gab es nicht eine Erhöhung des Pflegegelds bei Pflegebedürftigkeit

Besucher und registrierte Nutzer in diesem Thema...

Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
E

ExitUser

Gast
Hallo zuammen,

bin mir nicht sicher, aber ich dachte das Pflegegeld wurde erhöht. ab Januar 2013, aber nun wurde der bisherige Betrag an Pflegegeld überwiesen.
weiss da wer evtl. Bescheid? gab es nun eine Erhöhung des Pflegegelds oder nicht?
 
E

ExitUser

Gast
hallo marion63,

das Pflegegeld wird in der Regel im nachhinein ausgezahlt, so ist es bei uns. Den erhöhten Satz erhalten diejenigen die zu ihrer Pflegebedürftigkeit, nur wenn zur eigentlichen Pflege noch eine eingeschränkte Alltagskompetenz dazukommt. Diese wird festgestellt durch den behandelnden Arzt (Neurologe bei div. Demenzerkrankungen, ZNS etc...). Bei wem schon eine eingeschränkte Alltagskompetenz vorliegt, der hatte ja bisher 100 oder 200€ (bei erheblicher Einschränkung) Pauschale abrechnen können mit der jeweiligen PK, je nach Indikation, für gesonderte Betreuungsangebote. Für diesen Personenkreis wird es automatisch ohne weiteres Zutun zur Erhöhung kommen..

alles neu in der pflege - www.familienfreund.de

* menschen mit pflegestufe 0 erhalten erstmals pflegegeld oder pflegesachleistungen. monatlich wird es ein pflegegeld von 120 euro oder pflegesachleistungen von bis zu 225 euro geben. in der der sog. stufe 0 erhalten demenzkranke heute schon 100 bis 200 euro für zusätzliche betreuungsleistungen.
* pflegebedürftige in pflegestufe 1 erhalten ein um 70 Euro höheres pflegegeld von 305 euro oder um 215 euro höhere pflegesachleistungen bis zu 665 euro.
* pflegebedürftige in pflegestufe 2 erhalten ein um 85 Euro höheres pflegegeld von 525 euro oder um 150 euro höhere pflegesachleistungen von bis zu 1.250 euro



LG von Barbara
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Frettchen,

mein Sohn hat Pflegestufe 1, bisher 235 Euro, demnach müsste er nun 305 Euro bekommen.
und dann bekommt er, zumindest auf dem Papier noch 200 Euro Betreuungsleistungen, nur habe ich bisher keinen gefunden, der diese Betreuungsleistung erbringt.
2008 wurde er nach KK-Wechsel von Pflegestufe 2 auf Pflegestufe 1 runtergestuft. Seit dem liegt der Widerspruch bei der KK. auf das letzte Schreiben von mir im Sommer, wurde bisher auch nicht reagiert.
Deiner Antwort nach, müsste er ja zu dem Personenkreis gehören, wenn die Betreuungsleistungen genehmigt sind.
 
E

ExitUser

Gast
hallo marion63,

wenn der Widerspruch schon so lange rumliegt würde ich an deiner Stelle eine Neubegutachtung einleiten um wieder die Einstufung in PS II zu erlangen. Du darfst schließlich alle 6 monate eine neu Begutachtung zur Höherstufung beantragen dabei gleich auf den erhöhten Aufwande und Betreuungsmehrbedarf dringen. Das hört sich ganz so an als wäre auch die bisherige Betreuungspauschale stillschweigend unter den Tisch fallen gelassen worden.

Ich denke ich kann wegen dem erhöhten Pflegegeld Ende Januar ebenfalls Widerspruch einlegen.

LG von Barbara
 
E

ExitUser

Gast
die Betreuungspauschale wird ja nur bezahlt, wenn das ein Fachdienst, wie bspw. die Lebenshilfe macht. und wenn man da nichts hat, fällt die Betreuungspauschale weg. denke, die haben das schon mit Absicht so mit der Pauschale gemacht. da werden wir nicht die einzigen sein. von der Lebenshilfe war ja wer da, wegen der Daten aufnehmen, die meinte dann, sie hatte selbst kürzlich einen Fall gehabt, da hatten sie auch keinen gefunden, der diese Betreuung für ein behindertes Kind übernimmt. im Dezember hatten sie dann für meinen Junior nochmal ein Inserat geschaltet. bis jetzt kam noch keine Rückmeldung.
und wir würden auch die 200 Euro Betreuungspauschale garnicht verbrauchen können, bräuchte die eigentlich nur mal stundenweise in den Ferien zusätzlich. er ist ja tagsüber bis nachmittags in Schule und Tagesstätte.

und mit der Neubegutachtung ist es ja so, das denn, im Fall das er Stufe 2 bekommt, die ganze Nachzahlung weg wäre.
 
