucht.

Seit dem ich denken kann leide ich unter Depressionen, Angstzuständen, Sozialer Phobie, Minderwertigkeitskomplexen usw... Hinzu kommen körperliche Probleme wie Schlafstörungen, chronische Migräne Attacken, Magenprobleme usw... Ich würde wirklich gerne nach dem Abitur eine Ausbildung machen und Arbeiten gehen, aber in meinem 2 bisher abgebrochenen Ausbildungen bin ich immer nach kurzer Zeit unter der für mich starken seelischen Belastungen zusammen gebrochen und wurde auch körperlich krank weil mein Immunsystem nach langen versuchen meine seelischen Probleme zu ignorieren resigniert hat.

Auch jetzt im Abitur brauche ich immer wieder Auszeiten in denen ich zuhause bleibe weil ich einfach nicht mehr kann obwohl ich so gerne möchte. Nun stellt sich mit einfach die Frage was für eine Chance ich später im Berufsleben überhaupt habe? Welche Arbeitgeber stellt den jemanden ein der regelmäßig wegen Schlafstörungen, Sozialer Phobie, Depressionen oder Migräne Attacken fehlt? Ich will wirklich Arbeiten gehen aber ohne diese "Pausen" zwischendurch schaffe ich es einfach nicht...

Bin ich ein Fall für die Erwerbsunfähigkeit? Gibt es vielleicht spezielle Arbeitsplätze für Leute wie mich wo man sich die Zeit frei einteilen kann und man Verständnis hat wenn ich mal nicht so kann wie ich gerne möchte? Ich habe schon darüber nachgedacht, wenn ich es dann überhaupt darf und den Kriterien entspreche, mich Erwerbsunfähig oder wie man das nennt schreiben zu lassen und dann Ehrenamtliche Tätigkeiten zu machen, irgendwo wo man meine Situation versteht und ich meine Zeit frei Einteilen kann. Wie gesagt ich will wirklich Arbeiten und etwas tun, aber ich kann einfach nicht immer so wie das heutzutage gefordert wird... :frown:

Hat von euch vielleicht jemand eine Idee was ich jetzt tun könnte? Die Therapie möchte ich auf jeden Fall weiter machen, ich denke auch das sie mir hilft, aber weg gehen werden diese Folgeerkrankungen wohl nie ganz wie mir gesagt wurde, man kann nur lernen halbwegs damit um zu gehen und sich Zeit für sich zu nehmen wenn man diese Brauch (was in der Arbeitswelt wohl ein großes Problem darstellen dürfte...). Wie gesagt ich kenne mich überhaupt nicht aus, aber ich hab furchtbare angst irgendwann mittellos auf der Straße zu sitzen und nicht zu wissen wo von ich leben soll, ich hab das doch so auch alles nicht gewollt...

Liebe Grüße

Seelenstaub2013
 

Stine

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Hallo Seelenstaub,

zu deiner Frage, ob du evtl erwerbsunfähig bist bzw. die Kriterien erfüllst, kann ich dir leider nicht weiterhelfen. Aber ich denke, es gibt sicher noch kompetente Antworten vom Forum.

Beim Lesen ist mir deine Idee der ehrenamtlichen Tätigkeit in Erinnerung geblieben. Ich musste an den Bundesfreiwilligendienst denken, bei dem jungen Erwachsene zwischen Schule und Beruf für 6 Monate bis zu einem Jahr sich ehrenamtlich in einem Projekt engagieren, was sie interessiert (Kultur, soziales, Naturschutz, Tierschutz, etc.). Man bekommt freie Unterkunft, Verpflegung und Taschengeld. Du hättest die Möglichkeit dir etwas auszusuchen was dir Spaß macht und wärst noch nicht sofort in Ausbildung oder Studium. Ich vermute die Erwartungen und das Miteinander ist evtl. noch etwas weniger leistungsfordernd als bei der durchschnittlichen Ausbildung. Idealerweise bliebe mehr Kraft für Dich, die Therapie und deine persönliche Entwicklung.
Keine Ahnung ob dies etwas für dich wäre und falls ja unter welchen Bedingungen.

Vielleicht hat dein Therapeut oder deine Therapeutin auch noch eine Idee zu einer guten Arbeitsmöglichkeit für dich, wo man für dich und deine Situation Verständnis hat.

Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute !!!!

P.S.: allein schon weil du Abi machst und eine Therapie angefangen hast, wundert es mich nicht, dass du pausen brauchst. Das ist ein ganz schön heftiges Programm, was Du gerade leistest.

Herzliche Grüße,
Stine
 

Doppeloma

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Hallo Sternenstaub,

es tut mir sehr leid was du in deinem jungen Leben schon alles erleiden mußtest und deine gesundheitlichen Probleme sind da total nachvollziehbar...

