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Funktioniert ein Arbeitsvertrag über 4 Stunden pro Monat mit ALG2?

Mueller1852

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#1
Hab jetzt die Möglichkeit ein Tagesjob mit 5-6 Stunden Arbeitszeit über eine Arbeitsvermittlung anzunehmen. Mindestens 4 Stunden werden bezahlt, auch wenn der Einsatz kürzer geht. Nun kommt das Problem, die können mir keinen AV ausstellen der nur ein Tag gültig ist, nur einen AV der 6 Monate läuft und pro Monat 4 Stunden beinhaltet.
Auf Wunsch können die mich auch wieder nach dem einen Arbeitstag kündigen und ich weiß nicht ob es dann mit dem Jobcenter Probleme gibt? Nicht das ich wegen 50-60€ ein Sanktionsrisiko eingehe. Möglich wäre auch das der Vertrag über 6 Monate läuft und die mich 1-2x im Monat arbeiten schicken, suche mir sowieso monatlich immer was wo ich mir 100€ (natürlich angemeldet beim JC) dazuverdienen kann, so bräuchte ich nicht jeden Monat aufs neue einen Minijob suchen.
 

Mueller1852

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#3
Hi Regensburg ;)

Wenn der jetzt wirklich 6 Monate laufen würde, dann wäre das auch kein Problem.
Falls die mich innerhalb der 6 Monate kündigen, weil ich einen Fehler gemacht habe, dann ist doch bestimmt eine Sanktion möglich? Denke zwar das ich das ohne Probleme schaffe aber die Angst ist halt das ich wegen einem Betrag von 40-100€ im Monat, eine Sanktion riskieren könnte und diese ist viel teurer als was ich dazuverdienen würde.
 

dagobert1

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#4
Hab jetzt die Möglichkeit ein Tagesjob mit 5-6 Stunden Arbeitszeit über eine Arbeitsvermittlung anzunehmen.
Wer bezahlt die Arbeitsvermittlung?

Nun kommt das Problem, die können mir keinen AV ausstellen der nur ein Tag gültig ist,
Rein arbeitsrechtlich betrachtet geht das durchaus.
nur einen AV der 6 Monate läuft und pro Monat 4 Stunden beinhaltet.
Nachtigall, ick hör dir trapsen.
Sechs Monate ---> § 45 Abs. 6 SGB III
Sofern ich mit diesem Verdacht richtig liege, hat der Arbeitsvermittler aber ein wichtiges Wort übersehen. :icon_hihi:
Auf Wunsch können die mich auch wieder nach dem einen Arbeitstag kündigen und ich weiß nicht ob es dann mit dem Jobcenter Probleme gibt?
Bei Kündiggung "auf eigenen Wunsch" - was glaubst du wohl?
Möglich wäre auch das der Vertrag über 6 Monate läuft und die mich 1-2x im Monat arbeiten schicken, suche mir sowieso monatlich immer was wo ich mir 100€ (natürlich angemeldet beim JC) dazuverdienen kann, so bräuchte ich nicht jeden Monat aufs neue einen Minijob suchen.
Mal rein zur Info für dich: Check mal den § 12 TzBfG.
 

Mueller1852

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#5
Wer bezahlt die Arbeitsvermittlung?
Niemand, habe mir das selber gesucht, das ist glaube ich eine Arbeitsvermittlung und ZAF zusammen. Die würden mich an einen Betrieb weiterleiten, wäre dann also über die ZAF Abteilung beschäftigt. ZAF sind zwar nicht meine Freunde aber bei 10€ Netto (weil unter 450€ - Brutto = Netto ist) die Stunde und bei nur 4-10 Stunden im Monat stört mich das nicht weiter.

Rein arbeitsrechtlich betrachtet geht das durchaus.
Dann weiß ich auch nicht warum die das nicht wollen.

Nachtigall, ick hör dir trapsen.
Sechs Monate ---> § 45 Abs. 6 SGB III
Sofern ich mit diesem Verdacht richtig liege, hat der Arbeitsvermittler aber ein wichtiges Wort übersehen.
Wie ist den dein Verdacht? Verstehe nicht ganz was die Arbeit mit einer Maßnahme zutun hat.

Bei Kündiggung "auf eigenen Wunsch" - was glaubst du wohl?
Selber würde ich ja nicht kündigen. Mal ganz davon abgesehen dass das JC bei so einem AV keinen Cent an mir spart.

Mal rein zur Info für dich: Check mal den § 12 TzBfG.
§ 12 Arbeit auf Abruf
Die Vereinbarung muss eine bestimmte Dauer der wöchentlichen und täglichen Arbeitszeit festlegen.
Mir wurde nur gesagt das im AV eine Arbeitszeit von 4 Stunden im Monat festgelegt wird, ob das dann wirklich so im AV steht weiß ich nicht. Darf man also 4 Stunden im Monat nicht vereinbaren?
 

Regensburg

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#6
Moin :)
Niemand, habe mir das selber gesucht, das ist glaube ich eine Arbeitsvermittlung und ZAF zusammen. Die würden mich an einen Betrieb weiterleiten, wäre dann also über die ZAF Abteilung beschäftigt.
Ich weiß nicht was, aber hier stinkt etwas gewaltig. Rein vom finanziellen her.
Welche Firma / Betrieb wendet sich an ZAF für 4-10 Stunden im Monat? Das ist reine finanzielle Katastrophe.