E

ExitUser

Gast
hallo Marion63,

stimmt dann wäre es nichts mit der Nachzahlung bei Neubeantragung einer höheren PS. Hast du schon eine Erinnerung mit Fristsetzung an die KK geschickt? Wenn nicht mache das, und dringe dabei auch gleich auf die Auszahlung der neuen erhöhten Leistungen. Wo du auch Hilfe in solchen Angelegenheiten bekommst ist bei den "Pflegestützpunkten". Unserer hat uns auch schon weitergeholfen in Sachen Pflege. VDK und SoV helfen natürlich auch weiter wenn sich die Kassen mal wieder quer stellen.

Ja das mit den Pauschalen kenne ich auch....kein passendes Angebot für bestimmte Personengruppen. Mein Mann ist z. B. bei seinen alten MC Members besser aufgehoben als in der Altenstube zum Volkslieder singen....nur das eine wird bezahlt, das andere nicht, voll blöd!

LG von Barbara
 
E

ExitUser

Gast
ich vermute mal das MC Members zu deutsch Mitglied in einen Motorradclub bedeutet.
da geht natürlich Volkslieder singen in der Altenstube mal garnicht.



das ganze Pflegegedöns ist eigentlich eher auf pflegebedürftige über 75 Jahren ausgerichtet.
 

tarantel

Accountproblem bitte Admin informieren.
Mitglied seit
14 August 2012
Beiträge
103
Bewertungen
3
Den erhöhten Satz erhalten diejenigen die zu ihrer Pflegebedürftigkeit, nur wenn zur eigentlichen Pflege noch eine eingeschränkte Alltagskompetenz dazukommt.

also wenn zur Pflegestufe 1 der medizinische Dienst die eingeschränkte Alltagskompetenz bescheinigt;
sonst weiterhin 235 euro
 
E

ExitUser

Gast
tarantel, das ist ja bei meinen Junior der Fall.

so, habe nun bei der KK angerufen, die machen das nun fertig und ändern es. wegen dem Widerspruch werde ich dann noch ein Schreiben aufsetzen.
 
E

ExitUser

Gast
...schließe mich Marion63 an, die eingeschränkte Alltagskompetenz gilt bei meinem Mann seit 2008. Es gibt mehr Einschränkungen im assoziativem Bereich als Demenz...aber darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen.

@ Marion63,

ja bei uns sollt es auch automatisch geändert werden, lt. telefonischer Auskunft der Pflegekasse, bin mal gespannt wie es nun wird. Im Zweifel kommt halt die MDK Ärztin mal wieder vorbei.

Ansonsten los mit der Widerspruchserinnerung. Hast du noch die alten Gutachten von deiner vorherigen PK? Dann schicke die in Kopie mit, und stelle gegebenenfalls einen Überprüfungsantrag nach §44 SGBX, das kann man in allen sozialen Belangen die vom SGB erfasst sind, auch die Modalitäten der KK/PK sind davon erfasst.

LG von Barbara
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Frettchen,
die Pflegekassen kennen doch allenfalls mal Demenz.

die Gutachten sind noch da, wurden damals vom Sozialgericht erstellt.
die erste KK hatte sich ja damals auch geweigert.
 
