Für einen solidarischen und gerechten Sozialstaat - Gastbeitrag Ursula Engelen-Kefer (1 Betrachter)

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FrankyBoy

Gast
AW: Für einen solidarischen und gerechten Sozialstaat - Gastbeitrag Ursula Engelen-Ke

Ich habe mir den Artikel durchgelesen und er beschreibt sehr gut, die tatsächlichen Verhältnisse in unserem Land und darüber hinaus.

Allerdings wird auch dort, dass mittlerweile wichtigste Element, einfach ausgeklammert bzw. es kommt in den angestellten Betrachtungen gar nicht vor - dieses Element sind die Zinsen und Zinseszinsen im System, die von allen Akteuren (Staat, Sozialversicherungssysteme, Erwerbslose, Unternehmer, Erwerbstätigen usw. usw.) aber stets zu entrichten sind und in der Summe sind diese Zinsen, mittlerweile mit der Staatsquote gleichzusetzen - effektiv wird es keinen sehr großen Unterschied für das Geld der kleinen Leute ausmachen.

In unseren heutigen Preisen, die auch tatsächlich gezahlt werden, sind ganz enorme Zinszahlungen enthalten, die wie ein Staubsauger, Geld von Fleißig nach Reich verschiebt - die Professorin Margrit Kennedy, hat dazu folgendes veröffentlicht:
Die meisten Menschen wissen nicht, was dieses exponentielle Wachstum anrichtet. Jeder denkt, daß er nur dann Zinsen zahlt, wenn er sich Geld leiht.
Kaum jemand ahnt, daß in jedem Preis ein Zinsanteil steckt, zum Beispiel bei der Müllabfuhr 12 Prozent, beim Trinkwasser 38 Prozent, bis hin zum sozialen Wohnungsbau, bei dem der Zinsanteil an der Miete 77 Prozent beträgt. Da fangen die meisten Leute dann an, mit den Ohren zu schlackern. Denn was
heißt das: Es heißt nicht nur, daß ein Haus für 300 000 Mark,
wenn ich es 25 Jahre abbezahle, letztlich eine Million kostet.
Sondern auch, daß im Durchschnitt die Hälfte all dessen, was
wir täglich bezahlen und wofür wir arbeiten, Zinskosten sind.
Insofern geht es uns schlechter als den Menschen im Mittelalter,
die zehn Prozent ihrer Güter an den Fürsten abführen mußten -
bei uns sind es fünfzig Prozent.
Wir bekommen aber auch Zinsen für Sparbücher
https://kennedy-bibliothek.info/data/bibo/media/ZeitschriftUEBERMORGEN.pdf
Nachtrag:
Ich habe Frau Dr. Ursula Engelen-Kefer, gerade über ihre Homepage, diesen Sachverhalt zugeschickt - vielleicht bekomme ich ja eine Antwort.
 

wolliohne

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AW: Für einen solidarischen und gerechten Sozialstaat - Gastbeitrag Ursula Engelen-Ke

Teil Zitat:
Die von der Bundesarbeitsministerin vorgesehene Erhöhung der Minijob-Grenze auf 450 Euro geht in die falsche Richtung. Bei Leiharbeit muss gelten: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!
Hartz IV ist abzuschaffen
Das System „Hartz IV“ hat sich nicht bewährt und ist daher abzuschaffen. Bei Arbeitslosigkeit muss die beitragsfinanzierte Arbeitslosenunterstützung (ALGI) die grundsätzliche Risikoabsicherung für arbeitslose Menschen sein. Hierzu sind vor allem die Bezugszeiten von ALG I wieder zu verlängern und die Voraussetzungen für den Bezug zu erleichtern. Wenn nur noch weniger als 30 Prozent der Arbeitslosen Versicherungsleistungen erhalten, ist das gesamte System zu Lasten der Betroffenen auf den Kopf gestellt.
Erforderlich ist darüber hinaus ein neues Fürsorgesystem, das eine Mindestsicherung für Notlagen gewährt. Dies muss menschenwürdig mit den Betroffenen umgehen und wirksame Hilfen zur Überwindung von Arbeitslosigkeit und Armut vorsehen. Dazu gehören insbesondere der Ersatz der Ein Euro Jobs durch die Förderung vollwertiger Qualifizierung sowie sinnvolle und existenzsichernde Beschäftigung.
 