Bei 450 € Job zahlt dir die Fa. 450 € aus und zahlt ca. 30-40 € an Knappschaft = insgesamt um die 500 €.

Ich möchte nicht wissen was das über eine ZAF kostet.
Oder hast Du wirklich so speziellen Kenntnisse?
ZAF sind zwar nicht meine Freunde
Meine auch nicht :icon_evil:
 

Mueller1852

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#7
Welche Firma / Betrieb wendet sich an ZAF für 4-10 Stunden im Monat? Das ist reine finanzielle Katastrophe.
Es werden XXX oder sogar XXXX Inventurhelfer gesucht, auf die Masse gesehen wird sich das schon rechnen. Es gibt auch nicht nur ZAF und Einsatzbetrieb, da hängt noch jemand dazwischen.

ZAF/Arbeitsvermittlung (bei denen ich mich gemeldet hab) vermittelt mich an Ivalis, die zur Zeit viele Inventurhelfer suchen und Ivalis vermittelt mich dann in den Einsatzbetrieb, der zur Zeit Inventurhelfer sucht.
Ich finde keiner Firma mehr die selber Leute für eine Inventur sucht, alles läuft über ZAF und/oder Firmen wie Ivalis.

Hab jetzt einen Personalbogen bekommen, den ich ausfüllen soll und ein Briefing, wenn das ausgefüllt und unterschrieben ist, dann gibt es wahrscheinlich erst den AV, würde mich schon mal interessieren was alles im AV steht, auch wenn ich den dann vl nicht unterschreibe.

Im Brief steht unter Wettbewerb folgendes:
Der Arbeitnehmer/Subunternehmer bestätigt mit dem Briefing dem
Arbeitgeber/Auftraggeber gegenüber während der Dauer des
Beschäftigungsverhältnisses und für eine Dauer von zwei Jahren nach
Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses keine anderen Mitarbeiter des
Arbeitgebers/Auftraggebers für Einsätze bei Konkurrenzunternehmen des
Arbeitgebers/Auftraggebers abzuwerben.
Weiterhin bestätigt der Arbeitnehmer/Subunternehmer bis zu sechs Monate
nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses nicht für einen Kunden des
Arbeitgebers/Auftraggebers tätig zu werden.
Bei Nichteinhaltung der oben genannte Punkte bestätigt der Arbeitnehmer an
den Arbeitgeber eine Pauschale in Höhe eines durchschnittlichen Brutto-
Monatsgehaltes – bezogen auf die letzten 6 Monate – zu zahlen. Für
Subunternehmer/Rechnungsschreiber gilt eine pauschale Summe von 5.000,00
€ pro abgeworbenen Kunden und Mitarbeiter.
Unfair finde ich auch, wenn ich unentschuldigt am Arbeitsplatz fehle, dann muss ich 100€ Ausfallpauschale zahlen und dort steht nichts davon, wenn z.B. Ivalis der ZAF den Auftrag entzieht, das ich dann eine Ausfallpauschale erhalte, ist sowas normal?
 

Kerstin_K

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#8
Unfair finde ich auch, wenn ich unentschuldigt am Arbeitsplatz fehle, dann muss ich 100€ Ausfallpauschale zahlen und dort steht nichts davon, wenn z.B. Ivalis der ZAF den Auftrag entzieht, das ich dann eine Ausfallpauschale erhalte, ist sowas normal?
Mit wem schliesst Du den Arbeitsvertrag? Wenn dein Vertragspartner die ZAF ist, kann Dir das egal sein, wenn Ivalis denen den Auftrag entzieht.
 

Mueller1852

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#9
Ja mit der ZAF/Arbeitsvermittlung würde ich den Vertrag schließen. Wenn Ivalis meinem AG kündigt, dann habe ich auch wirklich nur die 4 Stunden bezahlt sicher im Monat. Wie der AV aussehen soll, wenn wie im "§ 12 Arbeit auf Abruf" steht das eine tägliche und wöchentliche Arbeitszeit festgelegt werden muss. In dem AV müsste dann stehen, mindestens 1h pro Woche und 0,2h pro Tag, ob die das so machen ...

Den AV könnte ich dann hier auch mal hochladen, viel Zeit ist aber nicht mehr, da der erste Einsatz schon nächsten Dienstag starten soll.
 

dagobert1

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#10
Es werden XXX oder sogar XXXX Inventurhelfer gesucht, auf die Masse gesehen wird sich das schon rechnen. Es gibt auch nicht nur ZAF und Einsatzbetrieb, da hängt noch jemand dazwischen.
Und du bist dann das schwächste Glied in der Kette.
Wenn du das wirklich brauchst ... :censored:
Im Brief steht unter Wettbewerb folgendes:
Um Gottes Willen, lass die Finger von dieser Bude!


Weiterhin bestätigt der Arbeitnehmer/Subunternehmer bis zu sechs Monate nach Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses nicht für einen Kunden des Arbeitgebers/Auftraggebers tätig zu werden.
Sofern es hier wirklich um ZAF geht, wäre das klar rechtswidrig, siehe § 9 AÜG.