E

ExitUser

Gast
so Neuigkeiten von der Pflegekasse.
Ein Schreiben trudelte heute ein. jaja, ich weiß, am Wochenende nicht an den Briefkasten gehen...
Zwei Schreiben im Umschlag: erstes Schreiben: Wiederholungsbegutachtung blabla, ich denke noch, äy was das, die sollen doch erstmal meinen Widerspruch von 2009 bearbeiten, merke ich, da ist noch ein Blatt mit dran. das entfaltet und...schrieb doch die KK nun tatsächlich, das meinem Widerspruch von 2009 abgeholfen wird und Junior wird wieder in Pflegestufe 2 eingestuft.
Nachzahlung in Höhe von 9640,00 Euro wird bezahlt.
Jetzt habe ich Schnappatmung und halben Herzinfarkt. Gut, das ich den Widerspruch nicht zurückgezogen habe.
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.612
Bewertungen
2.631
das meinem Widerspruch von 2009 abgeholfen wird und Junior wird wieder in Pflegestufe 2 eingestuft.
Nachzahlung in Höhe von 9640,00 Euro wird bezahlt.
Jetzt habe ich Schnappatmung und halben Herzinfarkt. Gut, das ich den Widerspruch nicht zurückgezogen habe.

Gut Ding will eben Weile haben.... aber hier zeigt sich:

Nicht lockerlassen lohnt sich!***

Glückwunsch!!


*** Kenne diese langen Zeiten auch im Bereich SGB XI.... ich kloppe mich für meine Oma beim SG aus Sachen auch um und bei 2009 und teilweise laufend....

Anmerkung:

Wenn du Fachliteratur kaufen willst.... warte bitte...wird zur Zeit im SGB XI alles neu kommentiert.... denke so um und bei April kommen die ersten neuen Kommentarwerke.

Dazu kommt ja auch noch neues EU-Sozialrecht und der ganze Selbstbestimmungsfeuchttraum aus der UN-BRK usw.
 
E

ExitUser

Gast
hallo zusammen,

ich habe nun den erhöhten satz von 525€ bei PSII für meinen mann erhalten. bei seiner kasse wurde das ganz automatisch berücksichtigt ohne weitere hinzuziehung des MDK.

Damit haben wir nun auch den Notruf zuhaus, für die zeiten meiner abwesenheit. das notrufsystem wird ja meist nur gerne bei alleinstehenden bewilligt, mit dem erhöhten satz wird das anscheinend auch ganz automatisch anerkannt.

LG von barbara
 
E

ExitUser

Gast
danke, hartaber4.

Und Glückwunsch an Frettchen.

man sieht, es geht also doch. nicht lockerlassen.

ach noch eine Frage. Pflegegeld darf ja nicht als Einkommen angerechnet werden, dann dürfte das JC die Nachzahlung ja auch nicht anrechen, oder liege ich da falsch? kann ja nichts dafür, das die KK dafür Jahre brauchte.
und soll ich das Schreiben der Pflegekasse noch an das JC schicken, damit die sehen, das Junior Pflegestufe 2 hat?
 
E

ExitUser

Gast
hallo Marion63,

mich hat es auch gewundert, das es so reibungslos klappte.

Zu deiner Sache: ich würde das schreiben der Pflegekasse zur PSII einreichen. In Kopie und mit Eingangsbestätigung. Dann wird es schwieriger dich mit Maßnahmen zu bombadieren, weil dein Pflegeaufwand ja nun deutlich erhöht ist. Mit der PSII wird es definitiv schwerer dich hin-und her zu schubsen von Amts wegen.

die Nachzahlung darf meines Erachtens nach nicht angerechnet werden. Es ist ja priviligiertes Einkommen, wobei du den Zugang wohl nachweisen mußt und wozu die Nachzahlung gedacht ist.

LG von Barbara
 
E

ExitUser

Gast
Hallo Frettchen,

danke für deine Antwort. das sieht man ja anhand des Schreibens, da steht es ja drauf. Nachzahlung Pflegegeld 2009-2013.
und schubsen können die ja nicht, bei mir läuft ja auch noch das Klageverfahren wegen EU-Rente.
aber zumindest ist der Widerspruch nun abgeholfen, muss dann nur noch die Wiederholungsbegutachtung durchstehen. hatte ja schon Pflegetagebuch geführt. muss das nur noch ordnen.
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.612
Bewertungen
2.631
danke, hartaber4.

Und Glückwunsch an Frettchen.

man sieht, es geht also doch. nicht lockerlassen.

ach noch eine Frage. Pflegegeld darf ja nicht als Einkommen angerechnet werden, dann dürfte das JC die Nachzahlung ja auch nicht anrechen, oder liege ich da falsch? kann ja nichts dafür, das die KK dafür Jahre brauchte.
und soll ich das Schreiben der Pflegekasse noch an das JC schicken, damit die sehen, das Junior Pflegestufe 2 hat?

