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Für WGs gelten andere Miet-Maßstäbe als in BG

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Martin Behrsing

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Für WGs gelten andere Miet-Maßstäbe als in der Bedarfsgemeinschaft
Celle (ddp.djn). Die Unterkunftskosten in einer Wohngemeinschaft (WG) sind nur eingeschränkt mit denen einer Bedarfsgemeinschaft vergleichbar.


Arbeitslosengeld-II-Empfänger, die in einer Zweier-WG leben, dürfen daher höhere Miet- und Heizkosten geltend machen als in einer Zwei-Personen-Bedarfsgemeinschaft, wie das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen entschied (Beschluss vom 23. März 2006, AZ: L 6 AS 96/06 ER).



Das Landessozialgericht gab damit der Beschwerde einer Arbeitslosengeld-II-Empfängerin in zweiter Instanz statt. Die Klägerin wohnte in einer Zweier-WG auf 78 Quadratmetern und zahlte für Miete, Heiz- und Nebenkosten anteilig 262,70 Euro. Zu viel, wie die zuständige Behörde ermittelte. Denn für eine Zwei-Personen-Bedarfsgemeinschaft seien nur 60 Quadratmeter bei Kosten von 227,15 Euro pro Kopf angemessen.



Das Landessozialgericht folgte jedoch der Argumentation der Hilfsempfängerin. Diese habe zu Recht darauf hingewiesen, dass das Zusammenleben in einer Bedarfsgemeinschaft mit sprichwörtlich geteiltem Tisch und Bett nicht mit dem Leben in einer reinen Wohngemeinschaft vergleichbar sei. Zudem wären die angemessenen Unterkunftskosten für eine Ein-Personen-Bedarfsgemeinschaft mit 280 Euro monatlich höher als die anteiligen Miet- und Heizkosten in der Zweier-WG. Der geforderte Umzug würde daher lediglich den Steuerzahler belasten, so die Richter.
http://www.foerderland.de/626+M55a358d84a6.0.html
 
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