Leider ist es aber auch so, wie du es schon selber festgestellt hast in dieser Gesellschaft nicht einfach Verständnis dafür zu finden, wenn man nicht wie erwartet "funktioniert" in der Arbeitswelt ... :icon_neutral:

Bin ich ein Fall für die Erwerbsunfähigkeit? Gibt es vielleicht spezielle Arbeitsplätze für Leute wie mich wo man sich die Zeit frei einteilen kann und man Verständnis hat wenn ich mal nicht so kann wie ich gerne möchte? Ich habe schon darüber nachgedacht, wenn ich es dann überhaupt darf und den Kriterien entspreche, mich Erwerbsunfähig oder wie man das nennt schreiben zu lassen und dann Ehrenamtliche Tätigkeiten zu machen, irgendwo wo man meine Situation versteht und ich meine Zeit frei Einteilen kann. Wie gesagt ich will wirklich Arbeiten und etwas tun, aber ich kann einfach nicht immer so wie das heutzutage gefordert wird...

Ich versuche mal diesen Teil deines Beitrages zu beantworten, ob du einen Anspruch auf eine Rente wegen Erwerbsminderung hättest, das kann dir nur die Renten-Versicherung (DRV) mitteilen, denn üblicherweise muss man dafür schon eine gewisse Zeit Beiträge entrichtet haben.

Es gibt aber auch Ausnahmen, die sehr speziell sind und hier im Forum nicht geklärt werden können.

Mach dir bitte mal einen Termin bei einer offiziellen Beratungsstelle der Renten-Versicherung, die können dir dazu (kostenfrei) Auskunft geben, anhand deiner ganz persönlichen Daten und werden dir sagen können, welche Unterlagen du dort vorlegen sollst, damit das geprüft werden kann.

Hast du schonmal an einen Antrag (beim Versorgungsamt) für einen Schwerbehinderten-Ausweis gedacht, das ist keine Bedingung für eine solche Rente, aber das könnte dir hilfreich sein einen geschützen Arbeitsplatz zu finden.

Da wäre z.B. das örtliche Integrationsamt zuständig, vielleicht gibt es auch einen Schwerbehinderten-Beauftragten bei dir in der Nähe ...ich weiß das hört sich erstmal ganz schlimm an, aber man ist eben nicht nur mit körperlichen Gebrechen behindert, das gilt genauso wenn man schwer psychisch krank ist.

Du solltest dir auf jeden Fall Fachkundige Hilfe /Berater bei dir vor Ort suchen, vielleicht mal den sozialpsychiatrischen Dienst deiner Krankenkasse ansprechen, möglicherweise kennt auch deine Therapeutin noch Ansprechpartner vor Ort.

Eine Tätigkeit wo man sich die Zeit nach dem eigenen Befinden einteilen kann, wirst du im regulären "allgemeinen Arbeitsmarkt" (als abhängig Beschäftigte) eher nicht finden können ...:icon_kinn:, manche sehen dann in einer Selbstständigkeit "ihr Heil" der "freien Zeiteinteilung", aber das ist auch ne Menge Stress und zusätzliche Bürokratie.

Die Anfangszeit (Aufbau einer selbstständigen Tätigkeit) ist eher von Mehrarbeit und schneller "Überforderung" geprägt, wenn man gesundheitlich schon (schwer) angeschlagen ist, sehe ich persönlich das nicht als gangbaren Weg an.

Ich vermag nichtmal eine "Behinderten-Werkstatt" als Möglichkeit sehen, denn dort wird inzwischen auch oft mehr Leistung erwartet als Mancher bringen kann... es ist leider sehr schwierig aktuell im beruflichen Bereich Verständnis für gesundheitliche Unzulänglichkeiten zu bekommen, die AG dafür dürften eher eine ganz seltene Ausnahme sein.

Ich persönlich kenne Keine, in meiner Firma lief es auch nur solange gut, wie ich den Anforderungen gewachsen war, manchmal bin ich froh schon so ALT zu sein, dass ich mir darum jetzt (mit EM-Rente) keine weiteren Gedanken mehr machen muss.

Eine EM-Rente kann /wird sicher in deinem Alter noch nicht die endgültige Lösung sein, könnte dir aber vielleicht die Zeit und die Ruhe verschaffen, die du brauchst, um mit Hilfe deiner Therapie vielleicht auf Dauer etwas besser mit dem Leben zurecht zu kommen.

Solltest du einen Anspruch haben auf Rente wegen Erwerbsminderung (Rente wegen Erwerbsunfähigkeit gibt es nicht mehr), dann wird die üblicherweise sowieso nur (bis zu 3 Jahre) befristet bewilligt und dann geprüft, ob eine Verlängerung notwendig ist.

