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Gabriel will Hartz IV ändern

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mercator

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#2
Verlogenes Pack. Wer deren Oppositionsgetöse glaubt, ist lebst schuld.
 
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Gast
#4
Die haben doch nach ihrer Niederlage gesagt, sie werden alles tun, um die nächste Wahl zu gewinnen. Nun, sie tun es. Lügen gehört zum Programm.
 

Hotti

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#5
Und ausserdem sollen sie den Mist abschaffen und nicht ändern.
 
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Gast
#6
Wenn jemand 20 Jahre lang gearbeitet hat, dann unverschuldet arbeitslos wird und nach zwölf Monaten nur so viel Geld bekommt, wie einer, der nie gearbeitet hat,
dann wäre es wieder eine "Drei-Klassen-Gesellschaft" wie vor Hartz 4, denn da gab es auch ALG 1, ALHI und Sozialhilfe, auch wenn in der Sozialhilfe viele waren, die vorher auch gearbeitet haben, ebenso gab es in der ALHI einige, die nicht so lange gearbeitet haben..
 

klaus1233

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#7
Damals bei Schröder und dann danach habe ich nur Ottmar Schreiner als Kritiker wahrgenommen von Hartz IV, keinen Gabriel.

Wie Opposition doch das Denken und die Erkenntnisgewinnung beflügeln kann!
 

holly8

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#8
dann wäre es wieder eine "Drei-Klassen-Gesellschaft" wie vor Hartz 4, denn da gab es auch ALG 1, ALHI und Sozialhilfe, auch wenn in der Sozialhilfe viele waren, die vorher auch gearbeitet haben, ebenso gab es in der ALHI einige, die nicht so lange gearbeitet haben..
Wäre das denn so schlimm? Habe das allerdings nie so gesehen wie du.
 
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#9
Wäre das denn so schlimm? Habe das allerdings nie so gesehen wie du.

Kommt dann eher darauf an, wie die das umsetzen.

Würde "einer der 20 Jahre gearbeitet hat" mehr bekommen, oder die Anderen dann weniger?

Bekommen dann die Leute, die "noch nie" oder "noch keine 20 Jahre gearbeitet" haben, dann eher eine Chance, diese Zeit zu erarbeiten, oder werden nur die "Langzeiterwerbstätigen" gefördert?

Von einer Gleichbehandlung wäre dann aber keinesfalls mehr die Rede.
 

Henrik55

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#10
Da sollen wir noch gegeneinander ausgespielt werden. Derjenige der 20 Jahre arbeiten und normal Leben konnte ist auch nicht schlechter dran als einer der niemals eine feste Anstellung bekommen hat.
 

holly8

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#11
Kommt dann eher darauf an, wie die das umsetzen.
Das alte System vor H4 war doch nicht schlecht, wenn sich jetzt rausgestellt hat, dass die Änderung nichts brachte.

Würde "einer der 20 Jahre gearbeitet hat" mehr bekommen, oder die Anderen dann weniger?
Nein, aber er würde wieder Arbeitslosenhilfe bekommen und nicht wie heute H4. Für diese Menschen ein himmelweiter Unterschied.

Bekommen dann die Leute, die "noch nie" oder "noch keine 20 Jahre gearbeitet" haben, dann eher eine Chance, diese Zeit zu erarbeiten, oder werden nur die "Langzeiterwerbstätigen" gefördert?

Von einer Gleichbehandlung wäre dann aber keinesfalls mehr die Rede.
Was genau war denn am alten System so schlecht? Wer nicht arbeiten konnte, der bekam Sozialhilfe, die anderen ALG1 und Arbeitslosenhilfe. Wo ist da eine Ungleichbehandlung? Und wer noch die gearbeitet hatte, der bekam in der Sozialhilfe sofort ein Arbeitsangebot.
Für mich ist H4 ein Betrug der Arbeitslosenversicherung, sonst nichts weiter.
 
E

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Gast
#12
Was genau war denn am alten System so schlecht? Wer nicht arbeiten konnte, der bekam Sozialhilfe, die anderen ALG1 und Arbeitslosenhilfe. Wo ist da eine Ungleichbehandlung? Und wer noch die gearbeitet hatte, der bekam in der Sozialhilfe sofort ein Arbeitsangebot.
Für mich ist H4 ein Betrug der Arbeitslosenversicherung, sonst nichts weiter.

Nicht nur, es gab auch "erwerbsfähige" Sozialhilfeempfänger, die aus irgendeinem Grund in die Sozialhilfe gefallen sind (z. B. 2 Mal 12 Wochen Sperre und schon war man weg, oder man hatte eben keinen Anspruch auf ALHI, weil die Voraussetzungen gefehlt hatten.). Im BSHG gab es damals auch schon sog. Ein-Euro-Jobs, aber kaum bis keine Weiterbildung.

In der ALHI gab es auch Sperren, die es zu 100% gab, dann musste man eben solange Sozi beantragen, aber es gab im ALHI Umschulungen, Weiterbildungen (oder wie die sich nannten) und anderes.