Für die Verzögerung und daraus resultierende Anhäufung von Leistungen (die ja siehe unten anrechnungsfrei bleiben) kann ja weder dein Sohn noch du etwas.....



§ 11a SGB II Nicht zu berücksichtigendes Einkommen

(1) Nicht als Einkommen zu berücksichtigen sind 1.Leistungen nach diesem Buch,
2.die Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz und nach den Gesetzen, die eine entsprechende Anwendung des Bundesversorgungsgesetzes vorsehen,
3.die Renten oder Beihilfen, die nach dem Bundesentschädigungsgesetz für Schaden an Leben sowie an Körper oder Gesundheit erbracht werden, bis zur Höhe der vergleichbaren Grundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz.

(2) Entschädigungen, die wegen eines Schadens, der kein Vermögensschaden ist, nach § 253 Absatz 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs geleistet werden, sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen.
(3) Leistungen, die aufgrund öffentlich-rechtlicher Vorschriften zu einem ausdrücklich genannten Zweck erbracht werden, sind nur so weit als Einkommen zu berücksichtigen, als die Leistungen nach diesem Buch im Einzelfall demselben Zweck dienen. Abweichend von Satz 1 sind als Einkommen zu berücksichtigen 1.die Leistungen nach § 39 des Achten Buches, die für den erzieherischen Einsatz erbracht werden, a)für das dritte Pflegekind zu 75 Prozent,
b)für das vierte und jedes weitere Pflegekind vollständig,

2.die Leistungen nach § 23 des Achten Buches.

(4) Zuwendungen der freien Wohlfahrtspflege sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen, soweit sie die Lage der Empfängerinnen und Empfänger nicht so günstig beeinflussen, dass daneben Leistungen nach diesem Buch nicht gerechtfertigt wären.
(5) Zuwendungen, die ein anderer erbringt, ohne hierzu eine rechtliche oder sittliche Pflicht zu haben, sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen, soweit 1.ihre Berücksichtigung für die Leistungsberechtigten grob unbillig wäre oder
2.sie die Lage der Leistungsberechtigten nicht so günstig beeinflussen, dass daneben Leistungen nach diesem Buch nicht gerechtfertigt wären.


PLUS:


(Verordnung zur Berechnung von Einkommen sowie zur Nichtberücksichtigung von Einkommen und Vermögen beim Arbeitslosengeld II/Sozialgeld)



§ 1 ALG II-VO Nicht als Einkommen zu berücksichtigende Einnahmen

(1) Außer den in § 11a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Einnahmen sind nicht als Einkommen zu berücksichtigen: 1.Einnahmen, wenn sie innerhalb eines Kalendermonats 10 Euro nicht übersteigen,
2.Leistungen, die ausdrücklich für die bei der Leistung nach § 19 Absatz 2 Satz 1 in Verbindung mit § 28 Absatz 6 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch zu berücksichtigenden ersparten häuslichen Verbrauchsausgaben erbracht werden, bis zur Höhe des Betrages nach § 5a Nummer 3,
3.(weggefallen)
4.nicht steuerpflichtige Einnahmen einer Pflegeperson für Leistungen der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung,
5.bei Soldaten der Auslandsverwendungszuschlag und der Leistungszuschlag,
6.die aus Mitteln des Bundes gezahlte Überbrückungsbeihilfe nach Artikel IX Abs. 4 des Abkommens zwischen den Parteien des Nordatlantikvertrages über die Rechtsstellung ihrer Truppen (NATO-Truppenstatut) vom 19. Juni 1951 (BGBl. 1961 II S. 1190) an ehemalige Arbeitnehmer bei den Stationierungsstreitkräften und nach Artikel 5 des Gesetzes zu den Notenwechseln vom 25. September 1990 und 23. September 1991 über die Rechtsstellung der in Deutschland stationierten verbündeten Streitkräfte und zu den Übereinkommen vom 25. September 1990 zur Regelung bestimmter Fragen in Bezug auf Berlin vom 3. Januar 1994 (BGBl. 1994 II S. 26) an ehemalige Arbeitnehmer bei den alliierten Streitkräften in Berlin,
7.die Eigenheimzulage, soweit sie nachweislich zur Finanzierung einer nach § 12 Abs. 3 Satz 1 Nr. 4 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch nicht als Vermögen zu berücksichtigenden Immobilie verwendet wird,
8.Kindergeld für Kinder des Hilfebedürftigen, soweit es nachweislich an das nicht im Haushalt des Hilfebedürftigen lebende Kind weitergeleitet wird,
9.bei Sozialgeldempfängern, die das 15. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, Einnahmen aus Erwerbstätigkeit, soweit sie einen Betrag von 100 Euro monatlich nicht übersteigen,
10.Leistungen der Ausbildungsförderung, soweit sie für Fahrtkosten zur Ausbildung oder für Ausbildungsmaterial verwendet werden; ist bereits mindestens ein Betrag nach § 11b Absatz 2 Satz 1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch von der Ausbildungsvergütung absetzbar, gilt dies nur für den darüber hinausgehenden Betrag,
11.Verpflegung, die außerhalb der in den §§ 2, 3 und 4 Nummer 4 genannten Einkommensarten bereitgestellt wird,
12.Geldgeschenke an Minderjährige anlässlich der Firmung, Kommunion, Konfirmation oder vergleichbarer religiöser Feste sowie anlässlich der Jugendweihe, soweit sie den in § 12 Absatz 2 Satz 1 Nummer 1a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch genannten Betrag nicht überschreiten.