Auch zur Höhe einer (eventuellen) EM-Rente kann man dir bei der DRV-Beratung was sagen, ansonsten bleibt wohl nur die Sozial-Hilfe (SGB XII) wenn du keinen Anspruch hast und /oder nicht genug Rente bekommen würdest.

Zum Bundesfreiwilligendienst kenne ich mich nicht aus und für Ehrenämter wird man leider nicht versicherungspflichtig bezahlt ...

MfG Doppeloma
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Seelenstaub,

herzlich willkommen. hier sind noch mehrere (u.a meine Wenigkeit) mit einer ähnlichen Lebensgeschichte wie deiner.

was mir gerade zum Abitur noch eingefallen ist, es gibt da noch den Nachteilsausgleich aufgrund Krankheit oder Behinderung. da hättest du für die Prüfungen mehr Zeit. deine Therapeutin sollte dich da unterstützen, da du ja krankheitsbedingt diese Nachteile hast.

und ich finde du solltest dich erstmal darauf konzentrieren, wieder gesünder zu werden, weil sonst kann es passieren, das sich alles verfestigt und irgendwann kommt der Zusammenbruch oder es ist ein schleichender und sich verschlechternder Prozess. ich schreibe dir das, weil ich (ich bin fast 50) genau das nicht gemacht hatte, bzw. nicht machen konnte, und nun seit langen praktisch gesundheitlich am Ende bin.
Deine Gesundheit und Du selbst sind erstmal das Wichtigste!
 

Seelenstaub2013

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Danke erst einmal für eure Antworten!

Leider bin ich sehr Ortsgebunden und kann auch meine Wohnung nicht einfach aufgeben da ich schon zusammen mit meinem Freund wohne, den möchte ich natürlich nicht verlassen. Und selbst wenn ich eine Stelle in meiner nähe finden würde wird das Geld das ich beim Bundesfreiwilligendienst verdiene nicht ausreichen um meine Kosten abzudecken :frown: Habe vor ein paar Jahren mal mit meinem Berufsberater darüber gesprochen als ich noch Ausbildungssuchend war und ich meine man bekommt im Höchstfall so um die 300 Euro, allein die würden schon für die Miete drauf gehen...

Ich will mich ja wirklich nicht durch schmarotzen, ganz im Gegenteil, ich schäme mich sogar sehr dafür überhaupt danach zu Fragen ob mir was vom Staat zu steht bzw. das ich von Geld leben soll das andere hart erarbeitet haben und dem Staat für Leute wie mich abgeben müssen... Gerade deshalb versuch ich auch wirklich alles mögliche, um so viel Leisten zu können wie es eben nur geht, aber zum leben wird das wie ich befürchte nicht reichen und Arbeitgeber werden das wohl auch nicht lange dulden :/ Deshalb auch das mit der Ehrenamtlichen Tätigkeit, ich möchte so viel wie möglich tun, aber eben in einem Bereich in dem ich nicht direkt raus Geschmissen werde und Mittellos auf der Straße stehe wenn es mir häufiger schlecht geht, sondern wo man sich freut das ich überhaupt da bin und helfe. Ich möchte halt irgendwie gebraucht werden, aber die Arbeitswelt da draußen braucht Menschen wie mich nicht, die brauchen Menschen die einfach auf abruf "Funktionieren"...

Am Donnerstag habe ich den nächsten Termin bei meinem Therapeuten, ich versuch ihn mal vorsichtig drauf an zu sprechen das ich mir Sorgen um die Zukunft mache und in wie fern mir was "zusteht". Bisher habe ich mich ehrlich gesagt nicht getraut, ich will nicht das er nachher denkt ich erzähl ihm irgendwelche Geschichten nur weil ich zu faul bin arbeiten zu gehen, solche soll es ja leider auch geben... Leider werde ich wohl eben nie mehr ganz gesund werden, ich kann nur mit der Zeit lernen besser mit den Dingen umzugehen. Ich würde mich sehr freuen wenn ich irgendwann doch noch belastbar genug bin um eine normale Tätigkeit auszuüben, aber bis dahin wird wohl noch eine Zeit vergehen, auch mein Therapeut meinte das das ein langer und schwieriger Prozess ist an dem man vielleicht sogar sein ganzen Leben lang zu arbeiten hat. Aber ich werde nicht aufgeben, ich will versuchen zu tun was ich kann, nur Finaziell absichern muss ich mich nun mal auch, auch wenn ich meinen Lebensunterhalt lieber selbst bestreiten würde.