Wer mal aus dem ALHI-Bezug war, kam dann auch nur sehr schwer wieder aus der Sozialhilfe.

War vielleicht doch der einzige "gute" Effekt, als man beide zusammenlegte.

Ich hatte mich damals öfters mit dem BSHG (Bundessozialhilfegesetz) befassen müssen, um anderen etwas helfen zu können.
 
E

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Gast
#13
Die sPD hatte zwei Möglichkeiten:


  • Hartz IV nicht per Gesetz zu verordnen.
  • Während der großen Koalition die Hartzgesetze abzuschaffen.

Beides hat sie nicht gemacht, befindet sich derzeit in der Opposition und kann alles und jedes fordern. Die sPD weiß, dass sie sich mit Hartz ins politische Abseits gestellt hat, und möchte nun wieder Boden gewinnen. Und was eignet sich da mehr, als irgendwelche Änderungen der Hartzgesetze zu fordern? Das ist populär und sorgt für positive Schlagzeilen, die die sPD unbedingt braucht. Nicht zu vergessen, dass nächstes Jahr in NRW Wahlen sind, und die sPD würde sich doch zu gern dort wieder flächendeckend ausbreiten, nachdem sie ihr Land der Stammwähler verloren hat, welches nun Rüttgers beherrscht, der bereits 2006 genau die gleiche Forderung vom Stapel gelassen hat, dass jemand der x Jahre gearbeitet hat, länger Alg I bekommen sollte, als der, welcher nie/kaum arbeitete.
Rüttgers will ALG I länger zahlen - heute.de Nachrichten

Hartz IV gehört abgeschafft. Ohne wenn und aber. Stattdessen sollte es wieder die Sozialhilfe und das Alg geben. Doch dazu bedarf es die Einsicht der verantwortlichen Politiker, dass es nie wieder Arbeit für alle Menschen geben wirs, ganz egal wie sehr man die Elos gewaltsam (auf)fordert sich in den Niedriglohnsektor zu (be)fördern.
Aber ich sehe weder in Gabriel noch Rüttgers jemanden, der wirklich ernsthafte Absichten hat, dieses perfide System zu beenden. Lediglich die weitere Spaltung der Erwerbslosen würde massiv vorangetrieben, wenn die Vorschläge dieser beiden Politmarionetten durchgesetzt würden.

LG :icon_smile:
 
E

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Gast
#14
Nicht nur, es gab auch "erwerbsfähige" Sozialhilfeempfänger, die aus irgendeinem Grund in die Sozialhilfe gefallen sind (z. B. 2 Mal 12 Wochen Sperre und schon war man weg, oder man hatte eben keinen Anspruch auf ALHI, weil die Voraussetzungen gefehlt hatten.). Im BSHG gab es damals auch schon sog. Ein-Euro-Jobs, aber kaum bis keine Weiterbildung.

In der ALHI gab es auch Sperren, die es zu 100% gab, dann musste man eben solange Sozi beantragen, aber es gab im ALHI Umschulungen, Weiterbildungen (oder wie die sich nannten) und anderes.

Wer mal aus dem ALHI-Bezug war, kam dann auch nur sehr schwer wieder aus der Sozialhilfe.
War vielleicht doch der einzige "gute" Effekt, als man beide zusammenlegte.
meiner Meinung nach war der Effekt, just der Scheitelpunkt der in diese, oder jene Richtung hätte führen können. Es war ja so, dass die Sozialhilfeempfänger tatsächlich etwas profitierten, die AloHi aber genau zur selben Zeit auf etwas herabstürzten, was sie in dieser Form noch nicht kannten. Und diese waren klar in der Mehrheit.

Es wurde also die Masse nach unten gedrückt um eine größere Masse zu erzeugen, die dann auch besser von Nachfolgeregierungen als Gesamtpaket missachtet werden konnte. Ich schätze nicht mal mit Absicht. Es wäre besser gewesen einen Effekt des Hebens zu schaffen. Im Ergebnis war es aber eine Senkung des Gesamtniveaus. Die Sozialhilfe war genauso, natürlich bis auf Sachoptionen (Schrank Kühlschrank so wichtig für das Leben) veranlagt, wie das was aus dem Hartz Dingens geworden ist.

Es machte hoffnungs freud und manchmal auch Obdachlos, wenn man zu lange auf diese Willkürleistung angewiesen war. Dort war das Experimentierfeld angesiedelt. Und jetzt wird bei Bürgern mit Migrantionshintergrund experimentiert, was dann an der größeren Masse in der Folge auch noch exerziert wird.