Bei Nichteinhaltung der oben genannte Punkte bestätigt der Arbeitnehmer an den Arbeitgeber eine Pauschale in Höhe eines durchschnittlichen Brutto-Monatsgehaltes – bezogen auf die letzten 6 Monate – zu zahlen.
Vertragsstrafe.
Ein Bruttomonatslohn dürfte in vielen Fällen zu hoch sein (---> § 307 BGB - müsste aber im Zweifelsfall erst durchgeklagt werden).

Unfair finde ich auch, wenn ich unentschuldigt am Arbeitsplatz fehle, dann muss ich 100€ Ausfallpauschale zahlen
Ich kenne das nur so, dass bei unentschuldigter Abwesenheit halt kein Lohn gezahlt wird.
 

Mueller1852

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#11
Und du bist dann das schwächste Glied in der Kette.
Das ist ein AN doch immer.

Wenn du das wirklich brauchst
Ja ich brauch einen kleines Nebeneinkommen jeden Monat. Ist ja nicht so das ich bei denen 160 Stunden arbeiten gehe, es geht um 4-10 Stunden im Monat.

Sofern es hier wirklich um ZAF geht, wäre das klar rechtswidrig, siehe § 9 AÜG.
Wenn die den Punkt auch in den AV übernehmen, dann wäre dieser trotz meiner Unterschrift nicht gültig?


Heut müsste ich einen AV von denen bekommen, bin ja mal gespannt was dort alles drin steht, werde diesen bestimmt hier mal hochladen.
 

dagobert1

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#12
Ja ich brauch einen kleines Nebeneinkommen jeden Monat. Ist ja nicht so das ich bei denen 160 Stunden arbeiten gehe, es geht um 4-10 Stunden im Monat.
Ich meinte nicht das Geld, sondern diese Arbeitsbedingungen.

Wenn die den Punkt auch in den AV übernehmen, dann wäre dieser trotz meiner Unterschrift nicht gültig?
Der Vertrag schon, aber nicht diese Klausel.
---> § 305 ff. BGB, hier speziell § 306
Heut müsste ich einen AV von denen bekommen, bin ja mal gespannt was dort alles drin steht, werde diesen bestimmt hier mal hochladen.
Ja, lad den mal hoch.
Bin schon gespannt wie'n Flitzebogen ... :popcorn:
 

franky0815

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#13
Moin :)
Bei 450 € Job zahlt dir die Fa. 450 € aus und zahlt ca. 30-40 € an Knappschaft = insgesamt um die 500 €.
Bei einem Minijob kann auch weniger gezahlt werden das Maximum sind 450€, wenn die vollen 450€ ausgeschöpft werden steht sich ein Gerwerbetreibender mit einem 451€ Job deutlich billiger ca. 50€ weniger gegenüber einem 450€ Job.

Die Gesamtkosten beim 450€ Minijob belaufen sich auf knapp 600€
Beim Sozialversicherungs pflichtigen 451€ Job sind das rund 50€ weniger weil in der Gleitzone verminderte Beitragssätze gelten.
 

Wholesaler

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#14
Wie ist den dein Verdacht? Verstehe nicht ganz was die Arbeit mit einer Maßnahme zutun hat.
Ich aber. Du bist für sechs Monate beschäftigt. In diesem Zeitraum bezieht der Arbeitgeber eine Förderung seitens des Jobcenters für dich. Und dreimal darfst du raten, was passiert, wenn die Förderung ausläuft?
 

Mueller1852

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#15
Die Gesamtkosten beim 450€ Minijob belaufen sich auf knapp 600€
Beim Sozialversicherungs pflichtigen 451€ Job sind das rund 50€ weniger weil in der Gleitzone verminderte Beitragssätze gelten.
Da wundert mich es aber das überall 450€ Jobber gesucht werden und nicht 451€ Arbeiter.


Ich aber. Du bist für sechs Monate beschäftigt. In diesem Zeitraum bezieht der Arbeitgeber eine Förderung seitens des Jobcenters für dich. Und dreimal darfst du raten, was passiert, wenn die Förderung ausläuft?
Dann wird gekündigt aber das wäre bei einem Minijob auch nicht so schlimm. Als ich das Wort "Maßnahme" gelesen habe, dachte ich an die sinnlosen Maßnahmen vom JC.


Die ZAF versucht mich glaub zu linken. Wir haben am telefon (ja ich weiß, kein Nachweis) eindeutig besprochen, das für mich kein 450€ Job in Frage kommt sondern nur ein 100€ Job. Heut um 17 Uhr habe ich einen AV erhalten, auf 450€ Basis, ich dachte ich sehe nicht richtig. Hab dann sofort dort angerufen und meinte das etwas schief gelaufen ist, habe die Sachlage erklärt und dann meinte die Frau das die momentan in einem anderen System ist und mich gleich zurück rufen würde, bisher hat sich niemand mehr bei mir gemeldet.

Erst wollte ich denen eine Email zurück schreiben das ich kein 450€ AV unterschreibe, nur einen 100€ AV. Dann dacht ich mir wenn die deswegen angepisst sind und die Mail dem JC schicken das ich einen Job abgelehnt habe, bin ich am Ar*ch.

Im Anhang befindet sich der komplette AV, wenn ich hätte sollen den AG schwärzen, dann bitte den Anhang löschen und ich lade den noch mal geschwärzt hoch.