Liebe Grüße

Seelenstaub2013
 

Muzel

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Du hast schon viele nützliche Tipps bekommen.
Wegen des Abis hast du Ansprüche auf Nachteilsausgleich, die du nutzen solltest und solltest du studieren wollen, hast du die Möglichkeit mit Nachteilsausgleichen ein Studium zu bewerkstelligen. Fast jede Uni hat Hinweise zum Studieren mit Behinderung und einen Behindertenberater. Danach könntest du über eine Stelle im öffentlichen Dienst nachdenken. Da sollte auf deine Behinderung auch Rücksicht genommen werden.
 

Seelenstaub2013

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Wegen des Nachteilsausgleichs werde ich mich auch mal schlau machen bzw. morgen mal in meiner Schule nach Fragen wie das bei denen überhaupt anerkannt wird.

Habe vorhin noch etwas anderes gelesen was mich interessieren würdeund zwar das man für die Zeit nach dem 17 Lebensjahr in der man noch zur Schule gegangen ist freiwillig Beiträge in die Rentenkasse nach zahlen kann? Wenn ich das tun würde, würde das dann als diese benötigten 5 Jahre anerkannt werden? Und weiß jemand wie teuer das dann ungefähr wäre das dann nach zu zahlen? Ich bin von 2008 bis 2010 auf einem Berufskollege gewesen um meine Fachoberschulreife nach zu machen, da war ich schon 17 und seit 2012 mache ich mein Abitur das geht bis 2015, das wären ja dann eigentlich 5 Jahre?

Fragen über Fragen... :confused: Alles totales Neuland für mich, danke für eure Hilfe, alleine würde ich mich kaum zurecht finden.
 

Muzel

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Mir hat die DRV-Beratungsstelle gesagt, dass man nur freiwillige Abgaben im Zusammenhang mit einem 400 Euro Job leisten kann.
 

Seelenstaub2013

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Hab dazu gerade noch folgendes Gefunden auf so einer Seite für Renten Tipps.

Für Zeiten eines Schul-, Fachschul- oder Hochschulbesuchs nach dem vollendeten 16. Lebensjahr, die nicht als Anrechnungszeiten berücksichtigt werden (weil sie z. B. über die gesetzliche Höchstdauer von drei Jahren hinausgeht oder vor dem 17. Geburtstag liegen), können auf Antrag freiwillig Beiträge nachgezahlt werden. Der Antrag ist beim Rentenversicherungsträger zu stellen. Man muß allerdings zur freiwilligen Versicherung berechtigt sein. Kommt einer große Nachzahlungssumme zustande, kann eine Teilzahlung beantragt werden.



Stellt sich bei einem unerwartet eintretenden Rentenfall heraus, daß die Zeiten, für die Beiträge nachgezahlt worden sind, aufgrund von Übergangsregelungen doch noch als Anrechnungszeiten zu berücksichtigen sind, werden die Beiträge erstattet.



Der Antrag kann nur bis zu 45. Geburtstag gestellt werden. Personen, die aus einer Beschäftigung ausscheiden, in der sie versicherungsfrei waren und für die sie nachversichert werden, sowie Personen, die aus einer Beschäftigung ausscheiden, in der sie von der Versicherungspflicht befreit waren, können den Antrag auch innerhalb von sechs Monaten nach Durchführung der Nachversicherung oder nach Wegfall der Befreiung stellen.



Man kann einen beliebigen Monatsbeitrag zwischen dem Mindestbeitrag (79.60 EUR im Monat) und dem Höchstbeitrag (1054.70 EUR im Monat) wählen. Hierbei wird nicht zwischen alten und neuen Bundesländern unterschieden.

Kennt sich damit zufällig jemand aus?
 

ethos07

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- Der Rat, dass du dir das bei der nächsten DRV-Beratungsstelle alles ganz genau erklären lassen solltest, ist sicher richtig.

Anders als im Jobcenter wirst du bei der DRV auch noch ehrlich beraten und die Berater kennen sich auch aus.

Berichte uns dann bitte, was sie zu deinen Fragen dort meinten!

Nachfragen kannst du solche Auskünfte auch unter:
Forum - ihre-vorsorge.de

- Noch eine Idee, um dich über Wasser zu halten: Bei entsprechenden Institutionen , Beratungsstellen o.ä. für psychisch Kranke persönlich direkt nachfragen, ob sie für dich z.B. als studentische Hilfskraft rgeneinen Nebenjob haben, den du bewerkstelligen kannst.
Bei solchen Arbeitgebern kannst du auch offen deine psychische Behinderung mitteilen.
Manchmal gibt es ja Archivarbeiten zu erledigen oder ähnliches, wo man auch mal kurzfristig ohne Schaden für den Arbeitgeber ausfallen kann.


- Wenn du uns deine Stadt/Region mitteilen magst, hat dann vielleicht auch jemand noch den einen oder anderen Tipp, wie mensch dort am besten einen mit deiner Behinderung ausführbaren Job findet.
 
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