Es wird meiner Meinung nach Zeit das Niveau der gesamten Unterschicht nahe an die Mittelschicht zu bringen. Die jetzige große Masse könnte ja ebenso gut als Chance verstanden werden. Nicht als Ballast. Die Leihbuden die die SPD als neue Mitte fälschlich deklarierte, vielleicht in einer Hoffnung, machte die mittlere Unterschicht kleiner. Es war ja auch so, dass die "christlichen Gewerkschaften" dazu beitrugen. Doch jetzt ist die SPD raus aus der Regierung und kann diese Chance nicht nutzen. Die bittere Ironie des Schicksals bringt uns aber auch nicht weiter. Vielleicht aber hebt sich ja trotzdem was. Aus der Gesellschaft heraus. Equal Pay wäre ein Dammbruch aber ich glaube das kommt nicht, weil es irgendwie nie gelingt, wenn es besser für die Menschen wäre, die auf ihre Arbeitskraft angewiesen sind.
 
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#15
meiner Meinung nach war der Effekt, just der Scheitelpunkt der in diese, oder jene Richtung hätte führen können. Es war ja so, dass die Sozialhilfeempfänger tatsächlich etwas profitierten, die AloHi aber genau zur selben Zeit auf etwas herabstürzten, was sie in dieser Form noch nicht kannten. Und diese waren klar in der Mehrheit.

Es wurde also die Masse nach unten gedrückt um eine größere Masse zu erzeugen, die dann auch besser von Nachfolgeregierungen als Gesamtpaket missachtet werden konnte. Ich schätze nicht mal mit Absicht. Es wäre besser gewesen einen Effekt des Hebens zu schaffen. Im Ergebnis war es aber eine Senkung des Gesamtniveaus. Die Sozialhilfe war genauso, natürlich bis auf Sachoptionen (Schrank Kühlschrank so wichtig für das Leben) veranlagt, wie das was aus dem Hartz Dingens geworden ist.

Es machte hoffnungs freud und manchmal auch Obdachlos, wenn man zu lange auf diese Willkürleistung angewiesen war. Dort war das Experimentierfeld angesiedelt. Und jetzt wird bei Bürgern mit Migrantionshintergrund experimentiert, was dann an der größeren Masse in der Folge auch noch exerziert wird.

Es wird meiner Meinung nach Zeit das Niveau der gesamten Unterschicht nahe an die Mittelschicht zu bringen. Die jetzige große Masse könnte ja ebenso gut als Chance verstanden werden. Nicht als Ballast. Die Leihbuden die die SPD als neue Mitte fälschlich deklarierte, vielleicht in einer Hoffnung, machte die mittlere Unterschicht kleiner. Es war ja auch so, dass die "christlichen Gewerkschaften" dazu beitrugen. Doch jetzt ist die SPD raus aus der Regierung und kann diese Chance nicht nutzen. Die bittere Ironie des Schicksals bringt uns aber auch nicht weiter. Vielleicht aber hebt sich ja trotzdem was. Aus der Gesellschaft heraus. Equal Pay wäre ein Dammbruch aber ich glaube das kommt nicht, weil es irgendwie nie gelingt, wenn es besser für die Menschen wäre, die auf ihre Arbeitskraft angewiesen sind.
ich sehe aber eher, das sich diese "Schichten" verfestigen, sogar voneinander abkapseln, gerade auch in der sog. "Unterschicht".
 
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#16
ich sehe aber eher, das sich diese "Schichten" verfestigen, sogar voneinander abkapseln, gerade auch in der sog. "Unterschicht".
ja, aber das findest du genau wie ich, nicht gut. Und Konzepte für einen Anschluss finden die Menschen nur selbst. Den ersten Schritt zu gehen, wird für diejenigen die nur "getreten" werden, "toleriert" werden, wohl nicht möglich sein. Somit muss wohl doch auch an der Struktur geschraubt werden. Es bewegt sich nichts in der Mittelschicht, denn die hält gerade den Atem an und hofft das diese neue Regierung sie nicht abschießt, "besser den Anderen".

Gedemütigte Menschen hingegen, sind nicht so einfach in der Lage auf einmal so zu tun, als wäre nichts gewesen. Ich nenne das den Riss der tiefer wird. Aber ein Abkapseln der Schichten wird nur von Oben gewünscht, nicht von unten, nicht von der alten Mitte. Die alte Mitte ist aber so gut wie nicht mehr existent, nur noch eine neue und dort sind egoistische Kids hineingekommen. Personalvermittler Leihbudenbetreiber, die aus der Schule in die Scheixxe kamen. Und dort das nach unten treten als einzig mögliche Handlungsweise ansehen sollen und wenn sie Erfolg als das Opium im Leben ausmachen, rücksichtsloser werden. Mit jedem weiteren Aufstieg durch Rücksichtslosigkeit, festigt sich diese Hölle, die täglich erschaffen wird. Solange dies belohnt wird, wird es weniger Annäherung geben.
 
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#17
ja, aber das findest du genau wie ich, nicht gut. Und Konzepte für einen Anschluss finden die Menschen nur selbst. Den ersten Schritt zu gehen, wird für diejenigen die nur "getreten" werden, "toleriert" werden, wohl nicht möglich sein. Somit muss wohl doch auch an der Struktur geschraubt werden. Es bewegt sich nichts in der Mittelschicht, denn die hält gerade den Atem an und hofft das diese neue Regierung sie nicht abschießt, "besser den Anderen".

