Für 355 Arbeitslose platzte der Traum vom Job

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wolliohne

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[Dortmund, 02.10.2008, Alexander Voelkel


Sie haben Arbeitsverträge und die große Hoffnung auf ein Leben ohne Arbeitslosigkeit. Doch die Arbeitslosen wurden bitter enttäuscht: „City-Letter”, ein neuer privater Postdienstleister, schickte seine bis zu 355 neuen Mitarbeiter am 1. Arbeitstag wieder nach Hause. Verdi und ARGE wittern Betrug.

Denn das Berliner Unternehmen hat bereits am 25. September einen wenn auch fehlerhaften Insolvenzantrag gestellt. Das Verfahren wurde aber daher noch nicht eröffnet. Das Charlottenburger Amtsgericht wird mit Anfragen überschüttet: Allein am Mittwoch gab es Anfragen aus Hannover, Cottbus, Leipzig, Frankfurt und Duisburg.
Vermittler kamen Zweifel



Für 355 Arbeitslose platzte der Traum vom Job - Dortmund - DerWesten
 

Silvia V

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Die sind hier in Cottbus auch aktiv.Ich habe einen derartigen Arbeitsvertrag gesehen,auf den ersten Blick nicht zu beanstanden.
Aber das Gehalt von 2100 € brutto als Kurierfahrer ist für unsere Region schon sehr ungewöhnlich.Am 15.Oktober soll es losgehen,aber einen richtigen Firmensitz gibt es hier bis heute nicht.Übrigens arbeitet man auch mit Vermittlungsgutschein.
 

amondaro-no1

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Man sollte die Herren Verbrecher von city-letter sofort mit Base-Ball Schläger
besuchen !!

Das spricht sich rum,und es wird niemand mehr Arbeitslose verarschen !!

Besucht diese Verbrecher und stellt sie zur Rede !! Nötig sie wenn es nötig ist,damit sie nie mehr vergessen können.


greatz
 

Hugo5

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Meine Frau hat auch einen Arbeitsvertrag unterschrieben. Die Arbeitsaufnahme sollte in Berlin zum 1.10. erfolgen. Eine Wocher vorher sollte sie Post bekommen, wo sie sich am 1. Oktober hätte melden sollen. Aber wie bei allen anderen Arbeitssuchenden auch, kam nie solche Post an.

Die Stelle wurde über einen privaten Arbeitsvermittler (K&S Spandau) Kommunikation & Service vermittelt. Meine Frau hatte eine Kopie des Vermittlungsgutscheins, Lohnsteuerkarte, SV Ausweis und Kontodaten dem Vermittler übergeben. Diese wollten der Firma CityLetter alles übergeben.

Als meine Frau von der Unseriösität der Firma CityLetter erfuhr (angeblich soll die Firma gar nicht existieren), sind wir zum Vermittler gefahren und haben unserer Unterlagen abgeholt. Jedoch haben wir die unterschriebene Kopie des Arbeitsvertrags (des Arbeitgebers) nicht dort mitgenommen.

Eigentlich hat meine Frau daher immer noch einen unterschriebenen Vertrag, der auch nicht gekündigt ist. Da wir immer noch nicht genau wissen ob die Firma eigentlich existiert und die Verträge Gültigkeit haben, wissen wir nicht, wie wir uns weiter verhalten sollen.
Inzwischen heißt es auf der Webseite von K&S dass die Firma CityLetter sogar schon Ende September Insolvenz angemeldet hätte. Also noch vor beginn der Arbeitsaufnahme.

Wir wissen momentan gar nicht woran wir sind.

Sollen wir jetzt noch nachträglich die andere Kopie des Arbeitsvertrages beim privaten Arbeitsvermittler abholen?

So viel wir gehört haben, wurden inzwischen Deutschlandweit hunderte von Anzeigen wegen Betrug erstattet. Sollen wir uns dem anschließen und auch zu Polizei gehen?

Der JobCenter wurde von uns sicherheitshalber (noch) nicht über den Abschluss des Vertrages informiert, da der JobCenter eventuell die Leistung sofort einstellt und wir aber auch kein Geld von der Firma sehen.


Hugo
 

Kalkulator

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Sollen wir jetzt noch nachträglich die andere Kopie des Arbeitsvertrages beim privaten Arbeitsvermittler abholen?
Wozu noch? Diese Firma war ein große Seifenblase, mehr nicht.

Das war so diletantisch aufgezogen, dass ich mich noch immer frage, wie wollte man da absahnen? Eventuell der neue Lohnzuschuss in Höhe von bis zu 75 Prozent für Langzeitarbeitslose?

Unternehmen, die neue Beschäftigungsfelder erschließen und einem langzeitarbeitslosen Bezieher von Arbeitslosengeld II eine neue Chance bieten, werden unterstützt. Sie können für die gesamte Dauer der Beschäftigung einen hohen Zuschuss zum Arbeitsentgelt erhalten. Die neue von der Bundesregierung geschaffene Leistung heißt JobPerspektive und steht seit Anfang April 2008 allen Unternehmen offen. Sie geht weit über das hinaus, was bisher mit Eingliederungszuschüssen möglich war.
In der aktuellen Jobbörse der AfA wirbt man immer noch:

Arbeitgeber: BCV
Tätigkeit: Posthelfer/in
Arbeitsplatz; 62 Stellen; Sozialversicherungspflichtig
Stellenbeschreibung: Für unseren Kunden, einem neuen und innovativen, privaten Postdienstleistungs-Unternehmen, suchen wir zum Deutschland-Start folgende Positionen in Berlin und bundesweit:
Briefsortierer/in
Wir möchten Ausdrücklich darauf hinweisen, dass unser Auftraggeber keinerlei Berührungsängste betreffend Arbeitnehmern/innen mit körperlichen Handicaps oder im Alter von 50+ Jahren haben.Auch längere Arbeitslosigkeit ist für unseren Auftraggeber bedeutungsfrei.
Zu Ihren Aufgaben zählen, dass Briefsortieren,Vorsortierung oder Maschinenauswurf nach Zustellgebiet, Post,Briefe, Kataloge und Broschüren.
Vereinbaren Sie Telefonisch eine Vorstellungstermin unter :
030-20188455
Schulabschluß: nicht relevant
Arbeitsort: 14467 10117, Potsdam Berlin
Rahmenkonditionen: Arbeitszeit: Vollzeit
Vergütung: übertariflich
Arbeitgeberinfos: Erbringung von sonstigen Dienstleistungen a. n. g.
Betriebsgröße: weniger als 5 Mitarbeiter
Eintrittstermin: 01.10.2008
Kontaktaufnahme: Telefonisch
Kontaktaufnahme ab: 25.08.2008
Bewerbungsunterlagen: Bitte Ihre Kompletten Unterlagen mit Zeugnissen, Adresse und Telefonnummer, eine Kopie vom Vermittlungsgutschein, Kopie vom polizeilichen Führungszeugnis
Kontakt: BCV
Frau Härtel
Charlottenstrasse 68
10117 Berlin
Telefon: +49 30 20188455
Letzte Änderung: 08.09.2008 / Ref.: 10000-1029701668-S
in Kooperation mit:
Der Bundesanstallt für Arbeit in Berlin
 

Mario Nette

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Hier mal gesichert das Stellenangebot, was Kalkulator erwähnte. Und ein Schreiben von Cityletter.

Mario Nette
 

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Mario Nette

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Die Adresse:

CL CityLine GmbH
Kranoldstraße 6
12051 Berlin

sieht in Bildern so aus, wie der Anhang sie zeigt. Sehr imposant. Und dass man von dort jedenfalls besonders gut sämtliche Büroarbeiten erledigen kann, ist doch klar. So ein normales Wohnhaus bietet alle Annehmlichkeiten, die man zu Hause nun mal hat. Und da macht Heim- und Telearbeit natürlich dann auch besonders Spaß. Wenn man dann vielleicht doch irgendwelche moralischen Beklemmungen hat, kann man sogleich zu einer der beiden in unmittelbarer Nähe gelegenen Kirchen gehen.

Mario Nette
 

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Gast
Ach du Sch......,
auch ich (in Halle/Saale) hatte mich für einen solchen Arbeitsplatz beworben.
Ich hatte von Anfang an kein gutes Gefühl. Uns versprach man einen Bruttolohn von 1500 €.
Von der privaten Arbeitsvermittlerin habe ich nie wieder etwas gehört.
Kosten dieses Betruges ca. 15 €, Führungszeugnis etc.
Langsam kriege ich das Kotzen.
 
E

ExitUser

Gast
Hallo,
ich hatte auf eine Nachricht von der Privatvermittlerin trotz tel. Nachfrage vergeblich gewartet.
Die Arbeitsstelle sollte in Halle/Saale sein.
 
E

ExitUser

Gast
Arbeitsagentur stellt Anzeige
Berlin (jsp). Die Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Arbeitsagentur hat Anzeige gegen das Berliner Unternehmen CityLetter gestellt. Das bestätigte ein Sprecher auf Anfrage unserer Zeitung. Es gebe die Vermutung, dass Fördergelder erschlichen werden sollten, hieß es weiter. CityLetter hatte angekündigt, bundesweit in größeren Städten einen Postdienstleister mit Tausenden von Mitarbeitern aufbauen zu wollen (wir berichteten) – darunter in Neubrandenburg, Greifswald und Stralsund.
CityLetter hatte den Bewerbern einen Job mit Arbeitsbeginn zum 1. Oktober versprochen. Bereits am 24. September stellte das Unternehmen jedoch nach Informationen unserer Zeitung beim Amtsgericht Berlin- Charlottenburg Antrag auf Insolvenz. Inzwischen räumte CityLetter in einem internen Schreiben ein, dass die eigene Geschäftsplanung zunehmend auf „Schwierigkeiten“ gestoßen sei.
Nordkurier.de
 

Kalkulator

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Wiesbadener Kurier · Die Job-Maschine blubbert nur - Die Post-Gesch

Vier Monate kreist bei der "Jobschmiede" alles um den Großauftrag. Ein Kraftakt, mit vollem Risiko, weil ohne Bezahlung. Immer im Vertrauen auf den schriftlichen Auftrag und dessen spezielle Abrechnung: Für Arbeitslose, die Lougheide vermittelt, wird über ein Gutscheinsystem abgerechnet. Wert pro Arbeitslosem und Schein 2 000 Euro.
Bei dem angesprochenen Kreis (Ältere, Langzeitarbeitslose mit gesundheitlichen Einschränkungen) wären sogar 2.500 Euro möglich gewesen.

Bis 2,5 Millionen Euro für einen einfachen Arbeitsvermittler nur für die einfache Vermittlung auf gefragte Stellen?

Da fällt mir nur ein: Gier frisst Hirn

Der Vermittlungsgutschein gehört abgeschafft.
 

Mario Nette

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Das Video, was im anderen Thread (@Mods: Zusammenlegen möglich?) verlinkt ist, zeigt, dass das auf meinen Fotos links oben herausgeschraubte Klingelschild einst den Namen des Unternehmens trug.

Mario Nette
 
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