4.2. Der AN ist zur Ableistung von Überstunden verpflichtet
Da fehlt mir auch noch die Angabe ob ich die Überstunden kostenlos machen muss, ob die bezahlt werden oder ob die abzubummeln sind.
Ist so eine Klausel Dummfang damit man umsonst Überstunden macht?
 

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dagobert1

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#16
Bundesweite Einsätze bei einem Minijob? Das braucht doch nun wirklich keiner.
Und dann auch noch ohne konkrete Fahrtkostenregelung.
Punkt 9 geht hinsichtlich der Vertragsstrafen zu weit, 10 ist deinerseits freiwillig und jederzeit widerrufbar (was dort auch beides stehen müsste), 11 ist komplett rechtswidrig, 12a zweiter Satz ebenso.

Zu Punkt 12a siehe auch oben: #12

Da fehlt mir auch noch die Angabe ob ich die Überstunden kostenlos machen muss, ob die bezahlt werden oder ob die abzubummeln sind.
Ist so eine Klausel Dummfang damit man umsonst Überstunden macht?
---> Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 22.2.2012, 5 AZR 765/10:
21
a) Einen allgemeinen Rechtsgrundsatz, dass jede Mehrarbeitszeit oder jede dienstliche Anwesenheit über die vereinbarte Arbeitszeit hinaus zu vergüten ist, gibt es nicht. Die Vergütungserwartung ist stets anhand eines objektiven Maßstabs unter Berücksichtigung der Verkehrssitte, der Art, des Umfangs und der Dauer der Dienstleistung sowie der Stellung der Beteiligten zueinander festzustellen, ohne dass es auf deren persönliche Meinung ankommt. Sie kann sich insbesondere daraus ergeben, dass im betreffenden Wirtschaftsbereich Tarifverträge gelten, die für vergleichbare Arbeiten eine Vergütung von Überstunden vorsehen. Die - objektive - Vergütungserwartung wird deshalb in weiten Teilen des Arbeitslebens gegeben sein (vgl. BAG 17. August 2011 - 5 AZR 406/10 - Rn. 20 mwN, EzA BGB 2002 § 612 Nr. 10; 21. September 2011 - 5 AZR 629/10 - Rn. 31 mwN, EzA BGB 2002 § 612 Nr. 11). Sie wird aber fehlen, wenn arbeitszeitbezogene und arbeitszeitunabhängig vergütete Arbeitsleistungen zeitlich verschränkt sind (vgl. BAG 21. September 2011 - 5 AZR 629/10 - Rn. 32, aaO) oder wenn Dienste höherer Art geschuldet sind oder insgesamt eine deutlich herausgehobene Vergütung gezahlt wird (vgl. BAG 17. August 2011 - 5 AZR 406/10 - Rn. 20, 21, aaO). Von letztem Fall wird regelmäßig ausgegangen werden können, wenn das Entgelt die Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung überschreitet.
Alles Weitere dazu steht im Tarifvertrag, Stichwort Arbeitszeitkonto.
 

franky0815

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#17
Da wundert mich es aber das überall 450€ Jobber gesucht werden und nicht 451€ Arbeiter.
Da gibt es mehrere Möglichkeiten, Privat AG fährt mit 450€ Job günstiger, deutlich unter 450€ ist es für Gewerbliche auch günstiger und viele AG wissen garnicht das ein Job in der Gleitzone so günstig ist wenn er SV pflichtig is.
 

Wholesaler

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#18
@Mueller1852: Dein Arbeitswille spricht ja für dich, aber wenn ich mir die Bewertungen von Baker & Pommeroy anschaue, würde ich mir die Angelegenheit noch einmal durch den Kopf gehen lassen.

Gibt es in deiner Region keine Minijobs ohne Beteiligung von ZAF und sonstigen Personalvermittlern?
 

Kerstin_K

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#19
Wozu muss der Arbeitgeber wissen, wie lange der Perso gültig is?

Also mit der elektronischen Übermittlung von Arbeitsbescheinigungen wäre ich nicht einverstanden. Ich will vorher wissen, was da drin steht. Warum ist das vorangekreuzt?

7.3 wuerde ich schlicht streichen.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Mueller1852

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#20
@Mueller1852: Dein Arbeitswille spricht ja für dich, aber wenn ich mir die Bewertungen von Baker & Pommeroy anschaue, würde ich mir die Angelegenheit noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
Schon als ich in der Mail gelesen hab das sich im Anhang ein 450€ Job AV befindet, war die Sache für mich gelaufen.
Die ZAF wird den AV glaub nicht mehr auf 100€ im Monat runterschrauben und die ganzen benannten Punkte im AV ändern. Wie komme ich nun am besten ohne Sanktionsrisiko da wieder raus?
Entweder per Email die Punkte die im AV nicht passen läutern (das mir der 450€ AV nicht passt wohl lieber für mich behalten), Montag per Telefon melden oder einfach gar nicht mehr melden dort? Bisher habe ich einen Personalbogen ausgefüllt und unterschrieben und per Email bestätigt das ich das Briefing gelesen hab, in dem alle Daten zum Einsatz für Dienstag stehen inkl. dem Punkt das 100€ Strafe zu zahlen sind wenn ich dort am Dienstag nicht erscheine. Muss die Strafe nicht erst bezahlt werden wenn ich den AV unterschreibe und Dienstag nicht im Einsatzbetrieb anwesend bin?