Gedemütigte Menschen hingegen, sind nicht so einfach in der Lage auf einmal so zu tun, als wäre nichts gewesen. Ich nenne das den Riss der tiefer wird. Aber ein Abkapseln der Schichten wird nur von Oben gewünscht, nicht von unten, nicht von der alten Mitte. Die alte Mitte ist aber so gut wie nicht mehr existent, nur noch eine neue und dort sind egoistische Kids hineingekommen. Personalvermittler Leihbudenbetreiber, die aus der Schule in die Scheixxe kamen. Und dort das nach unten treten als einzig mögliche Handlungsweise ansehen sollen und wenn sie Erfolg als das Opium im Leben ausmachen, rücksichtsloser werden. Mit jedem weiteren Aufstieg durch Rücksichtslosigkeit, festigt sich diese Hölle, die täglich erschaffen wird. Solange dies belohnt wird, wird es weniger Annäherung geben.
geht aber nicht, wenn man bei jeder (halbwegs) guten Nachricht ausschließlich das "Haar in der Suppe" sucht, oder jede Gruppierung irgendwelcher Art "ihr eigenes Süppchen" kocht. Es wird doch mehr gegeneinander, bei gleicher Zielsetzung, gekämpft, als miteinander.

So kann das noch Jahrzehnte dauern, bis sich überhaupt was bewegt.
 
E

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Gast
#18
geht aber nicht, wenn man bei jeder (halbwegs) guten Nachricht ausschließlich das "Haar in der Suppe" sucht, oder jede Gruppierung irgendwelcher Art "ihr eigenes Süppchen" kocht. Es wird doch mehr gegeneinander, bei gleicher Zielsetzung, gekämpft, als miteinander.

So kann das noch Jahrzehnte dauern, bis sich überhaupt was bewegt.
ich empfinde eigentlich nur die dekadente Oberschicht als nicht angemessen um zusammen an einem Tisch zu sitzen. Denn dort wird beschlossen den kleinen Unternehmen das Wasser abzugraben, oder eben dem kleinen Arbeiter auch noch um das ALG II zu bestehlen. Die Oberschicht lebt weitgehend Autark und schreitet immer dann ein, wenn Solidarität sich entwickelt. Bevorzugt durch ihre Kettenhunde, ich denke wir verstehen uns.

Aber ansonsten würde ich jederzeit mit der Mittelschicht ins Gespräch kommen, aber heutzutage nur noch auf Augenhöhe. Egal was ich vorher gemacht habe. Egal welcher Hautfarbe ich bin. Egal welche Weltanschauung.

Aber das wird von der Mittelschicht wohl eh nicht so hoch bewertet wie es uns die Oberschicht über ihre Hochglanzwelt vermitteln möchte. Doch die Mittelschicht die neue, die muss sich erst mal von ihrem hohen Ross herunterbegeben. Und endlich nach oben treten.

Nach unten hin abladen, da geht alles immer leichter. Rückgrat sieht anders aus. Damit meine ich ausdrücklich die Kids in der neuen Mittelschicht, die sich hier wohl auch aufhalten werden. Denn ich empfinde sie als orientierungslos und glaube selbst sind sie sich auch oft nicht sicher, was richtig und falsch ist.

Geschäftlich und finanziell gesehen, machen sie bestimmt alles richtig. Doch der Preis ist höher als nur ihre eigene Gesundheit. Hier geht es um Menschen die sich das nicht aussuchen können, diesen Kids ausgeliefert zu sein. Doch teilweise könnten sie Mütter oder Väter von euch sein. Respekt vor Menschen, nicht vor Zahlen. Und einen fairen Lohn, also mindestens Equal Pay, dass ist es was ein wenig Verbesserung bringen kann. Vielleicht sogar eine Annäherung. Und warum liebe neue Mittelschicht wollt ihr eigentlich der alten Mittelschicht nicht mal auf menschlichem Gebiet zeigen, dass ihr etwas drauf habt? Ich wette so manch einer eurer Eltern würde wieder das Wort stolz gebrauchen wenn sie an euch denken. Im Gegensatz zu Heute. Ihr seid Geldleben, vergänglich und eigentlich nur eine Randnotiz. Denn wenn es so weitergeht seit ihr bald selbst weg vom Fenster. Steht endlich mal dagegen auf, was man euch aufbürden will, muss nicht zwangsläufig sein.

Ist aber nur meine bescheidene Meinung, nicht das es hier als eine fremde aufgefasst wird.
 
E

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#19
ich empfinde eigentlich nur die dekadente Oberschicht als nicht angemessen um zusammen an einem Tisch zu sitzen. Denn dort wird beschlossen den kleinen Unternehmen das Wasser abzugraben, oder eben dem kleinen Arbeiter auch noch um das ALG II zu bestehlen. Die Oberschicht lebt weitgehend Autark und schreitet immer dann ein, wenn Solidarität sich entwickelt. Bevorzugt durch ihre Kettenhunde, ich denke wir verstehen uns.