(2) Bei der § 9 Abs. 5 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch zugrunde liegenden Vermutung, dass Verwandte und Verschwägerte an mit ihnen in Haushaltsgemeinschaft lebende Hilfebedürftige Leistungen erbringen, sind die um die Absetzbeträge nach § 11b des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch bereinigten Einnahmen in der Regel nicht als Einkommen zu berücksichtigen, soweit sie einen Freibetrag in Höhe des doppelten Betrags des nach § 20 Absatz 2 Satz 1 maßgebenden Regelbedarfs zuzüglich der anteiligen Aufwendungen für Unterkunft und Heizung sowie darüber hinausgehend 50 Prozent der diesen Freibetrag übersteigenden bereinigten Einnahmen nicht überschreiten. § 11a des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch gilt entsprechend.
(3) Für Bewilligungszeiträume, die vor dem 1. Januar 2009 begonnen haben, ist Kindergeld nicht als Einkommen zu berücksichtigen, soweit es die bis zum 31. Dezember 2008 geltenden Beträge nach § 66 Absatz 1 des Einkommensteuergesetzes und § 6 Absatz 1 und 2 des Bundeskindergeldgesetzes übersteigt. Satz 1 gilt bis zum Ende des Bewilligungszeitraums, längstens jedoch bis zum 31. Mai 2009.
(4) Nicht als Einkommen zu berücksichtigen sind Einnahmen von Schülerinnen und Schülern allgemein- oder berufsbildender Schulen, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, aus Erwerbstätigkeiten, die in den Schulferien für höchstens vier Wochen je Kalenderjahr ausgeübt werden, soweit diese einen Betrag in Höhe von 1 200 Euro kalenderjährlich nicht überschreiten. Für die Bemessung des Zeitraums nach Satz 1 bleiben in den Schulferien ausgeübte Erwerbstätigkeiten mit einem Einkommen, das monatlich den in § 11b Absatz 2 Satz 1 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch oder in Absatz 1 Nummer 9 genannten monatlichen Betrag nicht übersteigt, außer Betracht. Satz 1 gilt nicht für Schülerinnen und Schüler, die einen Anspruch auf Ausbildungsvergütung haben. Die Bestimmungen des Jugendarbeitsschutzgesetzes bleiben unberührt.
(5) Nicht als Einkommen zu berücksichtigen ist Elterngeld in Höhe von 150 Euro je Lebensmonat eines Kindes, der vor dem 1. Januar 2011 begonnen hat, soweit es auf Grund einer vor dem 1. Januar 2011 widerrufenen Verlängerungsmöglichkeit (§ 6 Satz 2 des Bundeselterngeld- und Elternzeitgesetzes) nachgezahlt wird.
(6) Die Verletztenrente nach dem Siebten Buch Sozialgesetzbuch ist teilweise nicht als Einkommen zu berücksichtigen, wenn sie auf Grund eines in Ausübung der Wehrpflicht bei der Nationalen Volksarmee der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik erlittenen Gesundheitsschadens erbracht wird. Dabei bestimmt sich die Höhe des nicht zu berücksichtigenden Betrages nach der Höhe der Grundrente nach § 31 des Bundesversorgungsgesetzes, die für den Grad der Schädigungsfolgen zu zahlen ist, der der jeweiligen Minderung der Erwerbsfähigkeit entspricht. Bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 20 Prozent beträgt der nicht zu berücksichtigende Betrag zwei Drittel, bei einer Minderung der Erwerbsfähigkeit um 10 Prozent ein Drittel der Mindestgrundrente nach dem Bundesversorgungsgesetz.
(7) Bei erwerbsfähigen Leistungsberechtigten, die an einem Bundesfreiwilligendienst oder einem Jugendfreiwilligendienst teilnehmen, ist anstelle der Beträge nach § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch vom Taschengeld nach § 2 Absatz 1 Nummer 3 des Jugendfreiwilligendienstegesetzes oder § 2 Nummer 4 des Bundesfreiwilligendienstgesetzes ein Betrag von insgesamt 175 Euro monatlich abzusetzen. Übersteigt die Summe der Beträge nach § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 3 bis 5 des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch den Betrag von 115 Euro, gilt Satz 1 nicht. In diesem Fall ist vom Taschengeld zusätzlich ein Betrag von 60 Euro monatlich nicht als Einkommen zu berücksichtigen. Die Sätze 1 bis 3 gelten nicht für erwerbsfähige Leistungsberechtigte, die erwerbstätig sind oder aus einer Tätigkeit Bezüge oder Einnahmen erhalten, die nach § 3 Nummer 12, 26, 26a oder 26b des Einkommensteuergesetzes steuerfrei sind.