Gibt es in deiner Region keine Minijobs ohne Beteiligung von ZAF und sonstigen Personalvermittlern?
Nein keine 100€ Jobs und die gibt es meist auch nur über ZAF/Vermittler und 450€ Stellen direkt beim AG gibt es auch nur bei Netto, Penny etc. und das ist auch nichts für mich.
 

Kerstin_K

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#21
Muss die Strafe nicht erst bezahlt werden wenn ich den AV unterschreibe und Dienstag nicht im Einsatzbetrieb anwesend bin?
Na, das versteht sic doch von selbst. Ohne unterschriebenene Vertrag bist Du zu gar nichts verpflichet, Oder hast Du mündlich schon zugesagt?

Einen Personalbogen füllt man übrigens erst aus, wenn man einen Arbeitssvertrag abgeschlossen hat, nicht vorher.
 

Mueller1852

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#22
In der Mail stand auch das der AV spätestens 3 oder 4 Tage nach Arbeitsbeginn unterschrieben sein muss, nicht das der Vertrag jetzt schon für mich gültig ist. Am Telefon habe ich gesagt das ich die Arbeit machen möchte aber da wusste ich noch nichts von dem 450€ AV und den ganzen Klauseln im AV.
 

Kerstin_K

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#23
Am Telefon habe ich gesagt das ich die Arbeit machen möchte ...
Das ist schlecht. Damit wäre schon ein Vertrag zustande gekommen. Wobei die ZAF das wahrscheinlich nicht bewweisen kann, wenn bei dem Gespräh nicht jemand mitgehört hat oder es aufgezeichnet wurde (Was man Dir hätte mitteilen müssen.).
 

Mueller1852

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#24
Ein Vertrag kann doch aber auch nicht zustande kommen wenn ich überhaupt noch nichts über desen Inhalt weiß.
Mir wurde auch nichts erzählt dass das Gespräch mitgeschnitten wurde.
 

Kerstin_K

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#25
Der Haken ist, dass mn Verträge auch mündlich abschliessen kann.

Wenn Du das tust, ohne dich vorher über die Bedingungen zu informieren, ist das dien Problem.
 

dagobert1

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#28
aber wenn ich mir die Bewertungen von Baker & Pommeroy anschaue, würde ich mir die Angelegenheit noch einmal durch den Kopf gehen lassen.
Mir reicht schon dieser "Arbeitsvertrag", um zu wissen woran ich bei dieser Firma bin.

7.3 wuerde ich schlicht streichen.
Nicht nötig, der Passus ist so ohnehin nichts wert, siehe § 9 Abs. 3 Satz 1 AÜG:
§ 9 Unwirksamkeit
(1) Unwirksam sind:
[...]
1b. Arbeitsverträge zwischen Verleihern und Leiharbeitnehmern mit dem Überschreiten der zulässigen Überlassungshöchstdauer nach § 1 Absatz 1b, es sei denn, der Leiharbeitnehmer erklärt schriftlich bis zum Ablauf eines Monats nach Überschreiten der zulässigen Überlassungshöchstdauer gegenüber dem Verleiher oder dem Entleiher, dass er an dem Arbeitsvertrag mit dem Verleiher festhält,
[...]
3. Vereinbarungen, die dem Entleiher untersagen, den Leiharbeitnehmer zu einem Zeitpunkt einzustellen, in dem dessen Arbeitsverhältnis zum Verleiher nicht mehr besteht; dies schließt die Vereinbarung einer angemessenen Vergütung zwischen Verleiher und Entleiher für die nach vorangegangenem Verleih oder mittels vorangegangenem Verleih erfolgte Vermittlung nicht aus,
4. Vereinbarungen, die dem Leiharbeitnehmer untersagen, mit dem Entleiher zu einem Zeitpunkt, in dem das Arbeitsverhältnis zwischen Verleiher und Leiharbeitnehmer nicht mehr besteht, ein Arbeitsverhältnis einzugehen,
[...]
(2) Die Erklärung nach Absatz 1 Nummer 1, 1a oder 1b (Festhaltenserklärung) ist nur wirksam, wenn

1. der Leiharbeitnehmer diese vor ihrer Abgabe persönlich in einer Agentur für Arbeit vorlegt,

2. die Agentur für Arbeit die abzugebende Erklärung mit dem Datum des Tages der Vorlage und dem Hinweis versieht, dass sie die Identität des Leiharbeitnehmers festgestellt hat, und

3. die Erklärung spätestens am dritten Tag nach der Vorlage in der Agentur für Arbeit dem Ver- oder Entleiher zugeht.

(3) Eine vor Beginn einer Frist nach Absatz 1 Nummer 1 bis 1b abgegebene Festhaltenserklärung ist unwirksam.
Wird die Überlassung nach der Festhaltenserklärung fortgeführt, gilt Absatz 1 Nummer 1 bis 1b. Eine erneute Festhaltenserklärung ist unwirksam. § 28e Absatz 2 Satz 4 des Vierten Buches Sozialgesetzbuch gilt unbeschadet der Festhaltenserklärung.
 