Aber ansonsten würde ich jederzeit mit der Mittelschicht ins Gespräch kommen, aber heutzutage nur noch auf Augenhöhe. Egal was ich vorher gemacht habe. Egal welcher Haufarbe ich bin. Egal welche Weltanschauung.

Aber das wird von der Mittelschicht wohl eh nicht so hoch bewertet wie es uns die Oberschicht über ihre Hochglanzwelt vermitteln möchte. Doch die Mittelschicht die neue, die muss sich erst mal von ihrem hohen Ross herunterbegeben. Und endlich nach oben treten.

Nach unten hin abladen, da geht alles immer leichter. Rückgrat sieht anders aus. Damit meine ich ausdrücklich die Kids in der neuen Mittelschicht, die sich hier wohl auch aufhalten werden. Denn ich empfinde sie als orientierungslos und glaube selbst sind sie sich auch oft nicht sicher, was richtig und falsch ist.

Geschäftlich und finanziell gesehen, machen sie bestimmt alles richtig. Doch der Preis ist höher als nur ihre eigene Gesundheit. Hier geht es um Menschen die sich das nicht aussuchen können, diesen Kids ausgeliefert zu sein. Doch teilweise könnten sie Mütter oder Väter von euch sein. Respekt vor Menschen, nicht vor Zahlen. Und einen fairen Lohn, also mindestens Equal Pay, dass ist es was ein wenig Verbesserung bringen kann. Vielleicht sogar eine Annäherung. Und warum liebe neue Mittelschicht wollt ihr eigentlich der alten Mittelschicht nicht mal auf menschlichem Gebiet zeigen, dass ihr etwas drauf habt? Ich wette so manch einer eurer Eltern würde wieder das Wort stolz gebrauchen wenn sie an euch denken. Im Gegensatz zu Heute. Ihr seid Geldleben, vergänglich und eigentlich nur eine Randnotiz. Denn wenn es so weitergeht seit ihr bald selbst weg vom Fenster. Steht endlich mal dagegen auf, was man euch aufbürden will, muss nicht zwangsläufig sein.

Ist aber nur meine bescheidene Meinung, nicht das es hier als eine fremde aufgefasst wird.

tja das es hier und da mal ein paar Leute aus der "Mittelschicht" gibt (und hoffentlich auch mehr werden), die sich menschlich zeigen, sieht man an den Spendenaktionen für "Arme". Zumindest kann das schonmal als "Anfang des Umdenkens" gewertet werden.

Was die fairen Löhne angeht, so muss erstmal das Geld dafür eingenommen werden, dazu noch der Konkurrenzdruck von und zwischen den "Billig-Läden" und schon hat man vielleicht ganz schnell nur noch so wenig Umsatz, das man gerade noch Löhne, Sozialversicherung und etwas Extra Geld hat. Hier könnte man ansetzen, denn auch "unsere" Einkäufe sind ein nicht unerheblicher Teil der Umsätze, nicht bei allen, aber immerhin. Denkt mal mal weiter, dann wäre jede Erhöhung der Sozialleistungen (Sozi, Rente, ALG 2) doch ein Plus an Umsatz in den Läden, also wurde es ihnen auch zumindest etwas helfen. Einen Handwerker kann man zwar noch immer nicht bezahlen, aber vielleicht einen anderen "kleinen Laden an der Ecke", bei dem man sich evtl. wohler fühlt als in so einem "kalten" Supermarkt.

Oder ein Metzger, bei dem man wieder kaufen kann und nicht mehr nur eingepacktes Fleisch/Wurst etc. aus der Billigtheke.

So betrachtet wäre eine Erhöhung der Sozialleistungen erheblich "Wachstums fördernder" als z. B. die beschlossene Senkung der MwST auf Hotels.

Wenn die "Mittelschicht" das auch versteht, dann besteht noch Hoffnung.
 
E

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#20
tja das es hier und da mal ein paar Leute aus der "Mittelschicht" gibt (und hoffentlich auch mehr werden), die sich menschlich zeigen, sieht man an den Spendenaktionen für "Arme". Zumindest kann das schonmal als "Anfang des Umdenkens" gewertet werden.
hoh, langsam, so schnell geht das sicher nicht. So einfach mal schnipp und gut ist, so läuft das mit Sicherheit nicht. Ich weiß zwar im Moment nicht genau auf welche konkrete Aktion du dich beziehst, aber wenn ich in Pelzmäntel gekleidete Oberschichtler sehe, dann ist das nicht Mittelschicht. Wir sollten erst einmal grundsätzliches austarieren. Um wen genau geht es. Das Reiche spenden um die Steuern zu drücken und sich damit nebenbei amüsieren, ist nichts was ich gut finden kann. Es sei denn WIR: Oberschicht und Ich gehen nackt schwimmen und derjenige sieht das er mir gar nicht so unähnlich ist. Wenn du verstehst was ich meine. Vielleicht kann ich dann ja auch mal feststellen, dass er kein Alien ist, dass gekommen ist um uns zu knechten.