IN VERBINDUNG MIT:

§ 13 SGB XI Verhältnis der Leistungen der Pflegeversicherung zu anderen Sozialleistungen



(5) Die Leistungen der Pflegeversicherung bleiben als Einkommen bei Sozialleistungen und bei Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz, deren Gewährung von anderen Einkommen abhängig ist, unberücksichtigt. Satz 1 gilt entsprechend bei Vertragsleistungen aus privaten Pflegeversicherungen, die der Art und dem Umfang nach den Leistungen der sozialen Pflegeversicherung gleichwertig sind. Rechtsvorschriften, die weitergehende oder ergänzende Leistungen aus einer privaten Pflegeversicherung von der Einkommensermittlung ausschließen, bleiben unberührt.
 
E

ExitUser

Gast
ich nochmal.
habe eben gelesen, das man bei so einer langen Bearbeitungszeit eines Widerspruchs Anspruch auf Verzugszinsen hat :biggrin:
werde ich dann mal ein Schreiben aufsetzen.
und dann noch wegen der erhöhten Rentenversicherungsbeiträgen nachhaken und die Nachweise fordern.
das müsste ja die Rente, bzw. die EM-Rente auch erhöhen :biggrin:
 

hartaber4

StarVIP Nutzer*in
Mitglied seit
8 September 2011
Beiträge
11.612
Bewertungen
2.631
Bei 9000 Tacken lohnt sich das ja auch.....


§ 44 Verzinsung SGB I


(1) Ansprüche auf Geldleistungen sind nach Ablauf eines Kalendermonats nach dem Eintritt ihrer Fälligkeit bis zum Ablauf des Kalendermonats vor der Zahlung mit vier vom Hundert zu verzinsen.
(2) Die Verzinsung beginnt frühestens nach Ablauf von sechs Kalendermonaten nach Eingang des vollständigen Leistungsantrags beim zuständigen Leistungsträger, beim Fehlen eines Antrags nach Ablauf eines Kalendermonats nach der Bekanntgabe der Entscheidung über die Leistung.
(3) Verzinst werden volle Euro-Beträge. Dabei ist der Kalendermonat mit dreißig Tagen zugrunde zu legen.
 

Inge

Neu hier...
Mitglied seit
27 Mai 2013
Beiträge
1
Bewertungen
0
ich finde es wirklich fortschrittlich,dass es Neurungen in der Pfegestufe 1 und 2 geben wird. Aber was ist mit der Stufe 3?
 
Status

Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
Oben Unten