Mueller1852

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#29
Wenn man bei einem AG anruft dann sagt man doch das man den Job gern machen möchte. Ich weiß nichts davon das ich irgendein Vertrag eingegangen bin.

Wie bekomme ich die nun am besten los?
 

Kerstin_K

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#30
Was ist ein Vertrag? Eine beidseitig übereinstimmende Willenserklärung. AG sagt: ich habe Arbeit. AN sagt: Ich will Arbeit erledigen, Ergebnis: Vertrag.

Kommt jetzt halt drauf an, ob die dich beim JC anschwaerzen, wenn du jetzt absagst oder nicht erscheinst. Keiner kan beweisen, was wirklich gesagt wurde. Wie es weitergehen könnte, weiss Du aus deinem anderen Thread.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Mueller1852

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#31
Da hab ich mich ja wieder in eine missliche Lage gebracht.

Sollte ich nun lieber die genannten Punkte aus dem AV per Email ansprechen oder morgen dort anrufen? Wenn ich per Mail schreibe, dann könnte ich schreiben wenn die oben benannten Klauseln nicht verhandelt/gestrichen werden, dann kann ich am Dienstag leider nicht im Einsatzort erscheinen. So gehe ich wenigstens kein Risiko ein das ich 100€ Vertragsstrafe zahlen muss.
Welche Punkte darf/sollte ich am besten alle bemängeln? Das sollen nur Punkte werden, die ich ohne Probleme zu bekommen verhandeln darf/muss. Schon der Punkt bundsweite Einsätze zu unterschreiben, ohne eine Fahrtkostenübernahme/Auslöse etc auszuhandeln wäre fatal.

Falls ich anrufe, dann kann ich auch sagen das ein 100€ Job ausgemacht war und kein 450€ Arbeitsverhältnis. Beim Anruf habe ich allerdings keine Nachweise das ich versucht habe den AV zu verhandeln und das ich Dienstag nicht auf Arbeit erscheine, solange die Punkte im AV nicht geändert wurden.
 

Kerstin_K

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#32
War die Stelle selbsgesucht oder ein VV mir RfB?
[>Posted via Mobile Device<]
 

Kerstin_K

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#34
Dann kann dich zumindest das JC nict sanktionieren. Und da die ZAF den Vertragsabschluss nicht beweisen kann, kann es auch keine Vertragsstrafe geben.

Stellt sich die Frage, ob man das ganze einfach einschlafen laesst oder mitteilt, das der Vertrag nicht akzeptabel ist.
[>Posted via Mobile Device<]
 

Mueller1852

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#35
Am wohlsten würde ich mich fühlen wenn ich denen noch eine Email schicke und folgendes im AV bemängel:

1. Mit der elektronischen Übermittlung von Arbeits- oder Nebeneinkommensbescheinigungen an die Bundesagentur für Arbeit erkläre ich mich nicht einverstanden. Wieso ist dieser Punkt schon vorangekreuzt in meinem AV?

2. Punkt 1.3: Keine Kostenübernahme für Fahrtkosten/Auslöse bei bundesweiten Einsätzen. (Muss ich überhaupt bundesweite Einsätze bei einem Minijob akzeptieren?)

3. Punkt 4.2: Muss man Überstunden kostenlos abarbeiten, werden diese mit freien Tagen ausgeglichen oder muss man die Überstunden auf einem Arbeitszeitkonto sammeln?

4. Mit dem Punkt 7.3 bin ich nicht einverstanden.

5. Bei Punkt 9 sind die Vertragsstrafen deutlich zu hoch angesetzt.

6. Mit Punkt 10 bin ich nicht einverstanden.

7. Punkt 11 und 12a (zweiter Satz) ist rechtswidrig.


Wie könnte mein Abschlusssatz am besten lauten? Solang die benannten Punkte nicht verhandelt/geändert wurden, ist dieser Arbeitsvertrag nicht gültig und ich kann dann leider kommenden Dienstag im Einsatzort nicht erscheinen.
 

Wholesaler

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#36
@Mueller1852: Du bringst dich durch ungeschicktes Verhalten leider sehr oft selbst in Probleme. Ich würde an deiner Stelle zukünftig nur noch mit ZAF und PAV in Kontakt treten, wenn ich es unbedingt muss (VV des Jobcenters). Aus freien Stücken würde ich von ZAF/PAV grundsätzlich die Finger lassen, erst recht, wenn die wissen, dass du ALG2 beziehst.
 

Mueller1852

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#37
Aus freien Stücken würde ich von ZAF/PAV grundsätzlich die Finger lassen
Dann kann ich das mit einem kleinen Zuverdienst monatlich komplett vergessen. Hab so schon seit 2 Monaten jetzt nichts mehr gefunden.

Kann mir bitte noch jemand was zu meinem letzten Post sagen? Die Mail muss noch diese Nacht raus.
 

dagobert1

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#38
Dann kann dich zumindest das JC nict sanktionieren. Und da die ZAF den Vertragsabschluss nicht beweisen kann, kann es auch keine Vertragsstrafe geben.
Gibt es sowieso nicht, siehe Arbeitsvertrag, Punkt 2, zweiter Absatz.