Regelsatzkämpfer

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AW: Für einen solidarischen und gerechten Sozialstaat - Gastbeitrag Ursula Engelen-Ke

Mich nervt jedes Mal wieder, dass die Grundsicherung für Rentner, die ja genauso niedrig wie ALG II ist, niemals thematisiert wird.

Es wird Zeit, dass wenigstens zwischen den Verarschten endlich Solidaritität für einen gemeinsamen Kampf entsteht.
 
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FrankyBoy

Gast
AW: Für einen solidarischen und gerechten Sozialstaat - Gastbeitrag Ursula Engelen-Ke

Lieber Regelsatzkämpfer, ich finde es sogar wichtig, dass sich alle Menschen solidarisieren und gegen die vielen, ungerechten Zustände in Deutschland und auf der Welt vorgehen.

Wir haben aber zu viele Interessengemeinschaften, eine einseitige Medienlandschaft und zu viele Faktoren, mit denen sich die verschiedenen Interessengruppen gegeneinander ausspielen lassen und davon wird reichlich Gebrauch gemacht.

Es gibt mittlerweile auch so viele Branchen, in denen mehr als 90% der Belegschaft einfach inakzeptabel mies behandelt werden aber anstatt sich zu solidarisieren hetzt eine Gruppe auf die andere ohne sich jemals Gedanken, über die wirklichen Hintergründe unseres Systems zu machen - insofern müssen wir hier die Gruppen erweitern, denn 99,9% der Menschen, leiden unter den Spielregeln, die die Finanzoligarchie vorgegeben hat.
 
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ExitUser

Gast
AW: Für einen solidarischen und gerechten Sozialstaat - Gastbeitrag Ursula Engelen-Ke

ich finde es sogar wichtig, dass sich alle Menschen solidarisieren und gegen die vielen, ungerechten Zustände in Deutschland und auf der Welt vorgehen
mag sein nur es passiert nix in dieser richtung
selbst hier im forum schaffen die leuts es nicht sich zu solidarisieren

Wir haben aber zu viele Interessengemeinschaften, eine einseitige Medienlandschaft und zu viele Faktoren, mit denen sich die verschiedenen Interessengruppen gegeneinander ausspielen lassen und davon wird reichlich Gebrauch gemacht
das hat nix mit gegeneinander ausspielen zu tun
der grossteil der bevökerrung interessiert es nicht solang sie nicht selbst betroffen sind
der andere teil ist nur dumm
beste beispiel
meine frau macht eine weiterbildung mit
ein teilnehmer wurde dazu verdonnert das mit zu machen
und muss noch 20 bewerbungen nachweisen alles per VA und co
was sagt dieser mensch zur meine frau in der diskusions runde ?
was der SB sagt muss gemacht werden
mach ich das nicht bekomm ich kein geld und man hat ehh keine chance

soviel dazu
und das hat nix damit zu tun das dieser mensch nicht weiss wie wo er sich infos besorgen kann


Es gibt mittlerweile auch so viele Branchen, in denen mehr als 90% der Belegschaft einfach inakzeptabel mies behandelt werden aber anstatt sich zu solidarisieren hetzt eine Gruppe auf die andere ohne sich jemals Gedanken, über die wirklichen Hintergründe unseres Systems zu machen - insofern müssen wir hier die Gruppen erweitern, denn 99,9% der Menschen, leiden unter den Spielregeln, die die Finanzoligarchie vorgegeben hat.
auch hier intressiert es die belegschaft nicht was im unternehmen so abläuft solang sie davon nicht spürbar diregt betroffen sind
das ist einfach pure ignoranz
die denken
erstmal ich dann nochmal ich und irgentwann kann ich ja mal drüber nachdenken

so sieht das aus und wird sich auch nicht ändern
 
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