Was die fairen Löhne angeht, so muss erstmal das Geld dafür eingenommen werden, dazu noch der Konkurrenzdruck von und zwischen den "Billig-Läden" und schon hat man vielleicht ganz schnell nur noch so wenig Umsatz, das man gerade noch Löhne, Sozialversicherung und etwas Extra Geld hat.
Konkurrenzdruck der so sehr auf auf die Löhne schlägt? Lieber nicht. Manch jemand sollte lieber erst gar kein Geschäft aufmachen, auf lange Sicht sind diese Geschäft eh zum Untergang verurteilt. Der Einstieg zu einem soliden Geschäft muss auch gute Löhne beinhalten. Durch das billige verkaufen der Arbeit, entsteht Mehrwert, der aber nicht vom schaffenden eingeheimst wird, was ein Problem ist. Aber auch der Arbeitgeber im Kleinen kann dieses Geld nicht ausgeben, es landet oben, in der Oberschicht. Mittelschicht ist für mich bestimmt kein Unternehmen mit 100 und wohl noch mehr Mitarbeitern? Aber der bessere Maßstab wäre das Kapital.

Hier könnte man ansetzen, denn auch "unsere" Einkäufe sind ein nicht unerheblicher Teil der Umsätze, nicht bei allen, aber immerhin. Denkt mal mal weiter, dann wäre jede Erhöhung der Sozialleistungen (Sozi, Rente, ALG 2) doch ein Plus an Umsatz in den Läden, also wurde es ihnen auch zumindest etwas helfen. Einen Handwerker kann man zwar noch immer nicht bezahlen, aber vielleicht einen anderen "kleinen Laden an der Ecke", bei dem man sich evtl. wohler fühlt als in so einem "kalten" Supermarkt.
aber dann würden wir es ja doch nur versaufen. Oder noch schlimmer in Supermärkte tragen, die ganz bestimmt nicht drauf angewiesen sind, ne?Ironie off. Es hätte in der Tat einen unmittelbaren Effekt, aber der muss dann auch gut genutzt werden. Ich denke das wird kein Problem, schließlich weiß man wer hier permanent nach Kürzungen schreit und kann sich denken welche "Läden" dahinter stecken.

So betrachtet wäre eine Erhöhung der Sozialleistungen erheblich "Wachstums fördernder" als z. B. die beschlossene Senkung der MwST auf Hotels.

Wenn die "Mittelschicht" das auch versteht, dann besteht noch Hoffnung.
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#21
hoh, langsam, so schnell geht das sicher nicht. So einfach mal schnipp und gut ist, so läuft das mit Sicherheit nicht. Ich weiß zwar im Moment nicht genau auf welche konkrete Aktion du dich beziehst, aber wenn ich in Pelzmäntel gekleidete Oberschichtler sehe, dann ist das nicht Mittelschicht. Wir sollten erst einmal grundsätzliches austarieren. Um wen genau geht es. Das Reiche spenden um die Steuern zu drücken und sich damit nebenbei amüsieren, ist nichts was ich gut finden kann. Es sei denn WIR: Oberschicht und Ich gehen nackt schwimmen und derjenige sieht das er mir gar nicht so unähnlich ist. Wenn du verstehst was ich meine. Vielleicht kann ich dann ja auch mal feststellen, dass er kein Alien ist, dass gekommen ist um uns zu knechten.

Deswegen habe ich auch geschrieben ein "Anfang des Umdenkens"
Viele Vereine, wie mal als Beispiel der aus Selb, werden von "Geschäftsleuten" unterstützt, also von kleinen, mittleren und größeren Geschäften.



Konkurrenzdruck der so sehr auf auf die Löhne schlägt? Lieber nicht. Manch jemand sollte lieber erst gar kein Geschäft aufmachen, auf lange Sicht sind diese Geschäft eh zum Untergang verurteilt. Der Einstieg zu einem soliden Geschäft muss auch gute Löhne beinhalten. Durch das billige verkaufen der Arbeit, entsteht Mehrwert, der aber nicht vom schaffenden eingeheimst wird, was ein Problem ist. Aber auch der Arbeitgeber im Kleinen kann dieses Geld nicht ausgeben, es landet oben, in der Oberschicht. Mittelschicht ist für mich bestimmt kein Unternehmen mit 100 und wohl noch mehr Mitarbeitern?