5. Bei Punkt 9 sind die Vertragsstrafen deutlich zu hoch angesetzt.
[...]
Solang die benannten Punkte nicht verhandelt/geändert wurden, ist dieser Arbeitsvertrag nicht gültig und ich kann dann leider kommenden Dienstag im Einsatzort nicht erscheinen.
:censored:
Die aktuell zu weit gehende (und daher unwirksame!) Vertragsstrafenklausel willst du also nachverhandeln, damit am Ende eine wirksame Vertragsstrafe da steht.
Da fällt mir echt nix mehr zu ein.

In #12 hatte ich dich schon mal auf § 305 ff. BGB hingewiesen: Lesen und Verstehen!
Dann weißt du auch, dass du 12a nicht nachverhandeln musst, weil dieser Satz ohnehin unwirksam ist.

Ob die AG sich das leisten können/wollen, rechtswidrige AV auszuteilen?
Dieser Thread hier beantwortet deine Frage absolut treffend.
 

Mueller1852

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#40
Die aktuell zu weit gehende (und daher unwirksame!) Vertragsstrafenklausel willst du also nachverhandeln, damit am Ende eine wirksame Vertragsstrafe da steht.
Da fällt mir echt nix mehr zu ein.
Deswegen frage ich hier auch noch mal nach, weil ich nicht genau weiß, was ich darf. Bei Punkt 9 also schreiben das ich überhaupt nicht damit einverstanden bin?

In #12 hatte ich dich schon mal auf § 305 ff. BGB hingewiesen: Lesen und Verstehen!
Dann weißt du auch, dass du 12a nicht nachverhandeln musst, weil dieser Satz ohnehin unwirksam ist.
Deswegen habe ich doch auch geschrieben:
7. Punkt 11 und 12a (zweiter Satz) ist rechtswidrig.
Solang die benannten Punkte nicht verhandelt/geändert wurden ...

Was schwebt dir denn hinsichtlich der Tätigkeiten vor?
Umzug oder Inventurhelfer.
 
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#41
Mein Tipp: Laß' die ganze Sache einschlafen, und melde dich einfach nicht mehr.

Da sich auf diesen Job ja ohne VV beworben wurde, hat die LAF auch keinen "Rückmeldebogen" vom JC erhalten, worauf sie dich verpetzen könnte.

Das müsste sie mit extra Brief oder sowas tun, und sowas ist einer Leihklitsche zu aufwendig.

Und, "ja", du bringst dich immer ohne Not in absolut mißliche Lagen. Vor allem, weil du mit der LAF immer viel telefonierst, und dann auch immer fleißig "ernsthaftes Interesse" an dem Job bekundest, wo du noch gar nicht genau weißt, was dich überhaupt erwartet.

Zu wievielen Stunden Arbeit kannst du überhaupt gezwungen werden, nachdem ja drinsteht, daß du zu Überstunden verpflichtet bist?

Außerdem: "4 Stunden pro Monat", das ist gerade einmal 1 Std. pro Woche. Da fährst du ja wenn's schlecht läuft schon länger zum Arbeitsplatz, wie du überhaupt arbeitest.

Von den Kosten fürs Fahrticket (2,80 €?) gar nicht zu reden. Also, dein tatsächlicher Stundenlohn liegt schon allein wegen dieser 2 Faktoren deutlich unter 10 €. Eher bei der Hälfte, nämlich 5 €.

Und ganz ehrlich: 40 € im Monat zu haben, oder nicht, macht selbst für einen ALG-II-Empfänger nicht so viel aus. Zumal du ja auch noch Fahrtkosten davon abziehen müsstest.
 

Mueller1852

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#42
Der ZAF habe ich schon in der Nacht geschrieben, wie bereits angekündigt.

Guten Morgen,

mit folgenden Punkten aus dem Arbeitsvertrag bin ich nicht einverstanden:


1. Mit der elektronischen Übermittlung von Arbeits- oder Nebeneinkommensbescheinigungen an die Bundesagentur für Arbeit erkläre ich mich nicht einverstanden. Wieso ist dieser Punkt schon vorangekreuzt in meinem AV?

2. Punkt 1.3: Keine Kostenübernahme für Fahrtkosten/Auslöse bei bundesweiten Einsätzen.

3. Punkt 4.2: Muss man Überstunden kostenlos abarbeiten, werden diese mit freien Tagen ausgeglichen oder muss man die Überstunden auf einem Arbeitszeitkonto sammeln?

4. Mit dem Punkten 7.3; 9 und 10 bin ich nicht einverstanden.

5. Punkt 11 und 12a (zweiter Satz) ist rechtswidrig.


Solang die benannten Punkte nicht verhandelt/geändert/gelöscht wurden, ist der Arbeitsvertrag nicht gültig und ich kann leider morgen, den 09.10.2018 nicht auf Arbeit erscheinen.

Und, "ja", du bringst dich immer ohne Not in absolut mißliche Lagen.
Ich denke mal jeder der am Existenzminimum lebt ist in Not. Wenn ich soo viel hätte, bräuchte ich mir keinen Nebenjob suchen.

Zu wievielen Stunden Arbeit kannst du überhaupt gezwungen werden, nachdem ja drinsteht, daß du zu Überstunden verpflichtet bist?
Mehr als im AV steht weiß ich auch nicht.

Außerdem: "4 Stunden pro Monat", das ist gerade einmal 1 Std. pro Woche. Da fährst du ja wenn's schlecht läuft schon länger zum Arbeitsplatz, wie du überhaupt arbeitest.
Am Telefon war ausgemacht das ich auf ca 100€ im Monat komme, die 4 Stunden pro Monat waren mir minimum garantiert.
Wegen einer Stunde Arbeit wäre ich nirgendwohin gefahren.
So wie es ausgemacht war, an einem Tag 80-100€ oder an 2 Tagen jeweils 50€ netto zu verdienen, wäre doch ok?

Von den Kosten fürs Fahrticket (2,80 €?) gar nicht zu reden. Also, dein tatsächlicher Stundenlohn liegt schon allein wegen dieser 2 Faktoren deutlich unter 10 €. Eher bei der Hälfte, nämlich 5 €.
Es gibt auch ein Fahrrad, solange die Arbeitsstelle nicht am Stadtrand ist, würde ich dies auch benutzen. Selbst wenn ich mit der Bahn fahren muss, dann wären das bei einem Arbeitstag 5€ Fahrtkosten und bei 2 Tagen 10€.
 
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#43
Wie könnte mein Abschlusssatz am besten lauten? Solang die benannten Punkte nicht verhandelt/geändert wurden, ist dieser Arbeitsvertrag nicht gültig und ich kann dann leider kommenden Dienstag im Einsatzort nicht erscheinen.
Also, ich denke einmal, daß diese Leihklitsche überhaupt nicht über einzelne Klauseln im AV verhandeln wird. Da wird es wohl "friß' oder stirb" heißen.

Und es kommt dann immer der beliebte Satz "daß im Arbeitsvertrag keine Streichungen vorgenommen werden dürfen bzw. akzeptiert werden".

Naja, versuch' dein Glück. Aber dieser AV beinhaltet allein wegen der variablen Arbeitszeit von quasi 4 Std. bis 50 Std. nur Nachteile für dich.

Noch dazu "bundesweiter Einsatz". - Was soll so ein Schmarrn bei einem 450-Euro-Job?
 

Mueller1852

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#45
Bisher hat sich keiner mehr bei mir gemeldet.

Dann frage doch bei Umzugsunternehmen und Geschäften nach, anstatt dich an ZAF zu wenden.
Niemand möchte sich die Arbeit machen einen Vertrag wegen 1/2 Tagen im Monat auszustellen. Sowas wird meist ausgelagert.
 
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#46
Niemand möchte sich die Arbeit machen einen Vertrag wegen 1/2 Tagen im Monat auszustellen. Sowas wird meist ausgelagert.
Solche Jobs werden nicht "ausgelagert", sondern gibt es faktisch gar nicht.

Die schreiben nur in den Vertrag diese unrealistisch niedrige Arbeitszeit (4 Std./Monat) hinein, damit du quasi nur auf Abruf geholt werden kannst.

Und wenn tatsächlich einmal Leerlauf ist, brauchen sie dir kaum Mindeststunden vergüten.

Die tatsächliche Arbeitszeit wird bestimmt bei *mindestens* 20 bis 30 Stunden im Monat liegen.

Und dann bist du schon wieder in dem Dilemma, daß bei allem was über 120 € hinausgeht, ein irre hoher Abzug (80 %) vom JC gemacht wird. Du also quasi "für nichts" arbeitest.

Jeder Reiche würde Krieg gegen diesen Staat führen, wenn er einen Spitzensteuersatz von 80 % hinzunehmen hätte. - Für Arme wird sowas als Selbstverständlichkeit vom Staat verhängt.
 

Mueller1852

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#47
Die wollten mich echt abzocken, zum Glück haben die sich nicht mehr zurück gemeldet.
3x A - Arbeiten auf Abruf am Ar*ch, von wegen die melden sich immer 3 Tage vor dem Einsatz.

Eben, bei 30 Stunden in der Woche hätte ich nicht mehr als jetzt. Übrigens darf man sich 100€ netto behalten und von jedem Cent darüber werden 80% geklaut.
Deshalb will ich mir auch immer nur 100€ dazuverdienen und keine "450€".
 
Zuletzt bearbeitet:

mafrsist

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#48
Was heißt hier „geklaut“?
Anderswo würdest du längst unter der Brücke schlafen.
Woher kommt dieser Vollpensionsanspruch?
Und wieso glaubst du diesen zu verdienen?
Weil du ein so netter Mensch bist?
[>Posted via Mobile Device<]
 

franky0815

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#49
Was heißt hier „geklaut“?
Anderswo würdest du längst unter der Brücke schlafen.
Woher kommt dieser Vollpensionsanspruch?
Dann eben enteignet, dass Ergebnis ist das gleiche, wer war das noch der verkündet hat das sich leistung lohnen muss?

Was meinst du mit Vollpensionsanspruch? falls damit ALG II gemeint sein sollte hast du glaube ich irgendwas nicht verstanden.
 

Mueller1852

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#50
Klar kann ich es nachvollziehen wenn ein ALG2 Empfänger sich 450€ anrechnungsfrei dazuverdienen dürfte, dann hat der mehr als eine Vollzeitkraft im Niedriglohnsektor und eine Vollzeitstelle wäre somit noch unattraktiver. Auf der anderen Seite muss man dann auch Leute verstehen, die nicht 80% vom Lohn abgeben wollen.
 
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