Die Konkurrenz entsteht doch nur, weil die "Kunden" immer weniger Geld haben, also müssen die Supermärkte z. B. mit den Preisen runter, damit sie Umsatz haben, je weniger Geld zum ausgeben bei den Kunden, desto niedriger der Umsatz, zwangsweise muss dann irgendwo gespart werden. Der Fehler der großen Unternehmen ist aber, das sie an der falschen Stelle sparen, die kleinen Angestellten werden gefeuert, die Großen können ihren Platz behalten und bekommen wahrscheinlich noch etwas zum Gehalt dazu.
Großer Denkfehler, denn es sind ja die "kleinen Angestellten" die den Umsatz einbringen oder wo kann man beim Chef einer großen Kette einkaufen und auch bei ihm bezahlen?


aber dann würden wir es ja doch nur versaufen. Oder noch schlimmer in Supermärkte tragen, die ganz bestimmt nicht drauf angewiesen sind, ne?Ironie off. Es hätte in der Tat einen unmittelbaren Effekt, aber der muss dann auch gut genutzt werden. Ich denke das wird kein Problem, schließlich weiß man wer hier permanent nach Kürzungen schreit und kann sich denken welche "Läden" dahinter stecken.


:icon_daumen:
tjo, wenn man mal spekuliert, das es ca. 5 Mio Hartzis und ca 1,5 Mio Sozialgeldempfänger gibt und ca. 20 Mio Rentner, davon müssen (auch geschätzt) ca. 8 Mio mit aufstockender Sozialhilfe leben, um über die Runden zu kommen. Das würde dann zusammen (Finger nehm, ...eins...zwei...viele viele) 14,5 Mio Bedürftige Sozialleistungsempfänger geben.

Würde jeder dieser Bedürftigen jetzt 100€/Monat mehr bekommen, wäre das eine (monatliche) Kaufkraft von 1.450.000.000€ ergeben (1,45 Mrd), das mal 12 ist 17.400.000.000€ ergeben (bitte mal nachrechnen) also 17,4 Milliarden, demgegenüber stehen aber die ca. 35 Mrd. die sie den Unternehmern, Best-, Besser, Gutverdienern schenken wollen, und auch ein paar Cent den Niedriglöhnern.

Welche Summe steigert eher das "Wirtschaftswachstum"?
 
E

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#22
tjo, wenn man mal spekuliert, das es ca. 5 Mio Hartzis und ca 1,5 Mio Sozialgeldempfänger gibt und ca. 20 Mio Rentner, davon müssen (auch geschätzt) ca. 8 Mio mit aufstockender Sozialhilfe leben, um über die Runden zu kommen. Das würde dann zusammen (Finger nehm, ...eins...zwei...viele viele) 14,5 Mio Bedürftige Sozialleistungsempfänger geben.

Würde jeder dieser Bedürftigen jetzt 100€/Monat mehr bekommen, wäre das eine (monatliche) Kaufkraft von 1.450.000.000€ ergeben (1,45 Mrd), das mal 12 ist 17.400.000.000€ ergeben (bitte mal nachrechnen) also 17,4 Milliarden, demgegenüber stehen aber die ca. 35 Mrd. die sie den Unternehmern, Best-, Besser, Gutverdienern schenken wollen, und auch ein paar Cent den Niedriglöhnern.

Welche Summe steigert eher das "Wirtschaftswachstum"?
uns fehlern nur noch vier dann haben wir auch fünf Wirtschaftweise im Elo.:biggrin: Tschuldigung, aber der musste jetzt mal sein, außerdem sollte die Diskussion auch ruhig breiter werden. So wird es ein Dialog zwischen dir und mir. Ich ziehe mich vorerst erstmal aus der Diskussion zurück. :icon_daumen:
 

holly8

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#23
Nicht nur, es gab auch "erwerbsfähige" Sozialhilfeempfänger, die aus irgendeinem Grund in die Sozialhilfe gefallen sind (z. B. 2 Mal 12 Wochen Sperre und schon war man weg, oder man hatte eben keinen Anspruch auf ALHI, weil die Voraussetzungen gefehlt hatten.). Im BSHG gab es damals auch schon sog. Ein-Euro-Jobs, aber kaum bis keine Weiterbildung.

In der ALHI gab es auch Sperren, die es zu 100% gab, dann musste man eben solange Sozi beantragen, aber es gab im ALHI Umschulungen, Weiterbildungen (oder wie die sich nannten) und anderes.

Wer mal aus dem ALHI-Bezug war, kam dann auch nur sehr schwer wieder aus der Sozialhilfe.

War vielleicht doch der einzige "gute" Effekt, als man beide zusammenlegte.

Ich hatte mich damals öfters mit dem BSHG (Bundessozialhilfegesetz) befassen müssen, um anderen etwas helfen zu können.
Wegen ein paar Sozialhilfeempfängern wurden jetzt also 2005 alle anderen schlechter gestellt. So kann man es natürlich auch machen.
In ALG2 gibt es nämlich nicht dieselbe Förderung wie in ALG1. Nicht mal, wenn man wegen zu niedrigem ALG1 mit ALG2 aufstockt. Da soll mir niemand damit kommen, dass die erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger jetzt so viel besser dran sind. Sind sie nämlich nicht. Ich hatte 2000 mal eine Sperre in ALG1 und bekam sofort ein Arbeitsangebot und damit war ich wieder draußen aus der Sozialhilfe. Auch das Argument, dass erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger damals nicht rauskamen, kann ich so nicht nachvollziehen.
Wer jetzt in ALG2 kommt, der kommt schwerer raus als damals, das ist ein Fakt. Egal, ob Wohnung oder Arbeit. Mit ALG2 bist du gleich aussortiert.
 
E

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#24
Eine Frage wäre auch, welchen Status dann all die derzeitigen (geschätzten 7, 8, 9 Mio) ALG II - Bezieher bekämen? Würden sie zu Sozialhilfeempfängern gemacht?
 
E

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#25
Wegen ein paar Sozialhilfeempfängern wurden jetzt also 2005 alle anderen schlechter gestellt. So kann man es natürlich auch machen.
In ALG2 gibt es nämlich nicht dieselbe Förderung wie in ALG1. Nicht mal, wenn man wegen zu niedrigem ALG1 mit ALG2 aufstockt. Da soll mir niemand damit kommen, dass die erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger jetzt so viel besser dran sind. Sind sie nämlich nicht. Ich hatte 2000 mal eine Sperre in ALG1 und bekam sofort ein Arbeitsangebot und damit war ich wieder draußen aus der Sozialhilfe. Auch das Argument, dass erwerbsfähige Sozialhilfeempfänger damals nicht rauskamen, kann ich so nicht nachvollziehen.
Wer jetzt in ALG2 kommt, der kommt schwerer raus als damals, das ist ein Fakt. Egal, ob Wohnung oder Arbeit. Mit ALG2 bist du gleich aussortiert.

Nicht "wegen ein paar Sozialhilfeempfängern", sondern weil angeblich die Kosten fpr die Arbeitslosen "zu hoch" waren, wurden (ebenso angeblich) die "Arbeitsmarktreformen" eingeführt.

Der (verlogene) Satz Schröders, das es (angeblich) "niemandem schlechter gehen sollte, aber vielen besser", hat das leichtgläubige Volk einfach so übernommen. Das es eine Absenkung der Sozialleistungen auf Sozialhilfeniveau gab und auch vorher schon einige dagegen waren, hat dann weder die Politik, noch die Medien interessiert.

Auch das viele Teile aus dem ehem BSHG mit in dieses "Hartz - Konzept" eingeflossen sind, störte niemandem.

Jetzt gibt es dieses Hartz IV schon fast 5 Jahre und es hat sich eher noch verschlechtert, weil Politik und Medien weiterhin das (immernoch leichtgläubige) Volk belügen. Eine wesentliche Änderung ist aber weiterhin nicht in Sicht.
 

holly8

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#27
@Sancho
Am Schlimmsten ist eigentlich die damit einhergehende Hetze in den Medien und in der Bevölkerung. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich Gleiches über Arbeitslosenhilfeempfänger vor 2005 gelesen hätte. Auch nicht im Fernsehen gesehen.
Manchmal glaube ich fast, der eigentliche Zweck ist nur gewesen, weitere Teile der Bevölkerung gegeneinander aufzubringen. Wenn zwei Gruppen sich streiten, freut sich der Dritte.
 
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ExitUser

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#28
@Sancho
Am Schlimmsten ist eigentlich die damit einhergehende Hetze in den Medien und in der Bevölkerung. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass ich Gleiches über Arbeitslosenhilfeempfänger vor 2005 gelesen hätte. Auch nicht im Fernsehen gesehen.
Manchmal glaube ich fast, der eigentliche Zweck ist nur gewesen, weitere Teile der Bevölkerung gegeneinander aufzubringen. Wenn zwei Gruppen sich streiten, freut sich der Dritte.

a.) die lenken von anderem politischen Unsinn ab

b.) sie nehmen (krasse) Einzelfälle um den Eindruck zu erwecken, das "viele nicht arbeiten wollen" um auch wieder davon ab zu lenken, das es nicht genügend Arbeit gibt.

c.) sie haben vor, weitere Einschnitte für die Betroffenen zu machen und mit solchen "Aussagen" wollen sie der restlichen Bevölkerung weis machen, das es "gerechtfertigt" ist.

d.) sie verschleiern damit, das sie null Ahnung haben. wie man die Arbeitslosigkeit wirksam abbauen kann.

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alvis123

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#31
Was genau war denn am alten System so schlecht? Wer nicht arbeiten konnte, der bekam Sozialhilfe, die anderen ALG1 und Arbeitslosenhilfe. Wo ist da eine Ungleichbehandlung? Und wer noch die gearbeitet hatte, der bekam in der Sozialhilfe sofort ein Arbeitsangebot.
Für mich ist H4 ein Betrug der Arbeitslosenversicherung, sonst nichts weiter.
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Hotti

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#32
Es ging bei Hartz immer nur um eins. Einen Niedriglohnsektor zu schaffen und Waschtum für die reichen Pfefferfresser zu erreichen. Und das ist ja hervorragend geglückt. Der Armut der Niedriglöhner und Hartzis, ist Wachstum für die Reichen.
 
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